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Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Verfasst: Mo 6. Sep 2021, 12:37
von Marlene K.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ideologie
Ideologie (von französisch idéologie; zu altgriechisch ἰδέα idéa, hier "Idee", und λόγος lógos "Lehre, Wissenschaft" — eigentlich "Ideenlehre")[1] steht im weiteren Sinne bildungssprachlich für Weltanschauung. Im engeren Sinne wird damit zum einen auf Karl Marx zurückgehend das "falsche Bewusstsein" einer Gesellschaft bezeichnet, zum anderen wird in der US-amerikanischen Wissenssoziologie jedes System von Normen als Ideologie bezeichnet, das Gruppen zur Rechtfertigung und Bewertung eigener und fremder Handlungen verwenden.[2] Seit Marx und Engels bezieht sich der Ideologiebegriff auf "Ideen und Weltbilder, die sich nicht an Evidenz und guten Argumenten orientieren, sondern die darauf abzielen, Machtverhältnisse zu stabilisieren oder zu ändern".[3]
...
Eine wichtige Weiterentwicklung erfährt die Theorie der Ideologie bei Georg Lukács, der sie mit einer Theorie des Totalitarismus verknüpft: Die vollständige Vereinnahmung des Individuums durch gesellschaftlich organisierte Aktivitäten und Strukturen führt dazu, dass sich das Individuum nur innerhalb dieser Strukturen verstehen kann und somit selbst eine passende Ideologie entwickelt.[4]
...

Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Verfasst: Mo 6. Sep 2021, 13:36
von Nora_7
Ich verstehe diese Schizophrenie nicht:

Da posten hier Leute, wie toll doch Linke Politik ist und vor allem, wie sie für Frieden und soziale Gerechtigkeit eintritt. Wegen der Gerechtigkeit (haha) distanziert sie sich auch nicht von der Verursachung der größten Flüchtlingsbewegung durch russisches Eingreifen in Syrien. Und den Einmarsch in der Ukraine mit Krim-Annexion.

Manche überlegen Links zu wählen, weil sie EIN (1) persönliches Problem — z.B. Wohnen/Miete — haben, das die Linke verkündet lösen zu können. Wird nicht funktionieren.
Und was kaufe ich bei Linken-Wahl? Vor allem das (bitte ganz durchlesen) — und Wissler hat sich gestern bei Anne Will NICHT davon distanziert, denn sie war auch daran beteiligt — 20 Jahre lang:

https://www.linksnet.de/organisation/marx21

Von der nachweisbar Unrechtsvorgängerin SED hat sich die Linke auch nicht distanziert. Mauermorde, Verfolgung Homosexueller und TG"¦ spielt jetzt hier die Moralische, aber zeigt ihr wahres Gesicht anderswo.

Und neben Personen mit einem persönlichen Problem kommen noch die Sympathisanten dazu, die meinen, dass sich ihre Situation monetär verbessert, wenn man den "Reichen" das Geld wegnimmt. Das Ergebnis sehen wir überall, wo das erfolgt ist. Denn irgendwann ist Geld alle.

Nora-7

Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Verfasst: Mo 6. Sep 2021, 14:18
von Nora_7
@Marielle:
Dein Rumgeeier zu was Du schreibst und was Du später rein interpretierst interessiert mich nicht - ab in den Papierkorb.

Und typisch, wenn man nicht zuende denken kann/will: 1. Es gibt Leute, die brauchen einen starken PKW, weil sie z.B. beruflich viel bei jedem Wetter im Gebirge unterwegs sind und/oder viel Ladung/Anhänger fahren. Sollen die sich 2 Autos kaufen? 3. Allrad ist sicherer als 1-Achsantrieb. 4. SUVs sind durch die hohe Ladekante und den bequemen Einstieg komfortabel. 5. Und last not least: Wenn Du dir die SUV Zulassungsstatistik ansiehts, dann wird dein völlig aus der Luft gegriffener Haß auf SUVs schon fraglich:

https://www.auto-motor-und-sport.de/ver ... en-zahlen/

Ja wo laufen sie denn, die vielen dicken SUVs?

