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Fachaustausch "Gesellschaftspolitische und medizinische Entwicklungen...
Verfasst: Do 6. Okt 2016, 16:34
von Anne-Mette
Moin,
in einem Erklärungsschreiben heißt es:
In Vorbereitung auf den Fachaustausch "Gesellschaftspolitische und medizinische Entwicklungen im Umgang mit Transsexualität und Transidentität" am Montag, den 21. November 2016, führt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Kurzabfrage zu den Erfahrungen bezüglich des Umgangs mit geschlechtlichen Identitäten durch. Ziel der Befragung ist es Handlungsbedarfe aufzuzeigen, die dann auf dem Fachaustausch diskutiert werden.
Die Befragung richtet sich an transsexuelle/trans*/transgender/transidente Personen selbst und an ihre Angehörigen.
http://limesurvey13.init-ag.de/index.php/527929/lang-de
Gruß
Anne-Mette
Re: Fachaustausch "Gesellschaftspolitische und medizinische Entwicklungen...
Verfasst: Do 6. Okt 2016, 17:32
von Svetlana L
Erledigt!
Vielleicht hilft's ja
Re: Fachaustausch "Gesellschaftspolitische und medizinische Entwicklungen...
Verfasst: Do 6. Okt 2016, 18:34
von Michelle_Engelhardt
[x] done
Danke für die Info bzw. den Link.
Re: Fachaustausch "Gesellschaftspolitische und medizinische Entwicklungen...
Verfasst: Do 6. Okt 2016, 23:22
von Marielle
Namd zusammen,
habe die Fragen auch beantwortet, bin aber etwas irritiert; eigentlich eher unzufrieden bis enttäuscht.
Man musste ziemliche Verrenkungen unternehmen, um anhand der gestellten Fragen und der zugehörigen Antwortmöglichkeiten deutlich zu machen, dass das eigene Problemfeld nicht verständnislose Krankenkassen oder widerborstige Therapeut_innen sind, sondern schlicht die gesetzlich verankerte, vollkommen überholte Verwaltung von Geschlecht durch Behörden als solches.
In Frage 14 konnte man den eigenen Standpunkt zu exellentem oder mangelndem Fachwissen sogar betreffend Rechtsanwält_innen kundtun. Aber was haben die damit zu tun? Die mangelnde Übereinstimmung der gesetzlichen Regelungen mit der menschlichen Wirklichkeit kommt nicht mal ansatzweise als potentielle Antwort auf die gestellten Fragen vor. Auch in Frage 15 kann man alle möglichen Menschen und Institutionen der mangelnden Unterstützung bezichtigen oder sie für ihre Unterstützung loben, nicht aber das eigentliche Problem benennen. Es scheint, als würde wiedermal der Berg kreißen, aber die Mutterschaft der Problem-Maus bestreiten. Oder als hätte jemand die Fragen mit dem Ziel zusammengestellt, bloss keine Hinweise auf den Kern des Problems zu bekommen.
Ich hoffe, dass das nicht der (schon verschiedentlich vorab als sehr positiv beschriebene) Stand der Dinge ist. Wenn die Probleme ausschliesslich irgendwo im Bereich von Ärzt_innen, Psychotherapeut_innen, Gutachter_innen, Berater_innen, Rechtsanwält_innen, Krankenversicherung, Familie, Freund_innen, Bekannte oder (immerhin!) Schule und Kindergarten* verortet werden und das ganze Thema damit fast durchgängig als Problem des Medizin- und Psychobetriebs gesehen wird (und natürlich auch dort gelöst werden soll), wird das ganze Ding ein Schuss in den Ofen, der seinerseits dann auf Jahre aus wäre.
Motto? Help yourself, fürchte ich.
Marielle
*)Auflistung aus den Fragen 14 und 15
Re: Fachaustausch "Gesellschaftspolitische und medizinische Entwicklungen...
Verfasst: Do 6. Okt 2016, 23:35
von Inga
Hi,
Dank an Marielle für die kritischen Bemerkungen. Sie sind ja soooo berechtigt.
Wenigstens gibt es ab und an "Sonstiges " wo eigener Text über die Vorstellungen vom Trans*-sein eingetragen werden kann. Mal sehen, ob es auch berücksichtigt wird.
Liebe Grüße
Inga
Re: Fachaustausch "Gesellschaftspolitische und medizinische Entwicklungen...
Verfasst: Do 6. Okt 2016, 23:44
von Anne-Mette
Guten Abend,
für mich ist die Frage, wie wir "gesellschaftspolitische und medizinische Entwicklungen" in Wünsche und Forderungen einfließen lassen, die "von uns" kommen.
Gruß
Anne-Mette
Re: Fachaustausch "Gesellschaftspolitische und medizinische Entwicklungen...
Verfasst: Fr 7. Okt 2016, 08:28
von SteffiCD
Tja?
Zunächst Danke an Anne-Mette für den Link.
Ich habe mich auch beteiligt an der Umfrage, finde aber das hier keinerlei Fragen für den Personenkreis enthalten sind die nicht geoutet sind und aufgrund Ihres Schamgefühls nicht offen mit ihrer Transsexualität etc. umgehen.
Trotzdem hoffe ich das meine Teilnahme etwas bewirkt.
LG Bea
Re: Fachaustausch "Gesellschaftspolitische und medizinische Entwicklungen...
Verfasst: Fr 7. Okt 2016, 08:34
von Anne-Mette
Moin,
Mein ihr, es macht trotzdem Sinn, das einfach mal in einem Schreiben an die Leute zu schicken, die diese Umfrage erstellt haben?
Ich glaube schon, dass es gut ist, "wenn von uns etwas kommt".
