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Unter den Opfern sind auch männliche Sexarbeiter

Verfasst: Sa 6. Feb 2016, 18:17
von Anne-Mette
Moin,

ein Artikel über Menschenhandel und SexarbeiterInnen: http://www.solothurnerzeitung.ch/soloth ... -130044658


Die Schlussfolgerung aus
Unter den Opfern gibt es auch Personen, die nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden können-», so Lindenpütz. Rund sieben Personen sind also männlich.
ist nicht schlüssig...

Gruß
Anne-Mette

Re: Unter den Opfern sind auch männliche Sexarbeiter

Verfasst: Sa 6. Feb 2016, 19:25
von Inga
Hallo, Anne-Mette,

danke für den Verweis auf den Artikel. Opfer von Prostitution und Menschenhandel sind nicht nur Frauen.

Doch glaube ich, du hast den Artikel etwas zu schnell gelesen. Du schreibst
Anne-Mette hat geschrieben: Die Schlussfolgerung aus
Unter den Opfern gibt es auch Personen, die nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden können-», so Lindenpütz. Rund sieben Personen sind also männlich.
ist nicht schlüssig...
Es heißt im Zusammenhang
...Und: -«Unter den Opfern gibt es auch Personen, die nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden können-», so Lindenpütz. Rund sieben Personen sind also männlich. Dazu kommen noch weitere, die als Transgender leben. Menschen also, die zwar biologisch mit einem Geschlecht geboren sind, sich aber zum anderen zugehörig fühlen.
Rekrutierung läuft international. ..... Dass auch Männer und Transgender Opfer von Menschenhandel werden, kommt zwar selten vor, ist jedoch nicht unüblich. ...
Es ist nicht so, dass vom Autor Transgender und Männer in einen Topf geworfen wurden, sondern noch unterschieden wurde - wie auch im weiteren Artikel insgesamt. Ich vermute mal, da hat dich das "also" im Satz auf die falsche Fährte geführt hat.
:wink:

Liebe Grüße
Inga

Re: Unter den Opfern sind auch männliche Sexarbeiter

Verfasst: Sa 6. Feb 2016, 19:35
von Anne-Mette
Moin,

ich will keine Erbsenzählerei betreiben (smili)

aber da
Unter den Opfern gibt es auch Personen, die nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden können
wird sich ungenau ausgedrückt...
Das würde ja bedeuten, dass sie bei der Aktion auf Menschen gestoßen sind, die "nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden konnten" und aus diesem Grund den Männern zugerechnet wurden (?)

und weiter:
Dazu kommen noch weitere, die als Transgender leben. Menschen also, die zwar biologisch mit einem Geschlecht geboren sind, sich aber zum anderen zugehörig fühlen.
Viel wichtiger ist natürlich die Angelegenheit an sich )))(:

Gruß
Anne-Mette

Re: Unter den Opfern sind auch männliche Sexarbeiter

Verfasst: Sa 6. Feb 2016, 21:02
von SusiS
Der Satz "Rund sieben Personen sind also männlich." bezieht sich aus vorherigen Absatzangabe:
Zu den Opfern gehören laut Staatsanwaltschaft 21 Personen aus Thailand. Betroffen sind nicht nur Sexarbeiterinnen, sondern auch Sexarbeiter. Auf Anfrage teilt Jan Lindenpütz, Sprecher der Staatsanwaltschaft, nun mit, dass etwa ein Drittel der Opfer männlich ist.
Aber eins hat der Schreiberling übersehen: Menschen die nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden kann, können auch Intersexuelle sein. Während doch Transgender eigentlich einem Geschlecht zugeordnet werden können (Ob nun fälschlicherweise über den Körper, oder richtigerweise über Selbstaussage über seines Geschlechtzugehörigkeit).

Mit freundlichen Grüßen

SusiS

PS natürlich ist die zwangsweise Sexarbeiter/in deutlich schlimmer.

Re: Unter den Opfern sind auch männliche Sexarbeiter

Verfasst: Sa 6. Feb 2016, 23:52
von Inga
Hallo, miteinander,

psrachlich könnte ich auch einiges für meine Version aus dem Artikel finden.

Doch ehrlich gestanden, ich finde den illegallen Handel mit Sexarbeitenden aus Thailand viel übler als sich darüber auszulassen, ob die Redaktion nun entweder bei den 7 Männern Transgender mitgezählt hat oder es gar nicht 14 Frauen waren bei den 21 betroffenen Opfern.

Liebe Grüße
Inga

Re: Unter den Opfern sind auch männliche Sexarbeiter

Verfasst: So 7. Feb 2016, 09:48
von Anke
Hallo,

Bezüglich der Zahlen und Zuordnungen ist der Artikel nicht gerade gut geschrieben. Da bleiben bei mir mehr Fragen als Antworten.

Viel wichtiger finde ich, dass der Artikel den Menschenhandel und die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Männern, von Trans-und Cismenschen thematisiert.

Mir kommt da ein Zitat von Romy Haag aus ihrer Autobiographie in den Sinn. Sie schreibt sinngemäß, dass in der Zeit, als sie jung war, Transsexuelle entweder im Showgeschäft oder in der Prostitution ihren Lebensunterhalt verdienen konnten. Andere Möglichkeiten gab es praktisch nicht.

Bei uns hat sich das glücklicherweise geändert, aber in manch anderen Ländern scheint das immer noch so zu sein. Und genau deshalb finde ich es wichtig, dass über solche Sachen berichtet wird, auch wenn der Autor an einigen Stellen unglücklich schreibt.

Liebe Grüße

Anke