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Re: Meine große Angst
Verfasst: Sa 12. Sep 2015, 11:39
von ChristinaF
Hallo Patricia,
ich sehe das genauso wie Amanda. Es hat sich halt einiges am Frauen- bzw. Männerbild und den Vorstellungen daran geändert. Frauchen ist nicht mehr so dumm, kocht, putzt, wäscht und kümmert sich hingabevoll dem Mann. Ebenso ist der Mann nicht mehr so "machohaft" (ok, es gibt ja immer noch welche) sondern hat durchaus seine weiche Seiten.
Deine Situation ist jedoch zu verstrickt um hier Ratschläge erteilen zu können. Bitte such dir eine/einen Gesprächspartnerin/er die dir wirklich helfen können. Vielleicht suchst du dir einen geeigneten Psychologen mit dem du über alles reden kannst.
Liebe Grüße
Chrissie
Re: Meine große Angst
Verfasst: So 13. Sep 2015, 00:20
von ReaGirl
Ich habe auch länger solche Ängste gehabt. Auch ich wollte äußerlich eine hübsche Frau darstellen. In der Tat ist das ab einem gewissen Punkt plötzlich in den Hintergrund geraten. Jetzt steht im Vordergrund das ich einfach die Frau leben möchte, dazu ist der Start der HRT unabdingbar auf was soll ich auch warten, jedes Jahr mehr kann es nicht besser machen

