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Wer oder was seid Ihr?
Verfasst: So 31. Mai 2015, 08:22
von ExuserIn-2020-09-08
Hallo die Damen,
ich bin DWT und trage als Mann Damenwäsche unter meinem Herrenoutfit, auch mal mit flachen Damenschuhen kombiniert
ich bin Crossdresser und style mich auch gerne als Frau und gehe so 5-6 mal im Jahr outdoor
Wer oder was seid Ihr, DWT/CD, TG/TS, oder Frau?
Würde mich mal interessieren, wo die Tendenz hier in unserem netten Forum so hingeht
LG Jumpi
Re: Wer oder was seid Ihr?
Verfasst: So 31. Mai 2015, 09:32
von Jaqueline
Guten Morgen,
ich bezeichne mich noch als
Transfrau. Dies tuhe ich aber nur noch so lange, bis mein Geburtsfehler beseitigt ist. Dann werde ich mich nur noch als
Frau bezeichnen. Als ich hier ins Forum kam, bezeichnete ich mich ald
CD. Seit dem hat sich viel verändert.
Allen ein schönes WE
Ganz liebe Grüsse
Jacky

Re: Wer oder was seid Ihr?
Verfasst: So 31. Mai 2015, 10:24
von Theresa
Hallo zusammen.
Es ist schwer mich selbst in eine Schublade ein zu sortieren..
Ich habe gerade das Buch von Jula Böge gelesen, dass hier sicher Viele kennen. Ich muss sagen, dass ich mich zu 90% mit ihrer Einstellung identifizieren kann.
Ich bin wohl eher Teilzeitfrau oder Transe, je nach dem wie man das definieren möchte. Den Begriff Crossdresser mag ich eigentlich nicht so gerne. TS schließe ich zur Zeit aus. Dem zufolge strebe ich keine angleichende Op an.
Mit dem raus gehen tue ich mich noch schwer.
Mangelnde Fertigkeiten im Umgang mit Lockenstab und Schminke hindern mich daran. Natürlich auch meine ausgeprägte Hemmschwelle. Das wird sich aber hoffentlich besser.
Frau sein in der Freizeit, wenn es möglich ist: Ja, gerne. Ein Outing bei der Familie und Arbeitsplatz kann ich mir jedoch nicht vorstellen.
Auch würde ich gerne mein Körperfell dauerhaft los werden und einmal schauen, ob ich mein Erscheinungsbild mit Hormonen etwas "pimpen" kann. Das wird wahrscheinlich an Zugeständnissen an meine Partnerin scheitern...
Wenn mir danach ist greife ich natürlich auch auf unsichtbare bzw. unauffällige weibliche Attribute zurück. Dann bin ich wohl DWT.
Außerdem kann ich fast überall weibliche Motorik üben..
Viele Grüße
Theresa
Re: Wer oder was seid Ihr?
Verfasst: So 31. Mai 2015, 10:47
von steffiSH
In meinem Profil steht:
Geschlecht:mennchen
Interessen:die Grenzen zwischen M und F verschwimmen lassen (nicht auflösen)
und da ich mit meinen 172cm auch nicht der Grösste bin, das heisst in der Männerriege der Körpergrössen eher im unteren Bereich (hier in Deutschland) angesiedelt bin, eher den lieben, weichen Typ verkörpere, fühle ich mich auch in eher femininer Kleidung wohl. Das ist allerdings nur ein Aspekt, denn als vielleicht 8- jähriges Kind, als ich meine Vorliebe zu weiblicher Kleidung zum ersten Mal entdeckte, galten die soeben aufgeführten Argumente ja noch nicht so ganz.
Also grob gesagt bin ich dann wohl auch erst mal DWT, obwohl ich mich nicht gerne wieder in eine Schachtel stecken lasse.
Re: Wer oder was seid Ihr?
Verfasst: So 31. Mai 2015, 11:31
von Lina
jumperlin66 hat geschrieben:Hallo die Damen,
ich bin DWT und trage als Mann Damenwäsche unter meinem Herrenoutfit, auch mal mit flachen Damenschuhen kombiniert
ich bin Crossdresser und style mich auch gerne als Frau und gehe so 5-6 mal im Jahr outdoor
Wer oder was seid Ihr, DWT/CD, TG/TS, oder Frau?
Würde mich mal interessieren, wo die Tendenz hier in unserem netten Forum so hingeht
LG Jumpi
Ich kann mir nicht vorstellen, dass du aus diesem Thread das herausfiltern kannst. Um es ehrlich zu sagen, könnte das Thema vielen so trivial sein, dass die nicht mal rein schauen oder was dazu sagen.
