TAGESSPIEGEL: Angriffe gegen Homo- und Transsexuelle nehmen zu
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27646
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 217 Mal
- Danksagung erhalten: 2508 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
-
Victoria
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 275
- Registriert: Sa 19. Okt 2013, 15:49
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Düsseldorf
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: TAGESSPIEGEL: Angriffe gegen Homo„ und Transsexuelle nehmen zu
Moin Anne-Mette,
danke für den Link.
Lernt den unsere Gesellschaft nichts? Muß wirklich noch soviel Aufklärungsarbeit betrieben werden?
Wir sind doch alles Menschen! Ob Hetero, Homo, Trans wir wollen doch alle nur friedlich ohne Gewalt leben!
Immer wieder diese Unverbesserlichen
Eine nachdenkliche
Vicci
danke für den Link.
Lernt den unsere Gesellschaft nichts? Muß wirklich noch soviel Aufklärungsarbeit betrieben werden?
Wir sind doch alles Menschen! Ob Hetero, Homo, Trans wir wollen doch alle nur friedlich ohne Gewalt leben!
Immer wieder diese Unverbesserlichen
Eine nachdenkliche
Vicci
Auf Regen folgt immer Sonnenschein
-
Kornelia
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 295
- Registriert: So 28. Aug 2016, 21:36
- Geschlecht: Teilzeitfrau
- Pronomen:
- Wohnort (Name): C.........
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Kontaktdaten:
Re: TAGESSPIEGEL: Angriffe gegen Homo„ und Transsexuelle nehmen zu
Traurig,traurig aber wahr deswegen leben es viele im stillen Kämmerlein aus.Solche Typen sind nur in der Masse stark.Ich würde mich in Dresden allein in stockdunkler Nacht nicht auf die Strasse trauen.
LG
Kornelia
LG
Kornelia
Endlich lebe ich mein Leben,denn es ist mir nur einmal gegeben!
-
Jasmine
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 6430
- Registriert: Di 16. Jul 2013, 08:25
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 3 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: TAGESSPIEGEL: Angriffe gegen Homo„ und Transsexuelle nehmen zu
Was soll man dazu sagen? Fassungslos.
Auf eine Reaktion der breiten Gesellschaft hoffen????
Vor ein paar Jahren wurde von Politik und Medien die sogenannten Hartz 4 Empfänger besonders bedacht.
Wo war da die breite Gesellschaft?
Heute werden von Ministerien und Medien die Anwälte von Hartz 4 Empfängern besonders bedacht.
Wer verteidigt unsere Rechte? Wo ist die breite Gesellschaft?
Ich gehe häufig als Beistand mit zu Jobcentern, wenn ich sehe wie Hartz4 Empfänger dort behandelt werden,
von Mitarbeitern eines Amtes, fehlen mir die Worte.
Was also bleibt einem übrig? Ich bewege mich mittlerweile in meinem Umfeld selbstbewusst.
Daher ernte ich zwar manchmal ein paar Kommentare, aber Übergriffe fanden keine statt.
Auf eine Reaktion der breiten Gesellschaft hoffen????
Vor ein paar Jahren wurde von Politik und Medien die sogenannten Hartz 4 Empfänger besonders bedacht.
Wo war da die breite Gesellschaft?
Heute werden von Ministerien und Medien die Anwälte von Hartz 4 Empfängern besonders bedacht.
Wer verteidigt unsere Rechte? Wo ist die breite Gesellschaft?
Ich gehe häufig als Beistand mit zu Jobcentern, wenn ich sehe wie Hartz4 Empfänger dort behandelt werden,
von Mitarbeitern eines Amtes, fehlen mir die Worte.
Was also bleibt einem übrig? Ich bewege mich mittlerweile in meinem Umfeld selbstbewusst.
Daher ernte ich zwar manchmal ein paar Kommentare, aber Übergriffe fanden keine statt.
