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Trans* „ Was wir schon immer fragen wollten...
Verfasst: Sa 23. Jul 2016, 09:44
von Anne-Mette
Nein, es geht nicht um "Fragen an Doktor Sommer"

sondern um ein Seminar Im Waldschlösschen.
In der Ankündigung heißt es: "Aufklärung über Belange und Lebenslagen von Trans* für Lesben, Schwule und Bisexuelle (LSB)".
Das soll also ein Seminar sein, um Lesben, Schwule und Bisexuelle
ÜBER Trans* zu informieren.
https://www.waldschloesschen.org/de/ver ... va_nr=6031
Ich weiß nicht so recht: wäre eine "Begegnung" von "vielfältigen Menschen" nicht wesentlich besser als eine "Belehrung ÜBER"?
108,- EUR / 30,- EUR (gefördert aus Mitteln des QNN e.V.) für Teilnehmende aus Niedersachsen oder mit Qualifizierungsprämie (Hirschfeld Akademie)...
Gruß
Anne-Mette
transbelehrung.jpg
In der Ankündigung heißt es weiter:
Daraus wollen wir gemeinsam Perspektiven entwickeln, um eine gelungene Inklusion des "T*" in verschiedenen Kontexten voranzutreiben.
Re: Trans* „ Was wir schon immer fragen wollten...
Verfasst: Sa 23. Jul 2016, 10:35
von ab08
Liebe Anne-Mette,
da bin ich völlig Deiner Meinung.
Begegnungen das ist hier genau das richtige Stichwort!!
z.B.
Gestern nachmittag: Sommerfest an meiner Stammschule (großes, beliebtes Innenstadtgymnasium, 4-6 Parallelklassen)
Ergo viel Publikum --> Man ging umher, setzte sich, redete miteinander, erzählte von früheren Zeiten...
Ich verbrachte Jahrzehnte an dieser Schule, aber erst die letzten 8 Jahre auch äußerlich im korrekten Geschlecht.
Woimmer ich saß bzw. stand, wurde ich angesprochen. So kam es, fast ununterbrochen, zu längeren Gesprächen zu dem Thema.
Wie bei anderen Veranstaltungen auch, bekam ich Komplimente, es wurde Fragen gestellt...
Es war für mich anstrengend, aber ich ging am Ende (nach 21 Uhr) zufrieden nach Hause.
Natürlich sagte ich öfter, dass ich über die Schule oder z.B. auch beim CSD auch im Ruhestand erreichbar sei.
Liebe Grüße
Andrea
P.S. Meine Gesprächspartner sagten oft, wie wichtig es ihnen sei, einem transsexuellen Menschen im normalen Arbeitsumfeld /Alltag zu begegnen und fragen zu können.
Durch mich hätten sie die Sache endlich mal richtig verstanden.
Re: Trans* „ Was wir schon immer fragen wollten...
Verfasst: Sa 23. Jul 2016, 12:54
von Anne-Mette
Moin,
das
P.S. Meine Gesprächspartner sagten oft, wie wichtig es ihnen sei, einem transsexuellen Menschen im normalen Arbeitsumfeld /Alltag zu begegnen und fragen zu können.
Durch mich hätten sie die Sache endlich mal richtig verstanden.
ist ein guter Ansatz
Ich muss sagen: je mehr ich den fast inflationären Gebrauch der Begriffes(?) "Trans* erlebe, desto mehr entwickelt sich (bei mir) Unmut und Widerwillen dagegen.
Nein, keine Angst, ich beginne jetzt keine neue Begriffe-Dsikussion
Gruß
Anne-Mette
Re: Trans* „ Was wir schon immer fragen wollten...
Verfasst: Sa 23. Jul 2016, 13:25
von ChristinaF
Anne-Mette hat geschrieben:Moin,
Ich muss sagen: je mehr ich den fast inflationären Gebrauch der Begriffes(?) "Trans* erlebe, desto mehr entwickelt sich (bei mir) Unmut und Widerwillen dagegen.
Gruß
Anne-Mette
Deine Aussage unterschreibe ich sehr gern.
Aber leider gibts zur Zeit nichts anderes.
Und Andrea stimme ich auch zu.

Das Gleiche erfahre ich jedesmal, wenn in unserer Behörde diverse Feste anfallen. Da kommen Gespräche über meine TS zugange (allerdings meist von Kolleginnen), die tiefsinniger kaum noch gehen können. Fragen über Fragen, alle ernst gemeint, die mir hin und wieder gar zu beantworten schwerfallen.
Liebe Grüße
Christina
Re: Trans* „ Was wir schon immer fragen wollten...
Verfasst: Sa 23. Jul 2016, 14:54
von Anke
Hallo,
ab08 hat geschrieben: Meine Gesprächspartner sagten oft, wie wichtig es ihnen sei, einem transsexuellen Menschen im normalen Arbeitsumfeld /Alltag zu begegnen und fragen zu können.
Durch mich hätten sie die Sache endlich mal richtig verstanden.
Das entspricht auch meinen Erfahrungen. Und mit dem Verständnis kommt auch der gelassene und selbstverständliche Umgang.
Mit dieser Begriffsdiskussion behellige ich auch niemanden, denn das spielt für die Akzeptanz und das Verständnis überhaupt keine Rolle. Mir persönlich sind sie mittlerweile auch völlig egal. Wenn es mal einheitliche Definitionen und einen einheitlichen Sprachgebrauch, dann freue ich mich, aber an der Begriffsdiskussion werde ich mich sicherlich nicht beteiligen.
Lieber führe ich mit jemandem, der sich bisher nicht ausgekannt hat ein vernünftiges Gespräch, denn damit erreiche ich sicherlich viel mehr.
Liebe Grüße
Anke