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Re: Valeries Welt

Verfasst: So 13. Mär 2022, 12:39
von Valerie Bellegarde
Episode 20: Das Leben geht weiter

Vier Wochen später. Sie hatte sich im neuen Job gut eingearbeitet und sich bereits einen gewissen Namen geschaffen bei ihren Mitarbeitern, Valerie galt dort bald als Chefin, die "nichts durchgehen lässt". Nicht, dass man sie etwa als pingelig, kleinkariert oder ungerecht bezeichnet hätte, aber ihr Motto im Job ("PICO BELLO") war bald überall bekannt, und dieses hieß im Klartext : " Die Kunden geben uns ihr gutes Geld, und dafür liefern wir ihnen pico bello gereinigte Ferienwohnungen".

Wer Valerie kennt, weiß, dass das nicht nur leere Worte waren. Dazu kommt, dass sie tatsächlich auch mal mit anpackte, wenn mal Not am Mann war, und es konnte schon vorkommen, das Valerie selbst einsprang und Staubsauger samt Putzfeudel in die Hand nahm, wenn eine Mitarbeiterin mal krankheitshalber fehlte.

Samstags war Übergabetag für die Wohnungen, deshalb war sie dann in meistens in der Gegend unterwegs, um drei, vier oder fünf Wohnungen abzuchecken bzw. um ausnahmsweise die auch mal persönlich die Schlüssel zu übergeben. Normalerweise wurden die Schlüssel allerdings per Post an die neuen Mieter geschickt. Unter der Woche saß Valerie meistens im Narbonner Büro an ihrem Schreibtisch und telefonierte mit Handwerkern. Man glaubt nicht, wieviel an einer Wohnung ständig kaputtgeht und repariert oder erneuert werden muss. Ist der Gas/Wasser-Installateur mit dem tropfenden Hahn erst mal fertig, dann muß der Elektriker rein, weil im Bad das Licht nicht brennt. Ist dieser fertig, dann braucht man anderswo ganz schnell einen Fernsehtechniker, weil die Kunden das TV-Gerät nicht ankriegen. Läuft dann das Fernsehen, dann muss ganz, ganz schnell jemand kommen, weil im Schwimmbad im Garten die Alarmanlage nicht mehr ausgeht, sondern schon eine halbe Stunde herumheult wie verrückt, und so weiter, und so fort.

Natürlich passiert so ein Malheur nicht immer an einem Tag und gleichzeitig, aber bei ein paar hundert Ferienhäusern und Wohnungen kann man schon verstehen, dass es ein ganzes Bataillon von Handwerkern braucht, die bereitstehen und diese betreuen bzw. dann sofort losfahren, wenn mal wirklich Not am Mann ist, also wenn der Schlüssel im Schloss steckt und jemand kommt nicht mehr aus dem Klo raus, ihr versteht, was hier Sache ist.
Valerie hatte ihren Platz mitten im Nervenzentrum der Zentrale, das heißt, sie nahm die Anrufe an, fuhr dann aber nicht selbst los, sondern setzte ihre Handwerker und Techniker in Bewegung. Bestimmt kein nervenschonender Job, Wer schon einmal in Frankreich versucht hat, einen Handwerker zu bekommen, weiß, wovon die Rede ist.

Die Wochen waren also, wie man sieht, ausgefüllt mit Arbeit und wirklich turbulent, deshalb benutzte sie die Wochenenden in erster Line um auszuspannen, das heißt, dann war Nichtstun angesagt, die Beine hochlegen, mit Freunden telefonieren, essen gehen, so was...

Das Thema "Implantate" blieb dabei immer im Hintergrund, das heißt, sie hatte sich zwar dafür entschieden, sie wollte sich neue Implantate machen lassen, aber die Details blieben weiterhin etwas unklar. Sie las viel im Internet zum Thema, stieß dabei auch auf Kliniken, welche diese Operation anboten, der Preis von etwa 3000 Euro schreckte sie nicht ab.