-
Lina
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4375
- Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 53 Mal
- Danksagung erhalten: 190 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: TAGESSPIEGEL: Angriffe gegen Homo„ und Transsexuelle nehmen zu
Ich verstehe eure Aufregung nicht wirklich. Es ist doch aus dem Artikel gar nicht zu erkennen, ob es tatdaechlich mehr Angriffe gibt, oder "wir" uns nur trauen, sie als hate crimes anzuzeigen, bzw. die Polizei hat angefangen sie als solche ernst zu nehmen.
DASS sie ueberwiegend ernst genommen werden zeigt die nach meiner Meinung hohe Aufklaerungsquote - fast 40%!!
Es kommt mir ein bisschen vor wie die scheinbar vielen Vergewaltigungen in Schweden. Ja, ploetzlich stieg die Mnge der angezeigten Vergewaltigungen um fast 40% von einem Jahr zum Anderen - man hatte die Definition im Gesetz geaendert.
DASS sie ueberwiegend ernst genommen werden zeigt die nach meiner Meinung hohe Aufklaerungsquote - fast 40%!!
Es kommt mir ein bisschen vor wie die scheinbar vielen Vergewaltigungen in Schweden. Ja, ploetzlich stieg die Mnge der angezeigten Vergewaltigungen um fast 40% von einem Jahr zum Anderen - man hatte die Definition im Gesetz geaendert.
-
Michelle_Engelhardt
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4014
- Registriert: Mi 27. Aug 2014, 14:15
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Dortmund
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: TAGESSPIEGEL: Angriffe gegen Homo„ und Transsexuelle nehmen zu
Vielleicht liegt es auch einfach daran, das sich heute mehr Trans* auf die Strasse trauen als vor ein paar Jahren?
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!
Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
-
Lina
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4375
- Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 53 Mal
- Danksagung erhalten: 190 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: TAGESSPIEGEL: Angriffe gegen Homo„ und Transsexuelle nehmen zu
Auch möglich - Es könnte mich interessieren, was vor ca. 10-20 Jahren im Polizeibericht gestanden hätte, wenn eine T einen Überfall zur anzeige gebracht hätte - vielleicht sogar in einer Kleinstadt im Osten. Falls überhaupt ermittelt wurde.
Ein ähnlich alter Fall, wo ein Homosexueller überfallen worden war, wurde übrigens in Großbritannien aufgerollt. Nicht, dass man den Fall aufgeklärt hatte. Nein, man hat sich offiziell entschuldigt, weil man so gut wie nicht ermittelt und die Anzeige nur mangelhaft aufgenommen hatte. Ich habe die Links nicht mehr, aber wer interessiert ist kann mal bei der onlineversion der Zeitung Metro rescherschieren.
Zeugen: Schlafen und erzählen Schrott wie immer
Betroffene: Natürlich werden die mit irgend einer Individualität als Opfer ausgesucht. Wie sollen die Arschlöcher sonst sich einigen, wen sie überfallen oder mobben sollen. Vor allem sind es natürlich Leute, die nicht bereit oder fähig sind, sich zu verteidigen. OK, es gibt einige, die KÖNNEN enfach nicht - aus physiologischen Gründen. Auf die müssen andere mit aufpassen - ich tue da was ICH kann.
Aber dann gibt es die, die einfach sich auf die Opferrolle programmieren - die sind nicht physisch schwächer oder kleiner als die Anderen - irgendwie zeigen die aber mit jedem Faser ihres Körpers, ich bin ein Opfer, ich werde mich nicht verteidigen. Wenn die auch noch LGBT sind, sind sie besonders gefärdet.
Das klingt vielleicht krass, aber die Erfahrung zeigt es. Von meinen Trainingsgruppen war kaum einer, der dauerhaft und fleißig trainiert hat, jemals physisch angegriffen worden - zumindest nicht seit sie die Grundschule verlassen hatten. Trotzdem: Statistische Untersuchungen ergeben, dass ca 30% aller schwuler Männer fysisch angegriffen wurden, weil sie Schwul sind. Einige scheinen also irgendwie das Signal "bleib lieber weg" auszusenden - schon lange bevor sie wirklich was für den Selbstschutz lernen.
