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standard.at: Drittes Geschlecht sprachliches Neuland

Verfasst: Mo 5. Sep 2016, 13:50
von Anne-Mette
Moin,

ja, wie spricht man jemanden an, derdie weder Frau noch Mann ist?

Dieser Artikel beschäftigt sich damit: http://derstandard.at/2000043854234/Sag ... usfordernd

Gruß
Anne-Mette

Re: standard.at: Drittes Geschlecht sprachliches Neuland

Verfasst: Do 29. Sep 2016, 14:28
von Lina
Ja, gut, aber wie soll eine Wortkreation NICHT künstlich sein? Alle Bevölkerkungsgruppen schaffen neue Wörter, die sich irgend jemand ausdenkt - manchmal als Teil einer Gruppendynamik, manchmal eine Einzelperson, die einfach ein neues Wort für irgend etwas braucht und einfach eines Erfindet.

War auch nicht anders als VP - egal ob sie das Wort nun selber ausgedacht hat oder in der bestimmten Bedeuteung bekannt machte - anfing das Wort Transgender zu benutzen. Das Einzige, was da in Frage gestellt wird, ist die Bedeutung - weil eine ganze Menge Leute inzwischen offensichtlich nicht die ursprüngliche Bedeutung des Wortes kennen.

Ich könnte dir sogar ein Wort in Englisch nennen, dass heute Weltweit ohne zu zucken von Leuten benutz wird, in allerlei Wörterbüchern zu finden ist - und doch ist es ein Kunstwort, dass eine einzelne Person ausgedacht hat - und ich kann auch noch sagen wer es ist, warum er das Wort erfunden hat, weil ich die betreffende Person gekannt habe.

Das passiert die ganze Zeit. Also her mit dem genderneutralen Pronomen - trotz aller Diskussionen in Schweden ist das genderneutrale Pronomen auch von anderen Gruppen in der Gesellschaft in Gebrauch obwohl sie wahrscheinlich erst gar nicht wussten, dass gerade SIE auch so ein Wort brauchen. Wer? Kriminalisten/Kriminalwissenschaftler. Gutes Beispiel eines "users" - der "Professor" von der Dokuserie "Veckans Brott" - immer noch bruchstückweise auf SVT-Play zu sehen.