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Leidensgenossen?

Verfasst: Do 20. Dez 2007, 11:01
von Anne-Mette
Viele sprechen von "Leidensgenossen". Das setzt ein Leiden voraus.
Das ist bei mir nicht so. Die Auseinandersetzung mit dem Thema hat bei mir nichts mit LEIDEN zu tun, sondern eher mit Spaß haben.
Schon seit Jahren male ich mir die Finger- und Fußnägel an und trage sommers wie winters Sandalen - wenn es nicht zu kalt ist, aber als Nordfriese bin ich abgehärtet :)
Meine Familie ist damit offen umgegangen. Dumme Kommentare von Anderen sind mir bisher auch kaum vorgekommen. Zu hochoffiziellen Anlässen ziehe ich mich natürlich passend an. Ansonsten sitze ich hier meistens in meinem Home-Büro und kann mich so kleiden, wie ich es möchte.
Ich muss nun auch nicht unbedingt im Rock unterwegs sein, wenn wir unseren Familieneinkauf machen.
Ich werde mir aber doch mal überlegen, ob im Sommer am Strand nicht einmal ein Rock ausprobiert werden sollte.

Gruß
CPG

Re: Leidensgenossen?

Verfasst: Sa 19. Jan 2008, 18:33
von Kerstin
Also als Leid würde ich das auch nicht bezeichnen. Ich habe leider kein Home-Büro in dem ich rumlaufen kann wie ich möchte. Wenn ich mich in meiner Firma so anziehen würde wie ich möchte, wäre ich sicher nicht mehr lange dabei. Ich weiß natürlich, dass man per Gesetz geschützt ist, aber der Arbeitgeber findet immer einen Weg, Also bleibt für mich alles auf den Home-Bereich beschränkt. Allerdings habe ich mal vor, mich im Gesicht dermaßen zu "verkleiden", dass ich so wie ich möchte auf die Straße gehen kann. Nur es soll mich eben keiner erkennen den ich kenne. Allerdings habe ich keine Ahnung wie ich das anstellen könnte.

Re: Leidensgenossen?

Verfasst: Sa 19. Jan 2008, 18:37
von Anne-Mette
... das mit dem "keiner erkennen" halte ich für problematisch...
Meistens trifft man doch jemanden.
Deshalb bin ich in kleinen Schritten immer weiter dahin gegangen,wo ich das Gefühl hatte, hinzuwollen.
Meine Umwelt konnte diesen kleinen Schritten bisher gut folgen.
Im Gegenteil, es kommt vielen zugute; ich glaube, dass auch schon meine Kinder lernen, dass es eben verschiedenen Menschen mit sehr unterschiedlichen Ausdrucksformen gibt.

Gruß
CPG

Re: Leidensgenossen?

Verfasst: Sa 19. Jan 2008, 18:43
von Kerstin
Ok, Deine Betrachtungsweise ist da auch vielleicht etwas anders. Du hast Kinder, ich nicht. Von meiner "speziellen Eigenschaft" weiß keiner etwas, nicht einmal mein bester Freund. Ich bin sicher noch nicht so weit wie Du, will aber irgendwo mal anfangen. Im Freien so rumlaufen wie ich möchte muss einfach ein sehr schönes Erlebnis sein. Vielleicht setze ich mich einfach auch mal ins Auto und fahre dort hin, wo mich eh keiner kennt. Und wer weiß, vielleicht läuft es doch alles problemloser als ich annehme.

Übrigens sitze ich hier gerade mit 'nem netten, süßen Stufenrock und einem blauen Top. Sieht sogar im Spiegel ganz nett aus solange ich nicht mein Gesicht dazu sehe.

Re: Leidensgenossen?

Verfasst: So 17. Feb 2008, 14:37
von DWT_Juergen
Also, ich empfinde meine Neigungen auch nicht als Leid. Ganz im Gegenteil.
Somit würde ich auch viel lieber von Gleichgesinnten sprechen, als von "Leidensgenossen"

Liebe Grüße
Jürgen

Re: Leidensgenossen?

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 04:27
von agnetatirol
Kerstin hat geschrieben:Also als Leid würde ich das auch nicht bezeichnen. Ich habe leider kein Home-Büro in dem ich rumlaufen kann wie ich möchte. Wenn ich mich in meiner Firma so anziehen würde wie ich möchte, wäre ich sicher nicht mehr lange dabei. Ich weiß natürlich, dass man per Gesetz geschützt ist, aber der Arbeitgeber findet immer einen Weg, Also bleibt für mich alles auf den Home-Bereich beschränkt. Allerdings habe ich mal vor, mich im Gesicht dermaßen zu "verkleiden", dass ich so wie ich möchte auf die Straße gehen kann. Nur es soll mich eben keiner erkennen den ich kenne. Allerdings habe ich keine Ahnung wie ich das anstellen könnte.
Dein Gesicht?
fang mal an Wimpern zu zupfen. wenig nicht alles auf einmal... Geh mal zur Maniküre

Re: Leidensgenossen?

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 04:29
von agnetatirol
cpg hat geschrieben:Viele sprechen von "Leidensgenossen". Das setzt ein Leiden voraus.
Das ist bei mir nicht so. Die Auseinandersetzung mit dem Thema hat bei mir nichts mit LEIDEN zu tun, sondern eher mit Spaß haben.
Schon seit Jahren male ich mir die Finger- und Fußnägel an und trage sommers wie winters Sandalen - wenn es nicht zu kalt ist, aber als Nordfriese bin ich abgehärtet :)
Meine Familie ist damit offen umgegangen. Dumme Kommentare von Anderen sind mir bisher auch kaum vorgekommen. Zu hochoffiziellen Anlässen ziehe ich mich natürlich passend an. Ansonsten sitze ich hier meistens in meinem Home-Büro und kann mich so kleiden, wie ich es möchte.
Ich muss nun auch nicht unbedingt im Rock unterwegs sein, wenn wir unseren Familieneinkauf machen.
Ich werde mir aber doch mal überlegen, ob im Sommer am Strand nicht einmal ein Rock ausprobiert werden sollte.

Gruß
CPG
Ich glaub schon dass wir auf unsere Weise Leiden. Da wir ja nicht so sein können wir wir gerne wären, dies beschäftigt uns so sehr, dass wir in solchen foren posten, wie hier. Es beschäftigt unsere psyche. Wir leiden unter dem Umstand unsere Neigung nicht in aller öffentlichkeit präsentieren zu dürfen