So, was mich wirklch interessieren könnte ist: Was machen wir mit den anderen? Dass sie mich oder irgend einen anderen Kampftrainer anrufen, nochmals die Opferrolle verbalisiert und dann doch nicht aktiv werden, nützt ja gar nichts. Und selbst wenn die in die Trainingshalle kommen würden, ein bisschen rumhampeln, schicke Bewegungen nachmachen, Lebens- und Selbstschutzregeln verbalisieren, hilft auch nichts - die Meisten werden immer noch ohne jegliches Situationsempfinden in der Gegend rum rennen, in der S-Bahn voll den mp3-player aufgedreht haben, keinen Blick dafür haben, wer ein- und aussteigt, keinen Rundum-Scan machen, bevor sie in einer belebten Straße ihr 300 Euro Smartphone rausholen und SMS schreiben, und keinen genauso einscüchternen Blick zurück senden, wenn irgend ein Idiot fragt, "bist du schwul", sondern nur, "ja", sagen, und ihnen auch noch den Rücken kehren.
Bitte sag mir, was tun wir mit denen? Die sind es die überfallen werden, waren immer die, die überfallen wurden, und ich sehe auch nicht in Zukunft, dass sich was daran ändern wird.
Ich sage nicht, dass ich gleich ohne mühe diese drei Typen platt gemacht hätte - meistens muss man auch nicht. Egal wie viele sie sind: Einer muss anfangen. Einer muss den Mut dazu finden. Ich sorge soweit möglich immer dafür, dass es in der Luft liegt, dass es nicht gratis sein wird.
Ein ähnlich alter Fall, wo ein Homosexueller überfallen worden war, wurde übrigens in Großbritannien aufgerollt. Nicht, dass man den Fall aufgeklärt hatte. Nein, man hat sich offiziell entschuldigt, weil man so gut wie nicht ermittelt und die Anzeige nur mangelhaft aufgenommen hatte. Ich habe die Links nicht mehr, aber wer interessiert ist kann mal bei der onlineversion der Zeitung Metro rescherschieren.
Die Reaktion des Staates: Man wacht langsam auf.Daenerys Targaryen hat geschrieben:Solche Artikel machen mich traurig und wütend zugleich. Es ist absolut inakzeptabel, dass Menschen aufgrund ihrer Individualität angegriffen werden, sei es, weil sie schwul, lesbisch oder transsexuell sind, eine schwarze Hautfarbe haben oder eine Kippa auf dem Kopf tragen.
Leider empfinde ich Aktionen wie diese Preisverleihung zunehmend als "Feigenblatt" für die Öffentlichkeit und als Beruhigungspille für die Community. Ein paar Menschen mit Regenbogenfahren vergeben unter Applaus der Lokalpolitik einen Preis. Und in China fällt der vielzitierte Sack Reis um.
Nicht falsch verstehen, ich unterstütze diese Preisverleihung, aber ich halte das für viel zu wenig. Wo bleibt angesichts solcher Zahlen die Reaktion der breiten Gesellschaft? Wo bleibt die entschiedene Reaktion des Staats, der Passanten, die Zeugen solcher Übergriffe werden, auch der Betroffenen?
Nachdenklich Grüße
Daenerys
Zeugen: Schlafen und erzählen Schrott wie immer
Betroffene: Natürlich werden die mit irgend einer Individualität als Opfer ausgesucht. Wie sollen die Arschlöcher sonst sich einigen, wen sie überfallen oder mobben sollen. Vor allem sind es natürlich Leute, die nicht bereit oder fähig sind, sich zu verteidigen. OK, es gibt einige, die KÖNNEN enfach nicht - aus physiologischen Gründen. Auf die müssen andere mit aufpassen - ich tue da was ICH kann.
Aber dann gibt es die, die einfach sich auf die Opferrolle programmieren - die sind nicht physisch schwächer oder kleiner als die Anderen - irgendwie zeigen die aber mit jedem Faser ihres Körpers, ich bin ein Opfer, ich werde mich nicht verteidigen. Wenn die auch noch LGBT sind, sind sie besonders gefärdet.
