Re: Söder will Gendern in Schulen und Behörden verbieten
Verfasst: Di 12. Dez 2023, 11:38
Irgendwie hängt sich das ganze ausschliesslich an Sternchen auf, oder?
Ich frage mich, wie Umfragen ausgehen würden, wenn die Frage lautete "Wie finden Sie es, dass es fast überall jetzt Bürgerinnen und Bürger heisst?"
Meine Vermutung: Die meisten wären überrascht, weil es ihnen gar nicht (mehr) auffällt. Auffallen würde vermutlich eher, wenn die Bürgerinnen nicht genannt werden.
Die Doppelnennung ist "das Gendern" der -geschätzt- späten Neunziger bis heute.
Gleiches bei "Feuerwehrleute" statt "Feuerwehrmänner", "Lehrkräfte" statt "Lehrer", usw. Das ist alles "gendern", weil ziemlich absichtlich inklusiv formuliert. Es macht zwar die am meisten vernachlässigte Gruppe unsichtbar, aber nun ja.
Und es wirkt! Das ist schon bis zum Exzess getestet und zwar in ganz einfachen Settings: Normale Umfrage-Situation auf der Strasse. Gefragt wird entweder nach "ihren drei Lieblingsschauspielern" oder "ihren drei Lieblingsschauspielerinnen und Schauspielern". Im ersten Fall kommen fast nur männliche, im zweiten deutlich gemischt. Sprich: Sprache ruft die Bilder im Kopf hervor und entsprechend fällt die Antwort aus. Was also passiert - tendenziell - wenn nach geeigneten "Kandidaten" für einen Posten im Betrieb gefragt wird? Genau das gleiche. Deshalb wirkt "gendern" - "Kandidatinnen und Kandidaten" -, wobei die nichtbinären wieder aussen vor bleiben.
Ein Grossteil der Aufregung entsteht vermutlich nur dadurch, dass die einen zu viel wissen (und voraussetzen) und die anderen zu wenig. Naja und dritte, die das trefflich für billige Stimmung und Stimmen nutzen wollen. Wir könnten uns ansonsten ja noch konstruktiv über die eigentlichen Themen unterhalten; vielen Dank Zoey für deinen Post. Zum Beispiel wie fühlen wir uns alle ausreichend wahrgenommen und dennoch mit der Sprache wohl. Lässt sich Asteriaphobie durch Konfrontationstherapie auflösen? (Scherz!
)
Fröhliches gendern noch. Es ist ja Adventszeit.
Ich frage mich, wie Umfragen ausgehen würden, wenn die Frage lautete "Wie finden Sie es, dass es fast überall jetzt Bürgerinnen und Bürger heisst?"
Meine Vermutung: Die meisten wären überrascht, weil es ihnen gar nicht (mehr) auffällt. Auffallen würde vermutlich eher, wenn die Bürgerinnen nicht genannt werden.
Die Doppelnennung ist "das Gendern" der -geschätzt- späten Neunziger bis heute.
Gleiches bei "Feuerwehrleute" statt "Feuerwehrmänner", "Lehrkräfte" statt "Lehrer", usw. Das ist alles "gendern", weil ziemlich absichtlich inklusiv formuliert. Es macht zwar die am meisten vernachlässigte Gruppe unsichtbar, aber nun ja.
Und es wirkt! Das ist schon bis zum Exzess getestet und zwar in ganz einfachen Settings: Normale Umfrage-Situation auf der Strasse. Gefragt wird entweder nach "ihren drei Lieblingsschauspielern" oder "ihren drei Lieblingsschauspielerinnen und Schauspielern". Im ersten Fall kommen fast nur männliche, im zweiten deutlich gemischt. Sprich: Sprache ruft die Bilder im Kopf hervor und entsprechend fällt die Antwort aus. Was also passiert - tendenziell - wenn nach geeigneten "Kandidaten" für einen Posten im Betrieb gefragt wird? Genau das gleiche. Deshalb wirkt "gendern" - "Kandidatinnen und Kandidaten" -, wobei die nichtbinären wieder aussen vor bleiben.
Ein Grossteil der Aufregung entsteht vermutlich nur dadurch, dass die einen zu viel wissen (und voraussetzen) und die anderen zu wenig. Naja und dritte, die das trefflich für billige Stimmung und Stimmen nutzen wollen. Wir könnten uns ansonsten ja noch konstruktiv über die eigentlichen Themen unterhalten; vielen Dank Zoey für deinen Post. Zum Beispiel wie fühlen wir uns alle ausreichend wahrgenommen und dennoch mit der Sprache wohl. Lässt sich Asteriaphobie durch Konfrontationstherapie auflösen? (Scherz!
Fröhliches gendern noch. Es ist ja Adventszeit.