. Erst nach min einem Jahr kann ich mir wieder Gedanken machen ob ich nun immer noch mit dem Aussehen unzufrieden bin oder ob sich nicht schon etwas zum positiven geändert hat an dem man sich weiter hochzieht. In der Zeit sollten sich auch viele andere Dinge festigen (Kleidungsstil, Makeup, Schmuck, deine Art dich zu bewegen, sprache) und wirst immer mehr merken das Aussehen nicht das wichtigste ist. Erst nach noch einem Jahr sollte man dann schaun wies für einen paßt (FFS, brustOP oder eigenfettspritzen) aber es macht keinen Sinn sich vorher Gedanken zu machen. Meine Jugend war deiner sehr ähnlich, auch ich musste deswegen viel im Außenseitertum verbringen. Führ dir aber vor augen das man als Erwachsener mehr möglichkeiten hat als als Kind. Ich glaube ich habe mir auch zulange einen Kopf darum gemacht. Irgendwann kommt der Punkt an dem geht es nicht mehr anderes und du wirst merken das es wichtigeres als das Aussehen gibt. Ich will damit nicht die wichtigkeit des Aussehens runtermachen, auch ich will immer noch keine vogelscheuche sein, aber ich werde es drauf ankommen lassen müssen.
PS ich lese gerade erst an deiner zweitem antwort heraus, du bist noch minderjährig weil du bei eltern mitversichert bist? Dann musst du dir in der regel keine Sorgen ums aussehen machen. Mach dir einfach klar ob du wie eine Frau fühlst und dein restliches Leben so leben kannst. Und ein outing hast du so und so irgendwann, ich würde es aber vorher ansprechen bevor es auf anderem Weg die eltern rausfinden. Das zeigt ihnen zumindest das du ihnen Vertraust. Den Rest weiß man so und so vorher nicht.
Re: Meine große Angst
Verfasst: So 13. Sep 2015, 08:19
von Inga
Hallo, Sandra,
ich möchte mich Sandra und den anderen vor mir anschließen.
Frau sein kommt von innen, was immer mehr ausgedrückt werden möchte, und nicht durch "vorlieben" für äußerliche Merkmale. Schönheit des Körper und der Kleidung hat damit z.B. nichts zu tun. Das für sich zu erkennen, ist durchaus ein langwieriger ein Reifungsprozess, der seine Zeit braucht und dem du auch die Zeit der Unsicherheit gönnen musst.
Wenn ich dir etwas raten darf: Zum einem: auchCrossressing kann eine Leidenschaft sein, die auf die Dauer berfiedigt. Such dir doch einen Stammtisch oder Selbsthilfegruppe, die du gutr erreichen kannst. Da finden sich nicht nur Gelegenheiten, deine Frauenkleidung ausprobieren und tragen und weitere Tipps zu bekommen. Du findest Leute, mit denen du über alles quatschen kannst. Das hilft, auch selbst zu finden, die eigene Position und den eigenen Weg zu finden. Es schützt davor, sich zu einer Transistion zu zwingen als Flucht, weil im Leben vielleicht bisher so einiges schief gelaufen ist. (Da gibt es auch andere Lösungen.)
Habe Geduld mit dir selber. Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden.
Übrigens zu Mathe-Noten in der Schule: In unsrer Klasse war ein Schüler der regelmäßig zwischen 4 und 5 war und tat sich wirklich schwer. Er wollte es wirklich wissen, hat nach dem Abitur Mathe studiert und ist dann Mathematik-Professor geworden ... .
Liebe Grüße
Inga
Re: Meine große Angst
Verfasst: So 13. Sep 2015, 08:48
von lilijana
Hallo Patricia,
Patricia. hat geschrieben: Halb Mann halb Frau vom Äußerlichen und gewissermaßen ein Dasein als völlige Witzfigur zu fristen.
Kein Mensch ist eine Witzfigur, egal wie er oder sie aussieht.
Viele liebe Grüße
Lilijana
Re: Meine große Angst
Verfasst: So 13. Sep 2015, 09:09
von ChristinaF
Hallo Sandra,
ein Gespräch mit deiner Mutter wäre sicher nicht verkehrt. Die kennt dich ja besser, als alle anderen Nahestehenden. Und wenn ein Vertrauensverhältnis schon da ist, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ihr beide beim Austausch weiterkommt.
Ebenso wäre aber auch oder begleitend dazu ein Gespräch mit deinem Hausarzt nicht von der Hand zu weisen. Erstens unterliegt er der absoluten Schweigepflicht und zweitens könnte er dir auch wertvolle Hinweise für eine psycholog. Beratung geben.
Hab Vertrauen zu beiden, überlege deine Schritte gut und dann kannst du handeln.
Liebe Grüße
Chrissie
Re: Meine große Angst
Verfasst: So 13. Sep 2015, 15:32
von ReaGirl
Dornröschen hat geschrieben:Hallo Sandra,
ein Gespräch mit deiner Mutter wäre sicher nicht verkehrt. Die kennt dich ja besser, als alle anderen Nahestehenden. Und wenn ein Vertrauensverhältnis schon da ist, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ihr beide beim Austausch weiterkommt.
Ebenso wäre aber auch oder begleitend dazu ein Gespräch mit deinem Hausarzt nicht von der Hand zu weisen. Erstens unterliegt er der absoluten Schweigepflicht und zweitens könnte er dir auch wertvolle Hinweise für eine psycholog. Beratung geben.
Hab Vertrauen zu beiden, überlege deine Schritte gut und dann kannst du handeln.
Liebe Grüße
Chrissie
Ich denke die Antwort sollte an Patricia gehen?
Nur damit sie das auch liest
Amanda72 hat geschrieben:
Patricia hat geschrieben:Das habe ich schon überlegt, damit wäre da ich den eben selbst nicht bezahlen kann und bei meinen Eltern mitversichert bin, automatisch das Coming-Out verbunden, was es so schrecklich schwer macht. Ich wüsste auch nicht, wen ich da ansprechen müsste. Einfach zu einem Psychologen gehen? Oder erst zum Hausarzt und überweisen lassen? Gibt ja Psychologen mit verschiedenen Ausrichtungen.
Du kannst mit depressiver Stimmung zum Hausarzt gehen, der verschreibt dir Stimmungsaufheller, was meist "guter Stoff" ist, was dir aber nicht helfen wird, weil es keine Lösung ist. So ohne weiteres kommst du bei einem richtigen Arzt, der seinen Job aus Berufung macht, nicht an eine Überweisung zum Psycho. Aber es gibt ja auch viele andere, und fragen kostet nichts. Ein Outing musst du nicht befürchten, denn auch ein Psycho unterliegt der Schweigepflicht. Da erfahren auch die Eltern nichts, sofern du älter als 14 oder 16 bist.
Liebe Grüsse
Amanda
Kommt das nicht auf die KK an? Ich bekomme eine jährliche Übersicht aller Arztbesuche zugeschickt. Ein Psychotherapeut den keiner der beiden Elternteile in Anspruch genommen hat, dürfte auffallen ^^
Inga hat geschrieben:
Wenn ich dir etwas raten darf: Zum einem: auchCrossressing kann eine Leidenschaft sein, die auf die Dauer berfiedigt. Such dir doch einen Stammtisch oder Selbsthilfegruppe, die du gutr erreichen kannst. Da finden sich nicht nur Gelegenheiten, deine Frauenkleidung ausprobieren und tragen und weitere Tipps zu bekommen. Du findest Leute, mit denen du über alles quatschen kannst. Das hilft, auch selbst zu finden, die eigene Position und den eigenen Weg zu finden. Es schützt davor, sich zu einer Transistion zu zwingen als Flucht, weil im Leben vielleicht bisher so einiges schief gelaufen ist. (Da gibt es auch andere Lösungen.)
Patricia: setze dich dabei aber auf gar keinen Fall unter druck. Ich bin einmal zu einer Hin in meiner Findungsphase, hatte zu starke Gefühle ich müßte nun irgendwas beweisen und war total neben der Spur. Seither war ich bei keiner mehr. Mach nicht den selben Fehler solltest du ähnlich ticken, und warte bis du dir selber im klaren wirst. Ansonsten ist gegen einen besuch eines Stammtisches/SHG nichts einzuwenden

