Blossom hat geschrieben: Sa 10. Feb 2024, 23:25
letztlich wollte ich mit meinem kontroversen Beitrag schlicht mal aufrütteln. Diese blöde Brett hatte ich selbst auch lange Zeit vorm Kopf
Ich möchte an dieser Stelle Blossom unterstützen. Wir beklagn Schubladendenken der anderen, behaupten aber mit mehr oder weniger begrenztem Wissen, was wirklich sein kann, wenn wir denn nur wollten. Ich erfahre das gerade in meiner Reha, von der ich hier ausführlich berichte. Ich habe auch lange geglaubt, dass viele nicht gehen würden, dabei war es nur die Angst, dass es funktioniert und gezwungen sein würde, wirklich etwas substantiell zu ändern.
Denn das ist die Folge, wenn man sich wirklich auf die eigene Weiblichkeit einlässt. Ich will damit nicht sagen, dass man einen bestimmten Weg gehen soll. Worum es aber wirklich geht, und ich denke, das meint Blossom in einer ähnlichen Weise, ist das eigene Hinterfragen, was wirklich ist. Welche Glaubenssätze trage ich mit mir herum ? Was ist meine eigene Wahrheit ?
Natürlich kann man in beiden Geschlechtern zuhause sein. Habe ich auch mal gedacht. Was ich aber erlebe, wenn ich mir zugestehe Weiblichkeit als Frau zu leben, ist etwas anderes. Die männliche Welt behindert mich und engt mich ein. Ich sehe eine Welt, in der die Männer in einem selbst gebauten Gefängnis leben. Wie ein Elefant, der an einem Zelthering angebunden verharrt, weil er als Baby gelernt hat, dass ein Losreissen nicht möglich ist.
Ich wünsche allen ZweiflerInnen, dass sie einmal erleben, dass sie sich befreien können. Was Ihr mir der Freiheit anfangt, müsst Ihr selber heraus finden. Es geht darum, dass Ihr an Euren Fesseln rüttelt.
Ich rüttle auch noch, aber ich weiß, dass sie sich lockern. Und das tut gut. Und es ist gar nicht notwendig, alles auf einmal zu tun. Step by Step kann ich spüren, dass es weiter geht. Es ist nicht das Ziel, es ist der Weg, der mir zeigt, was zu tun ist. Leben im Hier und Heute ...