Als Autohasser sieht man natürlich deren Abgasse als verabscheuenswürdig an. Aber: Die mit fast 82 % im Jahr 2020 bedeutendste Quelle von ⁠Treibhausgas⁠-Emissionen ist die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

https://www.umweltbundesamt.de/daten/kl ... kategorien

Man sollte dort anfangen, wo es was bringt und nicht, wo einen der Haß hin führt. Und beim Verkehr ist zwischen PKW und LKW zu unterscheiden. Als Ergänzung: 94% der Schiffahrt ist Frachtschiffahrt, Kreuzfahrtschiffe liegen etwa bei 2%. Details kann jeder selbst nachlesen - aber nur ohne Ideologiebrille. Aber allein Kreuzfahrtschiffe werden von den Klimafunktionären als böse gesehen. Spaß muß ja verboten werden.

Nora-7

Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Verfasst: Mo 6. Sep 2021, 14:38
von Mirjam
Nora_7 hat geschrieben: Mo 6. Sep 2021, 14:18 Als Autohasser sieht man natürlich deren Abgasse als verabscheuenswürdig an. Aber: Die mit fast 82 % im Jahr 2020 bedeutendste Quelle von ⁠Treibhausgas⁠-Emissionen ist die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

https://www.umweltbundesamt.de/daten/kl ... kategorien
Nora, dir ist aber schon klar, dass der Verkehrsbereich dort bei "Verbrennung fossiler Brennstoffe" mit enthalten ist?

Wenn du zum Beispiel hier guckst, dann siehst du, dass der Verkehr im Jahre 2019 für immerhin 20,4 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich war, Tendenz steigend. Und da würde ich jetzt nicht davon sprechen, dass es "nichts bringt" auch da anzusetzen.

Mirjam

Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Verfasst: Mo 6. Sep 2021, 14:48
von Viggy
Nora_7 hat geschrieben: Mo 6. Sep 2021, 14:18 Es gibt Leute, die brauchen einen starken PKW, weil sie z.B. beruflich viel bei jedem Wetter im Gebirge unterwegs sind und/oder viel Ladung/Anhänger fahren. Sollen die sich 2 Autos kaufen? 3. Allrad ist sicherer als 1-Achsantrieb.
Ich kann mich einfach nicht raushalten :-D

Wie hoch wird der Anteil der SUV-Besitzer sein, die ihren Panzer wirklich als Zugfahrzeug nutzen, 15%?
Naja, zum Teil wird das Einsteigen wegen der Höhe schon wieder beschwerlich und die hohe Ladekante sehe ich eher als Nachteil. Lass mal eine Frau einen Träger Wasser da hochwuchten.

Was die Sicherheit betriftt, das ist schon mal sehr relativ. Bei der Crashsicherheit trifft dies auch nur zu, solange ein SUV auf einen Kleinwagen trifft, übrigens zu Lasten der Kleineagenfahrer, ansonsten hebt sich der Vorteil auf. Und was die Fahrdynamik betrifft, ist das mit der Sicherheit sowieso ein Ammenmärchen. Viele sagen ja, Bremsen wird überbewertet. aber die Sicherheit eines Autos wird nicht dadurch entschieden, wieviel Vortrieb es beim Beschleunigen auf die Straße bringt, sondern wie es sich im neutralen Bereich, oder beim Bremsen verhält und da setzt nun mal die Physik über die 4 Räder für alle Antriebsarten die gleichen Grenzen.

Sehr bemerkenswert finde ich allerdings die Tatsache, dass gerade die Deutschen, die bei jeder Treibstoffpreis-Erhöhung die Keule zücken und gegen Staat und Mineralölfirmen wettern, als ginge es um die pure Existenz, ja, gerade die Deutschen kaufen nun verstärkt und immer mehr SUVs, obwohl jedes SUV, das ist mehrfach durch Tests bewiesen, generell schon mal 10% mehr Treibstoff verbraucht, als eine mit Platz und Volumen vergleichbare Limousine.

