Die Bagpipe. Der irischen und schottischen Folklore-Musik durchaus zugetan, bin ich in Sachen Bagpipe eher abstinent.Während einer Schottland-Rundreise vor einigen Jahren wurde ich innerhalb weniger Tage zuerst zum absoluten Fan und dann zum Bagpipe-Abstinenzler:Blossom hat geschrieben: Mi 15. Apr 2020, 14:42 eine echte Vorliebe für schottische Musik, entsprechend für die Bag-Pipe
Wir hielten kurz vor Ullapool auf einem Parkplatz an der Steilküste, um die Aussicht über das Meer und die Stadt zu genießen. Dieses tolle Erlebnis wurde noch verschönt durch einen Bagpiper, der für uns ganz alleine "Amazing Grace" spielte. Das war ein sehr intensives Erlebnis, die frische Luft, die Aussicht, die Einsamkeit und dazu die Musik, die hier phantastisch klang und trotz des dargebotenen Stücks auch keineswegs kitschig wirkte.
Ein paar Tage später waren wir in Portree auf der Isle of Skye. Es war früher Nachmittag, ein "bed and breakfast" hatten wir schon gefunden. Auf einem Rundgang durch die Stadt sah ich ein Plakat, auf dem für ein Bagpiper-Konzert am selben Abend geworben wurde. Begeistert beschlossen wir, das Konzert zu besuchen.
Wie es nun mal mit dem Wetter in Schottland so ist (they have a lot of weather every day), abends regnete es und das Konzert, das ursprünglich an der frischen Luft stattfinden sollte, wurde kurzerhand in die örtliche Sporthalle verlegt. Es traten also ca. 20 Bag-Piper auf die provisorische Bühne und begannen zu spielen.
Nach einer halben Stunden mussten wir das Zuhören abbrechen, weil unsere Ohren den Dienst verweigerten. Nun ja, es mag an der schlechten Akustik gelegen haben, an unserer mangelnden Musikalität oder die Musiker hatten einen schlechten Tag. Vielleicht sollte ich Bag-Pipern aber auch nur zuhören, wenn ein einzelner oder vielleicht zwei oder drei für mich an einem sonnigen Tag an der Steilküste mit Blick über dem Meer spielen.