!EmmiMarie! hat geschrieben: Fr 6. Mär 2020, 11:32
Entschuldige bitte, wenn ich dir zu nahe getreten bin!
Hallo EmmieMarie!
Wir haben ja eine Gemeinsamkeit!
Das gleiche Lied, wo du den einen Satz bei dir stehen hast.
Es ist ein langer Weg, der vor uns liegt, der Song beschreibt es sehr gut wie man sich fühlen kann, das Auf und Ab und es dann ein Licht am Ende des Tunnel gibt, sehr vereinfacht ausgedrückt.
Mit dem was ich alleine schon nur mit dem Krankenhauskeim MRSA erlebt habe, dem Versagen des Gesundheitssystem bzw. das man einfach als austherapiert gilt, sehen soll wie man alleine klar kommt
hat mich, meine Frau, sogar meine drei Neffen stärker gemacht und wir halten noch mehr zusammen. Am Anfang habe ich den Ärzten in der Uniklinik Heidelberg auch noch geglaubt das alles schnell wieder wird, ich mir keinerlei Sorgen machen muss, bis zu dem Tag als sie sagten: "Wir können sie nicht weiterbehandeln."
Seit dem bin ich zu den Ärzten direkt, wenn sie mir ein X für ein U vormachen wollen, auch bei Kunden nehme ich kein Blatt mehr vor den Mund, sage ihnen das sie den Mist gebaut haben, wenn wieder mal die Fische gestorben sind, nur weil sie nicht hören wollten. "In dem und dem Forum steht es aber so," ist oft die Aussage," darum habe ich es halt so gemacht und nicht so wie sie es gesagt haben." "Doch warum kam es dann zu dem Exodus, warum sind sie dann wieder da", frage ich dann und meistens gibt es nur Schulterzucken und ein aber. Ich bleibe die ganze Zeit freundlich, hebe nur mal die Stimme, da wir gemerkt haben das man bei einigen Kunden nur so weiter kommt. Mein Vater gehört auch zu der Sorte Mensch, die sich erst bewegt wenn man strenger wird.
Doch musste ich es erst lernen direkt zu sein. Früher habe ich immer alles in mich rein gefressen, wenn es dann zuviel war was sich aufgestaut hatte, dachte ich das es doch besser wäre aus dem Leben zu scheiden.
Die Infektionen mit Krankenhauskeimen wird ja gerne totgeschwiegen in Deutschland. Bei Corona geht das eben nicht, durch das momentane Interesse und Weltgeschehen.
Die offiziele Zahl für 2019 sind ca. 244000 infizierte Fälle mit Krankenhauskeimen, doch gibt es eine große Zahl an Patienten die nicht merken das sie sich einen Keim eingefangen haben. Ihr Immunsystem ist einfach stark genug, um damit alleine zurecht zu kommen. Laut Robert-Koch-Institut sterben ca. 20000 Menschen in Deutschland pro Jahr durch Krankenhauskeime. Wegen der Verschleierung in den Kliniken und der Dunkelziffer ist diese Zahl aber um eine erhebliche Menge höher. Mein Doc hatte mir mal einen Bericht zum lesen gegeben, wo von 10 -15 % Todesfällen bei den bekannten Infizierten Patienten geredet wurde.