Dann kam allerdings das Gespräch mit einem befreundeten Ehepaar, was dazu beitrug, ihren Entschluss noch weiter zu festigen. genauer gesagt, die Sache kam ins Rutschen. Sie hatte diese Freunde zum Essen eingeladen, und beim Nachmittagsspaziergang ergab es sich, dass ein kurzes Gespräch unter Mädels möglich war, intimere Sachen eben.... Die Freundin offenbarte ihr, dass sie selbst sich die Brüste einmal habe verkleinern lassen, und sie könnte die Klinik ganz in der Nähe wirklich empfehlen.

Valerie spitzte die Ohren. Verkleinern war zwar nicht ganz ihr Ziel, im Gegenteil, der eigene Busen sollte ja größer werden und ansehnlicher, deshalb notierte sie sich die Telefonnummer und suchte kurz darauf die Klinik für ein Infogespräch auf.

Demnächst weiter, hier in diesem Theater (nächstes WE).

Lieben Gruß, Valerie :()b

Re: Valeries Welt

Verfasst: So 13. Mär 2022, 18:39
von Valerie Bellegarde
Hallo,
nachträglich bitte ich alle Leser für die verspätete Lieferung von Kap. 20 um Entschuldigung. Ich hatte Besuch von Freunden die zum Essen blieben. Und danach waren zwei Flaschen Wein leer und meine Schreibmotivation völlig weg!

Zum zweiten noch ein kleiner Hinweis: Wie immer kommen die Abenteuer von Valerie im Wochenturnus und in der Regel am WE. Überschrieben sind sie ab jetzt mit "Episode" und nicht mehr wie bisher mit "Kapitel". Demnächst also Episode 21.

Eine schöne Woche wünscht :()b
Valerie

Re: Valeries Welt

Verfasst: So 13. Mär 2022, 18:59
von Tina-K.
.
Hallo Valerie (has-o)

Mein Beitrag von weiter oben war ein lieb gemeinter Kommentar...
und ein Gruß.
Mehr wollte ich nicht damit ausdrücken.

(hs) .... (cof) .... (Torte) .... (cof)

elgetina ))):s

Re: Valeries Welt

Verfasst: Mo 14. Mär 2022, 11:05
von Valerie Bellegarde
Liebe Tina,
Ich wollte es euch nur erklären. Der Austausch mit euch macht mir Freude, mindestens genauso viel wie das Schreiben an dieser Geschichte selber.

Lieben Gruß, Valerie

Re: Valeries Welt

Verfasst: Fr 18. Mär 2022, 15:49
von Valerie Bellegarde
Episode 21: Vorbereitungsgespräche in der Klinik Causse

In der Woche darauf hatte sie bereits einen Termin mit der Klinik für ein Vorbereitungsgespräch mit der Arzt. Die Clinique Causse war eine Privatklinik ganz in der Nähe von Narbonne, schön im Grünen gelegen, direkt am Canal du Midi, die Anlagen waren weitläufig und modern und machten auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Gut und teuer.

Ja natürlich sieht das teuer aus, dache Valerie, aber der erste Eindruck war sehr positiv, andererseits will man ja auch nichts Billiges sondern erwartet Kompetenz, wenn man 3000 Euro für eine Brustkorrektur ausgibt, also mit einem Wort, sie fühlte sich wohl, gleich vom ersten Eindruck her. So eine Brustkorrektur ist ja keine kleine Sache, und entsprechend aufgeregt war sie, als sie die Anmeldung passiert hatte und im Besprechungsraum auf Dr. Herriau wartete.

Der Arzt war etwas jünger als sie und stellte sich als Assistenzarzt von Dr. Causse vor, er würde ihr alles vorab einmal erklären, Details und Fragen könne sie dann später mit dem Chef besprechen, dieser würde die OP durchführen und er wird später dann auch noch zu dem Gespräch dazustoßen. Valerie fand das alles gut, vor allem gefiel ihr, dass der Doktor warme Hände hatte und eine angenehme Stimme. Sie fasste also gleich Vertrauen und hörte gerne zu, wie der Doktor erklärte, die Klinik habe schon mehrere Jahre solche Operationen gemacht, man habe also Erfahrung, um nicht zu sagen, es handle sich bei einer Brustkorrektur um eine Kleinigkeit.