Das klingt vielleicht krass, aber die Erfahrung zeigt es. Von meinen Trainingsgruppen war kaum einer, der dauerhaft und fleißig trainiert hat, jemals physisch angegriffen worden - zumindest nicht seit sie die Grundschule verlassen hatten. Trotzdem: Statistische Untersuchungen ergeben, dass ca 30% aller schwuler Männer fysisch angegriffen wurden, weil sie Schwul sind. Einige scheinen also irgendwie das Signal "bleib lieber weg" auszusenden - schon lange bevor sie wirklich was für den Selbstschutz lernen.
So, was mich wirklch interessieren könnte ist: Was machen wir mit den anderen? Dass sie mich oder irgend einen anderen Kampftrainer anrufen, nochmals die Opferrolle verbalisiert und dann doch nicht aktiv werden, nützt ja gar nichts. Und selbst wenn die in die Trainingshalle kommen würden, ein bisschen rumhampeln, schicke Bewegungen nachmachen, Lebens- und Selbstschutzregeln verbalisieren, hilft auch nichts - die Meisten werden immer noch ohne jegliches Situationsempfinden in der Gegend rum rennen, in der S-Bahn voll den mp3-player aufgedreht haben, keinen Blick dafür haben, wer ein- und aussteigt, keinen Rundum-Scan machen, bevor sie in einer belebten Straße ihr 300 Euro Smartphone rausholen und SMS schreiben, und keinen genauso einscüchternen Blick zurück senden, wenn irgend ein Idiot fragt, "bist du schwul", sondern nur, "ja", sagen, und ihnen auch noch den Rücken kehren.
Bitte sag mir, was tun wir mit denen? Die sind es die überfallen werden, waren immer die, die überfallen wurden, und ich sehe auch nicht in Zukunft, dass sich was daran ändern wird.
Ich sage nicht, dass ich gleich ohne mühe diese drei Typen platt gemacht hätte - meistens muss man auch nicht. Egal wie viele sie sind: Einer muss anfangen. Einer muss den Mut dazu finden. Ich sorge soweit möglich immer dafür, dass es in der Luft liegt, dass es nicht gratis sein wird.
-
Lina
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4375
- Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 53 Mal
- Danksagung erhalten: 190 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: TAGESSPIEGEL: Angriffe gegen Homo„ und Transsexuelle nehmen zu
Ja, und wenn die nicht zur Anzege gebracht werden, kann man so schön "nicht-aufgeregt" sein, weil man nichts davon weiß und nichts ermittelt wird.
Du bringst ja auch keinen Nachweis, dass es real eine Steigung gegeben hat. Oder willst du sagen, dass es von mir total gesponnen sei, dass viele Taten früher nicht zur Anzeige gebracht wurden oder nicht als hate-crimes registriert?
Wer als Täter von "hate-crimes" festgestellt werden soll muss in einer Gesellschaft leben, wo dieser Ausdruck überhaupt in der Statistik vorkommt. In Russland z.B. gibt es kaum "hate-crimes" gegen LGBT. Zumindest nachdem was angezeigt wird.
Das mit der Opferrolle nennst du "kurz gedacht". Ist dir aufgefallen, dass es nicht nur gedacht ist, sondern auf eine ganz konkrete Beobachtung basiert?
Und wie kommst du auf die Idee, dass "alle jetzt mit Waffen" rumlaufen sollen? Wo hast du das her? Das kommt doch keineswegs von mir. Vielmehr habe ich das allgemene "situational awareness" angesprochen. Aber gut, wer vernünftig mit Waffen umgehen kann, soll die meinetwegen gerne mit führen. Wer nicht gelernt hat, damit umzugehen, soll die lieber lassen.
Und wenn du jetzt bitte meinen Post wieder lesen würdest - du behauptest jetzt, ich würde dem Opfer die Schuld zuweisen. Also bitte lesen, richtig lesen. Ich frage ganz konkret: Was sollen wir mit denen tun? Wie kriegen wir die aus der Opferrolle? Nichts nützt, wenn wir dafür keine Antwort finden.
