Seite 1 von 2

EMMA: Warum müssen wir uns eigentlich immer noch entscheiden?

Verfasst: Mi 16. Dez 2015, 23:04
von Anne-Mette
Moin,

doch mal wieder EMMA kaufen (nein, nicht die Hündin von Beate oder die aus Langballig), sondern

http://www.emma.de/

Denn dort wird die Frage gestellt: Warum müssen wir uns eigentlich immer noch entscheiden, ob wir Frau sein wollen oder Mann? Dazu Gespräche mit: einer Frau zu Mann, einem Mann zur Frau, kämpferischen Intersexuellen; sowie eine feministische Abrechnung mit selbstgerechten Transsexuellen!

Gruß
Anne-Mette

Re: EMMA: Warum müssen wir uns eigentlich immer noch entscheiden?

Verfasst: Do 17. Dez 2015, 10:13
von Anke
Hallo,

ich finde die Frage ist einfach zu beantworten:

Müssen tun wir das überhaupt nicht! Aber wenn es mir wichtig ist, dann möchte ich das tun können.

Liebe Grüße

Anke

Re: EMMA: Warum müssen wir uns eigentlich immer noch entscheiden?

Verfasst: Do 17. Dez 2015, 10:23
von Astrid
Anke hat geschrieben: ...
Müssen tun wir das überhaupt nicht!
...
Anke
Doch, müssen wir!
Denn solange es nur dir offiziellen Stati "Mann" oder "Frau" gibt, müssen wir uns entscheiden.
Denn sonst tun andere das für uns.

Liebe Grüße - Astrid

Re: EMMA: Warum müssen wir uns eigentlich immer noch entscheiden?

Verfasst: Do 17. Dez 2015, 10:49
von Anke
Hallo,

wir müssen uns nur für einen amtlichen Geschlechtseintrag entscheiden. Aus meiner Sicht gehört das schnellstmöglich geändert.

Aber wie ich mich selbst sehe und wie ich lebe, hat damit nur bedingt etwas zu tun.

Liebe Grüße

Anke

Re: EMMA: Warum müssen wir uns eigentlich immer noch entscheiden?

Verfasst: Do 17. Dez 2015, 12:04
von Astrid
Ja, als was ich mich selbst sehe, liegt in meiner Entscheidung, schön. Aber schon die Frage wie ich lebe, oder besser gesagt, wie ich leben kann, ist auch erheblich abhängig davon, wie andere mich sehen.
Und da behaupte ich jetzt mal, daß es für den überwiegenden Teil unserer Mitmenschen nichts außerhalb Mann oder Frau gibt.

Ich selbst kann mich weder vollständig als Mann, noch als Frau identifizieren. Diese Art der Identität zu leben, gelingt mir nur in engem Rahmen, da mich meine Mitmenschen wohl zweifelsfrei für männlich halten.
Und um den vielfältigsten Problemen aus dem Weg zu gehen, sehe ich mich praktisch gezwungen, mich zum Leben als Mann zu entscheiden.

Astrid

Re: EMMA: Warum müssen wir uns eigentlich immer noch entscheiden?

Verfasst: Do 17. Dez 2015, 12:31
von ExUserIn-2026-04-08
Und um den vielfältigsten Problemen aus dem Weg zu gehen, sehe ich mich praktisch gezwungen, mich zum Leben als Mann zu entscheiden.
Das ist ein sehr entlarvender Satz. Du kannst an dieser Stelle nicht von Zwang reden, wenn es Deine Entscheidung war, den Problemen aus dem Weg zu gehen. Du kannst auch anders entscheiden, fängst Dir dann möglicherweise Probleme ein und musst zusehen, wie Du damit umgehst.

Sich für etwas zu entscheiden bedeutet nicht, dass einem keine Steine in den Weg gelegt werden. Entscheiden heißt auch, mit den Konsequenzen zu leben.

Einfaches Beispiel: Wenn Du Dich entscheidest, einem Verkehrsstau aus dem Weg zu gehen und über einen Schleichweg zu fahren, musst Du damit leben, dass es dort nicht so schnell voran geht und Du später ankommst.

Es gibt kein Recht auf Problemfreiheit nach einer Entscheidung. So funktioniert Freiheit nicht.

Re: EMMA: Warum müssen wir uns eigentlich immer noch entscheiden?

