Meine Erfahrungen als Geschichten
Verfasst: Mo 6. Apr 2015, 19:17
Mein Projekt in Rostock
Ich war für ein Projekt in Rostock vorgesehen. Also reiste ich ganz normal als Transfrau an. Ich war im Hotel Ibis am alten Stadthafen mit meinem "noch" männlichen Namen angemeldet. Als ich das Hotel betrat war erst einmal alles normal.
Nun kam der Check-in. Als ich meinen Vornamen nannte wurde ich etwas erstaunt angeschaut. Es gab aber keine negativen Reaktionen. Ich fragte freundlich ob es eine Frage gibt, was für's Erste verneint wurde.
Ich zog mich an normalen Arbeitstagen in der Regel 2x um. Zum Frühstück ging ich meist im Kleid was vorallen bei älteren Damen etwas Verwunderung auslöste. Ich war für den Anlass etwas zu fein angezogen. Es kam auch die eine oder andere vorsichtige Frage ob es einen Anlass geben würde, was ich verneinte. Ich fühlte mich im Kleid einfach nur pudelwohl.
Nach dem Frühstück wechselte ich die Kleidung in meine Arbeitskleidung. Diese bestand aus ein Paar Turnschuhen, Sweatshirt und einer engen Jeans.
Bei meinem Projekt spielte ich mit offenen Karten. So nach und nach wusste jede Person in meinem Umfeld, was mit mir war. Als die anderen Mitarbeiter und Angestellten merkten, wie offen ich mit meiner Transsexualität umging wurden auch sie mutiger und es entstanden oft länger Gespräche in einem sehr positiven Klima. Es kam sehr oft eine Bewunderung zum Ausdruck was mir viele Türen öffnete.
Die ersten beiden Abende bin ich im Hotel geblieben. Also begab ich mich in die Bar. Ich setzte mich immer an den Tresen. Da eine Busreisegruppe im Hotel war und die Gruppe nicht mehr ganz nüchtern war ergaben sich auch hier wieder interessante Gespräche. Selbst die beiden Angestellten hinterm Tresen wurden sehr aktiv in die Gespräche mit einbezogen. Ich hatte nicht gedacht, dass ich hier so positiv aufgenommen wurde.
Ich hatte im Internet eine Bar gefunden, die sich im Regenbogen-Haus befand. Diese wollte ich am dritten Abend aufsuchen. Die Bar war ca. 10 Minuten zu Fuss vom Hotel entfernt in der Nähe des Doberaner Platzes. Also machte ich mich auf den Weg zur Planbar. Von außen sah es etwas unscheinbar aus, da sich die Bar im Erdgeschoss des Regenbogen-Hauses befand und man sie durch die normale Haustür betrat. War ich hier wirklich richtig? Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, dass ich die ganze Zeit die einzige Transfrau sein würde.
Ich betrat das Haus und dann die Bar. Die Bar war sehr gemütlich eingerichtet. Da das Wetter recht git war, setzte ich mich in den Garten. Da mich keiner kannte blieb ich den ersten Abend allein, was mich aber nicht weiter störte.
Am zweiten Abend war der Garten wegen des Wetters geschlossen. Da die Bar noch nicht voll war, setzte ich mich an einen kleinen Tisch in die Nähe des Tresens und beobachtete das Geschehen. Ich blieb auch diesen Abend allein.
Ab dem dritten Abend sollte sich einiges ändern. Ich betrat die Bar als der Barkeeper meinte "wenn du quatschen willst dann setze dich am besten an den Tresen". Also setzte ich mich ab dem Zeitpunkt immer an den Tresen. Erst redete ich nur mit dem Barkeeper. Als die anderen Gäste merkten, dass ich ganz normal war kam ich mit dem Einen oder der Anderen ins Gespräch. Die Bar war eigentlich eine Schwulen- & Lesbenbar. Die transsexuelle Szene ist in Rostock eher sehr dünn bis garnicht vorhanden. Der Barkeeper erzählte mir eines Abends, dass es einige irritierende Reaktionen auf meine Person gegeben haben muss. Ich war eben was Neues. Er hat mich aber verteidigt mit den Worten das Schwule und Lesben eine Randgruppe sind und ich als Transfrau eine noch kleinere Randgruppe bin. Ich habe davon nichts mitbekommen. Ich hatte in der Bar sehr viele und interessante Gespräche. Ich habe mich da auch sehr wohl gefühlt.
An den Samstagen war ich früh meist zum Shopping. So verschlug es mich auch in den Ostseepark der sich westlich von Rostock befindet. Hier verschlug es mich unter anderen in einen Wäscheladen. Als ich den Laden betrat begrüßte mich die Verkäuferin freundlich. Ich schaute mich etwas um und fand ein schönes Wäscheset. Die Verkäuferin fragte mich etwas nervös ob Sie mir helfen soll, was ich verneinte. Es war ja nicht mein erster Besuch in solch einem Geschäft. Als ich an der Kasse war, war die Verkäuferin so nervös, dass für's Erste alles schief ging. Ich sagte, Sie kann sich ruhig Zeit lassen, da ich Zeit hätte. So kamen wir ins Gespräch, weil niemand anderes im Laden war. Sie war erst den zweiten Tag im Laden und etwas überrascht, dass Personen wie ich so ganz normal im Laden sich bewegen. Sie wusste einfach nicht, wie sie an mich heran treten sollte ohne mich zu verletzen. Wir haben sehr lange geredet und am Ende war sie froh und erleichtert wie normal ich doch bin.