Es ist doch mehrmals nachgewiesen, dass Gewalttäter tendenziell dieselben opfer aussuchen. In einer Untersuchung schon aus den 80ern hat man Leute auf einer belebter Straße beim vorbeigehen gefilmt, dann verschiedenen Gewaltverbrechern aus dem Gefängnis vorgeführt (also Gefangenen, nicht Personal). Die sollten aussuchen wen sie sich eher als leichtes Opfer aussuchen würden, z.B. für einen Raub.
Unabhägig von einander haben sie nahezu dieselben Menschen ausgesucht. Größe und Geschlecht schien aber nicht das Auswahlkriterium zu sein.
Es wäre natürlich schön WENN die Welt so wäre, dass man sich Überlegungen bez. Selbstschutz nicht machen müsste. So ist es aber nicht. Kann ich etwa dafür, deiner Meinung nach. Die Welt war nie so, soweit ich mich erinnere. Das ist einfach ein Faktum. Aber ganz ehrlich, die Meisten von uns machen sowieso etwas für Fitness, für geistige Unerhaltung, sei es die Gedanken eines Buchautors in eigene Gedankenexperimente umsetzen, Schach, GTA, Counter Strike oder Sims spielen. Dann kann man wohl auch Spaß mit kampfspielen haben und die so gestalten, dass man tatsächlich was für den Selbstschutz tut. Was soll daran falsch sein? Jedes andere Säugetier auf dieser Welt macht so was, lernt davon und hat Spaß. Warum sollten Menschen da anders sein?
Oder eher: Warum glauben so viele, dass Menschen auf dem Punkt anders sein müssen? Hat da jemand eine logische Erklärung?
Du bringst ja auch keinen Nachweis, dass es real eine Steigung gegeben hat. Oder willst du sagen, dass es von mir total gesponnen sei, dass viele Taten früher nicht zur Anzeige gebracht wurden oder nicht als hate-crimes registriert?
Wer als Täter von "hate-crimes" festgestellt werden soll muss in einer Gesellschaft leben, wo dieser Ausdruck überhaupt in der Statistik vorkommt. In Russland z.B. gibt es kaum "hate-crimes" gegen LGBT. Zumindest nachdem was angezeigt wird.
Das mit der Opferrolle nennst du "kurz gedacht". Ist dir aufgefallen, dass es nicht nur gedacht ist, sondern auf eine ganz konkrete Beobachtung basiert?
Und wie kommst du auf die Idee, dass "alle jetzt mit Waffen" rumlaufen sollen? Wo hast du das her? Das kommt doch keineswegs von mir. Vielmehr habe ich das allgemene "situational awareness" angesprochen. Aber gut, wer vernünftig mit Waffen umgehen kann, soll die meinetwegen gerne mit führen. Wer nicht gelernt hat, damit umzugehen, soll die lieber lassen.
Und wenn du jetzt bitte meinen Post wieder lesen würdest - du behauptest jetzt, ich würde dem Opfer die Schuld zuweisen. Also bitte lesen, richtig lesen. Ich frage ganz konkret: Was sollen wir mit denen tun? Wie kriegen wir die aus der Opferrolle? Nichts nützt, wenn wir dafür keine Antwort finden.
Es ist doch mehrmals nachgewiesen, dass Gewalttäter tendenziell dieselben opfer aussuchen. In einer Untersuchung schon aus den 80ern hat man Leute auf einer belebter Straße beim vorbeigehen gefilmt, dann verschiedenen Gewaltverbrechern aus dem Gefängnis vorgeführt (also Gefangenen, nicht Personal). Die sollten aussuchen wen sie sich eher als leichtes Opfer aussuchen würden, z.B. für einen Raub.
Unabhägig von einander haben sie nahezu dieselben Menschen ausgesucht. Größe und Geschlecht schien aber nicht das Auswahlkriterium zu sein.