Huch... Kleinigkeit, nein, Valerie schreckte gleich wieder zurück, nein, als Kleinigkeit würde sie das wirklich nicht betrachten, was sie da vorhatte mit ihrem Körper, ihr sei das wirklich sehr wichtig.

Klar, sagte der Doktor und entschuldigte sich für das Mißverständnis, und was er sagen wolle. sei lediglich, diese OP sei nicht kompliziert und verlaufe in aller Regel problemlos.

Sehen Sie, Madame, wir machen das heute minimalinvasiv, das ist nur ein ganz kleiner Schnitt von wenigen Zentimetern. Erzeigte es mit Daumen und Zeigefinger, wie klein wenige Zentimeter waren. Und dann platzieren wir das Silikonkissen direkt unter dem Brustmuskel, damit sie einen schönen Busen bekommen.

Sie musste sich oben frei machen, er untersuchte den Oberkörper und tastete alles ab, zeichnete mit dem Finger die Konturlinien an, die der neue Busen haben würde. Er entdeckte die Narben von ihrer vorhergehenden Operation und beruhigte Valerie, nein, nein Madame, das machen wir heute viel kleiner, diese Schnitte und Sie werden nachher problemlos sogar wieder einen Bikini tragen können, no problems. Valerie war zufrieden.

Ihre Körpermaße und das Gewicht wurde genommen, Valerie schämte sich etwas, weil die Nadel der Waage bereits wieder deutlich über die Zahl 70 hinausging, und konnte nicht umhin zu sagen, ja sie habe sich vorgenommen, Gewicht abzunehmen und zwar mehrere Kilos.

Dr. Herriau lobte sie für ihren Plan, aber beruhigte sie. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, Madame, wir haben Silikonkissen in jeder Größe und werden Ihren mit Sicherheit zu einem Körper und einer Brust verhelfen können, der ihrem Alter und ihren weiblichen
Proportionen entspricht.

Wir müssen allerdings der Realität ins Augen sehen, sagte er dann. Wir werden alle nicht jünger.

Er würde also nicht zu einer runden Brust raten sondern eher zu einer tropfenförmigen, das sei ihrem Alter und ihren Körperformen angemessener und würde insgesamt besser zu ihr passen.

"Sagen Sie mir bitte noch ihre Kleider Größe und die Wäschegröße?" wollte er dann noch wissen.

Valerie gab ihm die entsprechenden Größen, und er notierte 100B als ihre jetzige und gewohnte BH-Größe, so in etwa würde das Ergebnis später dann auch aussehen, aber dann völlig in Naturform, sie verstehen, was ich meine, Madame. Sie verstand ihn vollkommen. Den Tip mit den tropfenförmigen Implantaten fand sie sehr überzeugend, daran hatte sie noch nicht gedacht, und es stimmt ja auch, wenn eine Frau im Ü40-Alter ist, erwartet man nicht mehr eine ganz straffe runde Brust, sondern das ganze etwas mehr in Tropfenform wirkt dann schon natürlicher.

"115 wird dann meine neue Oberweite sein, habe ich Sie da richtig verstanden? fragte Valerie direkt und schaute den Doktor an.

Der nickte. " Richtig. Mindestens 115 0der vielleicht eher 120. Sie müssen sehen, dass Sie jetzt eine Unterbrustweite von 100 cm haben und dann brauchen sie schon ein größeres Implantat, um ein B-Körbchen zu erreichen und ja, dann werden Sie eine Oberweite von knapp 120 cm haben, das klingt zunächst groß, aber schauen Sie Madame, Sie sind nicht klein..."

"Ein Meter 74 cm" warf sie dazwischen

"... und für eine große Frau ist das schon passend als Oberweite".

"Es war immer das Ziel unserer Klinik, den Frauen zu einem schöneren Körper zu verhelfen, damit Sie in Harmonie mit sich selbst leben können", sagte er dann noch und schaute sie an.

"Und auch den Transgender-Personen" sagte Valerie und der Doktor nickte und lachte dazu.



Soviel für diese Woche. Fortsetzung nächstes WE

Lieben Gruß, Valerie :()b

Re: Valeries Welt

Verfasst: Fr 18. Mär 2022, 20:19
von Tina-K.
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Wieder sehr schön... (flow)

Freut mich richtig, daß Valerie jetzt zwei schöne neue Brüste bekommt.

