Re: Valeries Welt
Verfasst: Mi 29. Dez 2021, 10:51
Kapitel 10: Freunde helfen aus der Verwirrung.
Was für einen Quatsch hatte sie da bloß wieder erzählt. Als sie nach Ende der Vernissage wieder allein in ihrem Auto saß, konnte sie einen Moment lang nichts mehr denken. Nur noch dasitzen und vor sich hinstarren, der Kopf ganz leer.
"Mein Gott"¦ spinnst du jetzt eigentlich vollkommen?" fragte sie sich selbst.
"Du bist doch keine Schlossherrin mehr. Du kannst doch keinen Maler auf ein Schloss einladen, das dir nie gehört hat, bist du jetzt eigentlich völlig irre geworden?"
Irre? Meschugge? Nicht mehr bei Sinnen?
Heftige Selbstvorwürfe schossen durch ihren Kopf. Nein, natürlich würde sie niemals ihren Ex darum bitten, über solch eine Kunstausstellung in Seriège auch nur nachzudenken. Obwohl es rein technisch gesehen, natürlich sehr einfach möglich wäre, denn das Schloss hatte im Erdgeschoß zwei repräsentative Empfangsräume, die groß genug für eine Bilderausstellung wären, und außerdem wunderbar für diese Sache geeignet. Aber nein, nein, nein, wiederholte sie bei sich. niemals würde sie Thierry dazu ansprechen. Idiotin, die sie war.
Die Fantasie musste mit ihr durchgegangen sein, oder Wunschdenken, oder vielleicht auch die reine Idiotie. Valerie war richtig böse auf sich, wusste keine Lösung und fand in der kommenden Nacht überhaupt keinen Schlaf.
Als sie am nächsten Morgen erwachte, ging es ihr aber bereits viel besser. Sie duschte lange und ausgiebig, rubbelte sich mit einem großen Frotteetuch trocken und als sie aus dem Bad kam, wusste sie eine Lösung, sie würde mit Jan sprechen. Jan war einer ihrer neueren Freunde aus der Zeit nach Thierry, wie sie es sich bei sich selbst nannte, Jan war ebenfalls aus der Künstlerszene, und er würde ihr bestimmt aus ihrem Dilemma helfen können.
Die alte Wäsche lag noch auf dem Stuhl neben ihrem Bett. Sie griff sich ein neues Höschen aus der Wäscheschublade dann noch einen neuen BH, der zuoberst lag, hielt dann aber inne, schaute das kleine Teil an und überlegte kurz, um es dann in die Schublade zurückzulegen nein, für Jan würde sie etwas anderes anziehen. Etwas Besseres. Erst kürzlich hatte sie diesen neuen BH der Marke "gorge rouge" gekauft. Zu Deutsch "Rotkehlchen", ganz klein, hinten das Rückenband mit einem einzigen Häkchen, das Ganze aus schwarzem Synthetikmaterial mit einer kleinen Spitzenapplikation oben an den Körbchen. Aber vor allem passte er ihr wie angegossen und brachte ihren kleinen Busen gut zur Geltung. Man bemerkte kaum die kleinen Silikonkissen, die sie noch unten reinlegte. Sie prüfte ihr Profil von der Seite her: Perfekt!
Seit sie keine Implantate mehr trägt, greift sie ab und zu ganz gerne wieder zu den alten Hilfsmitteln wie Silikonkissen, meistens nimmt sie die die Kleinen, aber ab und zu bei besonderen Anlässen auch die großen Brüste. Wer bisher gut mitgelesen hat, weiß, dass ihr die implantierten Silikonbrüste, die sie vorher mehrere Jahre lang getragen hatte, aus Sicherheitsgründen von den Ärzten wieder entfernt worden waren. Äußerlich zwar recht gut vernarbt, aber mit den bekannten negativen Folgen für ihre Ehe mit Herrn Elouard.
Das war nun alles Vergangenheit.