Außerdem: Warum glaubst du, dass man sich überhaupt auf irgend welche der Begriffe festlegen muss? Ich meine super, du findest es cool - oder gar erregend, Unterwäsche zu tragen, wo der Designer eher Frauen vor Auge hatte.
Andere stylen sich voll als Frau - haben einen erotischen Kick davon verstecken sich zu hause oder gehen auf Parties so.
Andere ertragen gerade ihre Männerrolle im alltäglichen Leben, kleiden sich zu Hause weiblich aber verstecken sich
Einige ertragen gerade ihre Männerrolle im alltäglichen Leben, seigen sich im Privatleben aber in der Frauenrolle in einer Reihe zusammenhängen, so viel wie möglich oder sogar ausschließlich in der Frauenrolle in ihrem Privatleben.
Einige voll in der Frauenrolle, wollen sich aber die physiologischen Veränderungen nicht unterziehen
Einige voll in der Frauenrolle, können sich aber die physiologischen Veränderungen nicht unterziehen
Einige können und tun es.
Von allen gibt es die unterschiedlichsten Betrachtungsweisen der Geschlechteridentität, und auch der Sexualität.
Verstehst du was ich meine?
Re: Wer oder was seid Ihr?
Verfasst: So 31. Mai 2015, 15:40
von Andrea-Yvette
Hallo jumperlin66,
super gute Frage
Die Antwort — das frage ich mich selbst. Früher war es einfacher zu definieren, als sich alles nur in den eigenen 4 Wänden abspielte — CD/TzF.
Je mehr weibliche Kleidung sich mit meinen männlichen Sachen vermischt und je auffälliger oder weiblicher mein Styling und die Haare werden"¦ was wird das dann"¦ TG? Möglicherweise.
Meist ist es ein Wechselbad der Gefühle. Was traue ich mich als nächstes? Wie sind die Reaktionen je weiblicher ich mich in der Öffentlich zeige? Meistens eher gering. Gestern beim einkaufen bin ich z.B. von einer Dame mal von oben bis unten betrachtet worden. Ein Mann hat mir im vorbei gehen sooo in den Ausschnitt gestarrt — ist doch ziemlich flach???

. Das war zumindest eine für mich noch sehr ungewohnte Reaktion. LoL Tja Äh"¦ macht schon Spass und ich fühle mich wohl. Ansonsten nur freundliche Gesichter und Gespräche Abends beim ausgehen. ïŠ
Vielleicht doch TG? Ich wäre schon sehr gerne eine Frau. Momentan leider keine eindeutige Antwort
LG Andrea-Yvette
Re: Wer oder was seid Ihr?
Verfasst: So 31. Mai 2015, 17:18
von Lina
Saari hat geschrieben:Wer oder was seid Ihr, das ist die Frage.
...
Heute, es ist Sonntag, war ich zum Gottesdienst ausschließlich in femininer Kleidungsart und -form.
Ich bin ja nicht gerade Kirchengängerin - aber es könnte mich wahnsinnig interessieren: Was ziehst du da eigentlich an?
Re: Wer oder was seid Ihr?
Verfasst: So 31. Mai 2015, 17:40
von Lina
... zu der Frage sonst - was bin ich? Am besten sage ich wie ich mich als Kind sah, als ich mich als T wiederendteckte, vor 20 Jahen und wie es jetzt ist.
Als Kind dachte ich zwar ich wäre physiologisch wie meine Schwestern, aber fand es nicht wirklich wichtig. Ich machte spielerisch sowohl meinem Vater wie auch mener Mutter nach. Am meisten meiner Mutter. Kam in die Schule und lernte, wie gefährlich es ist schwäche zu zeigen.
Die Wiederentdeckung: War glücklich als ich zum ersten Mal mich wirklich gut gestylt hatte und fand es seltsam mich mit dem Wort "Transvestit" identifizieren zu müssen.
Vor 20 Jahren genoss ich die Freiräume in der Partyszene. Entwickelte die Gelassenheit zu akzeptieren, dass man mich als Mann erkennen würde. Stellte gleichzeitig fest, dass je gelassener meine Einstellung je besser das Passing.
Heute: Mache mir seit ewig keine Gedanken über Bezeichnungen etc. Bin beruflich überwiegend als Mann bekannt, im Privatleben weiträumig in der Frauenidentität, was wiederum auch bedeutet: Für die meisten, die mich lieben und schätzen bin ich die Freundin Lina. Die können sich mir auch kaum anders vorstellen. Meine soziale Rolle ist da klar. Im Berufsleben auch. Bei allen anderen, die mit mir interagieren ist alles auch klar - sie sehen eine Frau vor sich, verhalten sich entsprechend. Selbst wenn sie später merken, dass ich physiologisch vermtulich männlich sein muss, macht das in der Regel keinen Unterschied. Ist doch so ganz einfach, oder?
