Ist soweit ich weiß ne normale Redewendung, daher hab ich sie so genutzt wie sie auch sonst genutzt wird.

Aber okay, kann ich so akzeptieren. ^^
@ab08 Meinetwegen.
Nur siehst du evtl. auch an den Beispielen, die du aufgelistet hast, dass Rassismus immer eine Krankheit der Menschheit ist und wohl leider auch bleiben wird. An diesem Gedankengut etwas zu ändern beim Großteil der Gesellschaft sowie auch in anderen Ländern - utopisch.
Desweiteren stimme ich dir beim 2. Weltkrieg nur bedingt zu. Tatsächlich war für den Wahlerfolg der NSDAP 1933 letztendlich die Unzufriedenheit der allgemeinen Bevölkerung unter den Bedingungen des Versailler Vertrages und der Finanzkrise sowie das Scheitern der Weimarer Republik als politisches Konstrukt, was von Monarchisten und Sozialdemokraten unteinander zerfleischt wurde, verantwortlich.
Wenn du Paralellen ziehen möchtest, dann bitte zur Unzufriedenheit in weiten Teilen der Bevölkerung über die Aufnahme von zehntausenden Flüchtlingen nach Deutschland. Letztendlich ist das die Hauptmotivation vieler gewesen die AfD in ihren Bundesländern zu wählen und nicht aufgrund einer Laune der Natur oder irgendeiner Verschwörung.
Von daher, ist die allgemeine Grundsituation eine ganz andere, weil wir wenigstens eine stabile Regierung haben, selbst wenn Fehler gemacht werden. Ebenso ist auch die zeitgenössische Situation eine ganz andere - ich würde mir eher Gedanken darüber machen, dass der Großteil der Menschheit mittlerweile mehr Medien konsumiert ohne sie zu hinterfragen als darüber, dass Menschen sich eine Meinung darüber bilden, dass sie mit Merkel's Politik unzufrieden sind.
Zur Kante, die du erwähnt hast, muss ich an Israel und Palästina denken. Oder besser gesagt: An Gruppierungen, welche beleidigend oder ausfallend werden, wenn du nicht ihrer Meinung entsprichst.
Zu solchen Fraktionen gehören nicht nur Rechtsextremisten, sondern wie ich letztens feststellen musste auch selbsternannte Online-Journalisten auf Twitter und anderen sozialen Plattformen, welche unter hochaktuellen Trends trenden.
Einer dieser besagten Menschen hat mich als Antisemiten bezeichnet, weil ich am Volkstrauertag allgemeine Trauer ausgesprochen habe und er der Ansicht war, dass ich mich dem jüdischen Volk derespektierlich zeige.
Ich habe mit dem werten Herren noch paar Tweets diskutiert, nach zwei Tweets gab er die Diskussion auf, scheinbar weil er noch weiter trenden musste und anscheinend auch, weil er auf weitere Argumente von meiner Seite nicht weiter einging. Tatsächlich wurde ich im Verlauf des Tages von diesem Herren geblockt.
Hat diese Diskussion meine Meinung über diese Gruppierung verbessert?
Nicht wirklich, eher sogar verschlechtert, weil es mich schockiert, dass Leute, die auch 10.000 Follower zu diesem Thema haben und eigentlich ihre Gruppierung repräsentieren nicht nur Tweets retweeten um Leute dort öffentlich als Antisemiten anzuprangern, sondern auch weil sie keinerlei Diskussionsbereitschaft zeigen und scheinbar wirklich nur Hass streuen wollen, sollte man dieser ausgesprochenen Meinung widersprechen.
Was lediglich darin resultiert, dass sich mein Gesamtbild zu besagter Gruppierung verschlechtert.
Insofern finde ich das Prinzip Feuer-mit-Feuer-zu-bekämpfen mehr als lächerlich, da man letztendlich die Diskussion dann auch gleich sein lassen kann, wenn es nur darum geht Menschen zu kritisieren, man selbst aber nicht willentlich ist Kritik einzustecken.
Was macht einen bitte schön besser als die Rechtsextremen, die Hass verbreiten, wenn man selbst Hass verbreitet? Ist das dann noch Meinungsfreiheit oder eher aufgezwungene Meinungsfreiheit?
PS zum Beispiel: Ich möchte anmerken, dass ich mich mit 'Gruppierung' nicht das Judentum allgemein meine, sondern mich dabei auf Online-Journalisten und etwagige Lobbies in Deutschland, die dahinter stehen, beziehe. Was Religionsfreiheit angeht bin ich mehr als tolerant und kann mit reinem Gewissen sagen, dass ich auch kein Antisemit bin, als der ich wegen paar wenigen Worten erklärt worden bin.
Sofern ich mich daher gegen jüdische Persönlichkeiten ausspreche, dann nur aufgrund ihres militanten Vorgehens und nicht aufgrund einer Überzeugung, welcher einst die Nationalsozialisten und heutzutage viele Rechtsextreme nachgehen. Ich bin ein freiheitsliebender Mensch und sehe nicht ein, dass man mir für meine freie Meinung etwas unterstellt, was ich nicht bin und auch nicht angedeutet habe zu sein.
PPS: Da ich es übersehen habe: Selbst wenn ein Nicht-Demokrat demokratisch gewählt wurde, so ist die Wahl letztendlich demokratisch.
Demokratie ist letztendlich die Entscheidung der Mehrheit und dementsprechend ist es auch Demokratie, wenn falsche Entscheidungen getroffen werden.