Seite 6 von 12

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Do 5. Mär 2020, 14:34
von Carry
!EmmiMarie! hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 14:20 Ohje.."Schönheit" wäre jetzt nun wirklich übertrieben, aber vielen Dank!
Im Inneren ist da auch ein ziemliches Miststück...
Weißt Du, glücklicher Weise liegt "Schönheit" ja immer im Auge des Betrachters ... und nach meinem Dafürhalten
kann ein "Miststück" auch ganz schön "schön" sein ...wie langweilig wäre das auch, wenn wir alle nur Engelchen wären... :D

...na fein, dann behalte Deine Schwester halt für Dich! :lol:
Ich habe auch nur eine, die hat auch einen Hau...aber leider keinen, der zu meinem Hau besonders kompatibel wäre ... :lol:

Sorry - OT! :)

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Do 5. Mär 2020, 15:57
von Jaddy
Carry hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 10:18ich kann überhaupt nicht begreifen, was "Mann" toll daran finden kann, sich absichtlich in all diese einengenden, hier und da kneifenden Klamotten zu schmeißen und sich dann wohlmöglich auch noch zu stylen....aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich eben diese Sachen ja alltags tragen "muss"... !?!?!
Diese Art von "weiblichem" Gefühl beinhaltet eben nicht das, was 1 "ist", also wie 1 auf- und hineingewachsen ist, ganz selbstverständlich von der Umwelt gespiegelt und behandelt wird. In der Crossdressing-Phase stellt diese Art "Weiblichkeit" häufig einen Sehnsuchtsort dar. Einen "Urlaub vom Mann-sein-müssen". Jedes Kennzeichen und Accessoire am Körper aktiviert dieses Gefühl. Klar ist das "Rosinenpickerei". Im Kern aber durchaus vergleichbar mit deine Schlupfhose, dem Lieblingsbecher mit Lieblingsheissgetränk und dem Lieblingsplatz auf dem Sofa, die alle assoziiert sind mit Freizeit, persönlicher Freiheit, Entspannung, keine stressigen Anforderungen.

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Do 5. Mär 2020, 16:56
von Anne-Mette
Moin,

Kleidung kann auch ein Statement sein; sogar ein politisches.
Die Aussage kann sich an mich selbst richten, aber auch an meinen näheren Umkreis oder "an die Allgemeinheit".
Kleid oder Rock finde ICH bequem; und sogar "schicklich" (smili) - und ich muss nicht meine Hand auf das "magische Dreieck" legen (smili)
Das muss allerdings nicht für andere Menschen gelten.

Weiterhin bezweifle ich, dass "Frauenkleidung" per se unbequem sein muss, wenn die richtige Größe gekauft wird und nicht körperliche Besonderheiten eingreifen.
Es ist klar, mit sehr großen Brüsten kann ein BH einengend sein und der Umgang damit beschwerlich - und dickere, sich reibende Oberschenkel vertreiben recht schnell romantische Gefühle, wenn ein Sommerkleid ohne Beinkleider getragen wird.

Den Vorwurf, dass sich "Männer, die sich als Frau geben oder gar wünschen, eine zu sein", nur "die Rosinen rauspicken" und die sollten doch erstmal ein paar Tage/Wochen Menstruation erleben, bervor..., kenne ich.
In einigen Frauenkreisen gibt es das Argument, dass das "richtige 'gute' Frau sein" erlitten werden muss - mit schmerzhafter Menstruation, möglichst mehreren Geburten und allem, was dazu gehört.
Es ist schwer, wenn Frau nicht in dieses Schema passt oder passen möchte. Frauen, die keinen Kinderwunsch haben, werden sehr oft in eine Verteidigungshalten gedrängt, wenn angefangen von ihrer Familie immer wieder die Frage kommt: "... wann ist es denn bei Dir mal so weit mit einem Kind?".

Ich erlebe häufig(er), dass sich Crossdresser und intersexuelle und transsexuelle Menschen gerade nicht "die Rosinen" rauspicken, sondern sich engagieren, emanzipatorisch diskutieren, für Frauenrechte - und überhaupt für Menschenrechte eintreten.
Sie leisten Beziehungsarbeit und Arbeit "im Dienste der Gesellschaft".