Sonst bleibt alles noch ewig "auf den gleichen Denkschienen" in den Gremien und die "Verhandlungen zu 'unserem' Wohl" ziehen sich noch weiter in die Länge
Allerdings werden sich wohl kaum Leute finden, deren Engagement länger anhält und über ein paar Emails oder Postings hinausgeht.
Gruß
Anne-Mette
Re: Fachaustausch "Gesellschaftspolitische und medizinische Entwicklungen...
Verfasst: Fr 7. Okt 2016, 15:20
von Svetlana L
Anne-Mette hat geschrieben:Allerdings werden sich wohl kaum Leute finden, deren Engagement länger anhält und über ein paar Emails oder Postings hinausgeht.
Sollte sich hiermit eigentlich irgendjemand auf den Schlips getreten fühlen?
Re: Fachaustausch "Gesellschaftspolitische und medizinische Entwicklungen...
Verfasst: Fr 7. Okt 2016, 15:45
von Anne-Mette
Moin,
ich wollte nicht treten
Allerdings habe ich den Eindruck, dass der Missstand durch die vielen Gremien, die sich mit dem Thema "Transsexualität und die Reform des TSG" beschäftigen, nur verwaltet wird.
Diese Gremien haben ihre Aufgaben gefunden (mehr oder weniger); aber haben sie auch Ziele, denen sie "mit Macht" zum Wohle der Menschen folgen, für die sie sich einsetzen wollen?
Gruß
Anne-Mette
Re: Fachaustausch "Gesellschaftspolitische und medizinische Entwicklungen...
Verfasst: Fr 7. Okt 2016, 16:11
von Svetlana L
Ach so, ich dachte, du meintest jetzt speziell hier uns User_innen dieses Forums. Für irgendwelche großangelegten Aktionen halte ich das Forum (oder Foren generell) für nicht geeignet, da die User_innen ja in alle Winde verstreut sind. Ich vermute mal, die von dir angesprochene Postkartenaktion ist auch ein Opfer dieser Umstände geworden!? Unsereins hat eben nur die Möglichkeit "ein paar Emails oder Postings" abzusetzen. Ich zumindest habe das in letzter Zeit relativ häufig gemacht (mit den Emails) und kann nur hoffen, dass diese auch gelesen werden (wenn schon keine Antwort kommt). Manchmal kommt aber auch eine (überwiegend positive) Antwort und das gibt mir zumindest das Gefühl, wenigstens ein kleines bisschen erreicht bzw. bewegt zu haben. Daher halte ich das schon für eine originäre Aufgabe der entsprechenden Organisationen, Verbände usw. (nein, ich fange jetzt nicht wieder mit dem BVT* an), wo entsprechende Ressourcen vorhanden sind. Mit welchem "Feuereifer" die dann dabei sind ... ist natürlich eine andere Frage. Aber auch da kann sich ja jede_r nach Belieben engagieren und die Sache auf diesem Wege voran bringen.
Re: Fachaustausch "Gesellschaftspolitische und medizinische Entwicklungen...
Verfasst: Fr 7. Okt 2016, 16:37
von Anne-Mette
Ja, Svetlana, da wirst Du Recht haben
Aber es waren nicht nur
meine Erwartungen, dass über das Forum vielleicht irgendetwas möglich wäre.
Es gab sogar mal "die Initiative" - ein paar Leute, die "aus dem Forum heraus" politisch arbeiten wollten(?), jedenfalls hörte es sich zunächst so an.
Gut - bleibt wohl nur ein "zweigleisiges Arbeiten": dort engagieren, wo es einem möglich und geboten ist und Austausch hier im Forum - und immer mal wieder Gedanken anstoßen mit einem Hinweis oder einer Idee.
Postkarten und Aufkleber habe ich erstellt. Ich werde mir noch einen passenden Text ausdenken und mir dann mal die Adressen der Bundestagsabgeordneten anschauen.
Keine Aktion, die "im Sande" verlaufen muss.
Guten Start ins Wochenende und herzliche Grüße
Anne-Mette
Re: Fachaustausch "Gesellschaftspolitische und medizinische Entwicklungen...
Verfasst: So 9. Okt 2016, 23:18
von Marielle
Guten Abend zusammen,
ich war übers Wochenende unterwegs und offline, daher kommt erst jetzt eine Reaktion von mir, sorry.
Anne-Mette schrieb:
Aber es waren nicht nur meine Erwartungen, dass über das Forum vielleicht ............
Stimmt. Es war auch meine Hoffnung oder Erwartung, dass über das Forum vielleicht......
Es stimmt natürlich, dass wir hier in alle Winde verstreut (oder aber bundesweit aufgestellt ) sind. Aber ich glaube nicht, dass das Problem darin besteht, dass wir nicht alle dicht beieinander wohnen. Andere 'Entfernungen' wiegen wohl schwerer.
Anne-Mette schrieb weiter:
..........ein paar Leute, die "aus dem Forum heraus" politisch arbeiten wollten(?)
Ja, da war ich auch dabei. Die Initiative wurde seinerzeit angesichts der Gründung des bvt* eingestellt, weil es keinen Sinn zu machen schien, parallel, zersplittert oder in alle organisatorischen Winde verstreut an ein und demselben Strick ziehen zu wollen, ohne das die Richtung klar ist. Es schien sinnvoller, sich in einer größeren Struktur zu engagieren. Es schien.
Und jetzt haben wir ..... tja, was eigentlich? Ein paar lebendige Hoffnungen, ein paar mehr beerdigte Hoffnungen, die Gewissheit, dass es so nicht geht, und sonst nicht viel.
Marielle