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Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Di 4. Okt 2016, 21:46
von Jalana
"Sonate für Violine und Harfe" von Gaetano Donizetti
Domenico Gaetano Maria Donizetti (* 29. November 1797 in Borgo Canale, heute in Bergamo in Italien; " 8. April 1848 in Bergamo) war einer der wichtigsten Opernkomponisten des Belcanto. Einige seiner Opern wie L"™elisir d"™amore (Der Liebestrank), Lucia di Lammermoor, Anna Bolena und Don Pasquale gehören zum Standardrepertoire der Opernhäuser weltweit.
Es spielen Anna DeLoi und Nash Ryder.
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Mi 5. Okt 2016, 13:48
von Jalana
Programmhinweis: Samstag 08. Oktober 20:15 auf 3SAT
Fidelio - Oper in zwei Aufzügen op. 72 von Ludwig van Beethoven
Großes Festspielhaus, Salzburger Festspiele 2015
Darsteller:
Florestan Jonas Kaufmann
Leonore Adrianne Pieczonka
Don Fernando Ludovic Tézier
Don Pizarro Tomasz Konieczny
Rocco Hans-Peter König
Marzelline Olga Bezsmertna
Jaquino Norbert Ernst
Pizarro Schatten Paul Lorenger
Leonore Schatten Nadia Kichler
u.a.
Libretto: Joseph Sonnleithner, Stephan von Breuning, Georg Friedrich Treitschke
Bühnenbild: Christian Schmidt
Kostüme: Christian Schmidt
Chor: Konzertvereinigung Wiener, Staatsopernchor
Orchester: Wiener Philharmoniker
Musikalische Leitung: Franz Welser-Möst
Inszenierung: Claus Guth
"Fidelio" ist Ludwig van Beethovens einzige Oper. In Salzburg ist das beliebte und aufwühlende Werk des großen Komponisten mit Stars wie Jonas Kaufmann und Adrianne Pieczonka besetzt.
Das berühmte Singspiel nach realen Motiven um die schöne Leonore, die ihren zu Unrecht inhaftierten Mann Florestan als Mann namens Fidelio verkleidet aus dem Gefängnis befreien will, hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren.
Im Rahmen der Salzburger Festspiele inszeniert Claus Guth die Befreiungsoper zum Thema Machtmissbrauch und Freiheitsdrang mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Franz Welser-Möst. Der Münchner Startenor Jonas Kaufmann sang 1998 zunächst die Rolle des Jaquinoin in "Fidelio", doch schon bald brillierte er als Florestan: nach Zürich, Luzern und Paris jetzt in Salzburg. Adrianna Pieczonka, die den Part der Leonore singt, ist eine kanadische Top-Sopranistin.
Zur Zeit der Französischen Revolution: Der Frau eines politischen Häftlings gelingt es, als Mann verkleidet in das Gefängnis einzudringen, in dem Jakobiner ihren Mann gefangen halten. Sie versteht es, das Vertrauen des Kerkermeisters zu gewinnen und ihren Gatten zu befreien. Eine Sensation, die die Gemüter Ende des 18. Jahrhunderts heftig bewegte. Jean-Nicolas Bouilly, Zeuge dieser Tat, formte daraus ein Opernlibretto. In der Vertonung von Pierre Gavenaux gelangte es 1798 in Paris zur Uraufführung. Wenige Jahre später griff Ferdinando Paër auf dieses Libretto zurück und feierte mit seiner Oper "Leonora ossia L"™amor coniugale" ab 1804 große Erfolge, zunächst in Dresden, dann auch in Wien.
Zu jener Zeit, in den Jahren 1803 und 1804, bewohnte Beethoven eine Dienstwohnung im Theater an der Wien, sollte er doch im Auftrag der Operndirektion eine Oper nach einem Libretto von Emanuel Schikaneder komponieren: Vestas Feuer. Auch wenn dieser Stoff seinen an der Antike orientierten Idealen entgegenkam, verlor er bald das Interesse daran und ließ sich stattdessen von Joseph Sonnleithner, dem damaligen Leiter des Theaters an der Wien, Bouillys Textbuch ins Deutsche übertragen. Von dessen Handlung war er als Mensch ebenso betroffen wie als Komponist begeistert, enthielt sie doch das "Sittliche, Erhebende", das er sich von einem Opernstoff erwartete. Von der kleinbürgerlichen Welt des Kerkermeisters Rocco im ersten Akt über den vom tyrannischen Gouverneur des Staatsgefängnisses beherrschten zweiten Akt steigerte sich der dritte Akt zur Feier der ehelichen Liebe als Sieg gegen Willkürherrschaft.
