Das hängt doch sehr stark von den persönlichen Voraussetzungen ab. Bei noch überwiegend sehr dunklen Haaren kommt man mit den Licht basierten Methoden recht weit, also Laser oder IPL. Mit 6-8 Sitzungen muss man rechnen und pro Sitzung kostet das für Gesicht (komplett) in erfahrenen und guten Studios ab 50€ bis max. 200€. Sind schon viele helle Haare dabei, dann geht mit Licht nicht viel und es muss per Nadel-Epilation weiter gemacht werden. Das kostet in der Regel ca. 1€ pro Minute. Dann hängt es stark davon ab, wieviele Haare vorhanden sind.
Allgemein muss man (leider) sagen, dass durch die Wachstumszyklen der Haare, die bis zu drei Jahre schlafen können, man mit einer gesamten Behandlungsdauer von um die drei Jahre rechnen muss, möchte man wirklich (fast) alles weg haben. Je länger man es macht, desto schneller geht es dann pro Sitzung und auch können die Pausen länger werden, aber es hilft alles nix, drei Jahre oder etwas mehr wird man damit zu tun haben, um endlich Ruhe zu haben.
Ich hatte im November 2013 mit IPL angefangen, sieben Sitzungen bis Mai 2014, was schon gut geräumt hat. Seit September 2014 dann Nadel Epilation, zunächst für gut einen Monat wöchentlich, nach vier Sitzungen mit je 90 Minuten oder mehr, kamen wir dann in einer Sitzung endlich einmal rum, also alle Bereiche des Gesichts in einer Sitzung. Etwas später haben wir dann auf 14 tätig verlängert und heute fahre ich noch alle vier Wochen hin, Sitzung jeweils 30-45 Minuten, danach ist jeweils einfach nichts mehr da, außer feinem Flaumhaar, dass man praktisch nicht entfernen kann und IMHO auch nicht muss. Ich rechne damit, auch noch 2016 und 2017 alle vier Wochen gehen zu müssen, doch dann sollte langsam gut sein.
Kosten bis dahin - ca. 700€ für IPL (die ich noch komplett selbst bezahlt habe), ca. 3-4.000€ Nadel. Meine Behandlerin meckert ein wenig, dass sie an mir nicht reich würde

Aber nur im Spaß, natürlich. Ja, ich habe reichlich Glück, dass mein Bartwuchs nie sonderlich dicht und intensiv war, was es jetzt vereinfacht. Freundinnen von mir haben es da deutlich schwerer. Es ist ein langer und Nerven zehrender Prozess, schmerzhaft und unter Umständen tatsächlich teuer. Gesamtkosten von deutlich über 10.000€ sind durchaus möglich.
Die aktuellen Voraussetzungen zur Kostenübernahme durch die (gesetzlichen) Krankenkassen sind recht klar in den MDS Richtlinien dargelegt. Ohne eine gesicherte Diagnose "Transsexualität" ist da nichts zu machen.
Viele Grüße
nicole