Es wäre natürlich schön WENN die Welt so wäre, dass man sich Überlegungen bez. Selbstschutz nicht machen müsste. So ist es aber nicht. Kann ich etwa dafür, deiner Meinung nach. Die Welt war nie so, soweit ich mich erinnere. Das ist einfach ein Faktum. Aber ganz ehrlich, die Meisten von uns machen sowieso etwas für Fitness, für geistige Unerhaltung, sei es die Gedanken eines Buchautors in eigene Gedankenexperimente umsetzen, Schach, GTA, Counter Strike oder Sims spielen. Dann kann man wohl auch Spaß mit kampfspielen haben und die so gestalten, dass man tatsächlich was für den Selbstschutz tut. Was soll daran falsch sein? Jedes andere Säugetier auf dieser Welt macht so was, lernt davon und hat Spaß. Warum sollten Menschen da anders sein?
Oder eher: Warum glauben so viele, dass Menschen auf dem Punkt anders sein müssen? Hat da jemand eine logische Erklärung?
-
Lina
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4375
- Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 53 Mal
- Danksagung erhalten: 190 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: TAGESSPIEGEL: Angriffe gegen Homo„ und Transsexuelle nehmen zu
Hmm ... niemand scheint eine logische Erklärung zu haben. Genau DAS ist ein Problem.
-
ExUserIn-2026-04-08
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3885
- Registriert: Do 20. Nov 2014, 15:59
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 140 Mal
- Danksagung erhalten: 1027 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: TAGESSPIEGEL: Angriffe gegen Homo„ und Transsexuelle nehmen zu
Wie kommst Du darauf ? Weil niemand schreibt ?niemand scheint eine logische Erklärung zu haben.
Du fragst natürlich suggestiv. Am Lernen ist nichts Schlechtes, es kommt halt darauf an, was man daraus macht. An einigen grundlegenden Dingen können wir nichts ändern. Aber es gibt Dinge, an denen wir sehr wohl etwas ändern können. Wie wäre es mit dem Lernen von Mitgefühl und Respekt ?
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
-
Marielle
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1857
- Registriert: Do 11. Aug 2011, 10:52
- Geschlecht: Mensch
- Pronomen: ikke
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: TAGESSPIEGEL: Angriffe gegen Homo„ und Transsexuelle nehmen zu
Hallo zusammen,
Lina schrieb:
Das heisst natürlich nicht, dass ich dafür bin, völlig planlos und unaufmerksam in der Gegend herumzulaufen, aber als alleinigen Ansatz finde ich das wesentlich zu kurz gegriffen.
Ich hielte es für sehr viel sinnvoller, die gesellschaftlichen Kräfte zusammenzunehmen, um eine Umwelt zu schaffen, in der die schon die 'kleinen' Täter diejenigen sind, die sanktioniert werden. Das beseitigt nicht alle Probleme, aber sehr viele schon, denke ich. Der Provokateur, der jemanden eine Tunte oder Transe nennt, müsste damit rechnen müssen, dass sich umgehend eine Gruppe von Umstehenden gegen ihn wendet und der Haustyran müsste wissen, dass die Nachbarn nicht schweigend zuhören, wenn er Frau und Kinder verprügelt.
Es geht m.E. darum, die soziale Kontrolle neu zu erfinden, die uns in ihrer alten Form im Zuge von Freiheitsgewinnen zu Recht abhanden gekommen ist. Es darf nicht die miefige Kontrolle der Fünziger und Sechziger sein, die extrem normativ und auch sehr selektiv war und die manche Pappköpfe gern zurückhätten, sondern eine, die auf Respekt, Anerkennung und Freiheit basiert. Ich hatte tatsächlich mal den Eindruck, dass es ohne soetwas gehen könnte, weil die Leute es von allein kapieren, aber ganz subjektiv habe ich auch den Eindruck, dass es 'draussen' in letzter Zeit wieder rauer wird, weil zuviele Trottel es wohl doch nicht kapiert haben.
Habt es gut
Marielle
Lina schrieb:
Naja, ein großer Teil der Menschheit glaubt oder behauptet zumindest, sich über 'fressen oder gefressen werden' erhoben zu haben und zivilisiert zu sein.Jedes andere Säugetier auf dieser Welt macht so was, ...... Warum glauben so viele, dass Menschen auf dem Punkt anders sein müssen? Hat da jemand eine logische Erklärung?