Gruß
Anne-Mette

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Do 5. Mär 2020, 17:19
von Lavendellöwin
Anne-Mette hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 16:56 Kleidung kann auch ein Statement sein; sogar ein politisches.
Die Aussage kann sich an mich selbst richten, aber auch an meinen näheren Umkreis oder "an die Allgemeinheit".
Kleid oder Rock finde ICH bequem; und sogar "schicklich" - und ich muss nicht meine Hand auf das "magische Dreieck" legen
Das muss allerdings nicht für andere Menschen gelten.

Weiterhin bezweifle ich, dass "Frauenkleidung" per se unbequem sein muss, wenn die richtige Größe gekauft wird und nicht körperliche Besonderheiten eingreifen.
Es ist klar, mit sehr großen Brüsten kann ein BH einengend sein und der Umgang damit beschwerlich - und dickere, sich reibende Oberschenkel vertreiben recht schnell romantische Gefühle, wenn ein Sommerkleid ohne Beinkleider getragen wird.

Gut bemerkt-kann ein Statement sein...und sicher ist "Frauenkleidung" nicht nur unbequem, es gibt verdammt bequeme
Strickkleider zum Beispiel...
ABER und trotzdem macht mich Kleidung nicht weiblicher..meine persönliche Meinung!
Und mein Statement ist, das ich auch schon in "Männerkleidung" eine Frau war-ich muss nichts bestimmtes tragen um ich
zu sein und ich wehre mich dagegen wenn ich damit mein Frausein zeigen soll.
Alle sollten tragen dürfen was sie möchten..so hab ichs schon immer gemacht.

Auch bei meinem B-Körbchen ist der BH einengend wenn ichs mir abends richtig bequem machen möchte-der ist dafür
da in Situationen Halt zu geben wo ich das brauche-beim Sport beispielsweise.
Anne-Mette hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 16:56 sondern sich engagieren, emanzipatorisch diskutieren, für Frauenrechte - und überhaupt für Menschenrechte eintreten.
ich finde es toll, das ich auch ohne Menstruation zum Frauenfrühstück meiner politischen Heimat eingeladen werde.
Meine Logopädin ist bekennende Feministin worüber ich für meinen Teil froh bin..

ich habe mit ihr sogar drüber geredet das einer meiner innersten Wünsche der ist, schwanger werden zu können.
Mein Endo behandelt Frauen mit PCOS ich habe sogar schon mal mit einer anderen Patientin deshalb im Wartezimmer geweint.

Weisst du Anne-Mette, alles was ich möchte ist nichts besonderes sein, nur die Frau die ich bin.

Alles Liebe Marie (flo)

