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Nur 12 "Fälle" wurden nicht eingetragen. Wo bleiben die anderen intersexuellen Kinder?

Verfasst: Di 9. Feb 2016, 10:43
von Anne-Mette
Aus dem Bundestag:

Verzicht auf Geschlechtseintrag
Familie, Senioren, Frauen und Jugend/Antwort (vollständige Antwort noch einmal als pdf-Dokument: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/073/1807310.pdf)
Seit Inkrafttreten des Personenstandsänderungs-Gesetzes am 1. November 2013 wurde bis Januar 2016 in zwölf Fällen auf den Geschlechtseintrag im Geburtenregister verzichtet, weil Geschlecht des Kindes nicht zweifelsfrei feststand. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/7310) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/7140) mit. Allerdings seien die Daten unter Vorbehalt zu betrachten, da eine digitale Erfassung und Übermittlung des offengelassenen Geschlechtseintrages bis Ende 2015 in den Standesämtern nicht möglich gewesen sei. Die Daten beruhten deshalb auf einer händisch zu bearbeitenden Abfrage per Fragebogen bei den Standesämtern und seien deshalb fehleranfällig.

Die "kleine Anfrage" auch noch einmal als pdf-Dokument: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/071/1807140.pdf

Bleibt für mich die Frage: Was ist mit den anderen intersexuellen Kindern???
Wie wurden die eingetragen?
Die Daten beruhten deshalb auf einer händisch zu bearbeitenden Abfrage per Fragebogen bei den Standesämtern und seien deshalb fehleranfällig.
na, ...


Gruß
Anne-Mette

Re: Nur 12 "Fälle" wurden nicht eingetragen. Wo bleiben die anderen intersexuellen Kinder?

Verfasst: Di 9. Feb 2016, 12:00
von Claudia-Luisa
Zum Umgang mit Intersexualität hat Ursula Rosen ein wunderschönes Kinderbuch geschrieben:

http://www.kinderbuch-intersexualitaet. ... torin.html

LG, Claudia-Luisa

Re: Nur 12 "Fälle" wurden nicht eingetragen. Wo bleiben die anderen intersexuellen Kinder?

Verfasst: Di 9. Feb 2016, 13:20
von ExUserIn-2026-04-08
Ich glaube nicht, dass viele darauf gewartet haben, beim Geschlecht ihres Neugeborenen ein "x" machen zu können. Ich vermute, es sind viele zu verschämt, um "zuzugeben", dass man bei ihrem Kind kein Geschlecht feststellen kann. Das ist gefühlt ein "Makel. Damit sind die Eltern sicherlich in den ersten Tagen überfordert.

Re: Nur 12 "Fälle" wurden nicht eingetragen. Wo bleiben die anderen intersexuellen Kinder?

Verfasst: Di 9. Feb 2016, 13:28
von Claudia-Luisa
Mittlerweile berät und unterstützt das BMFSFJ intersexuelle Menschen


http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/familie,did=219762.html

LG, Claudia-Luisa