Allerdings war diesem Plädoyer für Menschlichkeit und Gerechtigkeit im Gewand einer Befreiungs- und Rettungsoper, deren erste Skizzen mit der Komposition der "Eroica" zusammenfielen, kein Erfolg beschieden. Es kostete Beethoven zehn Jahre intensiven Arbeitens, bis 1814 jene Fassung zur Uraufführung kam, die unter dem Titel "Fidelio" zum Synonym der Befreiungsoper schlechthin wurde.
Im Unterschied zur "Ur-Leonore" durchdringen sich in dieser auf zwei Aufzüge verdichteten Fassung von Anfang an die unterschiedlichen Sphären; die durchaus von Egoismus bestimmte Sehnsucht nach Glück kennt keine Standesunterschiede. In das singspielhafte Beginnen des ersten Aufzugs mischen sich mit dem kontemplativen Quartett "Mir ist so wunderbar" oder auch dem Gefangenenchor "O welche Lust" jene Töne, mit denen Beethoven eine Utopie heraufbeschwört, die schließlich in einem beglückenden, nur allzu kurzen Moment greifbar wird.
Wenn Leonore ihrem Florestan die Ketten abnimmt, heben sich zu den Worten "O Gott, welch ein Augenblick" Utopie und Realität in der Musik auf, um dann vom rasenden finalen Freudentaumel hinweggefegt zu werden.
"Wie nirgends sonst wird aber Musik hier Morgenrot, kriegerisch-religiöses, dessen Tag so hörbar wird, als wäre er schon mehr als bloße Hoffnung. Sie leuchtet als reines Menschenwerk, als eines, das in der ganzen von Menschen unabhängigen Umwelt Beethovens noch nicht vorkam." (Ernst Bloch)
(ORF)
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Mi 5. Okt 2016, 21:59
von Jalana
"Voi lo sapete" aus der Oper 'Cavalleria rusticana' von Pietro Mascagni
Pietro Mascagni (* 7. Dezember 1863 in Livorno; " 2. August 1945 in Rom) war ein italienischer Komponist, der mit seinen Opern neben Ruggero Leoncavallo und Giacomo Puccini einer der wichtigsten Vertreter des Verismo ist.
Cavalleria rusticana (Sizilianische Bauernehre) ist eine Oper in einem Akt von Pietro Mascagni. Als literarische Vorlage diente ihm die gleichnamige Erzählung von Giovanni Verga aus der Novellensammlung Sizilianische Novellen. Das Libretto stammt von Giovanni Verga, Giovanni Targioni-Tozzetti und Guido Menasci. Die Uraufführung fand am 17. Mai 1890 im Teatro dell'Opera di Roma (damals Teatro Costanzi) in Rom statt. Die Spieldauer der Oper beträgt etwa 70 Minuten. Die Oper spielt in einem sizilianischen Dorf am Ostermorgen. Stilistisch gehört die Oper zum Verismus.
Es singt Elina Garancia.
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Do 6. Okt 2016, 22:25
von Jalana
Ouvertüre des Singspiels "Die Entführung aus dem Serail" von Wolfgang Amadeus Mozart
Die Entführung aus dem Serail (KV 384) ist ein Singspiel in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Libretto verfasste Johann Gottlieb Stephanie. Die Uraufführung fand am 16. Juli 1782 im Burgtheater in Wien unter der Leitung des Komponisten statt.
Es spielen die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Fabio Luisi.
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Fr 7. Okt 2016, 22:00
von Jalana
"Ô messager de dieu; baigne d'eau mes mains" aus der Oper 'Thaïs' von Jules Massenet
Jules Émile Frédéric Massenet (* 12. Mai 1842 in Montaud bei Saint-Étienne; " 13. August 1912 in Paris) war ein französischer Opernkomponist des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Er war das jüngste von elf Kindern einer Offiziersfamilie. Von seiner Mutter bekam er den ersten Musikunterricht. Bereits als Elfjähriger (1853) erhielt er am Conservatoire de Paris die erste Ausbildung bei Ambroise Thomas und Charles Gounod und beendete dort 1863 sein Studium, als er den Prix de Rome gewann.