Und 3000 Euro... ich hab da keine Ahnung, aber ich denke ein guter Preis für etwas sehr schönes.
Und 3000 Euro gibt man/frau vielleicht auch mal an anderer Stelle aus, für etwas, was nicht so wichtig ist.

Also Alles in Allem.... Supie (smili)

elgetina ))):s
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Re: Valeries Welt

Verfasst: Sa 19. Mär 2022, 12:23
von Valerie Bellegarde
Schickes neues Avatarbild, Tina !

L.G. Valerie :()b

Re: Valeries Welt

Verfasst: Sa 19. Mär 2022, 12:46
von Tina-K.
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Danke (smili)

Mal ganz vorsichtig angefragt.... magst Du Dir nicht auch mal eins zulegen..??
Irgendwie identifiziert man/frau doch dann auch besser.... findest Du nicht ?

( ich würde Dir sehr gern auch eins von meinen überlassen... )

elgetina ))):s

Re: Valeries Welt

Verfasst: Sa 19. Mär 2022, 14:02
von Valerie Bellegarde
hi Tina,
mit pics bin ich sehr ungeschickt, aber ich würde gerne zurückkommen auf dein Angebot.

L.G. Valerie

Re: Valeries Welt

Verfasst: Do 24. Mär 2022, 17:25
von Valerie Bellegarde
Episode 22: Doktorgespräche, und die Entscheidung für eine "kleine" OP.

Die Tür öffnete sich und ein älterer Arzt im weißen Kittel betrat den Besprechungsraum. Das war jetzt ganz offenbar der Chef von docteur Herriau, mit dem sie bisher gesprochen hatte, denn er wandte sich mit einem breiten Lächeln direkt an Valerie und übernahm sofort die Gesprächsführung.

"Ahh"¦bonjour"¦ Je suis le docteur Causse... et vous etes"¦ madame Bellegarde, je pense?

(ahh"¦ guten Tag, ich bin der Doktor Causse"¦ und Sie sind Frau Bellegarde, wie ich annahme?)

Valerie bestätigte und lächelte zurück.

"Vous avez écrit d"™etre transgenre et de souhaiter l"™implantation des seins silicone?"

Valerie bestätigte, ja sie sei Transgender und habe um eine Implantation von Silikonbrüsten gebeten. Ja, und man sei bereits dabei, die Größen der Implantate festzulegen und auch noch weitere Details.

Dr. Causse nickte. Ja, gut. Aber er wolle doch noch einmal grundsätzlich werden und sie, Valerie, auf die Bedeutung dieser Operation hinweisen. Aus ihren Unterlagen habe er erfahren, dass sie schon längere Zeit als Transgender lebte.

"Oui, c"™est une vingtaine des ans, maintenant" ("Etwa zwanzig Jahre bereits")"¦ bestätigte Valerie und nickte.

Dann müsse er ihr ja nichts mehr über die Bedeutung ihrer Entscheidung erklären, sagte Dr. Causse. Und mit einem Blick auf ihre Körperdaten und ihre Statur fügte er hinzu, sie habe offensichtlich ein sehr gutes "passing" als Frau und sei auf den ersten Blick nicht als biologischer Mann zu erkennen. Kleine Hände, nickte er, und kleine Füße, das ist sehr günstig. Und ein weiches Gesicht, keine Kanten, kein eckiges Kinn, sehr gute Voraussetzungen. Ob sie bereits Hormon-Ersatz genommen habe? Weibliche Hormone?

"Eine Zeitlang habe ich Hormone genommen" bestätigte sie, aber vor sehr langer Zeit. Das war in ihren Anfangsjahren, sie erinnerte sich kaum mehr daran. Der Arzt nickte zufrieden.

Er denke, sagte der docteur, dass bei Valerie eine weitere kleine Hormontherapie indiziert sei, nicht allzu lange, aber vielleicht ein Jahr lang, beginnend mit der anstehenden Operation. Und sie solle sich keine Sorgen machen wegen der Qualität der implantierten Kissen, die seinen heute viel besser, man habe bei der Herstellerindustrie gelernt aus den Fehlern der Vergangenheit.

