Nadine's weitere Erlebnisse, nächster Teil
Verfasst: Di 26. Mai 2015, 11:05
Auf Wunsch von Anne-Mette teile ich den Thread nun auf und berichte vom 2. Tag meines Urlaubs als Frau in Dresden.
Die senile Bettflucht hat mich schon sehr früh aus den Federn getrieben. Macht auch nichts, habe ich wenigstens genug Zeit, um mich auf den Tag vorzubereiten ... Duschen, Cremen, Anziehen ... tja, was soll ich denn heute anziehen? Geplant ist ein Ausflug zur Festung Königstein und nach Schloss Pillnitz. Am passendsten finde ich ein blaues, geblümtes Kleid mit einem kurzen, weißen Strickjäckchen.
Da mich Katrin nach dem Frühstück schminken würde, genieße ich Tina's opulentes Frühstück schon im Kleid und mit Perücke, aber noch ungeschminkt. Kurz nachdem Katrin gekommen ist und mich so hübsch wie möglich zurecht gemacht hat, sausen wir los. Nach rund einer halben Stunde sind wir bei der Festung Königstein und parken uns in dem großen Parkhaus ein. Auf die auf einem Hügel gelegene Burg hätte es einen Shuttlezug gegeben, aber angesichts des herrlichen Wetters entscheiden wir uns, wie ein Großteil der zahlreichen Besucher, den Fußweg bis zum Panoramalift zu nehmen. Schnell wird mir klar, dass ich die einzige im Kleidchen und mit Pumps bin ... kann ich überhaupt nicht verstehen. Für den lächerlichen Kilometer und 100 Höhenmeter tragen die anderen Touristen doch glatt Bergschuhe oder zumindest Sneaker!
Nach zehn Minuten sind wir bei der Talstation des Liftes. Schnell die Tickets gekauft und ein freundlicher Liftführer bringt uns rasch auf die Festung. Was für ein herrlicher Anblick von hier oben auf das traumhaft schöne Elbtal! Wir flanieren entlang des insgesamt 2,2 km langen (!) Festungswalls, wobei wir uns bei einigen Engstellen schlank machen müssen, um die entgegen kommenden Leute passieren zu lassen. Natürlich schießt Katrin viele Fotos von mir und dem traumhaften Panorama. Ihr entschuldigt, dass ich Euch nur von mir verschandelte Bilder zeige. Ich fühle mich jedenfalls wie ein Burgfräulein und schwöre, dass ich wirklich die einzige im Kleid war;-)
Natürlich besuchen wir die interessante Ausstellung "In Lapide Regis", welche in 33 (!) Räumen über die Geschichte von Königstein berichtet. Wir lassen auch das Brunnenhaus mit dem 152 m tiefen Brunnen nicht aus, den Kurfürst August im 16. Jahrhundert errichten ließ. Dort ist zwar gerade eine Führung und das Brunnenhaus ist gerammelt voll, aber mit ein klein wenig Geduld bekommen auch wir den beeindruckenden Brunnen zu sehen. Trotz meines Aufzugs errege ich keine besondere Aufmerksamkeit. Nicht einmal die vielen Kinder machen eine Bemerkung. Nun haben wir genug gesehen und lassen uns wieder mit dem Lift nach unten bringen. Katrin fragt mich, ob wir den Weg zur Garage zu Fuß oder mit dem Shuttlezug machen wollen, aber als mittelalterliche Heldin verweigere ich natürlich jegliche maschinelle Erleichterung. So stöckle ich den Weg wieder hinunter, was vielleicht nicht die weißeste Entscheidung an diesem Tag war. Spätestens als wir im Auto sitzen, wird mir klar, warum nicht alle Frauen die größten Fans von Stöckelschuhen bei Bergwanderungen sind ...
Nun fahren wir nach Schloss Pillnitz, einem bezaubernden Palais an der Elbe, welches in seiner heutigen barocken Form von August dem Starken stammt. Da mir ein wenig der Magen knurrt, schlage ich vor, hier eine Kleinigkeit zu Essen. Die Massenausspeisung mit Selbstbedienung neben dem Parkplatz sagt mir und meinen malträtierten Füßen nicht so zu und so entscheiden wir uns für die elegante gehobene Schlossterrasse, wie es einer Schlossmamsell wie mir doch wohl auch gebührt, meint ihr nicht auch? Bei dem Herren eines älteren Ehepaares am Nachbartisch bin ich mir nicht im Klaren, ob er nur meine Beine bewundert oder vielleicht doch etwas mitbekommen hat ... macht auch nichts! Die Kellnerin ist jedenfalls sehr nett und aufmerksam und lässt sich nichts anmerken. Wir genießen also das leckere Essen und vor allem das Sitzen in diesem schönen Ambiente. Danach machen wir noch einen ausführlichen Spaziergang durch den herrlichen Schlosspark. Wir bewundern die prachtvolle Vegetation und Europas älteste Kamelie aus dem 18. Jahrhundert. Gemütlich verweilen wir einige Minuten auf einer Parkbank im Lustgarten und diskutieren, ob Schloss Pillnitz für den Fall eines massiven Lottojackpotgewinnes nicht doch das richtige neue Heim wäre. Natürlich schauen wir auch zur Freitreppe an die Elbe und beobachten von dort die putzigen Schaufelraddampfer.
