Hallo,
ich habe den Artikel mal ganz objektiv gelesen. Ich finde daran nichts anstößig. Es ist in erster Linie ihre Meinung, ihre Erfahrung und ihre Sichtweise. Einige Ansichten habe ich tatsächlich auch schon an anderer Stelle gehört und auch gelesen. Da man hier ja keine oder nicht all zuviel Links reinsetzen darf, muss ich das meiste wohl mit eigenen Worten versuchen zu erklären.
In den Gender-Lehrstühlen sitzen keine "Betroffene" sondern nur hochgehievte Feministinnen. Damit hat sie nicht unrecht.
Die meisten Transsexuellen erfahren keine Diskriminierung, wie es oft überdramatisiert wird. Und wenn, hat das häufiger zwischenmenschliche Ursachen denen auch zu genüge cis-Menschen passieren. Den Grund kann man natürlich einfacher auf seine Transidentität schieben, wenn jemanden anderen die Nase nicht passte. Es sind aber ebenso häufig hetero-cis-Jungs in Schlägereien verwickelt und da spielt die Orientierung oder Identität auch keine Rolle oder war dafür Auslöser.
Keiner wollte kapieren, dass ich es für mich grundsätzlich ablehnte, ein optisch zwischengeschlechtliches Mischwesen darzustellen, sondern tatsächlich einfach nur "altmodischerweise" eine Frau auch äußerlich sein wollte.
Diese Gedanken habe ich auch manchmal, wie mich die Leute so wahrnehmen. Aus meiner Familie hörte ich auch schon einmal den Spruch, ich kann nicht irgendwas dazwischen bleiben. Halb Mann, halb Frau. Bei mir war es auch so, dass ich wett-orientierte Sportarten, wo es körperlich heftig zur Sache geht, so gut wie möglich vermieden und mich davor gedrückt habe. Dennoch habe ich überhaupt kein Bedürfnis Silikonbrüste und Perücken zu tragen oder Hormone zu schlucken. Ich will einfach nur Röcke oder andere "Frauensachen" tragen. Das Bild passt halt für einige Mitmenschen nicht zusammen und fühlt sich wahrscheinlich auch falsch an. Gemobbt, diskriminiert oder ausgegrenzt wurde ich deswegen aber noch nicht.
Was niemand erwähnt und was hier sicherlich auch niemand gerne hören möchte ist, dass die Queertheorie noch mehr zur willkürlichen Geschlechtsangleichung verholfen hat. Es wird kaum darüber berichtet, dass sich nicht wenige Transsexuelle wieder zurückoperieren lassen möchten, oft mit fatalen Ergebnissen ( reverse sex change, regret sex-change surgery are censored and silenced). In Zagreb gibt es bereits 2 Kliniken, die sich darauf spezialisiert haben, weil eine alleine nicht mehr hinterherkommt. Über 1500 Patienten stehen derzeit auf der Warteliste. Mit Geschlechtsangleichungen wird das große Geld gemacht.
Wenn man der Theorie folgt, Geschlecht sei beliebig änderbar, würden Geschlechtsangleichungen überflüssig werden, weil Genitalien und Äußerlichkeiten keine Rolle mehr spielen. Wozu noch die Hülle anpassen?
http://www.trans-eltern.de/?Wichtig.Tra ... dentit%E4t
Transgendern hingegen geht es mehrheitlich um die soziale Geschlechterrolle, weniger um ihr inneres Spiegelbild. Sie wollen z. B. als Mann wahrgenommen und behandelt werden ohne groß Passing zu liefern resp. ihren Körper angleichen zu lassen. Und wenn, geht eine körperliche Angleichung nur soweit, daß sie die soziale Geschlechterrolle soeben gerade ohne Diskrepanzen ausleben können. Das heißt, eine Geschlechtsangleichung soweit wie medizinisch, gesundheitlich und finanziell (bei Selbstzahlern) machbar (d. h. inkl. Genitalanpassung) wird nicht angestrebt. Viele Vertreter dieser "Spezies" negieren sogar den Geschlechterdiphormismus. Der Mensch nimmt die Geschlechter anhand bestimmter Merkmale wahr, aber gerade aus der TG-Szene wird erwartet, daß wir uns umzudrehen haben und gefälligst nicht hinzusehen und hinzuhören haben. Ihre eigene Wahrnehmung bei anderen Menschen wollen sie bei sich selbst ausgehebelt wissen. Weiterhin kommt der Drang, ihr Grüppchen künstlich aufbauschen zu wollen. Heißt, sie wollen den Begriff "Transgender" als Oberbegriff sehen und damit Leute einverleiben, die mit TG's überhaupt nichts gemeinsam haben. Nur um die eigene Anzahl zu erhöhen und damit lauter rumjammern und lauter nach Akzeptanz schreien zu können. Gerade TS fühlen sich von dieser Vereinnahmung zu Unrecht behandelt und gar bevormundet. Denn mit der Vereinnahmung werden transsexuellen Menschen Bedürfnisse unterstellt, die sie nicht haben. TG's geht es mehrheitlich nicht um das erkennen des eigenen inneren Spiegelbildes, sondern um die Geschlechterrolle und damit einen Lifestyle.
Das ist die Hauptkritik der Daniela, dass im Prinzip Transsexuelle mit ihren Forderungen und in ihrer Akzeptanz wegen der Geschlechterdichotomie unsichtbar bleiben. Transgendern wird im Gegenzug dazu eine politische und progressivere Motivation zugerechnet. Und Genderismus vereinnahmt ihrer Ansicht nach Transgender, die die Theorie, dass das Geschlecht frei wählbar sei, bestätigen und es daher keine chirurgische Angleichung bedarf, was wiederum zur Folge hat, dass sich kaum um die wahren Anliegen von Transsexuellen bisher gekümmert wurde, weil sie eben nicht auffallen.
Homophobe/transphobe Übergriffe wurden auch größtenteils von den Medien nur am Rande erwähnt. Und wenn, wurde die Herkunft der Täter oft verschwiegen. Der kürzlich erschienene Maneo-Report hatte lediglich etwas Aufmerksamkeit bekommen.
Gruß