Thaïs ist eine Oper in drei Akten (sieben Bildern) von Jules Massenet (Musik) mit einem Libretto von Louis Gallet. Die Handlung beruht auf dem historischen Roman Thaïs (1890) von Anatole France, der wiederum auf das Drama Pafnutius (nach 962) der Hrotsvit von Gandersheim zurückgeht. Die Handlung geht auf die Legende um die ägyptische Hetäre und Eremitin Thais zurück, die ihrerseits wohl biographische Aspekte der älteren griechischen Hetäre Thaïs beinhaltet, der Geliebten Alexanders des Großen.
Es singt Renée Fleming.
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: So 9. Okt 2016, 01:20
von Beatrix
Goldberg Variationen BWV 988 - Johann Sebastian Bach
Die Goldberg-Variationen sind ein Werk Johann Sebastian Bachs (BWV 988), das im von Bach selbst veranlassten Erstdruck aus dem Jahr 1741 als Clavier Ubung bestehend in einer ARIA mit verschiedenen Verænderungen vors Clavicimbal mit 2 Manualen bezeichnet wurde. Die Benennung nach Johann Gottlieb Goldberg entstand posthum aufgrund einer Anekdote.
Die Goldberg-Variationen stellen einen Höhepunkt barocker Variationskunst dar. Das Werk zeichnet sich durch einen planvollen Gesamtaufbau mit regelmäßig eingefügten, in den Oberstimmen streng kanonischen Sätzen aus. Den inneren Zusammenhang der Variationen untereinander liefert das gemeinsame Bassthema. Jeder Einzelsatz besitzt einen eigenen Charakter. Die Haupttonart ist G-Dur.
Entstehung und Namensgebung
Die genaue Entstehungszeit des Werkes ist unbekannt. Es wurde im Herbst 1741 in Nürnberg von Balthasar Schmid (1705—1749) gestochen und verlegt. Bachs Autograph existiert nicht mehr. Große Beachtung fand daher ein 1975 aufgefundenes, einwandfrei Bach zuzuschreibendes Handexemplar des Erstdruckes, das neben kleinen Korrekturen auch 14 Kanons in Bachs Handschrift enthält.
Der Name Goldberg-Variationen (auch Goldberg"™sche Variationen) etablierte sich erst im Laufe des 19. Jahrhunderts. Er wurde nach einem anekdotischen Bericht in Johann Nikolaus Forkels Über Johann Sebastian Bachs Leben, Kunst und Kunstwerke von 1802 gebildet. Laut Forkel sei Bachs Aria mit verschiedenen Veränderungen für den russischen Gesandten am Dresdner Hof, den mit der Familie Bach befreundeten Grafen Hermann Carl von Keyserlingk, verfasst worden. Der in dessen Diensten stehende Cembalist Johann Gottlieb Goldberg, ein hochbegabter Schüler Wilhelm Friedemann Bachs und Johann Sebastian Bachs, sollte dem Grafen daraus vorspielen.
"Einst äußerte der Graf gegen Bach, daß er gern einige Clavierstücke für seinen Goldberg haben möchte, die so sanften und etwas muntern Charakters wären, daß er dadurch in seinen schlaflosen Nächten ein wenig aufgeheitert werden könnte. Bach glaubte, diesen Wunsch am besten durch Variationen erfüllen zu können, die er bisher, der stets gleichen Grundharmonie wegen, für eine undankbare Arbeit gehalten hatte."
Dieser Bericht geht wahrscheinlich auf Informationen der beiden ältesten Bachsöhne zurück. Eine weitere Quelle wurde nicht aufgefunden. Zwei wichtige Argumente lassen am Wahrheitsgehalt des Berichts zweifeln: Die gedruckte Fassung der Variationen enthält einerseits keine Widmung, etwa eine förmliche Widmung an Keyserlingk. Zum anderen war Johann Gottlieb Goldberg 1740 gerade einmal 13 Jahre alt und damit technisch kaum in der Lage, dieses anspruchsvolle Werk adäquat zu bewältigen.