Da sie diese OP bereits zum zweiten Mal mache, brauche er ihr keine großen Details mehr zu erklären, sagte der Doktor noch. Eine Woche werde sie danach im Krankenhaus bleiben zur Beobachtung, und danach eben immer diesen festen Stütz-BH tragen, bis zur vollständigen Abheilung der Narben. Valerie nickte, das war ihr alles klar.

Er wechselte dann das Thema. Ob sie eventuell auch eine "große OP" in Betracht gezogen habe? Also nicht nur Brüste implantieren, sondern auch die Entfernung ihrer anderen sekundären Geschlechtsmerkmale?

"Beaucoup des personnes trangenre font cette intervention totale" (viele unserer Trans-Patienten machen diese Totaloperation gleich mit) sagte der Arzt. Aber er wollte sie nicht drängen.

Nein, sagte Valerie und blickte ihm ins Gesicht. So weit wolle sie doch nicht gehen. Außerdem sei ihr männliches Teil inzwischen so klein, dass es kaum mehr wahrzunehmen sei. Jedenfalls störe es sie nicht sehr. Dr. Causse schaute seinen Kollegen fragend an, der schüttelte den Kopf, nein, bisher keine Erkenntnisse zum Thema.

Sie wurde gebeten sich nochmals frei machen und auf der Liege Platz nehmen.

"Allongez-vous ici, s.v.p."
Beide Doktoren beugten sich über sie und nahmen das Objekt in Augenschein. Oh, ja"¦ wirklich nicht allzugroß"¦

Ob sie damit noch sexuell aktiv sei?

"Nein..." antwortete Valerie.

Zögernd setzte sie hinzu: "Sex...ähhh... ja schon.... aber nicht damit... nicht mit diesem Teil..."

Sie stockte, aber beide Doktoren nickten mit dem Kopf, man hatte verstanden. Also, vorerst einmal keine komplette geschlechtsangleichende OP... Man würde hier unten alles mal so lassen, wie es war.


Soviel für heute. Fortsetzung in einer Woche, nächstes WE, wie gewöhnlich.

Lieben Gruß, Valerie :()b

Re: Valeries Welt

Verfasst: Di 29. Mär 2022, 15:52
von Valerie Bellegarde
Episode 23: Kleiner Exkurs: Körper-Feelings

In diesem kleinen Exkurs, den ich hier mal dazwischen schiebe in Valeries Welt, wollen wir einmal sprechen über etwas Spezielles, das ich jetzt mal body feelings nenne, manche unter uns werden dafür wohl sensibel sein, wenn sie Crossdresser sind. Mit body feelings meine ich das Gefühl für den eigenen Körper, und ganz konkret, das Gefühl, eigene Brüste zu haben.

Ob große oder kleine, ist jetzt gleichgültig, aber die eigenen Brüste müssen es sein, ich meine nicht künstliche wie Silis usw.. Wenn ich hier darüber schreibe, kann ich natürlich keinesfalls über richtige (biologische) Frauen sprechen, und genauso wenig maße ich mir an, über Transfrauen im allgemeinen schreiben zu können, sondern ich schreibe nur über eine spezielle Transfrau, nämlich über unsere Valerie.

Brüste haben immer etwas ganz, ganz Besonderes bedeutet für Valerie. Das war schon sehr lange so, und fing schon in der Jugendzeit an. Damals, als sie noch gar nichts wusste darüber ihre Sexualität, als höchstens ein paar verwirrte Gefühle in ihrem Kopf herumgeisterten zu diesem Thema. Um diese Gefühle also besser zu verstehen, müssen wir jetzt mal ganz lange zurückgehen in der Zeit. Zurück in ihre Zeit als kleiner Junge. Ja, sie war auch mal jung, ein ganz kleiner schmaler Junge war sie damals.

Dass mit ihren Brüsten "irgendetwas nicht stimmte" wusste Valerie (die damals logischerweise noch mit ihrem Jungennamen angesprochen wurde) schon im Alter von etwa dreizehn oder vierzehn Jahren, als sie mitten in der körperlichen Pubertät steckte und eigentlich noch gar keine richtigen Brüste hatte. Nein, sie besaß damals wie alle ihre Jungs-Freunde einen glatten Jungenkörper. Bloß, dass dann, das war so etwa um diese Zeit herum, als sie 13 oder 14 war, IRGENDETWAS geschah mit diesem Körper, das ihr neu und fremd war.