Verfasst: Do 17. Dez 2015, 13:03
von Anke
Hallo,

genau so sehe ich das auch. Der Weg ist schwierig und hat einige Hürden und Probleme.

Einige werden auch dann bleiben, wenn die gesetzlichen Regelungen verbessert sind, zum Beispiel das Coming Out. Egal wie aufgeklärt die Gesellschaft ist und wie hoch die Akzeptanz ist, ein Coming Out wird immer eine Herausforderung bleiben, da niemand sicher weiß, wie das Gegenüber reagiert.

Aber es gibt natürlich die künstlichen und völlig überflüssigen Hürden, wie zum Beispiel die Gutachten für die Vornamens- und Personenstandsänderung. Deshalb finde ich, dass Emma die falsche Frage stellt. Besser wäre es doch zu fragen, warum es so schwierig ist, in seiner richtigen Identität zu leben.

Liebe Grüße

Anke

Re: EMMA: Warum müssen wir uns eigentlich immer noch entscheiden?

Verfasst: Do 17. Dez 2015, 13:09
von Astrid
Hallo Vicky,

in der Tat: Meine Faulheil hindert mich daran, meine Freiheit zu leben. Oder etwa nicht?

Bleiben wir bei Deinem guten Beispiel mit dem Verkersstau:
Ich habe die Wahl durch den Verkehrsstau zu fahren, oder den Umweg zu nehmen. Beides zeitaufwändig.
Ein dazwischen, nämlich der gerade Weg durch die grüne Wiese geht nicht, da mein Auto eine bestimmte Schablone, nämlich das Straßennetz, braucht, um fahren zu können.
Übertragen auf das Geschlecht: Unser öffentliches Leben ist darauf ausgelegt, es als Frau oder Mann zu leben. Welcher Aufwand dafür getrieben wird - ich lese es hier ja oft - um zweifelsfrei als Angehörige/r eines bestimmten Geschlechts durchzugehen, bestätigt mich in meiner These.

Liebe Grüße - Astrid

Re: EMMA: Warum müssen wir uns eigentlich immer noch entscheiden?

Verfasst: Do 17. Dez 2015, 15:32
von ExUserIn-2026-04-08
Unser öffentliches Leben ist darauf ausgelegt, es als Frau oder Mann zu leben. Welcher Aufwand dafür getrieben wird - ich lese es hier ja oft - um zweifelsfrei als Angehörige/r eines bestimmten Geschlechts durchzugehen, bestätigt mich in meiner These.
Unser öffentliches Leben ist nur in einigen Teilbereichen im strengen Sinn auf die bipolare Sichtweise ausgelegt. Der weitaus überwiegende Teil ist es nicht. Du kannst en femme nahezu überall hingehen. Selbst die Toilette ist kein "verbotener" Ort. Ich stimme zu, vieles könnte einfacher sein und ich würde es auch begrüßen, wenn es so wäre.
in der Tat: Meine Faulheil hindert mich daran, meine Freiheit zu leben. Oder etwa nicht?
Wenn Du das so siehst, wird es wohl so sein. Das kann und will ich nicht beurteilen. Es ist auch zu respektieren, wenn für Dich die Probleme, die mit einem öffentlichen Leben en femme zu groß erscheinen und Du einen anderen Weg wählst, ist das aus meiner Sicht völlig in Ordnung. Was ich meine, betrifft die Aussage (sinngemäß), dass wir keine Wahl haben und das wir zu etwas gezwungen werden.

Das stimmt nämlich nicht. Es ist auch völlig unnötig, unzweifelhaft als Frau auftreten zu müssen. Man darf durchaus auch als "Zwischenwesen" erkannt werden. Wenn ich auf die Straße oder ins Schwimmbad gehe, werde ich definitiv als nicht als biologische Frau erkannt. Na und ? Ich werde respektvoll behandelt und hatte noch nie Probleme. Ich provoziere aber auch keine unsichere Situation. Das ist meine Wahl.
Und wenn die Konsequenz für das Ausleben des Geschlechts ist, dass man ständig überall Mobbing u.a. erfährt, dann ist die Freiheit an der Stelle beschnitten.
Das sehe ich ähnlich, aber erstens ist nach meiner Erfahrung das Mobbing eher die Ausnahme als die Regel (es gibt Ausnahmen, vor allem wenn ich an Kinder denke) und zweitens fällt einem die Freiheit nicht in den Schoß. Es ist wunderbar, wenn sie gegeben ist, aber jede Freiheit musste errungen werden. So ist das auch für T*-Menschen. Ich denke z.B. an Freiheiten der Wissenschaft, der bürgerlichen Rechte oder die Frauenbefreiung. Wenn wir als T* etwas erreichen wollen, müssen wir uns dafür einsetzen. Der erste Schritt ist die Befreiung von der eigenen Schere im Kopf.
Mutzauber
Wer glaubt, der eigene Horizont
sei beschränkt, irrt.
Wer einfach mal die Leinen loslässt
und ohne Furcht
drauflos segelt, wird gewiss
noch viele neue Welten
entdecken.

