Zeitungsartikel zum Queer„Kongress der Grünen und was die AfD bewirkt
Verfasst: Mo 23. Mai 2016, 18:37
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Wer bricht denn Schubladen auf? Wenn, dann sind das nur Crossdresser. Transsexuelle bedienen im Gegensatz dazu ja wieder das binäre Geschlechtersystem, in dem sie sich als Frau oder Mann einordnen.Ulrike-Marisa hat geschrieben: Muss denn alles und so auch Menschen immer in irgendwelche Schubladen gepackt werden??
Im allgemeinen tut sich das "Normale Bürgertum" damit schwer, weil sie 1. keinen Bezug dazu hat, 2. sich damit nicht weiter beschäftigt. Der Politik ist es wichtig, ihre alten Wähler nicht zu vergraulen und die Mehrheit der Wähler ist cis-heterosexuell und traditionell ausgerichtet.Ulrike-Marisa hat geschrieben: Die großen Parteien krampfen und winden sich mit der Thematik LSBTIQ***, weil den meisten Politikern, meiner Vermutung nach, schlicht und einfach das Wissen fehlt, worum es sich denn genau bei der Thematik handelt und welche Bedeutung das für die Betroffenen hat; dazu kommt vermutlich noch die Angst, mit der Thematik irgendwie persönlich in Zusammenhang gebracht zu werden.
Hallo Tiffany,Breakfast at Tiffany hat geschrieben:Wer bricht denn Schubladen auf? Wenn, dann sind das nur Crossdresser. Transsexuelle bedienen im Gegensatz dazu ja wieder das binäre Geschlechtersystem, in dem sie sich als Frau oder Mann einordnen.Ulrike-Marisa hat geschrieben: Muss denn alles und so auch Menschen immer in irgendwelche Schubladen gepackt werden??
Entschuldige bitte, das ist so doch nicht richtig. Du selbst hattest doch neulich vom Geschlechterverständnis einer Bekannten berichtet, die Geschlecht allein an der Frage 'Penis ab oder Penis dran?' festmacht. Rein sachlich widersprechen damit auch binär selbstdefinierte, transsexuelle Menschen dem üblichen Geschlechtermodell allein dadurch, dass sie der jeweiligen Fortpflanzungsfunktion auch im Falle einer Angleichung nicht gerecht werden. Das kommt im üblichen Frau-Mann-Schema, das ja auf den äusserlichen körperlichen Gegebenheiten im Zeitpunkt der Geburt basiert, nunmal nicht vor. Das Problem entsteht aber nicht durch die trans*-Menschen, sondern durch die Mangelhaftigkeit des üblichen Modells von Geschlecht und die daran gekoppelten Erwartungen bzw. Zuweisungen.Wer bricht denn Schubladen auf? Wenn, dann sind das nur Crossdresser. Transsexuelle bedienen im Gegensatz dazu ja wieder das binäre Geschlechtersystem, in dem sie sich als Frau oder Mann einordnen.
Nicht meine Bekannte, sondern eine Diskutantin.Marielle hat geschrieben: Entschuldige bitte, das ist so doch nicht richtig. Du selbst hattest doch neulich vom Geschlechterverständnis einer Bekannten berichtet, die Geschlecht allein an der Frage 'Penis ab oder Penis dran?' festmacht. Rein sachlich widersprechen damit auch binär selbstdefinierte, transsexuelle Menschen dem üblichen Geschlechtermodell allein dadurch, dass sie der jeweiligen Fortpflanzungsfunktion auch im Falle einer Angleichung nicht gerecht werden. Das kommt im üblichen Frau-Mann-Schema, das ja auf den äusserlichen körperlichen Gegebenheiten im Zeitpunkt der Geburt basiert, nunmal nicht vor. Das Problem entsteht aber nicht durch die trans*-Menschen, sondern durch die Mangelhaftigkeit des üblichen Modells von Geschlecht und die daran gekoppelten Erwartungen bzw. Zuweisungen.
Das sind die Definitionen von Butler.Marielle hat geschrieben: Schon der Versuch 'Frau' so zu definieren, dass damit eine zweifelsfreie, jederzeitige Eingruppierung durch Aussenstehende möglich ist, ist bisher immer gescheitert. Es sei denn, man stützte sich ausschliesslich auf angeborene Fortpflanzungsfunktionen und liesse diesbezügliche Abweichungen (Funktionsausfälle) ausser Betracht. Das ist zwar nach wie vor das übliche Verfahren 'der Gesellschaft', ist aber sowohl naturwissenschaftlich als auch sozio-kulturell reichlich überholt. Es taugt nicht zur Sortierung von Menschen.
Aber du und wir reproduzieren täglich unser Geschlecht. Oder versteh ich das gerade falsch?Marielle hat geschrieben: sind sämtliche Schubladen mit Fremdzuweisungscharakter untauglich. Deswegen sollten grade wir sie nicht dauernd reproduzieren.
Hallo Tiffany,Marielle hat geschrieben:Der eigentliche Punkt ist, dass nicht das Aufbrechen ein Problem ist, sondern das die Schubladen das Problem sind. Wenn eine gleichberechtigte, diskriminierungsfreie Gesellschaft das Ziel ist, sind sämtliche Schubladen mit Fremdzuweisungscharakter untauglich.
Die Kritik ist bekannt und wird oft wiederholt, dass macht sie aber doch nicht besser oder richtiger.Der Vorwurf lautet, dass die Homo-Lobby Fehlbildungen von Intersexuellen und Hermaphroditen als normal und ein Minderheiten-Mimikry als Problem einer Mehrheit erklärt Alle Förderungen gingen nur noch für Minderheitenprobleme drauf. So die Kritik.
Welche Sicht auf Geschlecht willst du dabei zugrundelegen? Eine individuelle Selbstbestimmtheit von Geschlecht oder eine normative Fremdbestimmung? Kann man Geschlecht überhaupt reproduzieren, wenn es eine ausschliesslich individuelle, nicht-binäre Eigenschaft ist und von allen als solche verstanden würde? Tja, Butler wirktAber du und wir reproduzieren täglich unser Geschlecht. Oder versteh ich das gerade falsch?