Re: Wer oder was seid Ihr?
Verfasst: So 31. Mai 2015, 21:16
von Andrea-Yvette
Hallo Saari,
da mir logischerweise von Natur aus die passende Oberweite fehlt (wenn ich auch schon gerne ein
klein wenig hätte

— vielleicht befolge ich doch noch den Rat meiner Frau und helfe etwas nach) hat es mich schon etwas gewundert. Danach dachte ich mir nur, dass ich hoffentlich weniger offensichtlicher schaue, wenn es mich interessiert wie manche Damen unterwegs sind. Zumindest denke ich das von mir.
Meine Frau gibt mir ganz gute Rückmeldungen, ob es gut und passend aussieht. Da bin ich wirklich sehr froh und auch dankbar dafür

. Der Anstand bleibt also sicher gewahrt.
LG Andrea-Yvette
Re: Wer oder was seid Ihr?
Verfasst: So 31. Mai 2015, 21:49
von Andrea aus Sachsen
.
jumperlin66 hat geschrieben:Würde mich mal interessieren, wo die Tendenz hier in unserem netten Forum so hingeht
Hallo Jumpi,
schau doch mal hier rein:
http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... =65&t=3175
Diese Zahlen sind zwar auch mit Vorsicht zu genießen, da die Angaben für einige von uns sich ändern können. Aber ich denke, aussagekräftigere Daten wirst du nirgendwo finden.
Re: Wer oder was seid Ihr?
Verfasst: So 31. Mai 2015, 21:55
von Nicoletta
Heute sehe ich mich eindeutig als Frau, auch wenn ich wahrscheinlich nie mich operativ werde angleichen lassen. Das war aber nicht immer so. Mit 5 Jahren war ich einfach nur neidisch auf meine Mitschülerinnen, die so schöne Haarschleifen trugen, und ich nicht. Mit vielleicht 8 oder 10 beneidete ich mewine Schwester um ihren schönen Körper ohne die hässlichen Anhängsel zwischen den Beinen, die ich loswerden wollte und mit Paketkordel wegband, so gut es ging. Mit 13 oder 14 beneidete ich meine Schwester um ihre schöne Unterwäsche (Dralon), die ich dann heimlich gelegentlich trug. Um die Zeit ungefähr bin ich auch einmal als Mädchen in die Stadt gefahren in einem Rock meiner Schwester; eine ehemalige Mitschülerin hat mich gesehen, aber vielleicht nicht erkannt. Etwa mit 15 bin ich zu Karneval als Putzfrau gegangen, von meiner Mutter ausstaffiert mit einem riesigen Busen aus Zeitungspapier, Locken durch Lockenwickler, Kopftuch und Kittel. Es war ein voller Erfolg. Niemand hat mich erkannt, aber manche Damen rümpften über mich die Nase, wie könne ein Mädchen sich so zurechtmachen! Und ein Mann lud mich in seine Wohnung ein, aber da bekam ich Muffensausen. Kaum später trug ich in der Schule unter der männlichen Kleidung halterlose Strümpfe und andere weibliche Kleidungsstücke. Als Studentin in den 70er Jahren besaß ich eine volle Garderobe. Zwar bekam ich immer wieder Gewissensbisse und warf alles weg, fühlte mich pervers. Schade um die schönen Sachen, denn ich musste immer wieder neu kaufen. Bald rasierte ich Beine und Brust, dann wieder ließ ich mir einen Bart stehen, um im Spiegel kein befriedigendes Bild abzugeben. Immer hoffte ich, wenn ich erst einmal die richtige Frau fände, würde ich schon "normal" werden. Das hat nicht gestimmt. Ende der 70er Jahre las ich erstmals eine Autobiographie einer Transsexuellen und erkannte mich daran wieder, wollte es aber nicht akzeptieren. Ich habe das Buch vernichtet und hoffte weiter darauf, in der Ehe "normal" zu werden. Meine erste Frau fand mein Geheimnis nach neun Jahren Ehe heraus, als sie auf der Suche nach Kleiderbügeln für die gewaschenen Sachen auf meinen Winterrock stieß. Sie diagnostizierte Fetischismus, besorgte sich Fachliteratur und wollte mich heilen, natürlich erfolglos. Die Ehe scheiterte (nicht deshalb), und noch immer konnte ich mich nicht akzeptieren. Ich floh in die