Aus einem Kalender ohne Autorenangabe
Ich habe über 40 Jahre gebraucht, um an diesen Punkt zu kommen und bin noch lange nicht dort, wo ich hin will. Kleine Schritte und Geduld, vor allem mit mir selber, waren dafür nötig. Man muss aber nur einen Blick auf die vielen Berichte zu werfen, deren Sensationsgehalt gegen Null geht, wenn von Ausgängen berichtet wird. Und das ist schön so. Schwieriger wird es in den eigenen vier Wänden mit der Partnerin. Für mich stellt sich die Frage, was mir wichtiger ist: mit einem Menschen leben, der mich nicht akzeptiert wie ich bin oder wesentliche Bedürfnissen, die unzweifelhaft in mir stecken, die Bedeutung zukommen zu lassen, die sie für mich haben.

Ich habe das etwas polemisch formuliert, aber im Kern ist es für mich so. Ich glaube es war Hans Jellouschek, der schrieb, dass wir uns unserem Partner zumuten müssen. Darin liegt der Motor der persönlichen Entwicklung durch die Partnerschaft. Analog ist das auch mit dem öffentlichen Auftreten. Die Gesellschaft ändert sich nicht von alleine.

Nochmals: Man muss sich nicht outen. Man muss auch nicht in die Öffentlichkeit gehen. Das ist eine persönliche Entscheidung, die zu respektieren ist. Ich werde niemals einen Menschen verurteilen, nur weil er die Strumpfhosen und BH heimlich anzieht. Es ist aus meiner Sicht aber schade, wenn man das aus Gründen tut, die nur im eigenen Kopf liegen.

Schlimm finde ich, wenn das dann auch noch dazu führt, dass Andere in den Zweifeln bestärkt werden, die es so nicht gibt. Kann man Freiheit reklamieren, wenn man andere davon abhält ?

Re: EMMA: Warum müssen wir uns eigentlich immer noch entscheiden?

Verfasst: Fr 18. Dez 2015, 01:12
von Lina
Anke hat geschrieben:Hallo,

ich finde die Frage ist einfach zu beantworten:

Müssen tun wir das überhaupt nicht! Aber wenn es mir wichtig ist, dann möchte ich das tun können.

Liebe Grüße

Anke
Stimmt. Die Frage ist eher, warum wir es immer noch von so vielen erwartet. Bei Intersexuellen stellt sich die Frage erst recht.

Re: EMMA: Warum müssen wir uns eigentlich immer noch entscheiden?

Verfasst: Fr 18. Dez 2015, 08:16
von Astrid
Danke Lina, damit bestätigst Du ja das, was ich versuche auszudrücken: Die Erwartungshaltung vieler Menschen ist die, sich für ein Entweder-Oder zu entscheiden.
irgendwann wird jeder an den Punkt kommen, an dem er sich entscheiden muss.
Sei es bei der Anrede, oder beispielsweise im Schwimmbad. Welche Dusche hast Du denn benutzt, Vicky? Und warum ist Deine Entscheidung so ausgefallen?
Ich habe auch schon meine Erfahrungen im Schwimmbad gemacht und ja, sie waren merkwürdig bis positiv. Aber wären sie auch so ausgefallen, hätte ich die Damendusche benutzt? Tut doch nicht so, als wären diese Dinge schon längst geklärt. Sie sind es nicht; in diesem Forum nachzulesen.
Interessant dürfte die Frage auch im Erwerbsleben sein. Anke, bist Du Dir wirklich sicher, ob die Antwort auf die Frage, ob wir uns eigentlich immer noch entscheiden müssen, tatsächlich lautet "natürlich müssen wir das nicht"?
Sei doch mal ehrlich: Hättst Du Deinen Job als leitende Angestellte mit Kundenkontakt in einem der größten deutschen Konzerne noch inne, wenn Du Dich bei Deinem Outing als "Zwischenwesen", wie Vicky es formuliert, präsentiert hättest und dementsprechend leben wolltest?

