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Re: Gericht: Rechtsextreme »Hängt die Grünen«„Plakate dürfen bleiben

Verfasst: Di 21. Sep 2021, 17:16
von ExuserIn-2023-08-12
Christel_Inter hat geschrieben: Di 21. Sep 2021, 16:44 [- - eines habe ich bei den gelernten(!) DDR-Menschen immer wieder bewundert, sie hatten eine ausgeprägte Gabe, Nachrichten und Berichten in den Medien zwischen den Zeilen zu hören und lesen. Das ist den Wessis leider superhart abhanden gekommen -

Oute mich hier mal als geborener DDR-Bürger der auch vor 89 hin und wieder Gelegenheit hatte den Stern/Spiegel usw zu lesen.
Wohltuend, wenn man DDR-Presseerzeugnisse mit "Erziehunsgauftrag" kannte
Nach der Wiedervereinigung bin ich dabei geblieben. Hab gerne diese Wochenzeitungen gelesen...der Focus kam noch dazu.
Ich weiß nicht warum...aber heutzutage erinnern mich diese Journalien wieder extrem an diese DDR-Machwerke mit diesem "virtuellen erhobenen Zeigefinger"
Man findet nichts Interessantes mehr in diesen Heften, was einen AHA-Effekt hervorruft.
Es scheint so, als ob die Schreiberlinge voll auf "Regierungslinie" liegen. War früher komplett das Gegenteil.

Re: Gericht: Rechtsextreme »Hängt die Grünen«„Plakate dürfen bleiben

Verfasst: Mi 22. Sep 2021, 12:13
von Christel_Inter
DWT.Nicole hat geschrieben: Di 21. Sep 2021, 17:16 Nach der Wiedervereinigung bin ich dabei geblieben. Hab gerne diese Wochenzeitungen gelesen...der Focus kam noch dazu.
Ich weiß nicht warum...aber heutzutage erinnern mich diese Journalien wieder extrem an diese DDR-Machwerke mit diesem "virtuellen erhobenen Zeigefinger"
Bist Du Dir sicher, dass sich mit dem wirklich gut geschulten Blick zwischen die Zeilen der DDR-Print-Medien (aber auch in Radio & TV) die Medienerzeugnisse der BRD (alt + neu) bewerten lassen?
- FOCUS und SPIEGEL bedienten mit Sicherheit schon immer ihre Stammleserschaft, aber wer den SPIEGEL (streng links) las, regte sich über den FOCUS (streng konservativ) auf und umgekehrt; die Frankfurter Rundschau und FAZ, das waren politisch so extrem verschieden verhaftet, dass von einer Regierungsnäher nun wirklich nicht geredet werde kann/konnte. - Wenn ich mir unsere SVZ (Schweriner Volkszeitung - welch ein Titel) ansehe, dann hat die rot-schwarze Regierung eher keine Fürsprecher in dieser Zeitung, und man schafft es sogar, redaktionelle Arbeit von Kommentar eins werden zu lassen und kommentiert schon mit der Überschrift des Leitartikels.
Kritisieren kann ich heute sehr stark, dass Journalismus und tatsächliche Reportage zur Randerscheinung werden.
Christel grüßt

Re: Gericht: Rechtsextreme »Hängt die Grünen«„Plakate dürfen bleiben

Verfasst: Mi 22. Sep 2021, 13:13
von Annette
Guten Tag,

das darf doch wohl nicht war sein. Ihr führt hier eine, in meinen Augen, völlig überzogene Diskussion und trotzdem werdet ihr damit nie einen gemeinsamen Nenner finden.

Auf der grossen politischen Bühne hatten wir das doch schon einmal, es wurde geredet, debattiert, gestritten, heruntergespielt, relativiert, geliebäugelt,... und plötzlich waren sie da. Mit gestrecktem Arm im Stechschritt marschierend, aufgezogen um die Freiheit einzuäschern.

Wehret den Anfängen!

Mit liebsten Grüssen,
Annette.

Re: Gericht: Rechtsextreme »Hängt die Grünen«„Plakate dürfen bleiben

Verfasst: Mi 22. Sep 2021, 15:02
von Lana
Christel_Inter hat geschrieben: Di 21. Sep 2021, 16:44
DWT.Nicole hat geschrieben: Fr 17. Sep 2021, 07:55 Und da die sich nun mal gerne rausnehmen die öffentliche Meinung zu diktieren (ohne Auftrag)
Uih uih, das ist aber doch zu flach.

DIE Medien diktieren? - dann machen wir mal einen Gang durch eine reichlich sortierte Bahnhofsbuchhandlung und schauen uns nur mal die Tages- und Wochenzeitungen an und sagen pauschal: alles DIKTATE - - und dann lesen wir diese Zeitungen und Illustrierten... - - Bei den Widersprüchen noch von Meinungsdiktat zu sprechen ist aber schon sehr mutig.
Liebe Christel,

damit hast Du recht, nur unterschlägst Du, dass die Reichweite der unterschliedlichen Blätter sehr verschieden ist und damit ihr EInfluss auf die Meinungsbildung. Wenn man das berücksichtigt und nur die Zeitungen mit der größten Reichweite durchblättert, dann wird es schon sehr viel weniger mit der Vielfalt. Noch dazu, wenn man weiß, dass viele Meldungen heute 1:1 aus Agenturtexten übernommen werden. Nachrichtenagenturen von Bedeutung gibt es nichtmal eine handvoll weltweit (AFP, AP, dpa und Reuters). In Deutschland ist die Situation nicht viel anders, so dass inzwischen auch in Lokalblättern überregionale Meldungen ein Einheitsbrei geworden sind, weil man die Redaktionen ausgedünnt hat. Das führt dann auch dazu:
Christel_Inter hat geschrieben: Di 21. Sep 2021, 16:44Meine (beruflichen) Erfahrung im Umgang mit den Medien laufen (im Westen) in der Summe zusammen: Es wird in zu vielen Fällen viel zu schlecht recherchiert
Das zeigt sich meiner Meinung auch an der stets schlechter werdenden Orthographie und Grammatik von heutigen Presseerzeugnissen.
Bei Internetmedien ist die Entwicklung im Prinzip vergleichbar.

Christel_Inter hat geschrieben: Di 21. Sep 2021, 16:44ein guter Journalist würde hier sagen: schlecht recherchiert. - - und es gibt diese guten Journalisten, nur die arbeiten heute meist als FREIE auf Honorar-Basis - - leider leider!
Und je nachdem, was sie schreiben, hat wurden sie in den letzten eineinhalb Jahren nicht mehr von den großen Medien engagiert und einige sind gezwungenermaßen bei den sog. "alternativen Medien" gelandet. Das tut zwar der Qualität ihrer Arbeit keinen Abbruch, verringert aber die Reichweite enorm.
Und wieder haben wir einen Punkt, warum der mainstreamgeleitete Bürger meinen könnte, Meinungen würden "diktiert".

LGL