Re: Valeries Welt
Verfasst: So 13. Mär 2022, 12:39
Episode 20: Das Leben geht weiter
Vier Wochen später. Sie hatte sich im neuen Job gut eingearbeitet und sich bereits einen gewissen Namen geschaffen bei ihren Mitarbeitern, Valerie galt dort bald als Chefin, die "nichts durchgehen lässt". Nicht, dass man sie etwa als pingelig, kleinkariert oder ungerecht bezeichnet hätte, aber ihr Motto im Job ("PICO BELLO") war bald überall bekannt, und dieses hieß im Klartext : " Die Kunden geben uns ihr gutes Geld, und dafür liefern wir ihnen pico bello gereinigte Ferienwohnungen".
Wer Valerie kennt, weiß, dass das nicht nur leere Worte waren. Dazu kommt, dass sie tatsächlich auch mal mit anpackte, wenn mal Not am Mann war, und es konnte schon vorkommen, das Valerie selbst einsprang und Staubsauger samt Putzfeudel in die Hand nahm, wenn eine Mitarbeiterin mal krankheitshalber fehlte.
Samstags war Übergabetag für die Wohnungen, deshalb war sie dann in meistens in der Gegend unterwegs, um drei, vier oder fünf Wohnungen abzuchecken bzw. um ausnahmsweise die auch mal persönlich die Schlüssel zu übergeben. Normalerweise wurden die Schlüssel allerdings per Post an die neuen Mieter geschickt. Unter der Woche saß Valerie meistens im Narbonner Büro an ihrem Schreibtisch und telefonierte mit Handwerkern. Man glaubt nicht, wieviel an einer Wohnung ständig kaputtgeht und repariert oder erneuert werden muss. Ist der Gas/Wasser-Installateur mit dem tropfenden Hahn erst mal fertig, dann muß der Elektriker rein, weil im Bad das Licht nicht brennt. Ist dieser fertig, dann braucht man anderswo ganz schnell einen Fernsehtechniker, weil die Kunden das TV-Gerät nicht ankriegen. Läuft dann das Fernsehen, dann muss ganz, ganz schnell jemand kommen, weil im Schwimmbad im Garten die Alarmanlage nicht mehr ausgeht, sondern schon eine halbe Stunde herumheult wie verrückt, und so weiter, und so fort.
Natürlich passiert so ein Malheur nicht immer an einem Tag und gleichzeitig, aber bei ein paar hundert Ferienhäusern und Wohnungen kann man schon verstehen, dass es ein ganzes Bataillon von Handwerkern braucht, die bereitstehen und diese betreuen bzw. dann sofort losfahren, wenn mal wirklich Not am Mann ist, also wenn der Schlüssel im Schloss steckt und jemand kommt nicht mehr aus dem Klo raus, ihr versteht, was hier Sache ist.
Valerie hatte ihren Platz mitten im Nervenzentrum der Zentrale, das heißt, sie nahm die Anrufe an, fuhr dann aber nicht selbst los, sondern setzte ihre Handwerker und Techniker in Bewegung. Bestimmt kein nervenschonender Job, Wer schon einmal in Frankreich versucht hat, einen Handwerker zu bekommen, weiß, wovon die Rede ist.
Die Wochen waren also, wie man sieht, ausgefüllt mit Arbeit und wirklich turbulent, deshalb benutzte sie die Wochenenden in erster Line um auszuspannen, das heißt, dann war Nichtstun angesagt, die Beine hochlegen, mit Freunden telefonieren, essen gehen, so was...
Das Thema "Implantate" blieb dabei immer im Hintergrund, das heißt, sie hatte sich zwar dafür entschieden, sie wollte sich neue Implantate machen lassen, aber die Details blieben weiterhin etwas unklar. Sie las viel im Internet zum Thema, stieß dabei auch auf Kliniken, welche diese Operation anboten, der Preis von etwa 3000 Euro schreckte sie nicht ab.
Dann kam allerdings das Gespräch mit einem befreundeten Ehepaar, was dazu beitrug, ihren Entschluss noch weiter zu festigen. genauer gesagt, die Sache kam ins Rutschen. Sie hatte diese Freunde zum Essen eingeladen, und beim Nachmittagsspaziergang ergab es sich, dass ein kurzes Gespräch unter Mädels möglich war, intimere Sachen eben.... Die Freundin offenbarte ihr, dass sie selbst sich die Brüste einmal habe verkleinern lassen, und sie könnte die Klinik ganz in der Nähe wirklich empfehlen.
Valerie spitzte die Ohren. Verkleinern war zwar nicht ganz ihr Ziel, im Gegenteil, der eigene Busen sollte ja größer werden und ansehnlicher, deshalb notierte sie sich die Telefonnummer und suchte kurz darauf die Klinik für ein Infogespräch auf.
Demnächst weiter, hier in diesem Theater (nächstes WE).
