Wo bin ich/wo steht ihr in 10 Jahren?
Verfasst: Do 23. Apr 2015, 17:03
Hallo,
am Sonntag fahre ich zusammen mit mindestens zwei weiteren Forumsschwestern zum Workshop "Transidentes Leben 2025" nach Osnabrück. Im Februar wurde er bereits kurz im Forum besprochen http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ch#p112927 .
Da der Workshop vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung veranstaltet wird und es ausdrücklich heißt "Sind Sie interessiert Ihre Zukunft mitzugestalten?", ist dieser Workshop nicht nur für die Erweiterung des eigenen Horizonts gut. Sondern wir haben hier offenbar tatsächlich die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen. Zum Beispiel auf entsprechende Gesetzgebungsverfahren. Oder auf Fördermöglichkeiten z. B. zum Aufbau von LGBTI-Wohngemeinschaften oder -Altenheimen. Nein, keine LGBTI-Gettos.... (He, wie wäre es mit einer "Quote"? Wenn ein Altenheim eine Förderung bekommen möchte, müssen mindestens 10% der Bewohner und Mitarbeiter in gegengeschlechtlicher Kleidung rumlaufen...)
Wie möchte ICH 2025 leben und wie kann Mutter Staat uns dabei unterstützen?
Ich möchte gern offener leben. Gern auch tagsüber mit vielen Frauensachen. Ja, und viel Schmuck. Und dann natürlich mit meinem Mädchennamen angesprochen werden. Vielleicht sogar keine Perücke mehr tragen müssen. Sondern einfach die Männerplatte leuchten lassen. Ist ja sowieso meine.
Zur Garten- und Werkstattarbeit die gemütliche Latzhose anziehen. Und am Abend nach der Arbeit die Nägel wieder schön machen. Sollten meine Frau und ich in einer Alten-WG leben, MUSS dieses Wechseln ohne dämliche Kommentare möglich sein.
Und natürlich jedes Jahr zum Forumstreffen fahren. Und zum CSD. Und reihum zu Schwesterntreffen bzw. zum Transenabend nach Oldenburg.
Also alles nicht unerreichbar bzw. schon jetzt praktiziert. Der Staat könnte uns mit mehr Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung unterstützen. Wie es z. B. jetzt schon mit dem verbesserten Sexualkundeunterricht getan wird.
Wie stellt ihr euch euer Leben im Jahr 2025 vor? Was wollt ihr und wie soll der Staat uns dabei unterstützen? Was möchten die jüngeren unter uns?
Auch wenn ihr erst nach dem 26. April schreibt: ich nehme es auf und leite eure Wünsche an Herrn Hengelein weiter.
Tschüs, Lieschen
am Sonntag fahre ich zusammen mit mindestens zwei weiteren Forumsschwestern zum Workshop "Transidentes Leben 2025" nach Osnabrück. Im Februar wurde er bereits kurz im Forum besprochen http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ch#p112927 .
Da der Workshop vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung veranstaltet wird und es ausdrücklich heißt "Sind Sie interessiert Ihre Zukunft mitzugestalten?", ist dieser Workshop nicht nur für die Erweiterung des eigenen Horizonts gut. Sondern wir haben hier offenbar tatsächlich die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen. Zum Beispiel auf entsprechende Gesetzgebungsverfahren. Oder auf Fördermöglichkeiten z. B. zum Aufbau von LGBTI-Wohngemeinschaften oder -Altenheimen. Nein, keine LGBTI-Gettos.... (He, wie wäre es mit einer "Quote"? Wenn ein Altenheim eine Förderung bekommen möchte, müssen mindestens 10% der Bewohner und Mitarbeiter in gegengeschlechtlicher Kleidung rumlaufen...)
Wie möchte ICH 2025 leben und wie kann Mutter Staat uns dabei unterstützen?
Ich möchte gern offener leben. Gern auch tagsüber mit vielen Frauensachen. Ja, und viel Schmuck. Und dann natürlich mit meinem Mädchennamen angesprochen werden. Vielleicht sogar keine Perücke mehr tragen müssen. Sondern einfach die Männerplatte leuchten lassen. Ist ja sowieso meine.
Zur Garten- und Werkstattarbeit die gemütliche Latzhose anziehen. Und am Abend nach der Arbeit die Nägel wieder schön machen. Sollten meine Frau und ich in einer Alten-WG leben, MUSS dieses Wechseln ohne dämliche Kommentare möglich sein.
Und natürlich jedes Jahr zum Forumstreffen fahren. Und zum CSD. Und reihum zu Schwesterntreffen bzw. zum Transenabend nach Oldenburg.
Also alles nicht unerreichbar bzw. schon jetzt praktiziert. Der Staat könnte uns mit mehr Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung unterstützen. Wie es z. B. jetzt schon mit dem verbesserten Sexualkundeunterricht getan wird.
Wie stellt ihr euch euer Leben im Jahr 2025 vor? Was wollt ihr und wie soll der Staat uns dabei unterstützen? Was möchten die jüngeren unter uns?
Auch wenn ihr erst nach dem 26. April schreibt: ich nehme es auf und leite eure Wünsche an Herrn Hengelein weiter.
Tschüs, Lieschen