Nun ist es allerdings so, dass Valerie inzwischen wieder allerhand körpereigenes Fett unter der Haut trägt, was eine Folge des natürlichen Alterungsvorgangs des Körpers ist, aber auch das Resultat ihrer häufigen Restaurantbesuche in den letzten Jahren. An den Hüften und Armen mochte sie das überhaupt nicht, aber an ihren Brüsten machte sich dieses Fett sehr positiv bemerkbar wurde gerne gesehen. Wie schon mehrfach angemerkt, sie trägt heute 100er BHs, deutsche Größen, in Frankreich sagt man 115 dazu.
Noch in BH und Höschen, griff Valerie zum Telefon und wählte Jans Nummer. Sie wollte diese Sache jetzt loswerden.
Er war glücklicherweise schon wach und kapierte sofort, in welches Dilemma sie sich reingeritten hatte. Nein, natürlich konnte sie ihren Ex jetzt nicht um einen Gefallen bitten.
Aber warum eigentlich Schloss Seriège? Es gäbe doch noch genügend andere Plätze, wo man ausstellen könne. Und ja, den Denis kenne er auch ganz gut, wie man sich halt kennt unter Kollegen, und vielleicht könnte man gemeinsam etwas organisieren? Er, Jan mit Denis zusammen? Wäre das keine Idee? Ob sie vielleicht deshalb mal vorbeikommen wolle bei ihm?
Man einigte sich auf einen Termin gleich am späteren Vormittag desselben Tages, und für Valerie schien die Welt plötzlich wieder in Ordnung. Sie suchte ein nettes Kleid heraus, schlüpfte in helle, halterlose Nylons, und verbrachte heute Morgen ein wenig länger vor ihrem Schminkspiegel als sonst. Ein heller Lippenstift, die Konturen der Augenbrauen ein wenig nachgezogen, und ach ja, die Fingernägel müsste sie sich auch noch richten. Sie entschied sich für einen Nagellack in Koralle, passend zum Rot ihrer Lippen.
Das war"™s für heute. Fortsetzung in einer Woche wie gewohnt.
L.G. Valerie
Was für einen Quatsch hatte sie da bloß wieder erzählt. Als sie nach Ende der Vernissage wieder allein in ihrem Auto saß, konnte sie einen Moment lang nichts mehr denken. Nur noch dasitzen und vor sich hinstarren, der Kopf ganz leer.
"Mein Gott"¦ spinnst du jetzt eigentlich vollkommen?" fragte sie sich selbst.
"Du bist doch keine Schlossherrin mehr. Du kannst doch keinen Maler auf ein Schloss einladen, das dir nie gehört hat, bist du jetzt eigentlich völlig irre geworden?"
Irre? Meschugge? Nicht mehr bei Sinnen?
Heftige Selbstvorwürfe schossen durch ihren Kopf. Nein, natürlich würde sie niemals ihren Ex darum bitten, über solch eine Kunstausstellung in Seriège auch nur nachzudenken. Obwohl es rein technisch gesehen, natürlich sehr einfach möglich wäre, denn das Schloss hatte im Erdgeschoß zwei repräsentative Empfangsräume, die groß genug für eine Bilderausstellung wären, und außerdem wunderbar für diese Sache geeignet. Aber nein, nein, nein, wiederholte sie bei sich. niemals würde sie Thierry dazu ansprechen. Idiotin, die sie war.
Die Fantasie musste mit ihr durchgegangen sein, oder Wunschdenken, oder vielleicht auch die reine Idiotie. Valerie war richtig böse auf sich, wusste keine Lösung und fand in der kommenden Nacht überhaupt keinen Schlaf.
Als sie am nächsten Morgen erwachte, ging es ihr aber bereits viel besser. Sie duschte lange und ausgiebig, rubbelte sich mit einem großen Frotteetuch trocken und als sie aus dem Bad kam, wusste sie eine Lösung, sie würde mit Jan sprechen. Jan war einer ihrer neueren Freunde aus der Zeit nach Thierry, wie sie es sich bei sich selbst nannte, Jan war ebenfalls aus der Künstlerszene, und er würde ihr bestimmt aus ihrem Dilemma helfen können.