Wenn man, wie bei mir Ende 2015 geschehen, beim Aufenthalt als Patient in einer Uniklink von den Ärzten die Aussage bekommt:" Sie haben noch 2 Keime in unserem Haus dazubekommen, davon der eine lebensgefährlich, aber wie konnten sie das überhaupt erfahren," dann kann man "ja Herr Dr., Danke Herr Dr., sie können ja nichts dazu, haben alles mögliche getan", sagen oder direkt sein, Fragen stellen, auch mal den Göttern in weiss auf die Füße treten, wenn keine Antwort kommt, wie ich es seit vielen Jahren immer mache. Ich will wissen warum es passiert ist, was gemacht wird um mein Leben zu retten, bohre nach wenn keine Antworten kommen, selbst dann wenn ich schon auf allen Vieren krieche. Genau diese mündigen Patienten sind aber nicht erwünscht in den Kliniken, schiebt man am besten nach Hause ab, soll Familie, Hausarzt und Pflegedienst sehen wie sie zurecht kommen. Da lernt man über die Jahre stärker zu werden, direkt zu sein, aber auch immer höfflich den Anderen gegenüber zu bleiben. Es ist wirklich ein langer Weg bis man so weit ist. Als ich Heute Nachmittag neues Verbandsmaterial und Tramadol in der Apotheke geholt habe, wurde gerade erzählt das ein Kunde da war mit verätzten Händen und eine Salbe wollte. Was war passiert? Da momentan in den Apotheken keine Desintfektionmittel mehr zu bekommen sind, hat die Person sich die Hände mit 25 % Essigessenz desinfizieren wollen, nachdem es ihm so von Bekannten aus dem Internet empfohlen worden war. Das Ergebnis hat er jetzt. Er musste in eine Klinik mit einer Station für Brandopfer gebracht werden. Da er nicht einmal die Warnhinweise auf der Flasche beachtet hatte, machen sich die Leute jetzt über ihn lustig. Sprüche wie: "Wie doof muss man sein sich mit Säure die Hände reinigen zu wollen? Wer lesen kann ist klar im Vorteil," und einige mehr solcher Weisheiten, fielen in der Zeit wo ich warten musste.
Meine Tante hat mir ja nur erzählt wie sie als Aussenstehende das Forum zeitweise erlebt hatte, sie das nicht braucht, wenn sich einige so streiten, dass man es mit der Angst zu tun bekommt. Sie wollte sich nur informieren, wie mein weiterer Weg sein wird, was kommen kann etc. und wie sie mich von El Paso aus dann unterstützen kann. Die Gespräche mit ihr sind schon Hilfe genug für mich. Wir unterhielten uns noch lange darüber und sie warf die Frage in den Raum, ob sich einige Forumsmitglieder genau so verhalten würden, wenn sie den anderen Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen würden. Interessante Frage finde ich persönlich. Vielleicht mache ich mir mal in einer vor Schmerzen schlaflosen Nacht, wenn ich nichts anderes zu tun habe, ein paar Gedanken darüber, momentan aber nicht.
Eine Aussage von meinem großen Neffen, als er mal mitgelesen hatte war:" typisch Frau," so empfand er persönlich als Aussenstehender das dort geschriebene. Ich hätte ihm dann ja erwidern können:" typisch Mann deine Aussage", doch seine Meinung hätte es nicht geändert, eine Diskussion hätte nichts gebracht. Die Aussagen von meiner Tante und meinem Neffen sind nur zwei Meinungen, wie sie das Empfinden was da manchmal geschrieben steht und haben für sich entschieden nicht mehr mit zulesen. Manchmal kommt es mir persönlich vor, als wäre für einige im Forum die Meinung von anderen egal und auch wie es auf Aussenstehende wirken könnte. Wie geschrieben ist das meine persönliche Meinung.
Diskussionen sind gut, solange sie nicht unter die Gürtellinie gehen, man die anderen Teilnehmer respektiert, die Meinungen anderer sachlich, fair beantwortet, ohne ausfällig zu werden.
Jeder von uns hat seine eigene Meinung, was auch gut ist, diese muss nicht mit der Meinung von den Anderen übereinstimmen, dann aber bitte nicht ausfällig werden, wenn einem selbst diese Meinung nicht gefällt. Der letzte Absatz soll nur mal ein Denkanstoss sein. Möchte man wirklich das sogar Aussenstehende eine schlechte, negative Meinung vom Forum bekommen, es Andere abhält teilzunehmen, Fragen zu stellen, weil sie vielleicht Angst haben das ihre Meinung nicht sachlich behandelt, sondern zerpflückt wird, sie vielleicht dann noch beleidigt werden und zum Schluß sich lieber zurückziehen.
Mehr möchte ich dazu in diesem Thema nicht schreiben, da es ja eigentlich um den Coronavirus am Anfang ging.
Gruß aus dem badischen Odenwald!
Michaela M.