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Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Verfasst: Fr 5. Sep 2025, 12:54
von ExUserIn-2026-01-22
Hier geht´s um Eisenbahn und das Top-Thema der letzten Zeit wurde hier noch nicht erwähnt...

? Die super-tolle Sendung "Eisenbahn-Romantik" wird nicht mehr produziert. Ich habe die Sendung geliebt - ich habs ja nicht so mit technischen (Lok)Sachen, vielmehr habe mich Strecken und andere Länder interessiert und unter diesem Aspekt war die Sendung unschlagbar!!! Von überall auf dem Globus wurde gesendet und fast jede Bahnstrecke per Film festgehalten - so was liebe ich!!! Die Doku-Serie läuft mittlerweile zig Jahre und dabei wurde sicher jede Strecke der Welt irgendwann mal bereist.
Zum Artikel geht´s hier lang:
https://www.spiegel.de/kultur/tv/eisenb ... 2142756df4
Jennifer
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Verfasst: Fr 5. Sep 2025, 16:56
von Marlene
Hallo Jennifer,
ja, es scheint so, dass man heutzutage keinen mehr so wirklich für das Verkehrsmittel Eisenbahn begeistern kann. Schließt sich nahtlos an den ganzen Murks an, den wir gerade in dieser Richtung erleben.
Leider war bei dieser Sendereihe in den letzten Jahren auch viel alter Aufguss dabei und der Moderator hat die 70 überschritten. Vor einigen Jahren wurde die Sendung "Auf schmaler Spur" schon "verschrottet". Die kam vom MDR seinerzeit.
Es gibt eine Petition die sich für den Erhalt der Sendung einsetzt. Ausgang fraglich:
https://www.openpetition.de/petition/on ... erbestehen
Viele Grüße.
Marlene
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Verfasst: Fr 5. Sep 2025, 17:15
von Sabrina Verena
Lady Jennifer hat geschrieben: Fr 5. Sep 2025, 12:54
Hier geht´s um Eisenbahn und das Top-Thema der letzten Zeit wurde hier noch nicht erwähnt...

? Die super-tolle Sendung "Eisenbahn-Romantik" wird nicht mehr produziert. Ich habe die Sendung geliebt - ich habs ja nicht so mit technischen (Lok)Sachen, vielmehr habe mich Strecken und andere Länder interessiert und unter diesem Aspekt war die Sendung unschlagbar!!! Von überall auf dem Globus wurde gesendet und fast jede Bahnstrecke per Film festgehalten - so was liebe ich!!! Die Doku-Serie läuft mittlerweile zig Jahre und dabei wurde sicher jede Strecke der Welt irgendwann mal bereist.
Zum Artikel geht´s hier lang:
https://www.spiegel.de/kultur/tv/eisenb ... 2142756df4
Jennifer
Das ist in der Tat schade, ich habe das auch immer mal gern geschaut.
LG Verena
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Verfasst: Fr 5. Sep 2025, 17:39
von Sabrina Verena
Marlene hat geschrieben: Mi 3. Sep 2025, 21:48
Hallo noch mal.
Wo kein politischer Wille ist, kann man machen was man will; es läuft ins Leere. Und genau das was Nicole schreibt, sehe ich in großen Teilen leider genauso.
Ich bin seit 1982 bei der Eisenbahn beschäftigt und mir macht niemand was vor. Ich kenne die Bahn und was ich in den letzten 35 Jahren erlebt habe, ist genau das was wir jetzt erleben: der absolute Niedergang dieses einst so fortschrittlichen Verkehrsmittel. Es ist hierzulande nicht gewollt die Schiene sinnvoll zu nutzen. Man sucht immer einen Schuldigen und macht das recht erfolgreich um nicht selbst aktiv zu werden. Niemand will endlich mal das Ruder herumreißen und es vergammelt alles.
Wenn es öffentliche Gelder gibt, langt man zu, ohne einen wirklichen Plan zu haben. Das Thema Hunsrückbahn ist mir seit Jahren durchaus bekannt. Ich war seinerzeit auch in Baumholder Fahrdienstleiter, als diese Strecke von der DB abgestoßen wurde. Ich habe dort das Licht ausgemacht und die Strecke wurde dann modernisiert mit einem vernünftigen Technikaufwand von einer
nichtbundeseigenen Eisenbahngesellschaft. Und das ist oftmals der entscheidende Unterschied.