Die vielen positiven Erfahrungen, über die einige hier schon berichtet haben und die ich selbst ja auch schon erlebt habe, täuschen mich jedoch nicht darüber hinweg, daß die Situation für mich und auch andere schwierig ist und das wir immer noch wählen müssen, was wir sein wollen, wenn wir in das vorgegebene Raster passen wollen.
Und wenn ich davon rede, mich zu einem Leben als Mann entschlossen zu haben (wie ja die meisten hier), heißt das nicht, daß ich meine gefühlte Identität verstecke. Das tue ich schon länger nicht mehr. Dennoch sehe ich mich in bestimmten Situationen an einen Rahmen gebunden, den ich nicht verlassen kann, oder will. Es war sicherlich falsch von mir, von Zwang zu reden. Ich rede besser davon, daß ich Kompromisse eingehe, um Problemen aus dem Weg zu gehen, wie die meisten anderen Menschen oft auch.

Vicky, Du hast viel an dem vorbeigetextet, was ich eigentlich ausdrücken wollte, was möglicherweise zum Teil auch an meiner mangelnden Ausdrucksweise liegt. Was ich aber so nicht stehen lassen kann, ist Deine Unterstellung, ich würde durch meine Äußerungen andere von ihrer Freiheit abhalten.
Das habe ich nicht im geringsten getan, denn Freiheit ist für mich ein so wichtiges Gut, das ich sie niemals jemandem absprechen würde.

Liebe Grüße - Astrid

Re: EMMA: Warum müssen wir uns eigentlich immer noch entscheiden?

Verfasst: Fr 18. Dez 2015, 08:51
von Anke
Astrid hat geschrieben: Sei doch mal ehrlich: Hättst Du Deinen Job als leitende Angestellte mit Kundenkontakt in einem der größten deutschen Konzerne noch inne, wenn Du Dich bei Deinem Outing als "Zwischenwesen", wie Vicky es formuliert, präsentiert hättest und dementsprechend leben wolltest?
Hallo,

hättest Du mir die Frage vor meinem Coming Out gestellt, dann hätte ich erhebliche Zweifel gehabt.

Mittlerweile kann ich das mit einem klaren und eindeutigen "JA" beantworten. In einem großen Konzern zu arbeiten hat nicht nur Vorteile. Da gibt es viele Dinge, über die ich nur den Kopf schütteln kann. Aber in diesem Punkt ist das Unternehmen, in dem ich arbeite sehr weit und auch vorbildlich. Diversity gehört bei uns einfach zur Unternehmenskultur.

Liebe Grüße

Anke

Re: EMMA: Warum müssen wir uns eigentlich immer noch entscheiden?

Verfasst: Fr 18. Dez 2015, 09:04
von ExUserIn-2026-04-08
Hallo Astrid,

der Satz mit der Freiheit war natürlich etwas provozierend. Es geht mir darum, dass man nicht von "Zwang" sprechen kann, wenn man Möglichkeiten der Entscheidung hat. Du hast für Dich eine Entscheidung getroffen und die respektiere ich. Ich denke, ich habe das auch mehrfach ausgedrückt. Ich finde es ist wichtig, dass jede/r die Möglichkeit einer Entscheidung wahrnimmt. Die Verbindung mit Zwang an dieser Stelle stellt für mich eine implizite Einschränkung der Freiheit dar, denn sie beeinflusst die Sichtweise von evtl. noch unsicheren Menschen. Mir geht es darum Mut zu machen und die Beschränkungen im eigenen Kopf abzubauen, wo es möglich ist.

Mein Satz soll keineswegs unterstellen, dass Du die jemandem eine Freiheit absprichst.
Tut doch nicht so, als wären diese Dinge schon längst geklärt.
Ich denke, ich habe klar gestellt, dass es Probleme geben wird. Die Entscheidung trans in aller Offenheit zu leben ist mit Konsequenzen verbunden und diese Konsequenzen sind individuell von der Situation abhängig. Deshalb kann man auch nicht davon sprechen, dass es zwingend seinen Job verliert, wenn man seinen Weg geht. Das ist schlichtweg falsch.
das wir immer noch wählen müssen, was wir sein wollen, wenn wir in das vorgegebene Raster passen wollen.
Genau das ist richtig: "in das vorgegebene Raster passen wollen". Ich will es nicht und deshalb treffe ich meine Entscheidung, was ich wann und wie leben will. Es ist definitiv in meinem Leben mehr möglich, aber ich mag es auch nicht über das Knie brechen. Ich gehe Schritt für Schritt. Übrigens: ja, ich habe bereits die Damentoilette und die Damendusche im Schwimmbad benutzt.