Ja, und wenn dann endlich mal die Straßen voll sind mit SUV, dann ist auch der schöne Vorteil der Übersichtlichkeit dahin :-D

Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Verfasst: Mo 6. Sep 2021, 15:34
von Nora_7
@Viggy: halt persönliche Meinung - die meisten Autokäufer sehen das anders und haben ihre Gründe. Und das erste Auto meines Sohnes war kein Kleinwagen, sondern Mittelklasse - wegen der Sicherheit. Und SUVs sind perfekt im Handling und Flexibilität. Machen auch 19% Gefälle auf Schnee im Kriechgang. Ja, und hinterm LKW ist eh dunkel.

Nora_7

Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Verfasst: Mo 6. Sep 2021, 18:38
von ExuserIn-2022-05-22
Viggy hat geschrieben: Mo 6. Sep 2021, 14:48
Nora_7 hat geschrieben: Mo 6. Sep 2021, 14:18 Es gibt Leute, die brauchen einen starken PKW, weil sie z.B. beruflich viel bei jedem Wetter im Gebirge unterwegs sind und/oder viel Ladung/Anhänger fahren. Sollen die sich 2 Autos kaufen? 3. Allrad ist sicherer als 1-Achsantrieb.
Ich kann mich einfach nicht raushalten :-D

Wie hoch wird der Anteil der SUV-Besitzer sein, die ihren Panzer wirklich als Zugfahrzeug nutzen, 15%?
Naja, zum Teil wird das Einsteigen wegen der Höhe schon wieder beschwerlich und die hohe Ladekante sehe ich eher als Nachteil. Lass mal eine Frau einen Träger Wasser da hochwuchten.

Was die Sicherheit betriftt, das ist schon mal sehr relativ. Bei der Crashsicherheit trifft dies auch nur zu, solange ein SUV auf einen Kleinwagen trifft, übrigens zu Lasten der Kleineagenfahrer, ansonsten hebt sich der Vorteil auf. Und was die Fahrdynamik betrifft, ist das mit der Sicherheit sowieso ein Ammenmärchen. Viele sagen ja, Bremsen wird überbewertet. aber die Sicherheit eines Autos wird nicht dadurch entschieden, wieviel Vortrieb es beim Beschleunigen auf die Straße bringt, sondern wie es sich im neutralen Bereich, oder beim Bremsen verhält und da setzt nun mal die Physik über die 4 Räder für alle Antriebsarten die gleichen Grenzen.

Sehr bemerkenswert finde ich allerdings die Tatsache, dass gerade die Deutschen, die bei jeder Treibstoffpreis-Erhöhung die Keule zücken und gegen Staat und Mineralölfirmen wettern, als ginge es um die pure Existenz, ja, gerade die Deutschen kaufen nun verstärkt und immer mehr SUVs, obwohl jedes SUV, das ist mehrfach durch Tests bewiesen, generell schon mal 10% mehr Treibstoff verbraucht, als eine mit Platz und Volumen vergleichbare Limousine.

Ja, und wenn dann endlich mal die Straßen voll sind mit SUV, dann ist auch der schöne Vorteil der Übersichtlichkeit dahin :-D
Ich bin immer wieder erstaunt wie viele Förster, Landwirte und vermeintliche Offroed Globetrotter es in Berlin gibt die einen großen SUV brauchen.. 😅. Merkwürdig das die immer auf Hochglanz poliert sind. Ob das wegen dem Schaulauf auf dem Ku"™damm ist?
Sarkasmus mal beiseite"” ich war drei Wochen mit einem richtigen, echten großen SUV äh echten Geländewagen von Landrover in Namibia in einer Gruppenreise unterwegs. Auf echten Pisten und das zum Campen. Niemand dort will diese typischen europäischen SUV haben. Die schmunzeln nur darüber das wir die Dinger zum Selterswasser kaufen in der Stadt nehmen. Aber irgendwer muss die Autofirmen sponsern"¦ nur zu , ich nicht. Mir reicht eine Asphaltblase. Es wird sich noch viel ändern"¦! Der Deutsche stellt seinen Reichtum halt immer noch an die Laterne"¦..

Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Verfasst: Mo 6. Sep 2021, 18:59
von Marielle
Namd,
Spaß muß ja verboten werden.
Och, naja. Es geht auch ohne solche Verbote. Nur wird es dann offensichtlich nichts mit dem Klimaschutz usw. Jeder der es will und kann, definiert sich dann einfach weiter sein eigenes Spassbedürfnis zurecht und stellt es unter Verbotsschutz. Kann man so machen. Ist mir auch eigentlich egal. Für mich wird es noch irgendwie gut gehen und Kinder habe ich keine. Wenn da nur nicht dieses Verantwortungsgefühl gegen Unbekannt wäre...

Aber egal, lass es uns so machen. Fernflugreisen für Kurztripps, Kreuzfahrten noch bis hinter den letzten Eisberg und tonnenschwere Autos mit höchstmöglicher Motorleistung; alles ohne Ende. Es wird dann halt ein finaler Beleg dafür, dass die kollektive Intelligenz der Menschheit nicht über die von Hefezellen hinausgeht. Mach einen Eimer voll Wasser, gibt ein Kilo Zucker dazu, ein paar Hefezellen und rühre um. Anstatt sich darauf zu einigen, die vorhandenen Ressourcen sparsam zu nutzen, werden sie fressen und sich vermehren wie die Blöden. Statt sehr lange ein bequemes Leben zu führen, werden sie in kurzer Zeit alles auffressen und letztlich an den Folgen ihrer Dummheit eingehen.

Ganz eingehen wird die Menschheit leider nicht, aber klüger als die Hefe ist sie dann eben auch nicht.

Marielle

Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Verfasst: Mo 6. Sep 2021, 19:04
von Nora_7
Marielle hat geschrieben: Mo 6. Sep 2021, 18:59 Ganz eingehen wird die Menschheit leider nicht, aber klüger als die Hefe ist sie dann eben auch nicht.
AMEN

Nora_7

Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Verfasst: Mo 6. Sep 2021, 21:01
von Nora_7
Marielle hat einen sehr interessanten Ansatz vorgeschlagen, bei dem ich die Hefe mal weiterentwickeln möchte:

Also, wenn die Erde ausgestorben ist — es besteht ja auch die Möglichkeit zum kollektiven Selbstmord, um das Klima zu retten, dann gibt es vielleicht eine 2 Chance, die Kreidezeit zu wiederholen. Damals war der CO2-Gehalt 10x höher als heute. Falls ich doch überleben sollte, hätte ich den Strand direkt vor der Haustür, der Meeresspiegel wäre ja mind. 120m höher als heute. Oh Gott — dann wäre ja auch die Tesla-Fabrik versunken! Für dieses Erlebnis braucht man gar keine Menschen — waren vor 150 mio Jahren auch eher selten. Was also kann sonst noch einen Klimawandel bewirken? Hmmm???? Ah, da war doch was — Kontinentalplattenverschiebung mit Entstehung der u.a. der Alpen. Kann so etwas dramtisches auch heute noch passieren?

https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/inf ... entektonik

Auszug: "Klimavorhersage für 50 Mio. Jahre nach heute

Auf den ersten Grund paradox, auf den zweiten Blick plausibel: Trotz der zurzeit noch recht unsicheren Vorhersehbarkeit des Klimas für die kommenden hundert Jahre ist ein gar nicht so schlecht abgesicherter Blick wesentlich weiter in die Zukunft durchaus machbar. Anders als die natürlichen Klimaantriebe auf der kurz- bis mittelfristigen Zeitskala — solaren und vulkanischen Antrieb können Astro- und Geophysik noch nicht vorhersagen — ist die künftige Weiterentwicklung der Plattentektonik durchaus abschätzbar.