Daher ist der Wahrheitsgehalt von Forkels Bericht umstritten. Forkel habe einen späteren, romantischen Kunstbegriff des beginnenden 19. Jahrhunderts auf Bachs Motive und die Kunstauffassung seiner Epoche angewendet. Sein Bericht widerspricht allerdings nicht der heute meist vertretenen Meinung, die Komposition sei von Anfang an als Teil — und krönender Abschluss — der Clavierübung geplant worden. Doch selbst hierbei gibt es keine Sicherheit; denn der Druck von Teil IV der Clavier-Übung von 1741 wurde — anders als Teil II und III und genauso wie Teil I von 1731 mit seinen Vorveröffentlichungen — nicht in die laufende Nummerierung Bachs aufgenommen. Allerdings legen identische, sich nur in der Rechtschreibung unterscheidende Formulierungen auf den Titelblättern die Zusammengehörigkeit sämtlicher Clavier-Übungen nahe. Auf dem Titelblatt von Bachs OPUS 1 heißt es: Clavir-Ubung / bestehend in / Præludien, Allemanden, Couranten, Sarabanden, Giguen, / Menuetten, und anderen Galanterien ; / Denen Liebhabern zur Gemüths-Ergetzung verfertiget / von / Johann Sebastian Bach ["¦]
Musikalische Interpretation und Spieldauer
Das Werk fordert insgesamt eine hohe Virtuosität und gilt als eine der schwierigsten Klavierkompositionen Bachs. Für Interpreten, die statt des vorgesehenen Cembalos ein modernes Klavier verwenden wollen, gilt dies besonders, da das Werk in weiten Teilen für ein zweimanualiges Instrument komponiert wurde und sich die Ausführung mit nur einer Klaviatur stellenweise als schwierig erweist.
Als bekanntester Interpret der Neuzeit gilt der kanadische Pianist Glenn Gould, der das Werk zweimal im Studio mit dem modernen Konzertflügel aufgenommen hat. Darüber hinaus gibt es eine große Fülle weiterer Einspielungen sowohl auf dem Cembalo als auch auf dem Klavier.
2012 spielte Kimiko Douglass-Ishizaka das Werk im Rahmen des Projektes Open Goldberg Variations auf dem Klavier ein und veröffentlichte die Aufnahmen unter einer gemeinfreien CC Zero-Lizenz. Diese Aufnahmen und ein Notensatz sind auch erreichbar bei Commons:Category:Open Goldberg Variations.
Die Spieldauer reicht von 38 bis 87 Minuten, unter anderem in Abhängigkeit von der Zahl der gespielten Wiederholungen.
Bach Festival Lebzig
Gewandhaus zu Leipzig
Am Klavier: Evgeni Koroliov
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: So 9. Okt 2016, 21:56
von Beatrix
BWV 1043 und BWV 1062 - Johann Sebastian Bach
Johann Sebastian Bach (* 21. Märzjul./ 31. März 1685greg. in Eisenach; " 28. Juli 1750 in Leipzig) war ein deutscher Komponist sowie Orgel- und Klaviervirtuose des Barock. Er ist der prominenteste Vertreter der Musikerfamilie Bach und gilt heute als einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker überhaupt. Insbesondere von Berufsmusikern wird er oft als der größte Komponist der Musikgeschichte angesehen. Seine Werke beeinflussten nachfolgende Komponistengenerationen und inspirierten Musikschaffende zu zahllosen Bearbeitungen.
Doppelkonzert für zwei Violinen d-Moll BWV 1043
Sätze
Vivace c d-Moll
Largo ma non tanto 12/8 F-Dur
Allegro 3/4 d-Moll
Dieses Doppelkonzert ist möglicherweise das bekannteste Werk der Gruppe. Bach arbeitete es später für zwei Cembali um, als Konzert c-Moll, BWV 1062. Der erste Satz exponiert im Tutti eine Fuge und führt in den Soli ein gegensätzliches Thema ein. Der zweite Satz beginnt als Siciliano, entwickelt aber immer wieder dramatische Höhepunkte. Das Thema des Schlusssatzes besteht aus einem enggeführten Kanon der beiden Violinen und erinnert in seiner Dramatik an Vivaldis Unwetterdarstellungen — möglicherweise verwendete Bach ein Werk Vivaldis als Modell.
Erhaltene autographe Stimmen der beiden Soloinstrumente werden heute auf 1730/31, also in Bachs Leipziger Zeit, datiert; es wird meist davon ausgegangen, dass das Konzert auch in dieser Zeit entstanden ist. Da aber der gesamte Satz grundsätzlich dreistimmig angelegt ist und die Orchesterinstrumente keine wirklich obligaten Partien haben, nimmt man eine zugrunde liegende Fassung als Triosonate für zwei Violinen und Continuo an; diese könnte aus stilistischen Gründen um 1719 entstanden sein, also zu Beginn von Bachs Köthener Zeit.
