27.10.2016 | Düsseldorf: Fachtagung "Trans- und Intergeschlechtlichkeit im Gesundheitssystem"
Verfasst: Mo 29. Aug 2016, 13:45
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Das ist zwar schon einen Moment her - aber zumindest ich hatte noch nie vorher von diesen Kontaktversuchen gehört. Ihr etwa? Und ist bekannt, *wer* die beiden Personen sind und ob und wer durch die SHGs zu den Anhörungen entsandt wurde?Die Leitliniengruppe muss inhaltlich angemessen und repräsentativ für den Kreis der Adressierten zusammengesetzt sein. Daher bestand ein zentrales Anliegen der Leitlinienkoordination darin, demokratisch legitimierte Vertreter_innen von Trans*-Menschen als ständige und stimmberechtigte Mitglieder der Gruppe an der Leitlinienentwicklung zu beteiligen. Suchstrategien, die hierzu in anderen Leitlinienvorhaben erfolgreich genutzt wurden, führten jedoch entweder nicht zum Erfolg oder wurden als nicht ausreichend eingeschätzt. Dazu gehörten z. B.
— das Zusammenrufen eines Patientenparlaments wie bei den Nationalen
Versorgungsleitlinien (NVL);
— die Suche über das Patientenforum der Bundesärztekammer (BÄK);
— die Suche über die Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anre-
gung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS);
— die Suche über Vertreter_innen regionaler Selbsthilfegruppen. (7)
(7) Regional orientiert am Sitz der initiierenden und federführenden Fachgesellschaft, hier: Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung, Hamburg.
Beteiligung von Interessengruppen
Im Anschluss an erfolglose Versuche, offizielle Trans*-Vertreter_innen zu beteiligen, wurde innerhalb der Leitliniengruppe beschlossen, erstens zwei für den Trans*-Bereich nicht-repräsentative Trans*-Personen stimmberechtigt zu beteiligen und — weil das nicht ausreicht — zweitens ein System möglichst repräsentativer Anhörungen von Vertreter_innen der Selbsthilfegruppen einzuführen. Die Leitlinienkoordination erstellte daher auf Grundlage der Angaben von Franzen und Sauer (2010) eine Liste der bekannten Trans*-
Selbsthilfegruppen und versuchte mit Hilfe des Schneeballverfahrens (8), eine möglichst erschöpfende Stichprobe aller Selbsthilfegruppen zum Thema im deutschsprachigen Raum zu erfassen. (9) Je zwei Vertreter_innen der Selbsthilfegruppen wurden zu einer von sieben deutschlandweit sowie in der Schweiz (10) stattfindenden Anhörungen eingeladen, in deren Rahmen sie sich äußern konnten. Ziel war es, die Erfahrungen, Meinungen und Positionen zu erfassen, die die Eingeladenen hinsichtlich der Gesundheitsversorgung von
Trans*-Menschen sowie hinsichtlich notwendiger Veränderungen vertreten.