Religion, wurde fanatisch orthodox und ging eine zweite Ehe ein. Nach einigen Jahren aber nutzte ich wieder jede Gelegenheit, heimlich Frauenkleider zu tragen und trennte mich nur schwer davon, wenn es erforderlich war. Erst 2009 konnte ich mich gegenüber meiner Frau und wenigen anderen Menschen outen. Eine schwierige Zeit folgte, in der meine Frau hoffte, das sei ein vorübergehender Spleen, mir dafür aber Freiräume zugestand. In dem Maße, in dem sie merkte, dass das nichts Vorübergehendes war, wurde unsere Beziehung schwieriger. Seit 2013 lebte ich öffentlich und ausschließlich als Frau, und meine Frau akzeptiert das inzwischen, auch wenn es ihr nicht gefällt, unterstützt mich auch, berät mich (für meinen Geschmack manchmal zu konservativ, aber sie hat recht, mit 67 kann ich mich nicht mehr kleiden wie eine 30-Jährige, was mir vom Stil her gefallen könnte). Die Eingangsfrage ist also gar nicht leicht zu beantworten, und das dürfte für viele hier gelten. Man entwickelt sich, entdeckt sich, bekennt sich zu sich selbst oder auch nicht, jede muss ihren Weg finden. In diesem Forum ist jedenfalls eine bunte Vielfalt vertretn, ich wüsste aber nicht in Prozentzahlen auszudrücken, wie viele in welche Untergruppe fallen. Vielleicht weiß Cybill mit ihren Statistiken da mehr.
LG Nicoletta
Re: Wer oder was seid Ihr?
Verfasst: Mi 3. Jun 2015, 15:51
von Stephanie
jumperlin66 hat geschrieben:
Wer oder was seid Ihr, DWT/CD, TG/TS, oder Frau?
Ja, genau das!!!
Mir geht es aber genauso, wie Irene; ich habe auch aufgehört, mich zu definieren.
Ich werde allerdings elektrisch, wenn andere versuchen mich definieren zu wollen.
Liebe Grüße
Stephi
Re: Wer oder was seid Ihr?
Verfasst: Do 4. Jun 2015, 17:00
von Magdalena
Hallo,
zuerst bin ich ein Mensch mit kleinen Schönheitsfehlern. Geboren mit männlichen Geschlechtsmerkmalen. Besitze aber eine weibliche Seele, wenn ich es so nennen will.
LG Magdalena
Re: Wer oder was seid Ihr?
Verfasst: Mo 8. Jun 2015, 21:50
von Aria
Ich bezeichne mich gerne als Transe.
Für viele mag es ein Schimpfwort sein aber genau dieses provokante mag ich daran.
Um als Teilzeitfrau durch zu gehen, müsste ich mich eher leger kleiden, so wie es Biofrauen auch tun. Das möchte ich aber
nicht. Wenn ich nach der Arbeit mein männliches Ich ablege und in Frauenklamotten schlüpfe, möchte ich nicht als gewöhnliche Frau
daher kommen, sondern mich im kurzen Rock und hohen Schuhen zeigen. Kurzum auffallend weiblich kleiden. Dass das nicht gerade
dienlich bei Outdoor-Ausflügen ist, ist mir durchaus bewusst. Aber irgendwie suche und brauche auch irgendwie den Kick, aufzufallen
und womöglich als Transvestit enttarnt zu werden.
Re: Wer oder was seid Ihr?
Verfasst: Di 9. Jun 2015, 07:50
von marabella68
Hallo Zusammen,
auch ich muss sagen, dass es immer schwer ist sich in eine Schublade einzusortieren.
Für mich selber möchte ich sagen, dass das Tragen von Frauenkleidern, speziell Abend-, Ball- und Brautmode und das Zurechtmachen als Frau, eigentlich hauptsächlich ein erotischer Fetisch ist.
Ich fühle mich eigentlich ansonsten absolut als Mann und schlüpfe nur für den erotischen Kick kurzzeitig (kann auch mal für mehrere Stunden sein) in die Rolle einer Frau. In der Regel endet bei mir das Tragen von Frauenkleidern fast immer mit einem sexuellen Höhepunkt. Ich habe ansonsten keinerlei Ambitionen mich in eine Frau zu verwandeln oder gar eine Frau werden zu wollen.
Daher habe ich auch keinerlei Ambitionen mich zu Outen oder weiter zu gehen, als es jetzt ist. Allenfalls Treffen mit Gleichgesinnten, sind für mich noch eine Option.
Liebe Grüße,
von Eurer Marabella