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Reaktion auf Entscheidung des Gnadauer Verbandes

Verfasst: Mo 22. Feb 2016, 16:13
von Anne-Mette
Moin,

Der "Gnadauer Gemeinschaftsverband", die größte evangelikale Dachorganisation in Deutschland, hat auf ihrer Mitgliederversammlung einen eindeutigen Beschluss gefasst: Die Anwesenden sprachen sich entgegen ihres Präses Diener dafür aus, Homosexuellen den Predigerdienst zu verbieten.

http://hpd.de/artikel/ausdruck-einer-of ... obie-12760


evangelisch.de zum gleichen Thema: http://www.evangelisch.de/inhalte/13196 ... kamp=b-070

Gruß
Anne-Mette

Re: Reaktion auf Entscheidung des Gnadauer Verbandes

Verfasst: Mo 22. Feb 2016, 17:55
von rika
In meiner Heimatstadt Dillenburg und ihrer Umgebung gibt es viele Gemeinden, religöse Gruppen und sog. Versammlungen. Vor einigen Jahren hat sich ein sehr bekannter Dillenburger, Unternehmer und Stadtverordnetenvorsteher (CDU) in der alten ev. Kirche mit seinem Partner segnen lassen. Der Pfarrer ist immer noch da.
In Wetzlar im schönen Dom haben vor einigen Jahren zwei stadtbekannte und anerkannte Männer sich das Ja-Wort gegeben. Dumm nur, dass es eine ökumenische Feier war, der beliebte Dekan wurde von Tebartz-van Elst zum Pfarrer degradiert.

Ich erlebe die radikalen Evangelikalen fast täglich bei meinen Kunden. Selbst in bekannten Firmen wie Abus oder Rittal wird das Christentum mehr als sichtbar gemacht, wobei der Inhaber von Rittal noch einer Freikirche angehört, aber trotzdem hängen in den Büros und Hallen die Bibelsprüche. Weit schärfer geht es dann in kleineren Firmen zu, wo "die aus der Versammlung" sind. Die Frauen knoten ihre langen Haare zum Dutt (wir sagen Halleluja-Zwiebel), die Männer schauen gnädig-streng-frömmelnd und nicht nur sonntags wird die wahrhaftige Welt gelehrt - von dem Prediger, der von der Versammlung nominiert wird. Da ist kein Millimeter Platz für das Anders-sein! Zwar wirken sie tolerant und freundlich - aber es gibt nur den einen Weg - ihren!

rika (evangelisch, 1988 aus- und 2002 wieder eingetreten)