Lieben Gruß, Valerie
Vier Wochen später. Sie hatte sich im neuen Job gut eingearbeitet und sich bereits einen gewissen Namen geschaffen bei ihren Mitarbeitern, Valerie galt dort bald als Chefin, die "nichts durchgehen lässt". Nicht, dass man sie etwa als pingelig, kleinkariert oder ungerecht bezeichnet hätte, aber ihr Motto im Job ("PICO BELLO") war bald überall bekannt, und dieses hieß im Klartext : " Die Kunden geben uns ihr gutes Geld, und dafür liefern wir ihnen pico bello gereinigte Ferienwohnungen".
Wer Valerie kennt, weiß, dass das nicht nur leere Worte waren. Dazu kommt, dass sie tatsächlich auch mal mit anpackte, wenn mal Not am Mann war, und es konnte schon vorkommen, das Valerie selbst einsprang und Staubsauger samt Putzfeudel in die Hand nahm, wenn eine Mitarbeiterin mal krankheitshalber fehlte.
Samstags war Übergabetag für die Wohnungen, deshalb war sie dann in meistens in der Gegend unterwegs, um drei, vier oder fünf Wohnungen abzuchecken bzw. um ausnahmsweise die auch mal persönlich die Schlüssel zu übergeben. Normalerweise wurden die Schlüssel allerdings per Post an die neuen Mieter geschickt. Unter der Woche saß Valerie meistens im Narbonner Büro an ihrem Schreibtisch und telefonierte mit Handwerkern. Man glaubt nicht, wieviel an einer Wohnung ständig kaputtgeht und repariert oder erneuert werden muss. Ist der Gas/Wasser-Installateur mit dem tropfenden Hahn erst mal fertig, dann muß der Elektriker rein, weil im Bad das Licht nicht brennt. Ist dieser fertig, dann braucht man anderswo ganz schnell einen Fernsehtechniker, weil die Kunden das TV-Gerät nicht ankriegen. Läuft dann das Fernsehen, dann muss ganz, ganz schnell jemand kommen, weil im Schwimmbad im Garten die Alarmanlage nicht mehr ausgeht, sondern schon eine halbe Stunde herumheult wie verrückt, und so weiter, und so fort.
Natürlich passiert so ein Malheur nicht immer an einem Tag und gleichzeitig, aber bei ein paar hundert Ferienhäusern und Wohnungen kann man schon verstehen, dass es ein ganzes Bataillon von Handwerkern braucht, die bereitstehen und diese betreuen bzw. dann sofort losfahren, wenn mal wirklich Not am Mann ist, also wenn der Schlüssel im Schloss steckt und jemand kommt nicht mehr aus dem Klo raus, ihr versteht, was hier Sache ist.
Valerie hatte ihren Platz mitten im Nervenzentrum der Zentrale, das heißt, sie nahm die Anrufe an, fuhr dann aber nicht selbst los, sondern setzte ihre Handwerker und Techniker in Bewegung. Bestimmt kein nervenschonender Job, Wer schon einmal in Frankreich versucht hat, einen Handwerker zu bekommen, weiß, wovon die Rede ist.
Die Wochen waren also, wie man sieht, ausgefüllt mit Arbeit und wirklich turbulent, deshalb benutzte sie die Wochenenden in erster Line um auszuspannen, das heißt, dann war Nichtstun angesagt, die Beine hochlegen, mit Freunden telefonieren, essen gehen, so was...
Das Thema "Implantate" blieb dabei immer im Hintergrund, das heißt, sie hatte sich zwar dafür entschieden, sie wollte sich neue Implantate machen lassen, aber die Details blieben weiterhin etwas unklar. Sie las viel im Internet zum Thema, stieß dabei auch auf Kliniken, welche diese Operation anboten, der Preis von etwa 3000 Euro schreckte sie nicht ab.
Dann kam allerdings das Gespräch mit einem befreundeten Ehepaar, was dazu beitrug, ihren Entschluss noch weiter zu festigen. genauer gesagt, die Sache kam ins Rutschen. Sie hatte diese Freunde zum Essen eingeladen, und beim Nachmittagsspaziergang ergab es sich, dass ein kurzes Gespräch unter Mädels möglich war, intimere Sachen eben.... Die Freundin offenbarte ihr, dass sie selbst sich die Brüste einmal habe verkleinern lassen, und sie könnte die Klinik ganz in der Nähe wirklich empfehlen.
Valerie spitzte die Ohren. Verkleinern war zwar nicht ganz ihr Ziel, im Gegenteil, der eigene Busen sollte ja größer werden und ansehnlicher, deshalb notierte sie sich die Telefonnummer und suchte kurz darauf die Klinik für ein Infogespräch auf.
Demnächst weiter, hier in diesem Theater (nächstes WE).
Lieben Gruß, Valerie