Natürlich sitzt dort auch kein Zugleiter mehr, sondern der macht das aus dem sächsischen Mulda im Erzgebirge mit. Aber es rollt dort weiter und nichts wurde platt gemacht. Es geht wenn man will, aber nur dann...
Wenn es so weiter geht, fährt bald nichts mehr. Man hat alles verschlafen auf Geheiß der Politik und ist nun unfähig aus diesem besch... Zustand noch herauszufinden.
Würde mich sehr wundern, wenn es sich noch mal zum Besseren wendet. Ich arbeite z.Zt. auch noch bei einer NE- Bahn und wir versuchen auf unserem bescheidenen Netz den Betrieb irgendwie am Laufen zu halten. Das Geld reicht hinten und vorne nicht um eine grundhafte Sanierung zu machen und Baufirmen sind mittlerweile Mangelware. Die Strecke wurde 2015 von DB Netz zur Abgabe/ Stilllegung ausgeschrieben und der Reiseverkehr durch die Verkehrsverbünde abbestellt zugunsten eines sinnlosen Busbetriebes der jeden Tag im Stau steht... Wir fahren seitdem nur noch Güterzüge zu einem Tanklager und sporadischen Güterverkehr resp. Sonderfahrten. Mit einem techisch veralteten Netz, welches auf Verschleiß gefahren wurde, und keinem mehr motivierbaren Personal, kann man sich vorstellen wann der letzte Zug abgefahren sein wird. Dann: Ziel erreicht. Treffer!
Wie gesagt, alles verschlafen und nicht gewollt. Dafür ist JEDEN Tag das blanke Chaos auf den Straßen. Aber mit Toten, kaputten Autos und der Mineralölsteuer kann man mehr Umsatz machen... Vom Umweltdreck und blanken Nerven reden wir mal gar nicht.
VG. Marlene
Ich würde die Schuld nicht allein der Politik anlasten.
Meine Schwester arbeitet bei der Bahn, ihre Aufgabe ist es Agenturen zu gewinnen, die Fahrkarten verkaufen.
Der Gesetzgeber fordert in jedem Ort eine Fahrkartenverkaufsstelle, und das finde ich in Ordnung.
Das Problem ist jedoch die Forcierung der Digitalisierung und die damit einhergehende Schließung von
Fahrkartenschaltern bzw. Reisezentren in den kleineren Orten.
Das ist eine widersinnige Strategie.
Damit zu den Fahrkartenautomaten,
obwohl die Bahninfrastruktur auf Eiderstedt der Deutschen Bahn gehört,
wurden keine Fahrkartenautomaten aufgestellt, nachdem es nicht gelang Agenturen zu aquierieren.
Die derzeitigen Automaten sind von der Nordbahn, welche aktuell die Strecke bedient.
Warum hat die Bahn keine eigenen Automaten?
Die Haltestellen sind mit Oberleitung versehen, damit die Akkutriebwagen geladen werden können.
Wäre es nicht sinnvoller gleich die Strecke richtig zu elektrifizieren?
Und natürlich auch die Marschenbahn plus Anbindung von Esberg?
Kurzum es fehlt der Bahn eine Führung, die wie ein Eisenbahner denkt.
Die bisherigen Bahnvorstände, haben die Bahn vor die Wand gefahren, nicht nur die Politiker.
Wiesing hat erstaunlicherweise die Generalsanierung der Riedbahn und der Strecke Hamburg Berlin veranlasst, das war überfällig!!
Falsch war Stuttgart 21, obwohl es bessere Alternativen gab, die dem baden- würtembergischen Volk beim Bürgerentscheid aber nicht vorlagen.
Nachtrag:
Obwohl in Dußlingen im Fehruar die Gleise saniert wurden, werden die Signale und Weichen immer noch mit Seilzügen vom Weichenwärter bedient.
Die Bahn fährt zwischen Dußlingen und Derendingen seit Mai an 2 Stellen langsam, wieso hat man hier die Gleise nicht saniert, als die Strecke, wegen Dußlingen gesperrt war?
LG Verena
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Verfasst: Fr 5. Sep 2025, 20:29
von Marlene
Hallo,
alles soweit richtig was Du schreibst und ich weiß was Du meinst.