Konzert c-Moll für zwei Cembali BWV 1062
Sätze
(ohne Bezeichnung) c c-Moll
Andante 12/8 Es-Dur
Allegro assai 3/4 c-Moll
Entstehung
Das Werk ist eine Bearbeitung des d-Moll-Konzerts für zwei Violinen (BWV 1043). Es fällt auf, dass der langsame Satz in der Violinversion mit "Largo" bezeichnet ist: Entweder ist als Zählzeit dort das punktierte Viertel gemeint und hier das Achtel, oder Bach hätte tatsächlich für Cembalo ein deutlich schnelleres Tempo zugrundegelegt als für Violinen.
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Di 11. Okt 2016, 23:19
von Beatrix
1. Violinkonzert in g-Moll, op. 26 - Max Bruch
Max Bruch (* 6. Januar 1838 in Köln; " 2. Oktober 1920 in Berlin) war ein deutscher Komponist und Dirigent. In der Literatur hat er zwei weitere unterschiedliche Vornamen mit Max Christian Friedrich und Max Karl August. Bekannt ist Max Bruch vor allem für sein 1. Violinkonzert und die Schottische Phantasie.
Das 1. Violinkonzert in g-Moll, op. 26 ist ein Violinkonzert des Komponisten und Dirigenten Max Bruch. Es ist eines der wenigen seiner Werke, die noch heute regelmäßig aufgeführt werden. Dem Komponisten aus Köln, der zwar zu Lebzeiten ähnlich angesehen wie Johannes Brahms war, jedoch nach dem Tod schnell an Ansehen und Präsenz verlor, gelang hier ein Violinkonzert von Weltrang.
Entstehung
Das Werk entstand in den Jahren 1866 bis 1868. Gewidmet wurde das Werk dem bedeutenden Geiger Joseph Joachim, der auch Solist der Uraufführung war. Er hatte Bruch vorher bei der Ausgestaltung des Soloparts beraten. Das Konzert bietet dem Solisten an einigen Stellen die Möglichkeit, Virtuosität zu demonstrieren. Eine erste Fassung des Werkes wurde zum Niederrheinischen Musikfest 1866 fertiggestellt, die zweite und heutige gültige Fassung beendete Bruch im Jahr 1868.
Zur Musik
1. Satz: Introduktion, Allegro moderato
2. Satz: Adagio
3. Satz: Finale, Allegro energico
Wirkung
Die (wohl nicht mehr erhaltene) erste Fassung des Violinkonzertes wurde am 24. April 1866 unter der Leitung des Komponisten mit Otto von Königslöw als Solisten in Koblenz uraufgeführt. Auf Anraten von Hermann Levi erarbeitete Bruch mit Joseph Joachim eine revidierte Fassung, wobei er insbesondere die beiden Ecksätze veränderte. Diese Fassung wurde erstmals am 7. Januar 1868 in Bremen mit Joachim als Solisten gespielt. Eine weitere Aufführung mit Joachim fand 1868 auf dem Niederrheinischen Musikfest an Pfingsten 1868 in Köln statt. Das erste Violinkonzert Bruchs hat einen ähnlichen Stellenwert wie die Violinkonzerte von Johannes Brahms und Felix Mendelssohn Bartholdy. Die ausdrucksstarke Melodik, die Klangschönheit und die klare Struktur des Werkes begründen seine anhaltende Beliebtheit bei Solisten und Zuhörern. Anfangs war Max Bruch erfreut über den Erfolg seines Konzerterstlings. Im Lauf der Zeit wurde dieser Erfolg jedoch zur Belastung, da die gesamte Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit sich nun auf das erste Violinkonzert konzentrierte und Bruchs restliche Musik, auch das zweite und das dritte Violinkonzert, vernachlässigt wurden.
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Do 13. Okt 2016, 22:55
von Beatrix
Sechs Sinfonien Op. 3 Nr 1+2 - Franz Ignaz Beck
Franz Ignaz Beck (* 20. Februar 1734 in Mannheim; " 31. Dezember 1809 in Bordeaux) war ein deutscher Komponist der Mannheimer Schule.