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Do 5. Mär 2020, 18:08
von Nora_7
Carry hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 10:18
Vicky_Rose hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 09:50 Ich würde mich als Biofrau auch nicht aufstylen, wenn ich zuhause bliebe, warum sollte ich es dann als Transfrau tun ?
Das ist ja zum Beipiel etwas, was ich nie begreifen werde ...
Ich - und soweit ich das weiß auch die meisten Frauen in meinem Umfeld - bin froh, wenn ich heimkomme und kein Besuch mehr erwartet wird, ich auch nicht mehr raus muss, dass dann als allererstes Mal der BH "fliegen" kann - meist von mir mit einem erleichterten Ausruf "Freiheit für die Möpse" begleitet :wink: , dass die enge Stretch-Jeans gegen die bequeme "Schlumpf-Hose" getauscht werden kann und die hohen Hacken gehen die Flauschsocken ...ich kann überhaupt nicht begreifen, was "Mann" toll daran finden kann, sich absichtlich in all diese einengenden, hier und da kneifenden Klamotten zu schmeißen und sich dann wohlmöglich auch noch zu stylen....aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich eben diese Sachen ja alltags tragen "muss"... !?!?!
Ich weiß, Vicky, Du hast schon oft versucht, mir das zu erklären.....aber sorry....das geht mir einfach nicht in den Kopf! :?:
Bei Männern ist es doch immer noch schlimmer: In vielen Bereichen wird von Männern Anzug und Krawatte (die schlimmste Erfindung seit es Männer gibt) verlangt. Zugeschnürter Hals, unbequemes Atmen. Kurze Hosen — bei vielen Frauen ein NoGo, selbst wenn die Beine gut aussehen. T-Shirts? — Alle hoch bis zum Hals wegen 3 Haaren auf der Brust. Bälle: Mann zugeschnürt bis oben hin — Frau am besten schulterfrei oder mindestens tiefer Ausschnitt. Farben der Frauenkleidung: leuchtend, dito für Männer: dumpf. Sommerkleider — luftig und bequem, Männer: möglichst nie ärmellos. Wenn eine Frau ein bestimmtes Outfit trägt, dann kann sie damit Botschaften vermitteln, z.B. mit einem roten Kleid/Kostüm. Mann: dunkler, max. grauer Anzug mit Krawatte in Partei- oder Firmenfarbe — sieht immer gleich aus. Gleiche Kleidung, gleicher Haarschnitt, bloß nicht Haare färben (das machen doch nur Frauen), keine Veränderungen (was ist denn mit Dir los?)"¦langweilig. Michelle Obama hat auch geklagt, wie sehr sie nach ihrer Kleidung beurteilt wird, und ihr Leben dadurch wesentlich aufwendiger bei Zeit und Kosten wird. Sie beneide ihren Mann, das sei alles so schnell und einfach bei ihm. Warum soll ein Mann Kleider nicht schön an sich finden? Auch ist mit unterschiedlichen Schnitten und Stoffen immer ein anderes Tragegefühl verbunden, z.B. Bleistiftrock oder schwingender Tellerrock. Nicht die Biologie, sondern die gesellschaftlichen Normen verdammen die Männer zur Langeweile. Natürlich gibt es die 100% Männertypen, die alles als weiblich zuzuordnende ablehnen. Liegt wohl an den Genen und der embryonalen Gehirnausbildung — ein 100% Pol. Es gibt aber unendlich viele Stufen mit und runterschiedlicher Stärke dazwischen — von 100% Macho bis 100% Tussi.
Ich bin zum Crossdressing gekommen, weil ich Röcke und Ohrringe tragen wollte. Das war als Junge/Mann damals gesellschaftlich völlig unmöglich. Also versucht Mann sich als Frau darzustellen. Und je mehr ich dabei dazu gelernt habe, desto besser wurde es, und ich gefiel mir (und nicht nur mir) optisch besser als "Frau". Ich bin eindeutig kein TS, will mich aber so darstellen, wie ich mich fühlen will.
Ich fühle mich dabei nicht als Frau, sondern - wie man so schön sagt — relativen hohen Anteil Weiblichkeit in mir aus.

Nora_7

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Do 5. Mär 2020, 18:28
von Lavendellöwin
Nora_7 hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 18:08 Mann: dunkler, max. grauer Anzug mit Krawatte in Partei- oder Firmenfarbe — sieht immer gleich aus. Gleiche Kleidung, gleicher Haarschnitt, bloß nicht Haare färben (das machen doch nur Frauen), keine Veränderungen (was ist denn mit Dir los?)"¦langweilig.
Das muss eine harte Zeit gewesen sein...

irgendwie, warum auch immer, hat mich das grade an meinen ersten Abschlussball erinnert.
Der war 1989 und ich damals zarte 16...
ich hab ja schon öfter gesagt, das ich einen speziellen Stil hatte und habe.

Damals habe ich ein Sakko in Altrosa mit weissem Rüschenhemd aus den 70ern getragen, die Haare
mit Dauerwelle und in Blauschwarz mit zum Sakko passenden Haarband.
Sogar der Strauss war darauf farblich abgestimmt...

warum hat bei mir kaum einer was zu meinem Stil gesagt?

Alles Liebe Marie (flo)