Die Brustwarzen begannen nämlich größer zu werden und empfindlicher. Daraus resultierend dieses permanente Gefühl der Beunruhigung, die aus diesem gelegentlichen Ziehen in den Brüsten herrührte, ein gelegentlich auftretendes eigenartiges Schmerzgefühl vorne in den Brüsten, ein Schmerz ohne erkennbare äußerliche Ursache, gepaart mit geschwollenen und sehr empfindlichen Brustwarzen, das alles blieb ihr damals unverständlich und niemand konnte es ihr erklären.

Weil sie damals überhaupt niemanden hatte, um über diese Sache zu sprechen und etwas über die Ursache der Schwellungen und Schmerzen zu herauszufinden, nahm der heranwachsende junge Mensch diese Sache damals einfach "als Gegeben" hin, und tatsächlich, irgendwann ging das alles vorbei. Wie man damals zu sagen pflegte, es wuchs sich aus. Die Schmerzen gingen später wieder weg, die Empfindlichkeit ging zurück und das Ganze fiel irgendwann in Vergessenheit. Niemand dachte später noch daran.

Was ihr aber blieb, waren die kleinen Brüste, die ihr kurz darauf wuchsen. Nichts großes, aber auch nicht zu übersehen. Das Muskelwachstum blieb dagegen zurück. Auch die Rundungen anderswo an ihrem Körper waren auffällig, Diese Weichheit überall, das war überwiegend Fett unter der Haut, sie wurde ein wenig mollig, und das blieb ihr erhalten. Und auch die Hände blieben klein, Mädchenhände eben. Und ebenfalls die Füße blieben relativ klein, sie erreichte irgendwann mal knapp die Größe 40, aber dabei blieb es dann auch. Mit der Folge, im Handball wurde sie immer als Letzte gewählt, und auch im Fußball wollte sie keiner in seiner Mannschaft haben. Sie nahm es hin, dachte sich nichts dabei. Überhaupt, besonders sportlich war Valerie eigentlich nie.

Viele Jahre später, sie war dann bereits schon lange erwachsen und hatte sich über das Crossdressing step by step ihren Körper verwandelt, bis sie zur heutigen erwachsenen Valerie wurde. Man trug damals die Haare lang, also fiel es nicht so auf, dass sie körperlich immer etwas dazwischen lag.

Irgendwann später hatte sie dann wohl auch schon ein paar Hormone geschluckt, in ihren damaligen wilden Jahren, die eigentlich eine Experimentierphase waren, das heißt, sie probierte damals manches aus. Freunde, Freundinnen, erster Sex, erste Enttäuschungen. Wie das halt so ist, wenn man nicht ganz normal ist, in dem Sinn, dass man eben ein wenig aus der körperlichen Norm herausfällt.

Dann kam die Zeit, es war schon in der Erwachsenenwelt, als sich das richtige Brustwachstum zurückmeldete. Sie waren wieder zurück, ihre beiden hübschen Brüste, diesmal sehr deutlich, denn innerhalb einer gewissen Zeit wuchs ihr ein netter Busen, den man laut den gängigen Maßtabellen der Konfektionsindustrie durchaus als Körbchengröße B bezeichnen konnte, und der sich im T shirt auch abzeichnete. Damals nannte man so etwas "Biertitten". Valerie versteckte den neuen Busen eine Zeitlang.

Das blieb aber nicht lange so, dann wollte sie sich nicht mehr verstecken.

Dann kam irgendwann der Zeitpunkt, als sich alles wendete. Der Zeitpunkt, als sie sich zu ihrem neuen Körper bekannte. Als sie "Ja" sagte zu ihrem Busen uns stolz darauf wurde. Die Zeit, als sie dann in Frauenkleidung auf der Frankfurter Automobilmesse aushalf und dort später beim Standdienst ihren ersten männlichen Liebhaber kennenlernte, an den Namen kann sie sich heute kaum mehr erinnern, ich glaube, der junge Mann hieß Karl-Heinz, ich schrieb in einer der ersten Kapitel dieser Geschichte darüber.

