Mich selbst finden?
Verfasst: Mo 7. Sep 2015, 06:25
Hallo,
mich plagen in den letzten Monaten einige Gefühle die mich einfach nicht loslassen und ich auch nicht verstehe. Darum werde ich euch einen Einblick in meine kleine Welt geben:
Schon seit ich ein kleines Kind war habe ich immer davon geträumt weiblich zu sein. Und doch sind diese Gedanken meist nur Gedanken geblieben. Immer wieder habe ich Crossdressing probiert - habe es aber aus Angst erwischt zu werden wieder beendet. Die Idee mich zu öffnen und als Frau zu leben erschien mir nicht notwendig - weil ich die Begrenztheit meiner Zeit noch nicht erkannt hatte. Seit einigen Monaten arbeite ich nun in einem Beruf im Gesundheitswesen und bin tagtäglich von alten, sterbenden und toten Menschen umgeben. Diese Erfahrungen haben mir geholfen zu erkennen wie wertvoll das Leben ist und dass wir es schätzen sollten. Außerdem sollten wir unsere Träume leben und nicht immer nur aufschieben bis das Alter oder das Schicksal uns an der Erfüllung unserer Träume hindert. Und schon gar nicht sollten wir unsere Sehnsüchte nicht stillen nur weil es von anderen nicht geduldet wird.
Noch bin ich jung(19 Jahre) und kann etwas ändern und verhindern, dass ich im Sterbebett liegend frage: "Wieso ich meine Träume nicht gelebt habe?". Schon morgen könnte mich der Tod holen, während ich hier sitze und vor meiner eigenen Erfüllung Angst habe.
Doch ist das Leben als Frau wirklich das was ich will? Meine Persönlichkeit ist sehr feminin und auch mein äußeres könnte als androgyn beschrieben werden (170cm 55kg). Jedoch fühle ich mich als ob ich meine wahre Persönlichkeit in meinem männlichem Körper nicht ausleben kann. Sexuell betrachtet würde ich mich als bisexuell beschreiben, wobei ich in einer Beziehung mit einem Mann nur die devote Rolle einnehmen wollen würde. Und ich habe eine Freundin die von nichts weiß, allerdings ist sie der einzige Mensch bei dem mein wahres Ich hervor kommt.
Ich vermute was mich wirklich an der Akzeptanz meiner selbst hindert ist die Angst auf Ablehnung zu stoßen. Ich kann damit schlecht umgehen und versuche solche Situationen so gut es geht zu vermeiden. Wenn ich mir vorstelle, dass ich die Therapie beginne und danach nicht als Frau akzeptiert werden würde bekomme ich Angst. Ich glaube nicht, dass es so sein würde da ich wie gesagt jetzt schon einen femininen Körperbau - aber trotzdem ist die Angst da.
Ein weiteres Problem ist, dass meine Familie zum Teil sehr religiös und konservativ ist weswegen ein "Outing" wohl auf wenig Akzeptanz stoßen würde. Auf der anderen Seite plagt mich mein wahres Ich Tag und Nacht und lässt mich nicht los. Jedes Mal wenn ich eine Frau sehe plagt mich der Neid und die Unzufriedenheit über meinen eigenen Körper. Ich habe mich schon schlau gemacht was ich tun müsste für den Übergang in ein anderes Leben und diese Schritte erscheinen mir machbar. Jedoch habe ich nicht viel Geld und wenn meine Familie mich verstoßen würde hätte ich nichts mehr...
Also was kann ich tun um mich selbst zu finden? Bin ich wirklich transsexuell? Was soll ich tun?
Danke im Voraus!
mich plagen in den letzten Monaten einige Gefühle die mich einfach nicht loslassen und ich auch nicht verstehe. Darum werde ich euch einen Einblick in meine kleine Welt geben:
Schon seit ich ein kleines Kind war habe ich immer davon geträumt weiblich zu sein. Und doch sind diese Gedanken meist nur Gedanken geblieben. Immer wieder habe ich Crossdressing probiert - habe es aber aus Angst erwischt zu werden wieder beendet. Die Idee mich zu öffnen und als Frau zu leben erschien mir nicht notwendig - weil ich die Begrenztheit meiner Zeit noch nicht erkannt hatte. Seit einigen Monaten arbeite ich nun in einem Beruf im Gesundheitswesen und bin tagtäglich von alten, sterbenden und toten Menschen umgeben. Diese Erfahrungen haben mir geholfen zu erkennen wie wertvoll das Leben ist und dass wir es schätzen sollten. Außerdem sollten wir unsere Träume leben und nicht immer nur aufschieben bis das Alter oder das Schicksal uns an der Erfüllung unserer Träume hindert. Und schon gar nicht sollten wir unsere Sehnsüchte nicht stillen nur weil es von anderen nicht geduldet wird.
Noch bin ich jung(19 Jahre) und kann etwas ändern und verhindern, dass ich im Sterbebett liegend frage: "Wieso ich meine Träume nicht gelebt habe?". Schon morgen könnte mich der Tod holen, während ich hier sitze und vor meiner eigenen Erfüllung Angst habe.
Doch ist das Leben als Frau wirklich das was ich will? Meine Persönlichkeit ist sehr feminin und auch mein äußeres könnte als androgyn beschrieben werden (170cm 55kg). Jedoch fühle ich mich als ob ich meine wahre Persönlichkeit in meinem männlichem Körper nicht ausleben kann. Sexuell betrachtet würde ich mich als bisexuell beschreiben, wobei ich in einer Beziehung mit einem Mann nur die devote Rolle einnehmen wollen würde. Und ich habe eine Freundin die von nichts weiß, allerdings ist sie der einzige Mensch bei dem mein wahres Ich hervor kommt.
Ich vermute was mich wirklich an der Akzeptanz meiner selbst hindert ist die Angst auf Ablehnung zu stoßen. Ich kann damit schlecht umgehen und versuche solche Situationen so gut es geht zu vermeiden. Wenn ich mir vorstelle, dass ich die Therapie beginne und danach nicht als Frau akzeptiert werden würde bekomme ich Angst. Ich glaube nicht, dass es so sein würde da ich wie gesagt jetzt schon einen femininen Körperbau - aber trotzdem ist die Angst da.
Ein weiteres Problem ist, dass meine Familie zum Teil sehr religiös und konservativ ist weswegen ein "Outing" wohl auf wenig Akzeptanz stoßen würde. Auf der anderen Seite plagt mich mein wahres Ich Tag und Nacht und lässt mich nicht los. Jedes Mal wenn ich eine Frau sehe plagt mich der Neid und die Unzufriedenheit über meinen eigenen Körper. Ich habe mich schon schlau gemacht was ich tun müsste für den Übergang in ein anderes Leben und diese Schritte erscheinen mir machbar. Jedoch habe ich nicht viel Geld und wenn meine Familie mich verstoßen würde hätte ich nichts mehr...
Also was kann ich tun um mich selbst zu finden? Bin ich wirklich transsexuell? Was soll ich tun?
Danke im Voraus!