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Do 5. Mär 2020, 18:34
von Alex_andra
Kleidung ist immer ein Statement, ein Kommunikationsmittel, ein Wohlfühlort, ein Zuhause, ein Schutz, die zweite Haut, mein Haus, Hütte, Zelt, in das ich mich zurückziehen kann, das mich schützt und schmückt und zeigt, inszeniert oder nur wärmt. Sie gibt manchmal Form und dann lässt sie sich, da formlos, formen. Sie kann kuschelig, sanft, fast zärtlich sein, oder wie ein Schutzschild, Klarheit schaffen, manches verbergen und anderes so als ob erscheinen lassen. Sie ist oft funktional und praktisch, egal ob das nun Regenkleidung, leichte Sommerkleider oder Sportklamotten sind.
Manchmal kann ich mich unter Zuhilfenahme diese artifiziellen Tricks ein wenig so zeigen, wie ich gerne wäre oder gesehen werden würde oder mich fühle oder weiß, dass ich bin... Es hilft mir den Grad an Mustern, die allgemein als weiblich erscheinen, zu erhöhen, so dass ich die im besten Fall genau in diese "Schublade" einsortiert werde.
Die Inszenierung hängt vom Kontext ab und ist sicher bei trans* Menschen oft so, dass wir uns darüber diese wesentlich mehr Gedanken machen müssen, als die meisten cis Personen. Sie schafft eben auch einen Teil der Realität in der wir uns bewegen.
Sie ist eine dieser vielen Facetten, derer wir uns bedienen dürfen, um bei uns selbst oder anderen Muster zu aktivieren, die uns helfen, mehr bei uns zu sein. Der Grad ist verschieden, dennoch hilf es, ähnlich wie die stimmliche Veränderung oder eine andere Frisur oder sich nur die Haare am Körper zu rasieren.

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Fr 6. Mär 2020, 08:00
von ExUserIn-2026-04-08
Carry hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 12:01 "Pfff...als wäre es eine einzige Feier, eine Frau zu sein...hab' mal ein paar Monate lang Menstruation und Du wünschst Dir, Du wärest sonstwas, aber mit Sicherheit keine Frau. Schön, wie Du Dir die Rosinen rauspickst - die Realität als Frau ist aber nicht Glitzer-Strassteichen-rosa...!" .....ich weiß, das ist ein bisschen "böse", aber solche Gedanken kommen einem halt, wenn man manchmal sieht, wie ihr das so "zelebriert und feiert".
Da muss ich nochmal einhaken. Du hast natürlich Recht mit dem was Du schreibst. Aber ich frage mich, ob das die geeignte Sichtweise ist. Du entrüstest Dich, dass jemand eine Vokabel benutzt, bei der Du ganz andere Erfahrungen hast. Kein Mensch spricht Dir das ab. Es ändert sich bei Dir doch nichts, wenn sich jemand anders als Frau bezeichnet. Machen denn Frauen unter sich einen Wettbewerb, wer die schlimmere Menstruation hat, um die "bessere" Frau zu ermitteln ? Zelebrieren Frauen nicht auch ihr Frausein ? Richtig so, es sind die besonderen Momente im Leben, die so glänzend sind. Ich zelebriere meine Form der Weiblichkeit auch. Wer will mir das absprechen ? Kurt Tucholsky werden die Worte nachgesagt:
Die Frauen haben es ja von Zeit zu Zeit auch nicht leicht. Wir Männer aber müssen uns rasieren.
Setze ich das in einen Transkontext, kann ich das Bild des Rasierens so übersetzen, dass es "weibliche Männer" ganz schön schwer haben, ihr Leben zu leben. Unter Männern gelten sie nicht als Männer (als Frauen sowieso nicht) und unter Frauen nach Deiner Argumentation auch nicht als Frauen ("richtige Männer" sind sie auch nicht). Das käme einer faktischen Totalausgrenzung gleich. (Gut das die Welt nicht so schwarz-weiß ist.)

Mir erscheinen die Argumente um Menstruation, Geburt etc. manchmal wie ein eifersüchtiger Kampf um eine Deutungshoheit. Lasst den Menschen doch das Zelebrieren. Es tut doch niemandem weh und macht den Zelebrierenden glücklich. Was die Wahrheit (nicht das was wir dafür halten) hinter dem Zelebrieren ist, kann niemand feststellen.

Es sind unsere Worte, die trennen oder verbinden können, nicht die Tatsache, dass etwas zelebriert wird.

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Fr 6. Mär 2020, 10:16
von sbsr
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 6. Mär 2020, 08:00 Es ändert sich bei Dir doch nichts, wenn sich jemand anders als Frau bezeichnet.
Danke Vicky für Deinen Beitrag! Du sprichst mir aus der Seele.