Die Karte der Erde 50 Mio. Jahre nach heute (Abb. 2) zeigt erstaunliche Veränderungen, von denen für das Klima Mitteleuropas vor allem zwei Tatsachen wichtig sind: Einerseits wird Mitteleuropa ein gutes Stück weiter nach Nordosten gewandert sein. Anderseits wird Afrika das Mittelmeer, das Rote Meer und den Persischen Golf zugequetscht und dabei ein hohes Riesengebirge kontinentalen Ausmaßes hochgefaltet haben, dessen westlichster Teil die Alpen von der Höhe des heutigen Himalaya sein werden. Die Klimaprognose für "Österreich" für diese Zeit lautet also in etwa so: kälter, trockener, kontinentaler und alpiner."

Dann braucht die Linke ja gar nicht zu enteignen, nur zu warten — wird eh alles kaputt sein. Zwischenzeitlich übernimmt China den CO2-Ausstoß und kauft alle Berg- und Kraftwerke für Kohle in der Welt auf. Denn woanders darf ja nicht mehr energieintensiv produziert werden. Und Rußland packt es eh nicht, weil der größte Teil des BIP für Militärausgaben draufgeht. Und wir transportieren unsere 10 Kisten Mineralwasserangebot "Kauf 3-Zahl 2" mit dem Lastenfahrrad die Steigung hoch. Stationär einkaufen in der nächsten Großstadt geht auch nicht — vom Dorf dauert die Anreise mit ÖPNV schon 4h — aber nur wenn die GDL nicht streikt. Sonst natürlich 40 km mit Fahrrad. Ist eigentlich schöner, als wie im Viehtransport zusammengepfercht und mit vernbindlicher Maske als genereller Infektionsschutz. Und ich komme mit dem Fahrrad auch nach dem Absacker um 23h noch zurück auf"™s Dorf.

Oder doch besser gleich bei Amazon kaufen?

Ach wie schön ist diese Linke Grüne Zukunft"¦

Bevor ich"˜s vergesse: Achtung Satire.

LG Nora_

Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Verfasst: Di 7. Sep 2021, 08:13
von Marlene K.
Marielle hat geschrieben: Mo 6. Sep 2021, 18:59 ...
Ganz eingehen wird die Menschheit leider nicht, aber klüger als die Hefe ist sie dann eben auch nicht.

Marielle
Liebe Marielle,
glücklicherweise ist ja noch nicht entschieden, ob die Egoist*Innen und Hedonist*Innen dieser Welt wirklich gewinnen.

Das Problem ist, dass einer von den SUV Befürwortern und unüberlegt Kreuzfahrenden die Bemühung von Schätzungsweise zwanzig Menschen, die ihre eigene Verantwortung sehen zunichte machen kann.

Die ganzen Zahlenspiele, wie wenig Mensch tun kann, nerven einfach nur noch. So wird ja immer wieder behauptet, dass, weil Deutschland ja nur zwei Prozent des CO-² ausstoßes weltweit verantwortet, Maßnahmen hier ja nichts bringen würden. Wenn wir allerdings sehen, dass die deutsche Bevölkerung nur weit unter ein Prozent der Weltbevölkerung ausmacht, wird deutlich wie viel wir verantworten.
https://www.co2online.de/klima-schuetze ... r-laender/ Geschätzte Weltbevölkerung 11 Milliarden Menschen, Einwohnerzahl in Deutschland 80 Millionen.

Oder ziehen wir den pro Kopf Vergleich heran: Dort ist Deutschland an 28 Stelle beim Ausstoß von CO-², schon weit besser als 1995... aber immer noch kein guter Platz bei über 180 betrachteten Ländern.

Zu der Behauptung, dass eher fortschrittlich orientierte Wähler, hier pauschal oft als Links_Totalitäre Wähler, die das SED-Unrecht in der DDR vergessen haben, nur aus einem Grund eine linke Partei wählen, zum Beispiel wegen der MIeten, kann ich nur sagen, dass spiegelt dann wohl eher das Denken, dass die Schreiber*Innen solcher Sätze prägt.

Für mich bleibt es die Frage, stelle ich meine eigene, meist nur vermutete, Bequemlichkeit zum Beispiel durch das Fahren eines Sport und Gebrauchswagens (SUV) in einer Stadt und Kulturlandschaft vor die Verantwortung für das Gemeinwohl oder sehe ich auch den Menschen, der durch meinen Egoismus stirbt. Hierdurch werden auch die Werte geprägt, die ich in einer Wahl vertrete.