Re: EMMA: Warum müssen wir uns eigentlich immer noch entscheiden?

Verfasst: Fr 18. Dez 2015, 09:32
von Astrid
Ich danke Euch beiden, Anke und Vicky, für Eure Antworten!

Gerade bei Dir Anke habe ich mit etwas anderem gerechnet. Das überrascht mich positiv.
Ich finde finde es toll, das solch eine Unternehmenskultur nicht nur aus leeren Worthülsen besteht, sondern tatsächlich auch so gelebt wird. Ich behalte es für mich als positives Beispiel.

Und auch von Deiner Erfahrung, Vicky, beim Schwimmen bin ich überrascht. Es übersteigt immer noch meine Vorstellungskraft, daß es auf Dauer gutgehen kann, als offensichtlich körperlich männliche Person, die Damendusche zu benutzen. Aber ich glaube es Dir.

Und ja, es stimmt, solche positiven Beispiele machen Mut und sind der Sache dienlicher, als das pessimistische Gerede, was mir oft entgleitet. Das sehe ich ein. Leider habe ich es bis heute nicht geschafft, mich von diesem Negativ-Filter zu befreien, obwohl ich auch immer wieder zu guten Einsichten gelange.

Danke für Eure Geduld mit mir - Astrid

Re: EMMA: Warum müssen wir uns eigentlich immer noch entscheiden?

Verfasst: Fr 18. Dez 2015, 10:54
von Jessie
Warum müssen wir uns immer entscheiden....

Ich versuche mal das Thema nicht zu verfehlen weil es wirklich schierig ist.

Wir müssen in unserem leben immer Entscheidungen treffen da kommen wir nicht drumherum, egal wie die Entscheidung ausfällt mit den Konsequenzen (egal ob positiv oder negativ) müssen wir leben.

Fiele von euch treffen Entscheidungen aus den Bauch heraus Täglich, ohne es zu merken.

Intressant oder verwirrend wird es erst wenn an den Entscheidungen fiel dran hängt.

In dieser Situation ist es die Frage des Geschlechtes, wir werden in ein Bio Geschlecht geboren müssen aber nicht unbedingt so fühlen.

Die Entscheidung eines Outings hat Konsequenzen zur Volge, je mehr Gedanken wir uns über die Konsequenzen machen desto mehr werden wir verunsichert.
Schlimmer wird es noch wenn jemand die Entscheidung die getroffen wurde in frage stellt.
Es beinhaltet dann natürlich auch die Frage wie reagiert die Person die mit deiner Entscheidung leben muss

Ich denke und um auf den Punkt zu kommen:

Die Personen die mit unseren Entscheidungen leben müssen können es Akzeptieren oder eben nicht.
Noch schlimmer wird es wenn ich mich vor anderen Rechtfertigen muss.
Meistens ist es aber so das zu fiele Leute unzureichend aufgeklärt sind oder es gar nicht wahrhaben wollen.
Sprich fiele leben noch im 15ten. Jahrhundert letzte Hexenverbrennung gestern!!!


Freiheit ist für mich, die Freiheit eine Entscheidung zu haben und diese treffen zu können.

Ich möchte meine Entscheidungen treffen können ohne von irgendetwas geblendet zu werden.
Ich möchte das mein gegenüber diese Entscheidung Positiv aufgreift und mit ihr leben kann.
Ich möchte das die Entscheidung die ich treffe bestärkt wird.
Ich möchte mit meiner Entscheidung auf Toleranz treffen.


Ob die Entscheidung richtig oder falsch ist das muss ich ganz alleine mit mir selber vereinbaren.

Ich treffe Täglich an fiele grenzen, wo Entscheidungen getroffen werden müssen egal ob diese im Beruf oder Privat sind.
Die schlimmste Entscheidung für mich ist diejenige die über meinen Kopf hinweg getroffen wird, doch muss ich auch mit dieser Entscheidung Leben.