Meine Frau ist ja auch der Meinung, alles weibliche ist per "Menstruationsrecht" ihr vorbehalten. Ein Mann darf keinen Rock anziehen oder sich anderweitig weiblich fühlen/kleiden/..., weil er sich das nicht verdient hat. So als gäbe es nur ein begrenztes Kontingent an Weiblichkeit, und immer wenn ein Mann etwas weibliches für sich beansprucht, geht es einer "echten" Frau verloren.

Damit wären wir auch wieder beim Thema des Threads, nämlich dem Konkurrenzdenken. Wenn mein Mann sich weiblich kleiden, schminken oder sonst was will, nimmt er mir damit meine Weiblichkeit weg. Das kann auch rein die Gefühlsebene betreffen, was ich weiter oben versucht habe zu beschreiben.

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Fr 6. Mär 2020, 10:44
von Jaddy
sbsr hat geschrieben: Fr 6. Mär 2020, 10:16Meine Frau ist ja auch der Meinung, alles weibliche ist per "Menstruationsrecht" ihr vorbehalten. Ein Mann darf keinen Rock anziehen oder sich anderweitig weiblich fühlen/kleiden/..., weil er sich das nicht verdient hat. So als gäbe es nur ein begrenztes Kontingent an Weiblichkeit, und immer wenn ein Mann etwas weibliches für sich beansprucht, geht es einer "echten" Frau verloren.
Die zentrale Irritation dahinter ist vermutlich die auch hier ab und zu geäusserte, nämlich was eigentlich "weiblich" und "männlich" definiert, wenn Körper veränderbar sind und Accessoires, Kleidung und andere scheinbar eindeutigen Signale nicht mehr statisch zugeordnet. Dann werden cis Menschen häufig zum ersten Mal mit dem Problem konfrontiert, ihr Geschlechtsempfinden ohne Bezug auf Körper und Kleidung zu definieren. Und das scheitert notwendigerweise, weil da nun mal nichts ist ausser "ich fühle mich eben so". Klar, dass einigen da der bisher stabil gebaute Boden unter den Füssen wegbricht.

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Fr 6. Mär 2020, 10:47
von Nora_7
Haha - und was ist mit Jeans, Hosen allgemein, Krawatten - dann müßte den Männern ja soviel Männlichkeit entzogen worden sein, dass der weibliche Rest immer stärker wird. S.hier:

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://up.picr.de/38013919zs.jpg


Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://up.picr.de/38013920sl.jpg

Nora_7

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Fr 6. Mär 2020, 11:02
von ExuserIn-2023-06-22
sbsr hat geschrieben: Fr 6. Mär 2020, 10:16 Meine Frau ist ja auch der Meinung, alles weibliche ist per "Menstruationsrecht" ihr vorbehalten. Ein Mann darf keinen Rock anziehen oder sich anderweitig weiblich fühlen/kleiden/..., weil er sich das nicht verdient hat. So als gäbe es nur ein begrenztes Kontingent an Weiblichkeit, und immer wenn ein Mann etwas weibliches für sich beansprucht, geht es einer "echten" Frau verloren.

Damit wären wir auch wieder beim Thema des Threads, nämlich dem Konkurrenzdenken. Wenn mein Mann sich weiblich kleiden, schminken oder sonst was will, nimmt er mir damit meine Weiblichkeit weg. Das kann auch rein die Gefühlsebene betreffen, was ich weiter oben versucht habe zu beschreiben.
Ich höre ja sehr viel den ganzen Tag. Aber das muss ich mit einer Antwort würdigen. Was ich hier jetzt nicht verstehe ist: Weil ich eine biologische Frau bin und die Tage bekomme, habe ich es mir verdient weibliche Kleidung und Schminke zu tragen???? :((a Unglaublich :((a
Zum zweiten Absatz: Durch die Transsexualität meiner Jasmine nimmt sie mir doch nichts weg, im Gegenteil meine Jassi ist eine Bereicherung für mich. Konkurrenzdenken ist doch auch sowas was ich nicht verstehe. Ist damit gemeint, das die oder der Partner/in Chancen bei anderen Personen wegnimmt? In unserer Beziehung ist meine Jassi und ich gleichberechtigt. Wir achten uns gleichermaßen und niemand will eine bevorzugte Rolle in unserer Beziehung spielen. Also wo sollte hier Konkurrenzdenken stattfinden???
Menalee

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Fr 6. Mär 2020, 11:08
von Anne-Mette
Moin,

ihr denkt bitte an das Copyright bei den geposteten Bildern?! Möglicherweise entstehende Rechtsfolgen bei Nichtbeachtung liegen in Verantwortung derer, die die Fotos gepostet haben.

