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TROMMELN FÜR DIE SELBSTHILFE „ Informationen von KIBIS
Verfasst: Do 26. Mai 2016, 08:53
von Anne-Mette
Moin,
von einer Sitzung bei KIBIS im Haus der Familie (Flensburg) bringe ich einige Informationen mit:
24.9. "Trommeln für die Selbsthilfe" - eine Aktion in der Innenstadt von Flensburg.
Weitere Informationen folgen.
Es wurde weiterhin aufmerksam gemacht auf die "MUT-TOUR", die auch Flensburg erreicht und einbezieht:
http://mut-tour.de/
Beide Aktionen brauchen MitstreiterInnen und UnterstützerInnen
Unsere Zusammenarbeit mit den anderen Gruppen im Rahmen der "Queeren Aktionswochen" wurde ausdrücklich begrüßt, ebenso, dass die Ausstellung "Trans* in der Arbeitswelt" in Flensburg gezeigt wurde.
Auch dass wir auf dem Flyer "Echte Vielfalt in Flensburg" neben den ganzen anderen Gruppen und Beratungsstellen stehen, rief Begeisterung hervor
Die Gesundheitswoche wurde auch von den anderen Gruppen als "nicht erfolgreich" beurteilt. Wir werden wieder zu den "Selbsthilfetagen" zurückkehren.
Gruß
Anne-Mette
Re: TROMMELN FÜR DIE SELBSTHILFE „ Informationen von KIBIS
Verfasst: Mi 22. Jun 2016, 10:08
von Anne-Mette
Moin,
die Presse-Arbeit zu dem Ereignis "Trommeln für die Selbsthilfe" soll zentral koordiniert werden.
Dazu erreichte mich gestern ein Fragebogen von KIBIS, den ich ausgefüllt habe (Kurzinfo über die Gruppe).
Es geht darum, über eingereichte Informationen Pressevertreter zu finden, die über die verschiedenen Gruppen schreiben, oder die Möglichkeit für einen TV- oder Radiobeitrag geben.
Ob sich jemand für unsere Gruppe interessieren und darüber schreiben oder in anderer Form berichten wird, steht noch nicht fest.
Aber immerhin: Wir sind bereit!
Wenn weitere Informationen bzw. feste Anfragen kommen, werde ich mich melden.
Gruß
Anne-Mette
Re: TROMMELN FÜR DIE SELBSTHILFE „ Informationen von KIBIS
Verfasst: Mo 19. Sep 2016, 11:25
von Anne-Mette
Moin,
ich hole das Thema noch einmal nach oben; denn ich wurde angefragt, ob ich für ein kurzes Interview zur Verfügung stehe.
Erst einmal habe ich zugesagt, aber wenn noch mehr TeilnehmerInnen aus unserer Gruppe hinzukommen, dann muss und werde ich mich allerdings nicht vordrängeln
KIBIS schreibt: Dieser ist am 24.9.2016 in der Zeit von 11 — 13 Uhr an der Holmnixe in der Flensburger Innenstadt.
Dort werden wir einen kleinen Stand haben, an dem wir Flyer auslegen und für Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern da sind. Um die Aufmerksamkeit auf uns zu lenken, wird die Frauentrommelgruppe vom Frauenmantel an diesem Tag mehrmals für uns trommeln.
Ich bringe Gruppen-Flyer und "Vielfalt-Flyer" mit
Gruß
Anne-Mette
Re: TROMMELN FÜR DIE SELBSTHILFE „ Informationen von KIBIS
Verfasst: Sa 24. Sep 2016, 14:38
von Anne-Mette
Moin,
die Flensburger Innenstadt war bei dem schönen Wetter gut belebt heute.
Die Massen strömten nur so an uns vorbei.
Auch blieben einige Leute stehen, nahmen sich Info-Material mit, oder wollten plaudern.
Neue "Kundschaft" habe ich für unsere Gruppe nicht gewonnen, aber wir zeigten Flagge und haben - insbesondere
durch die Trommlerinnen - auf Selbsthilfegruppen und auf uns aufmerksam gemacht.
Pressevertreter habe ich nicht gesehen, obwohl einige angefragt/angekündigt waren.
