leider war ich hier nun schon etwas länger inaktiv. Wieso? Ich habe zur Zeit beruflich sehr viel um die Ohren und zeitgleich habe ich zur Zeit so viele unterschiedliche Gefühle das ich schon kaum noch sagen kann was genau wann wie überwiegt.
Bei mir (für die Jenigen die es interessiert) hat sich im Laufe der letzten Monate unglaublich viel getan. Ich meine ich war ursprünglich vor zwei Jahren noch ganz klar davon überzeugt das das ganze bei mir sexueller Natur ist, irgendwann sah ich es mehr als Kompensation, dann bekam ich Zweifel an all dem und inzwischen weiß ich das ich wirklich Frau sein möchte und bin davon überzeugt, dass es der richtige Weg ist dafür alles in die Wege zu leiten.
Quelle: http://www2.pic-upload.de/img/32095793/ ... d4d0de.jpgWie ist das ganze entstanden? Ich war immer wieder für eine längere Zeit bei einer Freundin in Hagen. Raus aus dem normalen Umfeld und für Sie auch als Cassidy bekannt und dementsprechend einfach aufs wohlfühlen fokussiert. So einkaufen gegangen, Kaffee trinken, Cocktail trinken"¦ einfach so wie ich mich wohl gefühlt habe und das Besondere dabei war das es mir seit zwei Monaten so rein gar nichts mehr ausmachte. Der Unterschied wie ich mich selber fühle ist so unglaublich. Diese ganzen sozialen Ängste die ich selber nun jahrelang hatte sind einfach schlichtweg nicht mehr da. Als ich dann wieder in das Umfeld musste das mich als Junge kennt und mich wieder dementsprechend kleidete war das ein unglaublich seltsames und unschönes Gefühl. Es fühlte sich an als würde ich mich verkleiden.
Was bedeutet das? Ich bin im Alltag von meinen Gedanken und Gefühlen her schon unglaublich femnin und ich behaupte mal der größte Unterschied für mich zwischen Männer und Frauenrolle: Ich bin in der Frauenrolle einfach glücklich und vor allem viel glücklicher als wenn ich den Mann spiele.
Aber ist die Tatsache, dass ich als Frau glücklich bin und als Mann nicht Grund genug dafür diesen Weg zu betreten obwohl ich mich und meinen Körper ja gar nicht so sehr hasse wie man es so oft von Transgendern hört? Ich sage inzwischen ganz klar Ja! Und bin bereit mich auf diese Reise zu begeben.
Ich habe mich zuerst einmal vor meinem Freundeskreis geoutet auch wenn ich tierische Angst vor der Reaktion hatte"¦ Diese haben mich förmlich mit Toleranz überschüttet und mir gegenüber fast sowas wie Beschützerinstinkt entgegengebracht was ich unglaublich süß fand. Darüber hinaus haben Sie wirklich Interesse gezeigt und ganz vorsichtig gefragt wie lange ich das denn schon tue und woran ich das merke und sogar zusammen geschlossen gefragt ob ich dann in Zukunft lieber mit Mädchenname angesprochen werden möchte und haben mir immer wieder gesagt das sie sofort für mich da sein werden wenn ich Unterstützung brauche"¦ Diese Jungs sind wirklich klasse und neben meinen bisherigen Freundinnen ein großer Rückhalt für mich.
Neben der Tatsache, dass ich gerade einfach tierisch glücklich und voller Mut bin gegen Ängste und Befürchtungen in den Kampf zu ziehen um etwas zu werden das mich selber glücklich macht, würde ich es mir wünschen, wenn mich hier ein paar Leute an die Hand nehmen könnten die diesen Weg bereits betreten oder schon hinter sich haben und mir helfen können mit rat. Ich lese hier natürlich auch viel und weiß daher ja schon das ein oder andere.
Mein bisheriger Plan:
- Abschluss meiner bisherigen Therapie (Ende November)
- Ggf Krankenkasse wechseln? (aktuell AOK Rheinland. Würde das Sinn machen? Habe viel gehört das das Probleme gab mit denen)
- Psychologen / Gutachter aufsuchen
Und ja!, Mir ist bewusst, dass dieser Weg noch unglaublich steinig sein wird.
Liebe Grüße
Cassy





