Ach Lieschen, Du hast ja Recht mit dem Satz
Es ist ganz einfach, ihr müsst es nur tun.
Aber vieles muss noch in den Köpfen bewegt werden. Sowohl bei uns, wie auch bei dem Rest der Menschen. Und für mich stehen viele Zeichen auf Zementierung früherer Zustände. Neulich sah ich eine Kindergartengruppe auf Ausflug.
Alle Mädchen trugen rosa,
alle Jungs blau oder grün. Wenn das keine Manifestation von Grenzen ist, fress' ich 'nen Besen mitsamt dem Putzmann. In diesem Klima ist jeder Grenzübertritt ein Spießrutenlauf.
Ich habe auch den Eindruck, dass das Tragen eines rosafarbenen Hemds im Buisiness-Bereich bereits in vielen Köpfen Gedanken frei setzt, die eher dazu dienen, den Mann, der das trägt, in eine spezielle Ecke zu stellen. Da waren wir schon einmal weiter.
Ich glaube schon, dass es wichtig ist, das Klischeedenken in den Köpfen aufzubrechen. Am besten fängt man bei den Kindern an. Wenn man ihnen beispielsweise erzählt, dass vor ca. 100 Jahren die Farbe rosa den Jungs vorbehalten war (rosa galt als das "kleine Rot"
https://de.wikipedia.org/wiki/Rosa_%28Farbe%29), kommt es in den Köpfen zu Denkprozessen, die zu einer eigenen Meinungsbildung anregen.
Ich denke, darauf kommt es an.
Genauso wichtig, und da bin ich völlig mit Dir einig, ist aber auch die sichtbare Präsenz von T*-Menschen in der Öffentlichkeit, um "Normalität" herzustellen. Auch für eine "Normalität" in den eigenen Köpfen, um Kopfkino und Ängste abzulegen.