Schön langsam macht sich eine gewisse Erschöpfung breit und Katrin bringt mich wieder in meinen "Märchenbrunnen", wo ich mich vor dem Abendessen ein wenig ausruhen kann.
Die senile Bettflucht hat mich schon sehr früh aus den Federn getrieben. Macht auch nichts, habe ich wenigstens genug Zeit, um mich auf den Tag vorzubereiten ... Duschen, Cremen, Anziehen ... tja, was soll ich denn heute anziehen? Geplant ist ein Ausflug zur Festung Königstein und nach Schloss Pillnitz. Am passendsten finde ich ein blaues, geblümtes Kleid mit einem kurzen, weißen Strickjäckchen.
Da mich Katrin nach dem Frühstück schminken würde, genieße ich Tina's opulentes Frühstück schon im Kleid und mit Perücke, aber noch ungeschminkt. Kurz nachdem Katrin gekommen ist und mich so hübsch wie möglich zurecht gemacht hat, sausen wir los. Nach rund einer halben Stunde sind wir bei der Festung Königstein und parken uns in dem großen Parkhaus ein. Auf die auf einem Hügel gelegene Burg hätte es einen Shuttlezug gegeben, aber angesichts des herrlichen Wetters entscheiden wir uns, wie ein Großteil der zahlreichen Besucher, den Fußweg bis zum Panoramalift zu nehmen. Schnell wird mir klar, dass ich die einzige im Kleidchen und mit Pumps bin ... kann ich überhaupt nicht verstehen. Für den lächerlichen Kilometer und 100 Höhenmeter tragen die anderen Touristen doch glatt Bergschuhe oder zumindest Sneaker!
Nach zehn Minuten sind wir bei der Talstation des Liftes. Schnell die Tickets gekauft und ein freundlicher Liftführer bringt uns rasch auf die Festung. Was für ein herrlicher Anblick von hier oben auf das traumhaft schöne Elbtal! Wir flanieren entlang des insgesamt 2,2 km langen (!) Festungswalls, wobei wir uns bei einigen Engstellen schlank machen müssen, um die entgegen kommenden Leute passieren zu lassen. Natürlich schießt Katrin viele Fotos von mir und dem traumhaften Panorama. Ihr entschuldigt, dass ich Euch nur von mir verschandelte Bilder zeige. Ich fühle mich jedenfalls wie ein Burgfräulein und schwöre, dass ich wirklich die einzige im Kleid war;-)
Natürlich besuchen wir die interessante Ausstellung "In Lapide Regis", welche in 33 (!) Räumen über die Geschichte von Königstein berichtet. Wir lassen auch das Brunnenhaus mit dem 152 m tiefen Brunnen nicht aus, den Kurfürst August im 16. Jahrhundert errichten ließ. Dort ist zwar gerade eine Führung und das Brunnenhaus ist gerammelt voll, aber mit ein klein wenig Geduld bekommen auch wir den beeindruckenden Brunnen zu sehen. Trotz meines Aufzugs errege ich keine besondere Aufmerksamkeit. Nicht einmal die vielen Kinder machen eine Bemerkung. Nun haben wir genug gesehen und lassen uns wieder mit dem Lift nach unten bringen. Katrin fragt mich, ob wir den Weg zur Garage zu Fuß oder mit dem Shuttlezug machen wollen, aber als mittelalterliche Heldin verweigere ich natürlich jegliche maschinelle Erleichterung. So stöckle ich den Weg wieder hinunter, was vielleicht nicht die weißeste Entscheidung an diesem Tag war. Spätestens als wir im Auto sitzen, wird mir klar, warum nicht alle Frauen die größten Fans von Stöckelschuhen bei Bergwanderungen sind ...
Nun fahren wir nach Schloss Pillnitz, einem bezaubernden Palais an der Elbe, welches in seiner heutigen barocken Form von August dem Starken stammt. Da mir ein wenig der Magen knurrt, schlage ich vor, hier eine Kleinigkeit zu Essen. Die Massenausspeisung mit Selbstbedienung neben dem Parkplatz sagt mir und meinen malträtierten Füßen nicht so zu und so entscheiden wir uns für die elegante gehobene Schlossterrasse, wie es einer Schlossmamsell wie mir doch wohl auch gebührt, meint ihr nicht auch? Bei dem Herren eines älteren Ehepaares am Nachbartisch bin ich mir nicht im Klaren, ob er nur meine Beine bewundert oder vielleicht doch etwas mitbekommen hat ... macht auch nichts! Die Kellnerin ist jedenfalls sehr nett und aufmerksam und lässt sich nichts anmerken. Wir genießen also das leckere Essen und vor allem das Sitzen in diesem schönen Ambiente. Danach machen wir noch einen ausführlichen Spaziergang durch den herrlichen Schlosspark. Wir bewundern die prachtvolle Vegetation und Europas älteste Kamelie aus dem 18. Jahrhundert. Gemütlich verweilen wir einige Minuten auf einer Parkbank im Lustgarten und diskutieren, ob Schloss Pillnitz für den Fall eines massiven Lottojackpotgewinnes nicht doch das richtige neue Heim wäre. Natürlich schauen wir auch zur Freitreppe an die Elbe und beobachten von dort die putzigen Schaufelraddampfer.
Schön langsam macht sich eine gewisse Erschöpfung breit und Katrin bringt mich wieder in meinen "Märchenbrunnen", wo ich mich vor dem Abendessen ein wenig ausruhen kann.