Ich halte es jedenfalls für keinen guten Ansatz, dass alle ständig im Alarmzustand zu sein haben; das ist wohl mit "allgemeine situational awareness" gemeint. Und wir kriegen es m.E. schon gar nicht dadurch hin, dass sich möglichst viele Leute in der einen oder anderen Art bewaffnen. Das geht auch mir viel zu weit in die Richtung der Ansätze von militanten Cooperisten oder den Freunden von Smith&Wesson. Am Ende stünde eine Welt, in der Misstrauen und Abwehr der Normalzustand sind und gelegentliche 'Fehler' oder 'Kolateralschäden' wahrscheinlich als Preis der Sicherheit abgetan würden.Ich frage ganz konkret: Was sollen wir mit denen tun? Wie kriegen wir die aus der Opferrolle? Nichts nützt, wenn wir dafür keine Antwort finden.
Das heisst natürlich nicht, dass ich dafür bin, völlig planlos und unaufmerksam in der Gegend herumzulaufen, aber als alleinigen Ansatz finde ich das wesentlich zu kurz gegriffen.
Ich hielte es für sehr viel sinnvoller, die gesellschaftlichen Kräfte zusammenzunehmen, um eine Umwelt zu schaffen, in der die schon die 'kleinen' Täter diejenigen sind, die sanktioniert werden. Das beseitigt nicht alle Probleme, aber sehr viele schon, denke ich. Der Provokateur, der jemanden eine Tunte oder Transe nennt, müsste damit rechnen müssen, dass sich umgehend eine Gruppe von Umstehenden gegen ihn wendet und der Haustyran müsste wissen, dass die Nachbarn nicht schweigend zuhören, wenn er Frau und Kinder verprügelt.
Es geht m.E. darum, die soziale Kontrolle neu zu erfinden, die uns in ihrer alten Form im Zuge von Freiheitsgewinnen zu Recht abhanden gekommen ist. Es darf nicht die miefige Kontrolle der Fünziger und Sechziger sein, die extrem normativ und auch sehr selektiv war und die manche Pappköpfe gern zurückhätten, sondern eine, die auf Respekt, Anerkennung und Freiheit basiert. Ich hatte tatsächlich mal den Eindruck, dass es ohne soetwas gehen könnte, weil die Leute es von allein kapieren, aber ganz subjektiv habe ich auch den Eindruck, dass es 'draussen' in letzter Zeit wieder rauer wird, weil zuviele Trottel es wohl doch nicht kapiert haben.
Habt es gut
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
-
Jasmine
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 6430
- Registriert: Di 16. Jul 2013, 08:25
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 3 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: TAGESSPIEGEL: Angriffe gegen Homo„ und Transsexuelle nehmen zu
Zitat:
Es geht m.E. darum, die soziale Kontrolle neu zu erfinden, die uns in ihrer alten Form im Zuge von Freiheitsgewinnen zu Recht abhanden gekommen ist
hört sich ja schick an,
aber in einer Zeit, in der die Politik über Jahre hinweg den Zusammenhalt der Gesellschaft gefährdet hat, sozusagen eine Ellenbogengesellschaft gefördert hat, müsste neu über die gesellschaftlichen Werte diskutiert werden.
Es geht m.E. darum, die soziale Kontrolle neu zu erfinden, die uns in ihrer alten Form im Zuge von Freiheitsgewinnen zu Recht abhanden gekommen ist
hört sich ja schick an,
aber in einer Zeit, in der die Politik über Jahre hinweg den Zusammenhalt der Gesellschaft gefährdet hat, sozusagen eine Ellenbogengesellschaft gefördert hat, müsste neu über die gesellschaftlichen Werte diskutiert werden.
-
Michelle_Engelhardt
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4014
- Registriert: Mi 27. Aug 2014, 14:15
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Dortmund
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: TAGESSPIEGEL: Angriffe gegen Homo„ und Transsexuelle nehmen zu
Da muss ich Gabi recht geben. Ich war mal mit einer TS zusammen und sie ist gebürtige Polin. Sie sagte mir (O-Ton) "Wenn Du in Polen als TV / TS auf die Strasse gehst, kriegst Du nach spätestens 500 m ein paar auf's Maul". Das waren vor ca. 4 Jahren ihre Worte. In Russland soll es auch nicht besser (eher schlimmer) sein. Wie es sich allerdings heute verhält, vermag ich nicht zu sagen.