Dabei hatte ich extra einen Info-Text vorbereitet:
Die Selbsthilfegruppe bietet uns einen geschützten Rahmen für Begegnung und Beratung untereinander. Dafür sind wir KIBIS sehr dankbar.
Unsere Gruppe gibt es seit mehr als 8 Jahren und sie hat immer noch eine stabile und wachsende Beteiligung mit bis zu über 20 TeilnehmerInnen.
Wie andere Selbsthilfegruppen hilft unsere Gruppe der Flensburger trans- und intersexuellen Menschen da, wo "Fachpersonal" nicht helfen kann: in einem sehr offenen und persönlichen Miteinander besprechen wir mögliche Probleme und Lösungen.
"Selbsthilfegruppe" hört sich (zu) ernst an; wir haben auch viel Spaß bei unseren Gruppenabenden, zu denen auch PartnerInnen willkommen sind und sich regelmäßig beteiligen.
Wir decken das gesamte Alters-Spektrum ab. Die älteren MitstreiterInnen sind schon im Rentenalter, während die jüngeren in der Ausbildung sind oder zur Schule gehen.
Auch sind in unserem Kreis alle Berufsgruppen vorhanden.
Neben dem Raum für persönliche Gespräche und Beratung engagieren wir uns auch in der politischen Arbeit und sind in einige Gremien vertreten, so zum Beispiel im Arbeitskreis "Echte Vielfalt in Flensburg". In Zusammenarbeit mit diesem Arbeitskreis haben wir die Ausstellung "Trans in der Arbeitswelt" im Rathaus zu Flensburg begleitet, die die schwierige berufliche Situation trans- und intersexueller Menschen beleuchtet.
Wir sind im Kreise der anderen Selbsthilfegruppen unter dem Dach von KIBIS eine Gruppe, die von den anderen Gruppen Zusammenhalt und Wertschätzung erfahren hat. Auch dafür möchten wir Dankesworte aussprechen: "Es tut gut, Freunde und Mitstreiter zu haben!"
Unsere Politische Arbeit bezieht sich nicht nur auf den flensburger Raum, sondern auch auf überregionale Bereiche:
Wir setzen uns ein für Gewaltprävention, Abschaffung der Zwangsgutachten für die Änderung des Namens und des Personenstandes, für eine Reform des "Transsexuellengesetzes", für eine Öffnung der Ehe für alle, für ein Verbot der ungewollten operativen Geschlechtszuweisung von intersexuellen Menschen, für trans- und intersexuelle Geflüchtete"¦
"¦ und für ein freiheitliches und buntes Deutschland.
Weiterhin sind wir zwar für lautes und selbstbewusstes "Trommeln für die Selbsthilfe", aber gegen "Lautsprecher".
"Lautsprecher" - damit meine ich nicht diejenigen, die unseren Ohren mit schöner Musik verwöhnen oder uns zuverlässig Nachrichten aus aller Welt ins Haus liefern, ohne dass wir eine Zeitung umblättern müssen.
Ich meine diejenigen "Lautsprecher", die z.B. an der Kasse im Supermarkt eine auffallend laute Frage stellen oder eine Äußerung, die für eine andere Person bestimmt ist, so laut tätigen, dass sie ihr Publikum damit erreichen und eine andere Personen damit verletzen.
Er zeigt ein zufriedenes Gesicht, wenn er Erfolg hat.
Für diese "Spiel" werden Menschen ausgesucht, die nicht in die Welt des "Lautsprechers" passen:
dicke Menschen, Menschen aus einem anderen Kulturkreis, Menschen mit Behinderung, Menschen, die nicht in das "geschlechtliche Weltbild" des Lautsprechers passen.
Dabei profitiert der Lautsprecher keinesfalls von Erfahrungen, sondern eher von Annahmen und Vorurteilen. Weil er solche Menschen, über die er "laut spricht" nicht näher kennt, geht er erst einmal vom Hörensagen und seinen Annahmen aus. Gleichwohl erhebt er sich über die Menschen, indem er sie entwerten möchte.
Leider merkt er selbst nicht, wie armselig das ist.
Gruß
Anne-Mette
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