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So viele „ Transgenderzahlen aus den USA

Verfasst: Fr 12. Aug 2016, 11:16
von Anke
Hallo,

über eine Facebookgruppe bin ich auf diesen Artikel gestoßen:

http://fusion.net/story/321184/how-many ... op_desktop

Wie valide die Zahlen sind, kann ich nicht beurteilen. Auch der Begriff Trangender ist natürlich ziemlich ungenau (Bitte hier keine Begriffsdiskussion, der Sprachgebrauch in den USA ist sowieso anders als bei uns). Trotzdem finde ich die Zahlen interessant:

Anzahl in den USA insgesamt: 1, 4 Mio, das sind 0,6 % der erwachsenen Bevölkerung.

Den größten Anteil hat der District of Columbia (dort liegt vor allem Washington DC) mit 2,77 % (14.550 Personen) und den geringsten hat North Dacota mit 0,3 % (1650 Personen). Die größte Zahl an Transgender lebt mit 218.400 in Kalifornien, gefolgt von Texas mit 125.350 und Florida mit 100.300 Personen.

Interessant finde ich auch, dass nach dieser Studie "transgender men" früher transitionieren, als "transgender women".

Mich würde brennend interessieren, wie das in Europa aussieht.

Liebe Grüße

Anke

Re: So viele „ Transgenderzahlen aus den USA

Verfasst: Fr 12. Aug 2016, 19:24
von ab08
Danke für den Link, liebe Anke,

Statistiken sind in dem Bereich natürlich so eine Sache. Erstens wegen der von Dir angesprochenen sehr schwierigen bzw. unmöglichen Abgrenzung und zweitens wegen der Dunkelziffer. Es gibt eben viele, die sich nicht offen zeigen, z.B. um Schwierigkeiten im Beruf oder im Privatleben aus dem Weg zu gehen... Dort kmmt es erst zum CO, wenn der Leidensdruck zu groß wird...
Der genannten Wert oder ein wenig darüber, dürfte überall auf der Welt korrekt sein.
Wenn die Grenzen nicht zu weit hinausgeschoben werden, scheint 1 % für den Kernbereich Schallgrenze zu sein.

Für mich als Physikerin ist "kleiner oder gleich 1 %" eine brauchbare, sinnvolle Schätzung.
Wenn genauere bzw. "exakte" Werte vorgelegt werden, betrachte ich die Messmethode kritisch... *)

Liebe Grüße
Andrea

*) Da hätte ich erhebliche Zweifel. ---> Ähnlich wie bei einem Professor für Psychiatrie mit dem ich mich privat über das Thema "Transsexualität" unterhielt, der mir mitteilte, dass er sich auskenne und bereits alles(sic!) wisse, was nötig sei. :wink:

Re: So viele „ Transgenderzahlen aus den USA

Verfasst: Fr 12. Aug 2016, 20:46
von Dolores59
Die Zahlen sind nicht sehr beindruckend.

Re: So viele „ Transgenderzahlen aus den USA

Verfasst: Fr 12. Aug 2016, 21:19
von Anke
Hallo,

[quote="ab08"]Für mich als Physikerin ist daher: Kleiner oder gleich 1 % eine brauchbare Schätzung.
Wenn genauere bzw. "exakte" Werte vorgelegt werden, betrachte ich die Messmethode kritisch... *)[quote]

in der Physik mag das so sein, in der Sozialwissenschaft ist das alles leider nicht so schön und die Toleranzen erheblich größer. Deshalb interpretiere ich solche Werte eben anders, als wenn ich es mit einer Messreihe in der Physik zu tun habe.

Wenn ich mal Transgender mit transsexuelle Person übersetze, was der Text nahe legt, dann überrascht mich die Größenordnung, unabhängig davon ob es nun 1 oder 2 Prozent sind. Ich kenne bisher Schätzungen zwischen 0,1 und 1 Promille.

Allerdings würde ich auch gerne die Messmethode und die eine oder andere statistische Kenngröße mal sehen. Allein die Stichprobengröße könnte da schon erste Aufschlüsse geben. Mal sehen, vielleicht kann ich die zugrunde liegende Studie auftreiben.

Liebe Grüße

Anke

Re: So viele „ Transgenderzahlen aus den USA

Verfasst: Fr 12. Aug 2016, 22:06
von ab08
Liebe Anke,

bzgl. Statistik /Zahlen --> Mir geht der Kinsey-Report nicht aus dem Kopf.
Ergebnis: "Strikt hetero" ist nicht Norm, also nicht die eindeutige Mehrheit!!
https://de.wikipedia.org/wiki/Kinsey-Report

Bzgl transsexuelle Menschen in Deutschland: 2011 hatten 0.014 % der Gesamtbevölkerung das TSG-Verfahren durchlaufen (Quelle dgti)
http://www.trans-ident.de/informationen ... eutschland
Wenn man berücksichtigt, wie schwierig dieses Verfahren ist, berufliche Schwierigkeiten durchaus häufig sind usw. ...
gibt es sicher zahlreiche Transsexuelle, die bis heute davor zurückschrecken. *) Daher halte ich die in der zitierten Studie angegebenen Werte für realistisch.
Nach Gesprächen (Letztes Schuljahr waren 1078 Schüler an meinem Gymnasium) und Andeutungen bleibe ich zunächst /bis ich eindeutig widerlegt werde/ bei meiner Schätzung.

Andererseits, es ist & bleibt reine Kaffeesatzleserei, denn erst nach einer entsprechenden Gesetzgebung und einem offenen Klima in der Gesellschaft
können wir auf einigermaßen vernünftige Ergebnisse hoffen. :wink:

Liebe Grüße
Andrea

*) Die Zahlen in Deutschland steigen trotzdem, das regt mich durchaus dazu an, ein wenig zu interpolieren...

P.S. Schätzungen wie 0.1% oder knapp darunter könnten sich natürlich am Ende genauso bestätigen... Es gibt eben keine brauchbaren Zahlen :oops: