Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Verfasst: So 9. Dez 2018, 12:14
Hallo ihr Lieben,
ich habe die letzten Tage einiges bei Svenja gelesen. Ich kann verstehen, dass sie weibliche Kleidung tragen will. Ich habe viel darüber nachgedacht und ihre Argumente sind, für mich, schlüssig und nachvollziebar. Auch mein Mann hat Frauenjeans an. Stehen ihm gut. Ist für mich ja auch kein Ding, mit Body könnte ich auch leben. Ich kann verstehen, dass ihre Frau Angst hat, vor der Reaktion des Umfeldes. Es wird von ihr verlangt, stark genug zu sein, das auszuhalten. Unsere Freunde und Familie sind z.B. was unseren schwulen Sohn angeht, sehr offen damit umgegangen. Doch wie dieselben Personen reagieren, wenn mein Mann sich "outet", mag das Wort nicht, kann ich nicht einschätzen. Fakt ist, dass man nichts darauf geben soll, was andere über einen denken, aber nicht immer ist man stark genug.
Ich hab auch darüber nachgedacht und auch mit meinem Mann darüber gesprochen, wie es für mich wäre, wenn er en femme unterwegs ist. Ich würde daheim erstmal im Dreieck springen. Trotzdem muss er für sich selber rausfinden, wie es sich anfühlt. Das konnte er noch nicht wirklich austesten. Ich hoffe, dass er bald die Gelegenheit dazu bekommt. Ihr redet immer von Aktepanz und Toleranz. Wenn ich jetzt mal von mir ausgehe, kann ich sie vielleicht irgendwann akzeptieren, ob es mir dabei aber wirklich gut geht, steht in den Sternen. Kompromisse sind ja irgenwo ok, aber es wird entweder den einen oder den anderen ein Stück weit verletzten.
Ich kenne jetzt ihren Namen. Eigentlich wollten wir diesen Namen zusammen aussuchen, doch ich glaube, dann wird das nie was. Dazu müsste er sie sein, und dafür bin ich noch nicht bereit. Der Name ist ihm einfach eingefallen und er gefällt ihm. Dass ist für mich so in Ordnung. Jetzt kann ich sie mit Namen ansprechen, was schon mal gut ist.
Ein etwas heikles Thema würde ich gerne noch ansprechen. Vielleicht bin ich damit nicht allein.
Ich sehe die weibliche Seite von ihm immer getrennt. Da ist er und irgenwo in ihm drinnen ist sie.
Ich kann gerade deshalb nicht mit ihm schlafen. Es ist für mich so, als würde sie dabei zusehen. Sitzt neben dem Bett auf einem Stuhl und beobachtet uns, mal bildlich gesprochen. Ist für mich gerade eine unüberwinbare Hürde. Ich habe ihm das gestern gestanden und wir werden wohl, ich hoffe mit Hilfe des Therapeuten, einen Weg finden müssen. Er kann sie nicht mal kurz in eine Schublade stecken und nachher wieder rausholen. Aber genausowenig kann ich diese Vorstellung einfach ausknipsen.
Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag
Maria
ich habe die letzten Tage einiges bei Svenja gelesen. Ich kann verstehen, dass sie weibliche Kleidung tragen will. Ich habe viel darüber nachgedacht und ihre Argumente sind, für mich, schlüssig und nachvollziebar. Auch mein Mann hat Frauenjeans an. Stehen ihm gut. Ist für mich ja auch kein Ding, mit Body könnte ich auch leben. Ich kann verstehen, dass ihre Frau Angst hat, vor der Reaktion des Umfeldes. Es wird von ihr verlangt, stark genug zu sein, das auszuhalten. Unsere Freunde und Familie sind z.B. was unseren schwulen Sohn angeht, sehr offen damit umgegangen. Doch wie dieselben Personen reagieren, wenn mein Mann sich "outet", mag das Wort nicht, kann ich nicht einschätzen. Fakt ist, dass man nichts darauf geben soll, was andere über einen denken, aber nicht immer ist man stark genug.
Ich hab auch darüber nachgedacht und auch mit meinem Mann darüber gesprochen, wie es für mich wäre, wenn er en femme unterwegs ist. Ich würde daheim erstmal im Dreieck springen. Trotzdem muss er für sich selber rausfinden, wie es sich anfühlt. Das konnte er noch nicht wirklich austesten. Ich hoffe, dass er bald die Gelegenheit dazu bekommt. Ihr redet immer von Aktepanz und Toleranz. Wenn ich jetzt mal von mir ausgehe, kann ich sie vielleicht irgendwann akzeptieren, ob es mir dabei aber wirklich gut geht, steht in den Sternen. Kompromisse sind ja irgenwo ok, aber es wird entweder den einen oder den anderen ein Stück weit verletzten.
Ich kenne jetzt ihren Namen. Eigentlich wollten wir diesen Namen zusammen aussuchen, doch ich glaube, dann wird das nie was. Dazu müsste er sie sein, und dafür bin ich noch nicht bereit. Der Name ist ihm einfach eingefallen und er gefällt ihm. Dass ist für mich so in Ordnung. Jetzt kann ich sie mit Namen ansprechen, was schon mal gut ist.
Ein etwas heikles Thema würde ich gerne noch ansprechen. Vielleicht bin ich damit nicht allein.
Ich sehe die weibliche Seite von ihm immer getrennt. Da ist er und irgenwo in ihm drinnen ist sie.
Ich kann gerade deshalb nicht mit ihm schlafen. Es ist für mich so, als würde sie dabei zusehen. Sitzt neben dem Bett auf einem Stuhl und beobachtet uns, mal bildlich gesprochen. Ist für mich gerade eine unüberwinbare Hürde. Ich habe ihm das gestern gestanden und wir werden wohl, ich hoffe mit Hilfe des Therapeuten, einen Weg finden müssen. Er kann sie nicht mal kurz in eine Schublade stecken und nachher wieder rausholen. Aber genausowenig kann ich diese Vorstellung einfach ausknipsen.
Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag
Maria