Alltag
Verfasst: Mi 2. Sep 2015, 17:55
Tach zusammen.
Der/die große Schreiber/in bin ich hier nicht und werde es auch kaum werden auch wenn die Sprache wichtig ist.
Ich lese hier immer wieder Geschichten vom ersten Mal draußen, unterwegs, hier und da und freue mich, wenn Ihr die Türe öffnet und rausgeht.
Für mich ist es Alltag geworden, meine Nachbarn kennen mich und haben mich trotzdem nicht auf den Scheiterhaufen geworfen. In meiner kleinen Heimatstadt will ich nicht erscheinen, da ich politisch und schulisch engagiert bin. Ich kaufe im Nachbarort ein, und manchmal kommt auch Herr W. dorthin, der aber nicht zu erkennen ist. In Wetzlar, der nächstgrößeren Stadt, saß ich am Dom im Straßencafé und naja, da kam plötzlich ein weißes Auto mit einem bekannten Kennzeichen: der Freund meiner Tochter stieg aus, registrierte mich aber nicht (ein paar Schweißperlen auf der Stirn waren dann doch da).
Ich gehe meine Lebensmittel einkaufen und die Pflege für den Körper. Ich gehe in Restaurants, ganz alleine als Frau (blöde Bezeichnung: als Frau) und hatte kürzlich in Marburg eine nette Begegnung, als 3 Studentinnen (waren sie wirklich) fragten, ob sie an meinem Tisch platznehmen dürften. Als sie zahlten, fragte ich, ob sie auch an den Tisch gekommen wären, wenn ein "optischer Mann" dort gesessen hätte: eher nicht. Natürlich ist es von Vorteil, wenn ich sitze, da dann meine Körpergröße = 1,90 m nicht so ganz sichtbar wird.
Jemand in einer anderen Gemeinschaft berichtete von dem ersten Bezahlen in einer Großtankstelle. Ich kann nur sagen, dass es dort 99 % Laufkundschaft gibt und man selbst mit dem Kopf unter dem Arm kaum auffallen würde.
Einen Wunsch habe ich aber an alle, die "rausgehen". Denkt an die Würde der Frau, an ihre Eleganz, ihre Weiblichkeit, die ich so bewundere. Kleidet und stylt Euch so, dass Ihr diese Eigenschaften würdigt. Mit etwas Übung und Mühe schafft Ihr das alle. Ich empfinde es als verletzend für die Frauen, wenn wir entweder völlig überziehen oder meinen, mit Socken im BH schon die absolute Weiblichkeit erreicht zu haben. Und wenn es jemanden reicht, muss sie/er es doch nicht zeigen. Ich finde aber auch (Bio)Frauen - noch so ein Unwort - , die morgens vom Schrank in die Leggings springen, zum Frisieren in Steckdose greifen und sich die Tätowierungen nach Quadratmetern Fläche bezahlen, auch nicht attraktiv.
Zum Schluss: rika ist ein Teil von mir, in meinem Freundeskreis bekannt geworden und ein - sehr schöner - Teil meines Alltages. Und das wünsche allen, die das auch wollen.
rika
Der/die große Schreiber/in bin ich hier nicht und werde es auch kaum werden auch wenn die Sprache wichtig ist.
Ich lese hier immer wieder Geschichten vom ersten Mal draußen, unterwegs, hier und da und freue mich, wenn Ihr die Türe öffnet und rausgeht.
Für mich ist es Alltag geworden, meine Nachbarn kennen mich und haben mich trotzdem nicht auf den Scheiterhaufen geworfen. In meiner kleinen Heimatstadt will ich nicht erscheinen, da ich politisch und schulisch engagiert bin. Ich kaufe im Nachbarort ein, und manchmal kommt auch Herr W. dorthin, der aber nicht zu erkennen ist. In Wetzlar, der nächstgrößeren Stadt, saß ich am Dom im Straßencafé und naja, da kam plötzlich ein weißes Auto mit einem bekannten Kennzeichen: der Freund meiner Tochter stieg aus, registrierte mich aber nicht (ein paar Schweißperlen auf der Stirn waren dann doch da).
Ich gehe meine Lebensmittel einkaufen und die Pflege für den Körper. Ich gehe in Restaurants, ganz alleine als Frau (blöde Bezeichnung: als Frau) und hatte kürzlich in Marburg eine nette Begegnung, als 3 Studentinnen (waren sie wirklich) fragten, ob sie an meinem Tisch platznehmen dürften. Als sie zahlten, fragte ich, ob sie auch an den Tisch gekommen wären, wenn ein "optischer Mann" dort gesessen hätte: eher nicht. Natürlich ist es von Vorteil, wenn ich sitze, da dann meine Körpergröße = 1,90 m nicht so ganz sichtbar wird.
Jemand in einer anderen Gemeinschaft berichtete von dem ersten Bezahlen in einer Großtankstelle. Ich kann nur sagen, dass es dort 99 % Laufkundschaft gibt und man selbst mit dem Kopf unter dem Arm kaum auffallen würde.
Einen Wunsch habe ich aber an alle, die "rausgehen". Denkt an die Würde der Frau, an ihre Eleganz, ihre Weiblichkeit, die ich so bewundere. Kleidet und stylt Euch so, dass Ihr diese Eigenschaften würdigt. Mit etwas Übung und Mühe schafft Ihr das alle. Ich empfinde es als verletzend für die Frauen, wenn wir entweder völlig überziehen oder meinen, mit Socken im BH schon die absolute Weiblichkeit erreicht zu haben. Und wenn es jemanden reicht, muss sie/er es doch nicht zeigen. Ich finde aber auch (Bio)Frauen - noch so ein Unwort - , die morgens vom Schrank in die Leggings springen, zum Frisieren in Steckdose greifen und sich die Tätowierungen nach Quadratmetern Fläche bezahlen, auch nicht attraktiv.
Zum Schluss: rika ist ein Teil von mir, in meinem Freundeskreis bekannt geworden und ein - sehr schöner - Teil meines Alltages. Und das wünsche allen, die das auch wollen.
rika