Leben
In seiner Heimatstadt erhielt er seine erste musikalische Ausbildung vermutlich durch seinen Vater, danach war er wahrscheinlich Schüler von Johann Stamitz. Nach einem Duell, das mit dem vorgetäuschten Tod seines Duellgegners endete, sah er sich gezwungen zu fliehen. Über Venedig (und Neapel?) gelangte er nach Frankreich, wo er zunächst in Marseille für einige Zeit die Leitung des Theaterorchesters übernahm.
In Bordeaux fand er Anfang der sechziger Jahre des 18. Jahrhunderts schließlich eine Anstellung als Leiter des dortigen Opernorchesters. Diese Position behielt er bis zu seinem Tod im Jahre 1809 inne.
Er schuf vorwiegend Sinfonien und Ouvertüren und zählt zu den Vertretern der sogenannten "Mannheimer Schule", die einerseits als experimentell sowie andererseits als wegbereitend für die "klassischen" Kompositionen des 19. und 20. Jahrhunderts gilt. In seinen Kompositionen finden sich deren Einflüsse ebenso wieder wie die der italienischen und französischen Musikkultur seiner Zeit.
Werke
Becks 24 Sinfonien sind in drei Sätzen und folgt dem italienischen Sinfonia mit der üblichen Tempi: schnell-langsam-schnell. Das Menuett, als dritten Satz bereits Johann Stamitz 'Sinfonien allgegenwärtig, wird von Beck weggelassen. Nach den Aufzeichnungen in den unten angeführten, so scheint es, dass einige Symphonien haben vier Bewegungen sowie ein Menuett; wie für den Sinfonien von Stamitz, einige nicht haben ein Menuett und haben nur drei Sätze. Die Symphonien Op. 1 sind für Streichorchester hat; in Op. 2, No. 1, zusätzlich zu den zwei Saiten Französisch Hörner verlangt werden; op. 3 und 4 sind für Oboen und Hörnern zusätzlich zum Streichquintett erzielt.
Sinfonie in F-Dur Op. 3 Nr. 1
I. Allegro 00:00
II. Andante grazioso 05:24
III. Minuetto I and II 09:04
IV. Presto 12:47
Toronto Chamber Orchestra
Dirigent: Kevin Mallon
Sinfonie in B-Dur Op. 3 Nr. 2
I. Allegro con spirito 00:00
II. Largo 05:00
III. Minuetto I and II 08:39
IV. Prestissimo 11:43
Toronto Chamber Orchestra
Dirigent: Kevin Mallon
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Sa 15. Okt 2016, 21:54
von Jalana
"Gloria alla beltà " von Luigi Arditi
Luigi Arditi (* 22. Juli 1822 in Crescentino bei Vercelli; " 1. Mai 1903 in Hove bei Brighton) war ein italienischer Violinist und Komponist.
Luigi Arditi wirkte als Theaterkapellmeister an italienischen Bühnen, aber auch in Havanna, New York, Konstantinopel und London (1858), Wien und Sankt Petersburg (1871-73). Er machte auch mit einer eigenen Operntruppe Gastspielreisen in Deutschland, ließ sich aber schließlich in London dauerhaft nieder.
Von seinen Kompositionen wurde zunächst die Oper -»Der Spion-« (1856) bekannt, verschwand aber bald wieder von den Bühnen, gehalten hat sich vor allem der Gesangswalzer -»Il bacio-« (-»Kußwalzer-«). Eine regelrechte Renaissance ist ihm wohl nicht beschert, aber einige seiner Salonlieder sind in den letzten Jahren auf verschiedenen CDs erschienen. Die Idee, Tänze zu "singen", dürfte zwar nicht von ihm stammen, er hat sie aber im 19. Jahrhundert durch seine Kompositionen so populär gemacht, dass er damit eine Art Urvater der Tanzoperette und des Musicals wurde.
Arditi legte Wert darauf, dass seine Tänze wirklich "zweifunktional" waren, das heißt, sie mussten sich wirklich sowohl singen als auch tanzen lassen.
Es singen Majella Cullagh, Jennifer Larmore und Manuela Custer.