LG Michelle
LG Michelle
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!
Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
-
Kornelia
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 295
- Registriert: So 28. Aug 2016, 21:36
- Geschlecht: Teilzeitfrau
- Pronomen:
- Wohnort (Name): C.........
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Kontaktdaten:
Re: TAGESSPIEGEL: Angriffe gegen Homo„ und Transsexuelle nehmen zu
@Michelle,
das wird auch heute noch so sein.Ich kenne zwar die Polen als gastfreundliches Volk,da ich öfters mal dort bin.Was ich annehme,auf Grund ihres katholischen Glaubens ist das dort so wie deine polnische Freundin sagte.In den ehemaligen Ostblockländern ist meines Erachtens noch viel Nachholebedarf,nicht nur in Beziehung auf TS,TV und CD.
LG
Kornelia
das wird auch heute noch so sein.Ich kenne zwar die Polen als gastfreundliches Volk,da ich öfters mal dort bin.Was ich annehme,auf Grund ihres katholischen Glaubens ist das dort so wie deine polnische Freundin sagte.In den ehemaligen Ostblockländern ist meines Erachtens noch viel Nachholebedarf,nicht nur in Beziehung auf TS,TV und CD.
LG
Kornelia
Endlich lebe ich mein Leben,denn es ist mir nur einmal gegeben!
-
lilijana
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 794
- Registriert: So 21. Dez 2014, 09:16
- Geschlecht: TS MzF
- Pronomen: Sie
- Wohnort (Name): Heilbronn
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Kontaktdaten:
Re: TAGESSPIEGEL: Angriffe gegen Homo„ und Transsexuelle nehmen zu
Hallo,
ich möchte nicht wissen wie hoch die Dunkelziffer ist.
Wieviele Opfer die einem Angriff ausgesetzt waren, bringen das nicht zur Anzeige? Ich kann mir vorstellen das viele es nicht zur Anzeige bringen, weil es für sie unangenehm oder peinlich ist. Weil sie vielleicht es heimlich ausleben und Angst haben es könnte auffliegen, sich einbilden es könne ihnen niemanden glauben oder einfach Angst haben das man sie nicht ernst nimmt. Evtl. bilden sie sich auch ein, das es ihre Schuld wäre oder sie fühlen sich nicht stark genug es zur Anzeige zu bringen.
Da solche Straftaten sich in unserer Gesellschaft nicht verhindern lassen, denke ich sollte man diese Menschen irgendwo abholen und ihnen die richtige Unterstützung bieten, evtl eine neutrale Anlaufstelle.
Aber ich denke auch, solange Ausgrenzung in der Gesellschaft Realität ist, man Vorurteilen ausgesetzt ist, solange werden auch viele Opfer schweigen.
Grüße
Lilijana
ich möchte nicht wissen wie hoch die Dunkelziffer ist.
Wieviele Opfer die einem Angriff ausgesetzt waren, bringen das nicht zur Anzeige? Ich kann mir vorstellen das viele es nicht zur Anzeige bringen, weil es für sie unangenehm oder peinlich ist. Weil sie vielleicht es heimlich ausleben und Angst haben es könnte auffliegen, sich einbilden es könne ihnen niemanden glauben oder einfach Angst haben das man sie nicht ernst nimmt. Evtl. bilden sie sich auch ein, das es ihre Schuld wäre oder sie fühlen sich nicht stark genug es zur Anzeige zu bringen.
Da solche Straftaten sich in unserer Gesellschaft nicht verhindern lassen, denke ich sollte man diese Menschen irgendwo abholen und ihnen die richtige Unterstützung bieten, evtl eine neutrale Anlaufstelle.
Aber ich denke auch, solange Ausgrenzung in der Gesellschaft Realität ist, man Vorurteilen ausgesetzt ist, solange werden auch viele Opfer schweigen.
Grüße
Lilijana
Manche Menschen brauchen lange, bis sie geboren wurden.