Dabei sehe ich die Auswirkung durch zum Beispiel des Fahrens eines SUVs um meine Kinder sicher zur Schule zu bringen und dabei in Kauf zu nehmen, dass ich die Kinder anderer Menschen vor der Schule eine höheren Risiko durch die Unübersichtlichkeit meines Fahrzeugs in Kauf nehme. Aber ich sehe auch meinen Beitrag das Klima und die Umwelt durch höheren Resourcenverbrauch bei Herstellung und Betrieb eines solchen Fahrzeugs stärker als durch ein kleiners Fahrzeug oder gar durch ein mit anderen geteiltes Fahrzeug (Carsharing) oder noch linksextremer durch die NMutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu belasten.
Wenn ich solche Menschen dann über zu Enge Parkplätze oder gar die Notwendigkeit zu längerer Parkplatzsuche schimpfen höre, fass ich m ich an den Kopf und frage mich, ob Denken unmodern geworden ist...

Dabei sehe ich aber auch die Anmaßung der Industrieländer, mehr Resourcen zu Verbrauchen als ihnen im Durchschnitt, gemessen an der Bevölkerung zustehen würde. Ich sehe, dass wir dadurch verhindern, dass Menschen in anderen Ländern sich ihren fairen Anteil nehmen können. Wenn dies unsere überlegene Kultur ist, so teile ich diese nicht und werde versuchen diese Haltung mit und mit zu ändern.

Ich für mich weiß, dass überlegtes Handeln kein Verzicht sondern oft die Befreiung von vermeintlichen Notwendigkeiten ist. Ich fahre, bei allen Unberechenbarkeiten durch Mitreisende, mit den öffentlichen in der Stadt, aber auch in Kombination mit einem Kleinfahrzeug auf dem Land, auf dem ich bis 2012 gewohnt habe, ruhiger und besser.

Es bleibt die Frage: Handele ich mit möglichst vielen Mitmenschen solidarisch oder steht mein und das Wohl meiner Bezugsgruppe an erster Stelle. Ich weiß, wie ich die Frage für mich beantworte.

Marlene

Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Verfasst: Di 7. Sep 2021, 09:15
von Marlene K.
Das bringt mich zurück zu den Fragen Ideologie und Genfer Konvention.

Ich habe mir und Euch die Frage gestellt, was ist Ideologie? Welche Partei hat ein ideologisches Denkgebäude ud welche Werte liegen diesem zugrunde? Eure Meinung würde mich wirklich interessieren.

Ich habe mir und Euch die Frage gestellt, wie wertet Ihr das Umgehen der Staaten zwischen 1933 und 1945 mit den jüdischen Deutschen und politisch verfolgten Deutschen? Wie wertet Ihr die Haltung Europas in dieser Hinsicht und vor diesem Hintergrund in der heutigen Zeit? Wie wertet Ihr Flucht aus queeren, genderbasierten und wirtschaftlich lebensbedrohenden Situationen? Insbesondere auf die letzte Frage habe ich für mich keine befriedigende Antwort, sehe aber die Grundlagen in der kapitalistischen und industriellen Gesellschaft, zu der für mich auch die ehemalige Sowjetunion und China zählen, auch wenn sie sich sozialisatisch nennen oder nannten.

...und was bedeutet das für die Wahlen?

Marlene

Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Verfasst: Di 7. Sep 2021, 09:52
von Nora_7
Marlene K. hat geschrieben: Di 7. Sep 2021, 08:13 Oder ziehen wir den pro Kopf Vergleich heran: Dort ist Deutschland an 28 Stelle beim Ausstoß von CO-², schon weit besser als 1995... aber immer noch kein guter Platz bei über 180 betrachteten Ländern.