So ganz nebenbei: wir sind wieder einmal ganz schön weit weg vom ursprünglichen Thema.

Gruß
Anne-Mette

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Fr 6. Mär 2020, 11:11
von Nora_7
Ist beachtet! Nora_7

Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Verfasst: Fr 6. Mär 2020, 11:31
von Carry
sbsr hat geschrieben: Fr 6. Mär 2020, 10:16 Damit wären wir auch wieder beim Thema des Threads, nämlich dem Konkurrenzdenken. Wenn mein Mann sich weiblich kleiden, schminken oder sonst was will, nimmt er mir damit meine Weiblichkeit weg. Das kann auch rein die Gefühlsebene betreffen, was ich weiter oben versucht habe zu beschreiben.
Das betrifft ja auch in erster Linie die Gefühlsebene! Ganz genau so ist das - weil in einer vermeintlich als hetero eingegangenen Beziehung eben eigentlich nur ein Mann und eine Frau beteiligt sind! Das ist das, wovon "wir" ausgegangen sind, als wir die Beziehung eingegangen sind.
Und ja - es macht einen Unterschied - es ändert sich für mich sehr wohl was, wenn mein "Mann" sagt, er ist jetzt (mal) eine Frau - nämlich meine komplette Selbstwahrnehmung, mein ganzes interagieren, meine mir natürlich erscheinenden Umgangsformen mit meinem Partner, meine Rolle/mein Platz in der Beziehung, meine sexuelle Anziehung bzw. mein sexuelles Interesse, das ganze Beziehungsleben ändert sich absolut grundlegend!

Aber ich fürchte, das könnt "ihr" eben leider ebenso wenig nachvollziehen, wie "wir" es nachvollziehen können, was ihr daran findet, euch wie Frauen zu kleiden, zu gebärden, zu "fühlen"...der eine redet eben von Äpfeln, der andere von Birnen.

Ich bin im Übrigen ganz sicher nicht der Meinung, dass mir alles "weibliche" per "Menstruationsrecht" vorbehalten ist - aber es ist doch wohl ein Unterschied, ob ein Mann einen Rock tragen will, weil er diesen toll und bequem findet und sich darin wohlfühlt, oder ob er sagt: "Wenn ich dieses oder jenes trage, dann fühle ich mich wie eine Frau" ....DAS ist es, was ich ihm dann abspreche - denn sich "wie eine Frau" zu fühlen, kann man nunmal nicht, wenn man keine ist.

Aber Du triffst die Sache schon auf den Punkt: wenn mein Mann sich weiblich kleidet, schminken usw will - ja, dann nimmt er mir - emotional - wirklich meine Weiblichkeit weg. Genau SO fühlt sich das halt an! Was soll denn meine Weiblichkeit in der (Hetero-?!?!?!?!)-Beziehung noch, wenn "er" sie selbst für sich bedient??? Was habe ich mit meiner Weiblichkeit in einer hetero-Beziehung denn dann noch für einen "Nutzen", einen "Sinn"?
Mein Schatz antwortet ja dann gerne: Als Mann bin ich hetero - als Frau dann eben lesbisch - ich will Dich ja trotzdem als Frau!
Toll - sag ich dann gerne - ICH bin aber dummerweise NUR hetero und kann da nicht "mal eben" vom einen ins andere wechseln.

Ihr vergesst m.E.n. ganz gerne mal, dass wir Frauen uns in den meisten Fällen ja - da hetero - in einen Mann verliebt haben und entschieden haben, mit einem Mann zusammen zu sein......wenn dieser sich nun die Silikonbrüste umschnallt und sagt, er sei dann eine Frau, ändert sich für uns hetero-Partnerinnen ALLES!

Wenn die Partnerin bisexuell oder lesbisch ist - oder sich dahin entwickeln (kann/will/möchte) ist das sicherlich anders gelagert....das kann ich nicht beurteilen, da ich ausschließlich hetero bin!