Mit Ablehnung umgehen
Verfasst: Mi 14. Sep 2016, 12:52
Moin,
ich lese nicht nur "im Internet", sondern auch diverse Printausgaben von Zeitungen und Zeitschriften.
Früher freute ich mich, wenn mein Vater DIE YACHT gekauft hatte und sie nach seiner Mittagspause (er kam tatsächlich jeden Tag zum Mittagessen) zurückgelassen hat.
So konnte ich die Zeitschrift bis zu seinem Feierabend ausführlich studieren, träumte mich mit den Weltumseglern in die Südsee und studierte sogar die Gebrauchtbootanzeigen für den Fall "dass ich mal im Lotto gewinne" (da ich fast nie spielte, war die Chance nicht besonders hoch, aber meinen Träumen hat es nicht geschadet).
Nun lese ich nicht mehr DIE YACHT, sondern bringe, wenn sie nicht gerade unter Magersucht gelitten hat und mir ein Thema interessant erscheint, die BRIGITTE mit.
Auch die kann ich meistens studieren, bis die werktätige Bevölkerung Feierabend hat
Im aktuellen DOSSIER der BRIGITTE geht es um "Wie wir mit Ablehnung besser umgehen".
Es gibt viele Gründe, jemanden abzulehnen oder abgelehnt zu werden. Viele von "uns" erfahren erst einmal, noch bevor sie ein Wort sagen können, eine GRUPPENABLEHNUNG; denn trans- und intersexuelle Menschen machen anderen Leuten u.U. Angst und sie wissen nicht, wie sie "mit solchen Menschen" umgehen sollen.
Dabei müsste man "uns" nur zuhören; denn wenn es zu einem Gespräch kommt, dann könnten wir viele Vorurteile ausräumen.
Trotzdem: viele von "uns" erfahren Ablehnung und Zurückweisung. "Diskriminierung fängt in der kleinsten Gruppe, der Familie an", habe ich vor einiger Zeit gelesen.
"Wir" wollen ja nicht nur "allgemein" anerkannt und wertgeschätzt werden; sondern viele wollen ALS anerkannt werden: als Frau, als Mann, als gute Mutter...
Oftmals trifft gerade dieses "ALS" auf Widerspruch, wenn mein eigener Anspruch nicht mit dem Bild meines Gegenüber zusammenpasst.
Da kann ich mich 1000-fach "als Frau" fühlen mit meinem schönen Sommerkleid, wenn jemand an der Bedientheke sagt und auf mich zeigt: "der Mann da war vor mir!"
Gut - ich wollte einfach gerne einen Anstoß dazu geben, dass "uns" das Thema auch (fast) jeden Tag beschäftigt.
Gruß
Anne-Mette
ich lese nicht nur "im Internet", sondern auch diverse Printausgaben von Zeitungen und Zeitschriften.
Früher freute ich mich, wenn mein Vater DIE YACHT gekauft hatte und sie nach seiner Mittagspause (er kam tatsächlich jeden Tag zum Mittagessen) zurückgelassen hat.
So konnte ich die Zeitschrift bis zu seinem Feierabend ausführlich studieren, träumte mich mit den Weltumseglern in die Südsee und studierte sogar die Gebrauchtbootanzeigen für den Fall "dass ich mal im Lotto gewinne" (da ich fast nie spielte, war die Chance nicht besonders hoch, aber meinen Träumen hat es nicht geschadet).
Nun lese ich nicht mehr DIE YACHT, sondern bringe, wenn sie nicht gerade unter Magersucht gelitten hat und mir ein Thema interessant erscheint, die BRIGITTE mit.
Auch die kann ich meistens studieren, bis die werktätige Bevölkerung Feierabend hat
Im aktuellen DOSSIER der BRIGITTE geht es um "Wie wir mit Ablehnung besser umgehen".
Es gibt viele Gründe, jemanden abzulehnen oder abgelehnt zu werden. Viele von "uns" erfahren erst einmal, noch bevor sie ein Wort sagen können, eine GRUPPENABLEHNUNG; denn trans- und intersexuelle Menschen machen anderen Leuten u.U. Angst und sie wissen nicht, wie sie "mit solchen Menschen" umgehen sollen.
Dabei müsste man "uns" nur zuhören; denn wenn es zu einem Gespräch kommt, dann könnten wir viele Vorurteile ausräumen.
Trotzdem: viele von "uns" erfahren Ablehnung und Zurückweisung. "Diskriminierung fängt in der kleinsten Gruppe, der Familie an", habe ich vor einiger Zeit gelesen.
"Wir" wollen ja nicht nur "allgemein" anerkannt und wertgeschätzt werden; sondern viele wollen ALS anerkannt werden: als Frau, als Mann, als gute Mutter...
Oftmals trifft gerade dieses "ALS" auf Widerspruch, wenn mein eigener Anspruch nicht mit dem Bild meines Gegenüber zusammenpasst.
Da kann ich mich 1000-fach "als Frau" fühlen mit meinem schönen Sommerkleid, wenn jemand an der Bedientheke sagt und auf mich zeigt: "der Mann da war vor mir!"
Gut - ich wollte einfach gerne einen Anstoß dazu geben, dass "uns" das Thema auch (fast) jeden Tag beschäftigt.
Gruß
Anne-Mette