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Mann im Rock ...
Verfasst: Di 3. Mai 2016, 09:57
von ExUserIn-2026-04-08
Der spanische Fotograf Jon Uriarte steckt seine Kumpels in Frauenkleider. Weil er findet, dass sich die Beziehung zwischen Frauen und Männern in den letzten Jahrzehnten stark verändert hat.
Re: Mann im Rock ...
Verfasst: Di 3. Mai 2016, 12:21
von Valerie Bellegarde
Hallo Vicky.
Zum Thema von gestern bzw. heute früh, warum ein permanenter oder auch nur zeitweiliger Wechsel der Geschlechterrollen negativ sanktioniert wird wollte ich noch kurz sagen: M.E. handelt es sich dabei um eine Art Selbstschutz der Gesellschaft vor abweichendem Verhalten Einzelner. Da ein Norm-abweichendes Verhalten die Gruppe oder (im ganzen gesehen eine Gesellschaft) destabilisiert, geht sie dagegen vor, d.h. die zahlenmäßige Mehrheit geht ganz manifest gegen solche Abweichler (Einzelne oder Subgruppen) vor. Das Leben als Revolutionär ist kein leichtes. Trotzdem gibt es (gerade in einer so liberalen Gesellschaft wie der unsrigen) natürlich laufend normativen Wechsel, neue Verhaltensweise oder "Moden" oder anders gesagt, sozialen Wandel. Wie gesagt, man kann über Majoritäten klagen, die anders denken als man selbst, aber da muss man durch.
Für die Crossdresser- und Trans-Fraktion denke ich, dass sie in dieser Frage sehr deutlich gespalten ist. Während z.B. ich persönlich als Crossdresser mit der Frauenwolle und dem temporären Rollenwechsel spiele und dabei Lust empfinde, meinen es die transidenten Personen ernst. Trans-Personen, wenn es sich um Aktivisten handelt sind Revolutionäre, die ihre Gesellschaft in Teilen verändern wollen. Crossdresser wollen das nicht, die haben primär ihren Spass im Sinn. Gilt übrigens auch für deinen spanischen Fotografen, der hier offenbar auf einen Trend anspringt, der seine Marktposition verbessern soll.
Beste Grüße, Valerie

Re: Mann im Rock ...
Verfasst: Di 3. Mai 2016, 12:45
von ExUserIn-2026-04-08
Hi Valerie,
der Beitrag gehört eher in den anderen Fred, oder ? Aber egal ...
M.E. handelt es sich dabei um eine Art Selbstschutz der Gesellschaft vor abweichendem Verhalten Einzelner.
Ich denke eher, es ist der Schutz vor Veränderung. Menschen sind konservativ. Veränderungen vertragen sie nur in begrenzten Dosen. Ich bezweifle nicht die realen Gegebenheiten, aber es besteht aus meiner Sicht
kein Sinn in den Rollenerwartungen. Und hat es keinen Sinn, kann man es weglassen. Dass das nicht ohne weiteres funktioniert, sehe ich auch.
Eine Notwendigkeit der Unterscheidung ergibt sich aus dem Thema Reproduktion. Zeugen und Gebären sind nun einmal verteilt (ich nehme die medizinischen Aspekte einmal heraus). Aber sonst ?
Einen schönen Tag noch