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: So 16. Okt 2016, 21:49
von Jalana
"Huldigungsmarsch für Ludwig II" ES-Dur von Richard Wagner
Wilhelm Richard Wagner (* 22. Mai 1813 in Leipzig; " 13. Februar 1883 in Venedig) war ein deutscher Komponist, Dramatiker, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent. Mit seinen Musikdramen gilt er als einer der bedeutendsten Erneuerer der europäischen Musik im 19. Jahrhundert. Er veränderte die Ausdrucksfähigkeit romantischer Musik und die theoretischen und praktischen Grundlagen der Oper, indem er dramatische Handlungen als Gesamtkunstwerk gestaltete und dazu die Libretti, Musik und Regieanweisungen schrieb. Er gründete die ausschließlich der Aufführung eigener Werke gewidmeten Festspiele in dem von ihm geplanten Bayreuther Festspielhaus. Seine Neuerungen in der Harmonik beeinflussten die Entwicklung der Musik bis in die Moderne. Kritiker sehen Wagner unter Verweis auf seine Schrift Das Judenthum in der Musik als einen Verfechter des Antisemitismus.
Das Werk komponierte Wagner 1864 zum Geburtstag seines Gönners.
Es spielt das London Symphony Orchestra unter der Leitung von Marek Janowski.
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Mo 17. Okt 2016, 21:24
von Beatrix
23. Klavierkonzert in A-Dur, KV 488 - Wolfgang Amadeus Mozart
Das 23. Klavierkonzert in A-Dur, KV 488 ist ein Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart. Einer abweichenden Zählung zufolge, in der nur die ausschließlich von Mozart selbst stammenden Klavierkonzerte gezählt werden, handelt es sich um das 17. Klavierkonzert des Komponisten.
Entstehung
Das 23. Klavierkonzert wurde am 2. März 1786 fertiggestellt. Es entstand parallel zur Arbeit an der Oper Die Hochzeit des Figaro. Wie seine Vorgänger seit dem 15. Klavierkonzert gehört es zu den großen Wiener Konzerten, die Mozart für eigene Konzertaufführungen komponierte. Im September 1786 schickte Mozart das Werk zusammen mit einigen anderen Kompositionen an den befreundeten Joseph Maria, den Fürsten von Fürstenberg in Donaueschingen, damit er die Werke aufführen könne.
Stellenwert
Das 23. Klavierkonzert KV 488 gehört zu den Klavierkonzerten, die als sinfonische Konzerte Mozarts bezeichnet werden. Eine große Gemeinsamkeit hat es mit den Klavierkonzerten KV 482 und KV 491, da es sich um die einzigen Klavierkonzerte Mozarts handelt, in denen Klarinetten vorgeschrieben sind. Diese drei Konzerte werden deshalb oft als Klarinettenkonzerte bezeichnet. Die Instrumentierung weicht jedoch erheblich von den beiden anderen Konzerten ab, da das Werk eher kammermusikalisch orchestriert ist. Es fehlen Trompeten und Pauken, wie in den früheren kammermusikalischen Konzerten von 1784.
Das Klavierkonzert KV 488 stellt den Inbegriff des klassischen Klavierkonzertes dar und ist eines der berühmtesten Werke Mozarts. Der Klavierpart ist wieder virtuoser gestaltet als im vorhergehenden 22. Konzert. Die formale Anlage des Konzertes ist durchaus fortschrittlich. Im ersten Satz nehmen die einzelnen Bestandteile der Sonatensatzform etwa gleich viel Raum ein. Nur die Reprise ist länger, da in ihr die in der Durchführung erreichten Fortschritte eingearbeitet werden. Dieses Vorgehen weist auf die großen Klavierkonzerte Beethovens und die romantischen Werke dieser Gattung. Zwischen den Sätzen besteht eine enge thematische Bindung, wie sie bisher allenfalls im Klavierkonzert KV 466 zu finden war. Auch dies weist auf die Zukunft des Klavierkonzertes.
Das Klavierkonzert KV 488 ist insgesamt ein Paradebeispiel des späten und reifen Klavierkonzertes Mozarts. Gerade deshalb dürfte es sich heute einer noch größeren Popularität und Beliebtheit als die meisten anderen Konzerte des Komponisten erfreuen.
Israel Camerata Jerusalem
Dirigent: Avner Biron
am Klavier: Daniil Trifonov
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Di 18. Okt 2016, 21:45
von Jalana
"Trinklied" und "Schweig, schweig" aus der Oper 'Der Freischütz' von Carl Maria von Weber
Der Freischütz ist eine romantische Oper in drei Aufzügen von Carl Maria von Weber, op. 77. Das Libretto stammt von Johann Friedrich Kind.