Aber: die "Bahnreform" war mit der Zusammenlegung von Bundes- und Reichsbahn der letzte Sargnagel für das heutige System "Bahn". Es wurde von der Politik gefordert (wieder mal) der Bahn ein Korsett anzulegen in Form von Schrumpfungen zugunsten der Straße, die der Steuerzahler ohnehin finanziert. Und im Autoland Deutschland hat die Bahn seit den fünfziger Jahren sowieso keine echte Chance mehr. Hast Du schon einmal erlebt, dass irgendwo auch nur ein Kilometer Straße "entwidmet" wurde, weil es kein "Verkehrsbedürfnis" mehr für sie gibt? Genau...
So, und die Vorstände der Bahn von 1990 an, egal wie sie hießen, haben mit den Vorgaben dieser "Bahnreform" nur das umgesetzt was die Politik gefordert hat und das einzige Ziel war, die Bahn in die Defensive zu treiben und besonders "im Osten" die vielen noch vorhandenen Nebenstrecken stillzulegen. Die Idee die Bahn fit für die Börse zu machen, war die größte Luftnummer und so wurde auf Teufel komm raus, alles Bewährte zerfetzt und zerstückelt...
Es gab mal einen Helmut Schmidt als Bundeskanzler, der meinte man könne sich nur noch die Bundesbahn oder die Bundeswehr leisten... Heute haben wir beides nur noch in Fragmenten... Super gelaufen.
Es gibt zahllose Beispiele für eine völlig vermurkste Politik wo Strecken noch neue BÜ- Technik erhielten, als bereits feststand, dass sie Stillegungskandidaten waren. So eine neue BÜ- Anlage kostet je nach Ausstattung zwischen 500.000 und 2,5 Mille! Das hängt von der Strecke und den sie kreuzenden Straßen ab. Es wurden Brücken gebaut als neue Straßen entstanden, die man dann nicht mehr brauchte, oder die Straße durchtrennte rigoros den Schienenstrang ohne Hirn und Sinn. Hauptsache die Politiker konnten wieder ein weißes Band durchschneiden und sich feiern lassen. Alles zum Wohle des freien Bürgers der heute nur noch der Depp im Stau ist. Super gelaufen...
Gleichzeitig wurde um jeden Meter Gleis und jede "entbehrliche" Weiche gefeilscht und einst funktionierende Bahnhöfe zu Haltestellen auf Straßenbahnniveau degradiert. "Streckenmodernisierungen" wurden fast IMMER derart durchgeführt, dass nur noch das Allernötigste was bestellt wurde, gefahren werden kann. Es fehlt heute überall an Kreuzungsmöglichkeiten um den Betrieb flexibel durchführen zu können. Alles kaputt gespart. Das System Eisenbahn ist hier so gut wie am Ende. Es funktioniert nur noch im Krisenmodus.
Wegen unbesetzter Stellwerke ruht der Betrieb oft tageweise. Man muss sich das mal vorstellen: Es geht eben nichts mehr weil oft ein einziger Dienstposten nicht besetzt wird. Die Reserven beim Personal sind gleich NULL! Und warum gibt es immer noch "veraltete" Stellwerkstechnik (wobei die genauso gut wie "neue" funktioniert)?
Es gibt den sogenannten Bestandsschutz an Anlagen der Alttechnik. Wird daran herumgebastelt, erlischt der oder es muss neu abgenommen werden. Und weil es auch massiv an Planprüfern mangelt, kann dann eben nichts verändert werden. So ein Planprüfer hat eine sehr große Verantwortung, denn sein grüner Stempel gibt die Anlage in jeder Hisicht für den Betrieb frei. Da kann man nicht jede Pfeife eben mal dazu nehmen. Die Leute haben eine sehr große Verantwortung! Und Verantwortung will hierzulande keiner mehr übernehemen, nein man verschiebt es lieber auf andere... Die meisten Planprüfer sind oft schon über 50 oder schon in Rente. Eigentlich. Ich kenne einige, die einfach weiter machen, so lange es noch geht. Ständig kommen neue Richtlinien heraus und die müssen wieder eingearbeitet werden.
Wenn die DB keine Fahrkartenautomaten mehr betreiben will, hängt das natürlich wieder mit Einsparungen zusammen, weil sie ja nichts davon mehr hat, wenn die Strecke von der Konkurrenz betrieben wird. Also, weg damit! Das kommt von dem Ausschreibungswahn, wo die Verkehrsverbünde den billigsten Anbieter nehmen und der hat seine eigenen Automaten. So sieht´s aus und dann ist dann noch der Vandalismus...