Zu der Behauptung, dass eher fortschrittlich orientierte Wähler, hier pauschal oft als Links_Totalitäre Wähler, die das SED-Unrecht in der DDR vergessen haben, nur aus einem Grund eine linke Partei wählen, zum Beispiel wegen der MIeten, kann ich nur sagen, dass spiegelt dann wohl eher das Denken, dass die Schreiber*Innen solcher Sätze prägt.
Ich stelle fest, dass die letzte Behauptung an intellektueller Verwindung kaum zu überbieten ist. Die Linke nutzt das Wohnraum-Thema als Wahlkampfschwerpunkt und hoffen, dass viele auf deren verfassungsfeindliche Lösungsideen hereinfallen. Und nicht auf die weiteren überall gescheiterten Gehirn-Diarrhoe bedingten Thesen. Und DDR-Unrecht bleibt Unrecht, ebenso die Unterstützung für Russland in Syrien und Ukraine. Und der weltweit höchste Militäretat auf BIP. Auch wenn es Dir nicht passt, es ist so. Linke Wähler sind nicht fortschrittlich, sondern mindestens grenzenlos naiv oder schlimmer.

Vielleicht liest Du mal genauer: Ich hatte geäußert, dass Deutschland wegen des voreiligen Kernkraftausstiegs schlechter als z.B. F, UK dasteht. Und das ist richtig. Und wenn ich mir die Grünenprogramme ansehe, wird China mit seiner billigen Kohlenergie den Weltstahlmarkt beherrschen. Da helfen auch die hochgradig inkompetenten Baerbock-Thesen nicht, dass wir wettbewerbsfähig Stahl mit Ökostrom herstellen können. Da lachen sogar die Hühner. Ein Großteil des CO2-Ausstoßes wird nur verlagert - alles schon geschrieben, geht niemand drauf ein.
Marlene K. hat geschrieben: Di 7. Sep 2021, 08:13 Dabei sehe ich die Auswirkung durch zum Beispiel des Fahrens eines SUVs um meine Kinder sicher zur Schule zu bringen und dabei in Kauf zu nehmen, dass ich die Kinder anderer Menschen vor der Schule eine höheren Risiko durch die Unübersichtlichkeit meines Fahrzeugs in Kauf nehme.
Wieder ein Argument, das aus totaler Realitätsfremdheit, vielleicht auch Neid oder Haß völlig daneben liegt. Übersichtliche und weniger übersichtliche Autos gibt es in allen Klassen. Schau Dir einfach die Tests an. Und dieses immer wieder vorgebrachte Schwachsinnsargument, die Kinder "ökologisch" zur Schule zu bringen, kommt spätestens dann in die Mülltonne, wenn die Eltern berufstätig sind und ein Schulbus nicht zur Verfügung steht. Und ein Car Sharing Auto steht meistens nicht gerade vor der Tür. Wie kann man nur in so engen ideologischen Strukturen denken?

Nora-7

Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Verfasst: Di 7. Sep 2021, 10:21
von ExuserIn-2022-05-22
Ach bei diesen vielen Gutmenschen und Weltverbesserer Ideen bekomme ich doch glatt ein schlechtes Gewissen wenn ich an meine kommende Fernreise denke😂. Ironie!
Nee ganz im Gegenteil. Ich freue mich drauf und mein Reiseveranstalter beteiligt sich auch am CO2 Ablasshandel und pflanzt irgendwo ein Bäumchen. Vielleicht hilft es.
Und da ich aus Geld und Zeitmangel solche Reisen nur einmal Jahr mache werde ich es aus vollen Zügen genießen. Und damit sorge ich sogar für Jobs in dem Reiseziel. Nennt man Entwicklungshilfe.
Ehrlich gesagt geht mir dieser Quatsch einfach nur auf den Zünder. Ich kenne auch nur Flugfreude. Flugscham können sich gerne die Weltverbesserer aus Prenzelberg leisten. Und nun bitte den Shitstorm.

Re: evangelisch.de: Studie „ Queer wählt Grün

Verfasst: Di 7. Sep 2021, 10:28
von ExuserIn-2022-05-22
Und bevor jemand Schnapatmung bekommt- ich werfe meine Joghurtbecher in die gelbe Tonne und gleiche damit den Gewerbemüll bei meinem Arbeitgeber aus.
Alles Bio 😉☀️