Imemrhion kannst du dort viel lernen, was ich nun mühsamst selbst tun muß

Eventuell ist eine Beratungsstelle der erste gute Ansatz solltest du eine in deiner Nähe finden.Bei meiner wäre dort sogar ein Psychotherapeut. Wie das dann weiter funktioniert, kann ich dir nicht sagen ^^
Re: Meine große Angst
Verfasst: So 13. Sep 2015, 17:26
von Lina
Das hier höre ich immer wieder und jedes mal wundere ich mich:
"... Nämlich dass ich nach meiner Hormonbehandlung, OP, etc. keine wirkliche Frau bin, sondern eher immer noch wie ein Mann aussehe, der sich auf drittklassige Weise als Frau verkleidet ... "
Wenn jemand wie ein Mann aussieht, wie sollte die HRT+OP nennenswert daran was ändern?
Erinnert mich an die butch Lesbe die mir mal erzählte, dass sie wegen eines Familienfeiers zum ersten mal in 5 Jahren ein Kleid angezogen hatte ... "Und dann stand ich vor dem Spiegel und wunderte mich, warum ich imme noch aussah wie ein Junge ..."
Ja, warum wohl ...?
Re: Meine große Angst
Verfasst: Mo 14. Sep 2015, 16:12
von *~Laura~*
Amanda72 hat geschrieben: Du kannst mit depressiver Stimmung zum Hausarzt gehen, der verschreibt dir Stimmungsaufheller, was meist "guter Stoff" ist, was dir aber nicht helfen wird, weil es keine Lösung ist. So ohne weiteres kommst du bei einem richtigen Arzt, der seinen Job aus Berufung macht, nicht an eine Überweisung zum Psycho. Aber es gibt ja auch viele andere, und fragen kostet nichts. Ein Outing musst du nicht befürchten, denn auch ein Psycho unterliegt der Schweigepflicht. Da erfahren auch die Eltern nichts, sofern du älter als 14 oder 16 bist.
Nee, echt jetzt? Was sind denn das für ... Empfehlungen?!? Vortäuschen einer depressiven Verstimmung, damit man SSRI's verordnet bekommt, die natürlich nichts helfen können, da die Grunderkrankung nicht gegeben ist, aber wunderschön ihre Nebenwirkungen mitbringen können? Also bitte, solche Aussagen sind absolut nicht tragbar - wie heißt es immer so schön? Don't try this at home...
@Patricia: Diesen "Rat" würde ich NICHT befolgen!!
VG,
*~Laura~*
Re: Meine große Angst
Verfasst: So 20. Sep 2015, 00:39
von Inga
Hallo, Sandra,
du schriebst zu meinem Beitrag
Inga hat geschrieben:
Wenn ich dir etwas raten darf: Zum einem: auchCrossressing kann eine Leidenschaft sein, die auf die Dauer berfiedigt. Such dir doch einen Stammtisch oder Selbsthilfegruppe, die du gutr erreichen kannst. Da finden sich nicht nur Gelegenheiten, deine Frauenkleidung ausprobieren und tragen und weitere Tipps zu bekommen. Du findest Leute, mit denen du über alles quatschen kannst. Das hilft, auch selbst zu finden, die eigene Position und den eigenen Weg zu finden. Es schützt davor, sich zu einer Transistion zu zwingen als Flucht, weil im Leben vielleicht bisher so einiges schief gelaufen ist. (Da gibt es auch andere Lösungen.)
die Bemerkung
SandraGirl hat geschrieben:
Patricia: setze dich dabei aber auf gar keinen Fall unter druck. Ich bin einmal zu einer Hin in meiner Findungsphase, hatte zu starke Gefühle ich müßte nun irgendwas beweisen und war total neben der Spur. Seither war ich bei keiner mehr. Mach nicht den selben Fehler solltest du ähnlich ticken, und warte bis du dir selber im klaren wirst. Ansonsten ist gegen einen besuch eines Stammtisches/SHG nichts einzuwenden

Imemrhion kannst du dort viel lernen, was ich nun mühsamst selbst tun muß

Eventuell ist eine Beratungsstelle der erste gute Ansatz solltest du eine in deiner Nähe finden.Bei meiner wäre dort sogar ein Psychotherapeut. Wie das dann weiter funktioniert, kann ich dir nicht sagen ^^
Ja, es gibt so ne Gruppen udn solche Gruppen. Und es kommt natürlich auch darauf an, mit was für eine Erwartung du von dir und von anderen Leuten zu einer Gruppe gehst. Wenn du dich beweisen willst, wird es wenig bringen. Wenn du nur bestätigst werden willst, dann wird es auch wenig bringen. Wenn du jedoch Leute suchst, mit denen du darüber quatschen kannst, weil die dich halbwegs verstehen, und wenn du nicht nur reden, sondern auch zuhören kannst, die verschiedenen Haltungen und Meinungen akzeptieren kannst, dann wird es viel bringen. Es liegt eben auch an deienr Offenheit und Bereitschaft ob du bei einer Gruppe viell lernen kannst bzw. willst. Nichts gegen eine Beratungsstelle, so es sie gibt. Doch da können schnell die "Experten" sein, die schon alles besser wissen und auf deine individuelle Position gar nicht mehr einmgehen oder nicht recht wahr nehmen vor lauter angelernter Literatur und diversen anderen Fällen ( ä Peronen) die sie vorher schon betreut haben.
Wie man es macht, es gibt nicht den Königsweg.
Liebe Grüße
Inga