Strecken durchweg elektrisch zu betreiben ist schon eine schöne Sache, aber eben auch wieder sauteuer und nicht so schnell zu machen. Die Lösung mit den Batteriezügen ist schon mal ein guter Anfang, aber dann müssen die Dinger auch zuverlässig laufen. Ansonsten wieder Lachnummer... Zwischen Chemnitz und Leipzig sollten solche Gurken auch schon lange fahren. Leider ist der Batteriehersteller "verschollen" und neue Batterien brauchen eine neue Zulassung und das ist leider eine Bauartänderung und nicht so schnell zu machen... Der Hersteller kann nicht wie vereinbart liefern und so schleppt sich das weiter hin und die Züge sind jeden Tag brechend voll.
Will man überhaupt mal den Verantwortlichen Dampf machen auch vonseiten der Politik?
Ach nee, wir fahren dann erst mal weiter mit stinkenden, räuchernden Dieselgurken. Die geliehenen Doppelstockwagen saugen den Dieselmief über die Klimaanlage an und der erste Wagen wurde daraufhin auf Geheiß des EBA gesperrt und fährt nur so mit, wenn man den hinter der Lok hat! Kannst ja mal die Posse über den RE 6 zwischen Chemnitz und Leipzig googeln. Ist spannender als ein Krimi. Verantwortet hat das Ganze der VMS mit Sitz in Chemnitz dem nur daran gelegen war so billig wie möglich die Linie zu betreiben. Luftnummern von A bis Z.
Ich lass´ das Thema "Stuttgart 21" jetzt mal lieber weg, ansonsten ist der restliche Abend mir ganz versaut. Ich erfreue mich an dem was ich damals bei der Eisenbahn noch bis in die neunziger Jahren erlebt habe. Die heutige Eisenbahn in D. ist eine einzige Blamage. Das stelle ich mit 43 Dienstjahren leider so fest.
Viele Grüße. Marlene
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Verfasst: Sa 6. Sep 2025, 14:15
von Andrea aus Sachsen
.
Mal ein paar Worte dazu, wie ich das „Drama“ bei der Deutschen Bahn erlebe:
In der Vergangenheit bin ich immer gern mit der Bahn und anderen „Öffentlichen“ gefahren – Ein zuverlässiges, bequemes, preiswertes und umweltfreundliches Verkehrsmittel. Da ich einigermaßen verkehrsgünstig wohne, war sogar ein Auto entbehrlich.
Inzwischen hat sich die Situation allerdings grundlegend geändert: Verspätungen, überfüllte Züge, Streiks und andere Beeinträchtigungen sind an der Tagesordnung. So macht Reisen keinen Spaß mehr. Meine diesbezüglichen Aktivitäten habe ich schon stark zurückgefahren, sehr zu Lasten der Lebensqualität.
Leider kann ich nicht auf die Alternative Auto zurückgreifen.
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Verfasst: Sa 6. Sep 2025, 15:50
von Sabrina Verena
Hallo Marlene,
Du erwähntest bei der veralteten Stellwerkstechnik den Bestandsschutz.
Nun das auch alte Technik zuverlässig ist, stelle ich nicht in Abrede.
Sie ist oft sogar zuverlässiger, mich hatte es nur in Bezug auf die Sanierung in Dußlingen gewundert.
IN Tönning war nichts mit Bestandschutz, trotz seiner historischen Bedeutung.
Und, wenn ich nach Altona schaue zerreißt es mir das Herz.
Wenn ich auf alten Fotos sehe, was Altona für den Eisenbahnfreund mal Alles zu bieten hatte und den heutigen Zustand sehe, frage ich mich, wo war da der Bestandschutz?
Es gibt noch den ganz alten Bahnhof (Altes Rathaus), und die Gebäude der ehemaligen Bahndirektion. Sowie den einzig mit Bestandsschutz (Denkmalschutz) versehenen Wasserturm (Die beiden Alten waren schöner).
Aber in Zukunft bleibt nur noch die S- Bahnhaltestelle. Der Bahnhof Altona müßte dann eigentlich Diebsteich heißen, weil er "verlegt" wird.
Da ist nicht allsoviel mit Bestandsschutz.
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Verfasst: Sa 6. Sep 2025, 22:19
von Marlene
Andrea aus Sachsen hat geschrieben: Sa 6. Sep 2025, 14:15
.