Schauplatz der Handlung ist das Elbsandsteingebirge in der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg. Oftmals wird als Schauplatz auch das Königreich Böhmen angegeben, da Ottokar im Libretto als böhmischer Fürst bezeichnet wird. Mehrere Quellen weisen jedoch darauf hin, dass Weber, wie auch andere Künstler der Romantik, sich von der wilden Felsenlandschaft der Sächsischen Schweiz inspirieren ließ und die Wolfsschluchtszene in die Nähe von Rathen ansiedelte.
Gottlob Frick singt den Kaspar.
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Mi 19. Okt 2016, 21:22
von Beatrix
2. Klavierkonzert in A-Dur - Franz Liszt
Franz Liszt - , ungarisch Liszt Ferencz (* 22. Oktober 1811 in Raiding/Doborján, damals ungarisches Kronland des Kaisertums Österreich, heute Burgenland; " 31. Juli 1886 in Bayreuth), war ein österreichisch-ungarischer Komponist, Pianist, Dirigent, Theaterleiter, Musiklehrer und Schriftsteller.
Liszt war einer der prominentesten Klaviervirtuosen und einer der produktivsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Er hat in vielen unterschiedlichen Stilen und Gattungen komponiert, war mit seinen Sinfonischen Dichtungen ein Wegbereiter der "programmatischen Musik" und wird mit seinen Hauptwerken zur Neudeutschen Schule gezählt. Er war Mitbegründer des Allgemeinen Deutschen Musikvereins. Im Alter von 54 Jahren empfing Liszt in Rom die niederen Weihen und den Titel Abbé.
Das Klavierkonzert Nr. 2 A-Dur von Franz Liszt ist ein Werk für Klavier und Orchester.
Neben dem 1. Klavierkonzert und dem Totentanz zählt es zu seinen beliebtesten Kompositionen für Pianoforte und Orchester. Auch arbeitete Liszt an einem dritten Klavierkonzert, welches aber unvollendet blieb und der Nachwelt nur fragmentweise erhalten ist.
Entstehung
Liszt schrieb das Werk in den Jahren 1830 bis 1839. 1849, 1853, 1857 und 1861 schrieb er es jeweils noch einmal um. Das Stück ist Hans von Bronsart gewidmet, es wurde am 7. Januar 1857 in Weimar unter der Leitung des Komponisten und mit Bronsart am Klavier uraufgeführt. Der ursprüngliche Titel des Stücks ist Concert symphonique.
Das Konzert ist für Soloklavier, drei Flöten (3. auch Piccolo), zwei Oboen, zwei Klarinetten (in A), zwei Fagotte, zwei Hörner, zwei Trompeten, drei Posaunen, Becken, Pauken und Streicher geschrieben. Die mittlere Spieldauer beträgt etwa 22 Minuten.
Liszt schrieb später eine Bearbeitung des Konzerts für zwei Klaviere.
Satzbezeichnungen
Adagio sostenuto assai - Allegro agitato assai - Allegro moderato - Allegro deciso - Marziale un poco meno allegro - Allegro animato
Ungewöhnlich für ein Klavierkonzert seiner Zeit gehen die Sätze, wie auch in seinem erstem Klavierkonzert, ohne Zäsur ineinander über.
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Do 20. Okt 2016, 21:55
von Jalana
"Sogna il guerrier le schiere" aus der Oper 'Artaserse' von Leonardo Vinci
Leonardo Vinci (* um 1690 in Strongoli; " zwischen 27. Mai und 29. Mai 1730 in Neapel) war ein italienischer Komponist des Barock. Es handelt sich dabei nicht um den Maler, Bildhauer, Musiker und Erfinder ähnlichen Namens Leonardo da Vinci (1452—1519).
Artaserse ist ein Opern-Libretto in drei Akten von Pietro Metastasio. Mit mehr als 90 Vertonungen ist es sein populärstes Werk. Erstmals aufgeführt wurde es in der Vertonung von Leonardo Vinci am 4. Februar 1730 im Teatro delle Dame in Rom.
Eine deutsche Übersetzung des Librettos von Johann Anton Koch erschien 1769 unter dem Namen Artaxerxes im ersten Band seiner unvollendet gebliebenen Gesamtausgabe Des Herrn Abt Peter Metastasio Kayserl. Königl. Hofpoetens Dramatische Gedichte.
Es singt Yuriy Munenco.
LG
Jalana