nicole.f hat geschrieben:Hallo Lina,
ab und zu mache ich das, ja. Doch das ist ein Kampf gegen Windmühlen. Journalisten lassen sich nur sehr ungern in ihre journalistische Unabhängigkeit reinreden und entsprechend wenig einsichtig sind viele dann. Außerdem sind es so viele solcher Artikel, Ausschnitte, Andeutungen, Randberichte etc., dass man sich wirklich nicht um alle kümmern kann.
Aktuell habe ich, muss ich gestehen, auch keine Kapazitäten mehr, mich auch noch um solcherlei Öffentlichkeitsarbeit zu kümmern, leider. Auch mein Tag hat nur 24h und etwas Ruhe brauche ich auch. Aktuell arbeite ich daran, dass die Peer-Beratung in NRW endlich einmal vernetzt und gestärkt wird, versuche über die Landesregierung und andere Quellen Mittel dafür zu beschaffen, entwickele Konzepte dafür, arbeite am Aufbau des Bundesverbandes mit (was eine enorme Zeitsenke ist!), betreue noch hier in Siegen die Selbsthilfegruppe, habe etwa 90 Beratungskontakte im Jahr und ein paar Vorträge / Workshops sowie Veranstaltungsbesuche. In dieser Situation noch ständig der Presse / Medien hinterher zu hetzen, schaffe ich nicht. Die Medien- / Presseanfragen , die wir über die dgti bekommen, unterstütze ich so gut ich kann mit Informationen, was schon zu manchem halbwegs anständigen Artikel geführt hat.
Liebe Grüße
nicole
Super. Es gibt ja auch massenhaft Gelegenheiten, wo man tatsächlich einfach hingehen kann und die verantwortlichen Parlamentarier anquatschen kann. Sobald der Parlamentarier plötzlich eine Person, einen Namen, und die Erinnerung eines nettes Gesprächs - sei es im offiziellen Teil einer Veranstaltung oder auch in der Bar hinterher, dann hat er auch eine ganz andere Einstellung zu irgend einem Schreiben, E-Mail oder sonstige Mitteilung zum angesprochenen Theman. Und niemand von uns können überall sein.
Stell dir z.B. vor, dass jemand Wind von beistpielsweise einer politischen Veranstaltung in Luxemburg, wo genau die genannten Politiker anwesend sind. Es gibt ja hier im Forum tatsächlich Mitglieder in Luxemburg - die vielleicht vielleicht die Veranstaltung nicht auf dem Zettel haben - und vielleicht auch nicht verstehen, was es bewegen könnte, wenn sie hin gehen würde.
Wenn man die Leute dafür senisbilisieren würde - und hot news über "Auftritte" unterschiedlicher Politiker - wie es z.B. in Hamburg oft stattfindet: Nachmittagskaffee mit Kienscherf oder F. Müller - hier gepostet werden würde, und Foreras, die gerade Zeit haben, würden hin gehen und die ansprechen, dann könnten wir 1.000-fach mehr persönlich vertreten.
Verstehst du das Prinzip? Das ist wie jeder anderer Kommunikations-Prozess - wie der z.B. im Verkauf statt findet. Du verkaufst nachweislich mehr, wenn du die Interessenten direkt ansprichst, als wenn du nur eine Menge Zeitungsanzeigen laufen lässt und Flugblätter verteilst. Verkauf/Werbung ist vom Prinzip her auch nur "eine besondere Kommunikationssituation", genau wie Lobbyismus es auch ist. Das hier ist Lobbyismus, war nie was Anderes und Politiker sind und waren immer von qualifiziertem Lobbyismus abhängig.
Die sind vom Lobbyismus abhängig, weil sie auch ein Produkt zu verkaufen haben - und neue Produkte entwickeln müssen. Ihre neuen Produkte bestehen ein neuen Themen die sich vorbringen, in denen sie unmöglich alle experten sein können. Deshalb sind sie von Lobbyismus abhängig.
Mal daüber nachgedacht, warum es Lobbyismus heißt? Ist wohl eigentlich logisch. Da warten Leute draußen im Lobby und quatschen die Politiker an, wenn sie aus dem Parlamentssal raus kommen oder auf dem weg dahin - bildlich gesprochen.
Mit ein paar Tausend Foreras, mit teilweise gleichen Interessengebiete, überall verteilt besteht einfach die Möglichkeit eine Menge Parlamentarier auf allen Ebenen anzusprechen, persönlich per Mail und sonstwie.
Wird das hier genutzt?