Mal ein paar Worte dazu, wie ich das „Drama“ bei der Deutschen Bahn erlebe:
In der Vergangenheit bin ich immer gern mit der Bahn und anderen „Öffentlichen“ gefahren – Ein zuverlässiges, bequemes, preiswertes und umweltfreundliches Verkehrsmittel. Da ich einigermaßen verkehrsgünstig wohne, war sogar ein Auto entbehrlich.
Inzwischen hat sich die Situation allerdings grundlegend geändert: Verspätungen, überfüllte Züge, Streiks und andere Beeinträchtigungen sind an der Tagesordnung. So macht Reisen keinen Spaß mehr. Meine diesbezüglichen Aktivitäten habe ich schon stark zurückgefahren, sehr zu Lasten der Lebensqualität.
Leider kann ich nicht auf die Alternative Auto zurückgreifen.
Hallo Andrea,
dass sich der Aktionsradius im Laufe der Zeit immer mehr reduzieren wird, habe ich schon Anfang der neunziger Jahre zu meinen Kollegen gesagt und ich wurde damals noch ausgelacht und als Schwarzmaler hingestellt. "Es kommen dürre Zeiten." war ein prägnanter Satz, frei nach dem damaligen Verkehrsminister Heinz Dürr...
Da ich aber Realist bin und schon damals gesehen habe was auf uns zu kommt, bin ich dank meiner Freifahrten und Fahrvergünstigungen noch die folgenden Jahre landauf und landab mit dem Zug gefahren was das Zeug hielt. So habe ich bis zum Jahre 2002 über 1000 Kleinbildfilme plus Videos angesammelt, die die Eisenbahn in D. widerspiegeln wie sie mal war.
Und davon zehre ich heute und jüngere Kollegen fragen mich laufend wie das mal war mit der Eisenbahn, als sie noch funktionierte...
Was die Lebensqualität angeht,so sehe ich das etwas anders, denn ich passe mich den Gegebenheiten mehr oder weniger an. Ich habe zum Glück auch einen Garten, ein kleines Haus und bin neben meiner Arbeit auch noch in 3 Vereinen. Da kommt keine Langeweile auf. Klar, ohne Auto ist man ein Krüppel um es mal salopp zu sagen, aber ich brauche es und fahre auch nur noch das Allernotwendigste, weil es auch da einfach keinen Spaß mehr macht.
VG. Marlene
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Verfasst: Sa 6. Sep 2025, 22:35
von Marlene
Sabrina Verena hat geschrieben: Sa 6. Sep 2025, 15:50
Hallo Marlene,
Du erwähntest bei der veralteten Stellwerkstechnik den Bestandsschutz.
Nun das auch alte Technik zuverlässig ist, stelle ich nicht in Abrede.
Sie ist oft sogar zuverlässiger, mich hatte es nur in Bezug auf die Sanierung in Dußlingen gewundert.
IN Tönning war nichts mit Bestandschutz, trotz seiner historischen Bedeutung.
Und, wenn ich nach Altona schaue zerreißt es mir das Herz.
Wenn ich auf alten Fotos sehe, was Altona für den Eisenbahnfreund mal Alles zu bieten hatte und den heutigen Zustand sehe, frage ich mich, wo war da der Bestandschutz?
Es gibt noch den ganz alten Bahnhof (Altes Rathaus), und die Gebäude der ehemaligen Bahndirektion. Sowie den einzig mit Bestandsschutz (Denkmalschutz) versehenen Wasserturm (Die beiden Alten waren schöner).
Aber in Zukunft bleibt nur noch die S- Bahnhaltestelle. Der Bahnhof Altona müßte dann eigentlich Diebsteich heißen, weil er "verlegt" wird.
Da ist nicht allsoviel mit Bestandsschutz.
Hallo Sabrina Verena,
die Sache mit dem Bestandsschutz bezieht sich auf die Technik, die in einer sicherungstechnischen Anlage verbaut ist und nicht wie Du vielleicht irrtümlich denkst, auf den Denkmalschutz. Der Denkmalschutz wird allzu häufig bei der Bahn durch das Argument "betriebsnotwendige Zwänge und passt nicht in unsere Planungen hinein" ausgehebelt. Das juckt da kaum jemanden und wenn etwas im Wege ist und es wird betrieblich nicht mehr gebraucht, kommt ganz schnell der Abriss. Problem ist auch sehr oft, dass sich um denkmalwürdige Bauten nach deren Außerbetriebnahme keiner mehr kümmert und sie verfallen dann, werden zu lost places und schließlich zur Betriebsgefahr durch Vandalismus. Die Hütten zunageln und sich selbst überlassen ist ja leider auch keine Lösung.