Ich war für ein Projekt in Rostock vorgesehen. Also reiste ich ganz normal als Transfrau an. Ich war im Hotel Ibis am alten Stadthafen mit meinem "noch" männlichen Namen angemeldet. Als ich das Hotel betrat war erst einmal alles normal.
Nun kam der Check-in. Als ich meinen Vornamen nannte wurde ich etwas erstaunt angeschaut. Es gab aber keine negativen Reaktionen. Ich fragte freundlich ob es eine Frage gibt, was für's Erste verneint wurde.
Ich zog mich an normalen Arbeitstagen in der Regel 2x um. Zum Frühstück ging ich meist im Kleid was vorallen bei älteren Damen etwas Verwunderung auslöste. Ich war für den Anlass etwas zu fein angezogen. Es kam auch die eine oder andere vorsichtige Frage ob es einen Anlass geben würde, was ich verneinte. Ich fühlte mich im Kleid einfach nur pudelwohl.
Nach dem Frühstück wechselte ich die Kleidung in meine Arbeitskleidung. Diese bestand aus ein Paar Turnschuhen, Sweatshirt und einer engen Jeans.
Bei meinem Projekt spielte ich mit offenen Karten. So nach und nach wusste jede Person in meinem Umfeld, was mit mir war. Als die anderen Mitarbeiter und Angestellten merkten, wie offen ich mit meiner Transsexualität umging wurden auch sie mutiger und es entstanden oft länger Gespräche in einem sehr positiven Klima. Es kam sehr oft eine Bewunderung zum Ausdruck was mir viele Türen öffnete.
Die ersten beiden Abende bin ich im Hotel geblieben. Also begab ich mich in die Bar. Ich setzte mich immer an den Tresen. Da eine Busreisegruppe im Hotel war und die Gruppe nicht mehr ganz nüchtern war ergaben sich auch hier wieder interessante Gespräche. Selbst die beiden Angestellten hinterm Tresen wurden sehr aktiv in die Gespräche mit einbezogen. Ich hatte nicht gedacht, dass ich hier so positiv aufgenommen wurde.
Ich hatte im Internet eine Bar gefunden, die sich im Regenbogen-Haus befand. Diese wollte ich am dritten Abend aufsuchen. Die Bar war ca. 10 Minuten zu Fuss vom Hotel entfernt in der Nähe des Doberaner Platzes. Also machte ich mich auf den Weg zur Planbar. Von außen sah es etwas unscheinbar aus, da sich die Bar im Erdgeschoss des Regenbogen-Hauses befand und man sie durch die normale Haustür betrat. War ich hier wirklich richtig? Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, dass ich die ganze Zeit die einzige Transfrau sein würde.
Ich betrat das Haus und dann die Bar. Die Bar war sehr gemütlich eingerichtet. Da das Wetter recht git war, setzte ich mich in den Garten. Da mich keiner kannte blieb ich den ersten Abend allein, was mich aber nicht weiter störte.
Am zweiten Abend war der Garten wegen des Wetters geschlossen. Da die Bar noch nicht voll war, setzte ich mich an einen kleinen Tisch in die Nähe des Tresens und beobachtete das Geschehen. Ich blieb auch diesen Abend allein.
Ab dem dritten Abend sollte sich einiges ändern. Ich betrat die Bar als der Barkeeper meinte "wenn du quatschen willst dann setze dich am besten an den Tresen". Also setzte ich mich ab dem Zeitpunkt immer an den Tresen. Erst redete ich nur mit dem Barkeeper. Als die anderen Gäste merkten, dass ich ganz normal war kam ich mit dem Einen oder der Anderen ins Gespräch. Die Bar war eigentlich eine Schwulen- & Lesbenbar. Die transsexuelle Szene ist in Rostock eher sehr dünn bis garnicht vorhanden. Der Barkeeper erzählte mir eines Abends, dass es einige irritierende Reaktionen auf meine Person gegeben haben muss. Ich war eben was Neues. Er hat mich aber verteidigt mit den Worten das Schwule und Lesben eine Randgruppe sind und ich als Transfrau eine noch kleinere Randgruppe bin. Ich habe davon nichts mitbekommen. Ich hatte in der Bar sehr viele und interessante Gespräche. Ich habe mich da auch sehr wohl gefühlt.
An den Samstagen war ich früh meist zum Shopping. So verschlug es mich auch in den Ostseepark der sich westlich von Rostock befindet. Hier verschlug es mich unter anderen in einen Wäscheladen. Als ich den Laden betrat begrüßte mich die Verkäuferin freundlich. Ich schaute mich etwas um und fand ein schönes Wäscheset. Die Verkäuferin fragte mich etwas nervös ob Sie mir helfen soll, was ich verneinte. Es war ja nicht mein erster Besuch in solch einem Geschäft. Als ich an der Kasse war, war die Verkäuferin so nervös, dass für's Erste alles schief ging. Ich sagte, Sie kann sich ruhig Zeit lassen, da ich Zeit hätte. So kamen wir ins Gespräch, weil niemand anderes im Laden war. Sie war erst den zweiten Tag im Laden und etwas überrascht, dass Personen wie ich so ganz normal im Laden sich bewegen. Sie wusste einfach nicht, wie sie an mich heran treten sollte ohne mich zu verletzen. Wir haben sehr lange geredet und am Ende war sie froh und erleichtert wie normal ich doch bin.