Nach diesem Ereignis war dann allerdings kein Halten mehr. Das bedeutet, Valeries wurde ihr Busen sehr wichtig, das heißt, sie versteckte ihn nicht mehr, sondern sie trug ihn gerne, und sie zeigte ihn auch gerne, sie demonstrierte ihn geradezu. Jemandem, der diese Sache nüchtern von außen betrachtet, mag dieses demonstrative Vorzeigen seltsam erscheinen, aber vielleicht kompensierte sie damit irgendetwas, schließlich war ihre Weiblichkeit lange Zeit unterdrückt gewesen, also wollte sie sie jetzt auch besonders herausstreichen, und was eignet sich besser dazu als zwei Brüste und ein schöner Busen.

Gut, etwas in der Art von Gina-Lollobridgida-Proportionen erreichte sie niemals, denn sie mußte immer noch Silikonkissen einlegen in ihre BHs. Aber im Geiste, also in ihrer Mentalität, nahmen ihre Brüste ab diesem Zeitpunkt einen ganz relevanten Platz ein in ihrem Leben. Sie legte sich, wenn sie abends ausging und ihre großen Silis drin hatte,, eine etwas provokante Art zu Gehen zu, ein wenig mit dem Po zu wackeln beim Gehen. So etwas lernte sie schnell, und sie bemerkte, wie es wirkte bei fast allen Männern.

Und nicht nur der Po, auch die Brüste wurden dann eingesetzt, quasi als Signalmittel, halloo, hier kommt Valerie, ich bin die Frau Bellegarde, unnahbar, schön, weiblich und sexy... Körperhaltung, aufrechter Gang, das Gehen oder Schlendern in high heels, die Schultern zurückgenommen, die Ellbogen eng am Körper, die Brüste demonstrativ vor sich hergetragen, das alles lernte sie und bemerkte auch sofort, wie Männer darauf reagierten.

Soviel zum Thema "Körpergefühl und Brüste". Die Story über Valeries Welt möchte ich fortsetzen wie immer am nächsten WE. Die Monate nach der OP werden übersprungen, also sie trägt dann schon ihre neuen Implantate.

Lieben Gruß, Valerie :()b

Re: Valeries Welt

Verfasst: Di 29. Mär 2022, 18:14
von Valerie Bellegarde
Kommentare sind willkommen. Es darf gerne diskutiert werden.

Valerie

Re: Valeries Welt

Verfasst: Di 29. Mär 2022, 18:21
von Tina-K.
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Ja gerne.... ich hatte mir nur vorhin ausgerechnet, dass ich dann wohl eine neue Seite auf gemacht hätte.

Vielen Dank für den kleinen Rückblich auf Valeries Leben.
Und wie stolz sie dann auf ihren Körper wurde.. .Körperhaltung ... Gangart.... Wirkung auf Männer.... usw.
Wieder sehr schön..... ))):s
Freue mich schon auf die Fortsetzung.

Hexe Tina )..)c

PS bitte zurück blättern und auch Valeries Geschichte lesen.

Re: Valeries Welt

Verfasst: Di 29. Mär 2022, 18:57
von Valerie Bellegarde
Tina-K. hat geschrieben: Di 29. Mär 2022, 18:21 .

Und wie stolz sie dann auf ihren Körper wurde.. .Körperhaltung ... Gangart.... Wirkung auf Männer.... usw.


Hexe Tina )..)c

PS bitte zurück blättern und auch Valeries Geschichte lesen.
Stolz, das ist genau das richtige Wort, gut beobachtet.

Lieben Gruß, Valerie

P.S. Und natürlich die alten Kapitel lesen, aus ihrer Stuttgarter Zeit... (2017, 2018)... empfehle ich sehr...

Re: Valeries Welt

Verfasst: Di 29. Mär 2022, 19:03
von Tina-K.
.
Ja.... 2017 und 2018 kenne ich ja noch. Da war ich ja noch hier...
und hatte doch auch das Bild eingestellt... das blaue Kleid.

Auch lieben Gruß (smili)