Die alte Wäsche lag noch auf dem Stuhl neben ihrem Bett. Sie griff sich ein neues Höschen aus der Wäscheschublade dann noch einen neuen BH, der zuoberst lag, hielt dann aber inne, schaute das kleine Teil an und überlegte kurz, um es dann in die Schublade zurückzulegen nein, für Jan würde sie etwas anderes anziehen. Etwas Besseres. Erst kürzlich hatte sie diesen neuen BH der Marke "gorge rouge" gekauft. Zu Deutsch "Rotkehlchen", ganz klein, hinten das Rückenband mit einem einzigen Häkchen, das Ganze aus schwarzem Synthetikmaterial mit einer kleinen Spitzenapplikation oben an den Körbchen. Aber vor allem passte er ihr wie angegossen und brachte ihren kleinen Busen gut zur Geltung. Man bemerkte kaum die kleinen Silikonkissen, die sie noch unten reinlegte. Sie prüfte ihr Profil von der Seite her: Perfekt!
Seit sie keine Implantate mehr trägt, greift sie ab und zu ganz gerne wieder zu den alten Hilfsmitteln wie Silikonkissen, meistens nimmt sie die die Kleinen, aber ab und zu bei besonderen Anlässen auch die großen Brüste. Wer bisher gut mitgelesen hat, weiß, dass ihr die implantierten Silikonbrüste, die sie vorher mehrere Jahre lang getragen hatte, aus Sicherheitsgründen von den Ärzten wieder entfernt worden waren. Äußerlich zwar recht gut vernarbt, aber mit den bekannten negativen Folgen für ihre Ehe mit Herrn Elouard.
Das war nun alles Vergangenheit.
Nun ist es allerdings so, dass Valerie inzwischen wieder allerhand körpereigenes Fett unter der Haut trägt, was eine Folge des natürlichen Alterungsvorgangs des Körpers ist, aber auch das Resultat ihrer häufigen Restaurantbesuche in den letzten Jahren. An den Hüften und Armen mochte sie das überhaupt nicht, aber an ihren Brüsten machte sich dieses Fett sehr positiv bemerkbar wurde gerne gesehen. Wie schon mehrfach angemerkt, sie trägt heute 100er BHs, deutsche Größen, in Frankreich sagt man 115 dazu.
Noch in BH und Höschen, griff Valerie zum Telefon und wählte Jans Nummer. Sie wollte diese Sache jetzt loswerden.
Er war glücklicherweise schon wach und kapierte sofort, in welches Dilemma sie sich reingeritten hatte. Nein, natürlich konnte sie ihren Ex jetzt nicht um einen Gefallen bitten.
Aber warum eigentlich Schloss Seriège? Es gäbe doch noch genügend andere Plätze, wo man ausstellen könne. Und ja, den Denis kenne er auch ganz gut, wie man sich halt kennt unter Kollegen, und vielleicht könnte man gemeinsam etwas organisieren? Er, Jan mit Denis zusammen? Wäre das keine Idee? Ob sie vielleicht deshalb mal vorbeikommen wolle bei ihm?
Man einigte sich auf einen Termin gleich am späteren Vormittag desselben Tages, und für Valerie schien die Welt plötzlich wieder in Ordnung. Sie suchte ein nettes Kleid heraus, schlüpfte in helle, halterlose Nylons, und verbrachte heute Morgen ein wenig länger vor ihrem Schminkspiegel als sonst. Ein heller Lippenstift, die Konturen der Augenbrauen ein wenig nachgezogen, und ach ja, die Fingernägel müsste sie sich auch noch richten. Sie entschied sich für einen Nagellack in Koralle, passend zum Rot ihrer Lippen.
Das war"™s für heute. Fortsetzung in einer Woche wie gewohnt.
L.G. Valerie