Wenn man als Privater ein denkmalgeschütztes Haus an der Backe hat, kommen hunderttausend Auflagen vom Denkmalschutz; bei der Bahn zählt der seltenst...
Ich will jetzt nicht weiter ins Detail gehen, aber hier wird allzu oft mit zweierlei Maß gemessen.
Als ich 1996 einen kompletten Bahnhof (also auch die Gleisanlagen mit allem Zubehör) habe unter Denkmalschutz stellen lassen, hatte ich ein schlüssiges Konzept und heute ist das alles noch vorhanden, und unser Verein bekommt am kommenden Sonntag zum Tag des offenen Denkmals den diesjährigen Sanierungspreis überreicht. Es hat sich in diesem Fall gelohnt hartnäckig zu bleiben und nicht aufzugeben. Im Bahnhofsgebäude habe ich seit 1998 ein kleines Museum zur Streckengeschichte eingerichtet und zwei Wohnungen sind saniert und vermietet. Was will man mehr. Wäre das bei der DB geblieben... nee lieber nicht darüber nachdenken.
Viele Grüße. Marlene
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Verfasst: Sa 6. Sep 2025, 23:00
von Marlene
Sabrina Verena hat geschrieben: Fr 5. Sep 2025, 17:39
Ich würde die Schuld nicht allein der Politik anlasten.
Meine Schwester arbeitet bei der Bahn, ihre Aufgabe ist es Agenturen zu gewinnen, die Fahrkarten verkaufen.
Der Gesetzgeber fordert in jedem Ort eine Fahrkartenverkaufsstelle, und das finde ich in Ordnung.
Das Problem ist jedoch die Forcierung der Digitalisierung und die damit einhergehende Schließung von
Fahrkartenschaltern bzw. Reisezentren in den kleineren Orten.
Das ist eine widersinnige Strategie.
Dazu habe ich gerade in einem anderen Forum was gefunden, wo es auch um die Postfilialen geht. Der Gesetzgeber fordert und es interessiert auch da niemanden:
https://www.drehscheibe-online.de/foren ... 2,11227805
U.a. wird das Reisezentrum in Wuppertal zum 14.12. diesen Jahres dicht gemacht...
VG. Marlene
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Verfasst: Mo 15. Sep 2025, 09:30
von Anne-Mette
MDR
Echt
Bahnfieber - Technik, Kraft und Leidenschaft
Das Bahnfieber packte Tom Schreiber schon als Kind. Ganz besonders interessieren ihn die unverwüstlichen Strömungsgetriebe. In den 1950ern werden Strömungsgetriebe ausschließlich bei Voith in Heidenheim produziert und später dann auch in der Turbinenfabrik Dresden. "Echt"-Moderator Sven Voss macht sich mit Tom Schreiber auf Spurensuche.
https://www.mdr.de/tv/programm/sendung-1046868.html
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Verfasst: Mo 15. Sep 2025, 12:05
von Ulrike-Marisa
Moin zusammen,
ein interessanter Bericht aus der Deutschen Eisenbahngeschichte.
Grüße, Ulrike-Marisa
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Verfasst: Di 30. Sep 2025, 12:57
von scheue_Sarah
Könnt ihr auf "Eisenbahnromantik" verzichten?
Ich könnte vielleicht, will aber nicht...
https://www.openpetition.de/petition/on ... erbestehen
Ich habe unterzeichnet...
Sarah
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Verfasst: Mi 29. Okt 2025, 08:45
von Anne-Mette
Der General | Arte
Der Südstaateneisenbahner Johnnie Gray (Buster Keaton) hat zwei Lieben: Annabelle (Marion Mack) und seine Lokomotive, die "General". Beiden ist er so zugetan, dass er ihnen zuliebe die feindlichen Linien des Sezessionskrieges durchbricht. So gelingt es ihm, einen Großangriff der Nordstaaten zum Scheitern zu bringen ... Zeitloses Meisterwerk (1926)
https://www.arte.tv/de/videos/006280-000-A/der-general/
Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Verfasst: Fr 31. Okt 2025, 15:46
von scheue_Sarah
Noch eine Aktion für die "Eisenbahn Romantik" er*innen:
https://www.youtube.com/watch?v=oAdO_NKhsjI
Märklin bringt einen Sonderwagen heraus...
