ingedie2te hat geschrieben:Die Bass -Blockfloete

,kannst du die auch spielen?
Grundsätzlich ja. Die Fingerarbeit mit den Klappen ist zwar bisserl gewöhnungsbedürftig, wenn man nur 3 bis 9 nackte Löcher gewohnt ist. Aber mit dem Anblasdruck und der Mundstellung hab ich keine Probleme. Ist nur bisserl Übung erforderlich. Schließlich spiele ich schon seit einigen Jahren diese eindrucksvollen Rohre:
Quelle: http://up.picr.de/25450420mr.jpg
Quelle: http://up.picr.de/25450418fn.jpg
Quelle: http://up.picr.de/25450419bf.jpg
Das sind Fujaras - Hirtenflöten aus der Tatra. Technisch gesehen sind das auch Blockflöten.
Die größere von den beiden spielt etwa in der selben Lage (Grundton G), wie die Barockflöte (Grundton F, also nur einen Ton tiefer). Aber die präzise Kunststoff-Flöte von YAMAHA ist leichter anzublasen, als die handgeschnitzten Hirtenflöten. Die Händlerin auf dem Flohmarkt war ganz erstaunt, daß ich sie vom ersten Ton an spielen konnte. Ich wäre die erste gewesen, die ihr gezeigt hätte, wie sich das Instrument überhaupt anhört. Dabei habe ich natürlich auch gleich den tiefsten Ton ausprobiert, der immer am schwierigsten anzublasen ist, und auch, ob sich die Flöte gut gezielt überblasen läßt. Das sind die Qualitätskriterien für die Auswahl einer Flöte.
Hier hast du noch ein Tonbeispiel, wie sich die kleine Fujara anhört. Bei der Aufnahme habe ich sie mit geschlossenen Grifflöchern und geöffnetem Halbtonloch als reine Obertonflöte gespielt. Damals hatte ich das Instrument gerade mal 4 Wochen und noch nicht sehr viel Übung. Daher auch der Verzicht auf die Grifflöcher. Mittlerweile habe ich die auch gut drauf. Und mit der Übung auf dieser kleineren habe ich dann auch schnell das Spiel auf der großen heraus gehabt. Die hatte ich damals schon ein paar Jahre, bin aber am Anfang nicht so recht weitergekommen damit. Da habe ich mir für den Anfang wohl die ausgesucht, die am schwierigsten zu spielen ist von allen. Und ohne Grifflöcher geht bei der auch nicht.
https://www.youtube.com/watch?v=KLYpC8-Um7s
ingedie2te hat geschrieben:Hätte gerne Gitarre gelernt ,aber irgendwie im Leben war dafür keine Zeit oder ich habe es leider schleifen lassen!
Also hier kann ich nur Myriam zustimmen.
Gerade die Gitarre zählt zu den Instrumenten - neben z.B. Mundharmonika, Maultrommel, Blockflöten, Zithern und einfachen Schlaginstrumenten sowie Gesang, die vergleichsweise einfach zu erlernen sind. Damit meine ich, daß sich mit diesen Instrumenten vergleichsweise schnell recht gute Anfangserfolge erzielen lassen. Da es sich gleichwohl aber um vielseitige und auch anspruchsvolle Musikinstrumente handelt, ist vollkommene Meisterschaft auch nur nach langjähriger Übung zu erreichen.
Aber wenn es dir auf vollkommene Meisterschaft nicht unbedingt ankommt, dann lohnt es auch, damit noch in fortgeschrittenem Alter anzufangen. Da hat man ja meistens auch mehr Zeit für sowas, als in der Jugend. Ausreichende Fähigkeiten für Hausmusik oder Lagerfeuer lassen sich da mit bisserl Übung und Liebe zur Sache recht schnell erreichen.
Ein paar kleine Tips für alle, die es mal probieren wollen:
1. Kein zu billiges (und oft schrottiges) Instrument kaufen. Diese erschweren nur das Lernen und verderben vielen recht bald die Freude daran. Es muß ja auch nicht gleich ein sauteures Meisterinstrument sein. (Und Singen kostet gar nix.)
2. Einen Lehrer suchen (wenigstens für ein paar Stunden) oder jemand, der es wenigstens ein Bisserl kann und einem zeigen kann. Dann gewöhnt man sich die gängigen Anfänger-Unarten gleich gar nicht erst an, die man dann oft nicht mehr weg bekommt, und die einem dann das Weiterkommen erschweren können.
3. Ansprüche nicht zum Anfang zu hoch setzen, sondern nach und nach anpassen an wachsende Fähigkeiten. Dann verliert man nicht gleich die Freude.
4. Täglich oder wenigstens 2-3 x in der Woche 10 Minuten üben ist meist besser, als alle paar Wochen mal 2 Std. Hier sind Instrumente wie Mundharmonika oder Maultrommel von Vorteil, weil man die leicht überallhin mitnehmen kann - selbst auf Flugreisen in den Urlaub.
Also nix wie mal so eine Klampfe besorgt und drauf los:
Dafür ist die Zeit nie zu spät.
Hier noch eine kleine Glosse aus der heutigen Auer Zeitung, die wieder zum ursprünglichen Gegenstand dieses Fadens zurück führt. Da wird der von mir gestern geäußerte Verdacht (oder doch Vorurteil?) überspitzt und auf die Schippe genommen:
Quelle: http://up.picr.de/25450382be.jpg
liebe grüße
triona