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Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Verfasst: Di 26. Feb 2019, 10:21
von Svetlana L
dunkles_sternchen hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 02:11 Es ist auch die eigene Entscheidung, ob man transsexuell ist oder nicht. Man kann sich ja auch entscheiden einfach mit dem Körper zu leben, wie er ist.
Nein, das ist - in meinen Augen - keine bewusste Entscheidung. Du bist trans* oder du bist es nicht. Was du hingegen entscheiden kannst, ist dein eigener Umgang mit dieser Erkenntnis. Ignorieren und weiter als Mann leben oder die Erkenntnis annehmen und als Frau leben (oder umgekehrt oder als enby oderoderoder). In allen Fällen, also wie auch immer du dich entscheidest, sind dann die entsprechenden Konsequenzen zu tragen. Entweder als Mann weiterleben und so tun als ob nichts gewesen wäre, zunehmend unglücklich und depressiv zu werden oder die Erkenntnis (und sicherlich auch Herausforderung!) annehmen und zumindest die Chance zu haben, ein Leben im selbstbestimmten Geschlecht - allen Hürden und Schwierigkeiten zum Trotz - zu leben.

Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Verfasst: Di 26. Feb 2019, 10:22
von ExUserIn-2026-04-08
Joe95 hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 09:32 dunkles_sternchen hat geschrieben: ↑
Mo 25. Feb 2019, 21:35
Vielmehr geht es mir aber darum, dass ein spezialisierter Arzt vielleicht bewusst auch solche Menschen ausbremst, die da primär die Chance sehen ihr Leiden loszuwerden - ohne genau zu bedenken, was passiert, wenn es nicht funktioniert.

Genau das sollte ein Arzt tun.
Auch ein spezialisierter Arzt weiß nicht, was passieren wird. Er kann nur auf Risiken hinweisen.

Und was würdest Du, Sternchen, gesagt haben, wenn DIr Dein Arzt von den entsprechenden Maßnahmen abgeraten hätte ?

Die meisten, wenn nicht sogar alle hier, wollen eine Reform des TSG, die dem Betroffenen mehr Selbstbestimmung einräumt. Was Du verlangst, ist eher eine Verschärfung. Genau dafür sind ja die Gutachten auf der psycjologschen Ebene gedacht gewesen. Du verlangst jetzt auch noch eine medizinische Prüfung. Aber es gibt keine Sicherheiten. weder psychologisch noch medizinisch.

Ich würde es auch, aus Deiner Sicht, für sehr sinnvoll erachten, weniger Widerstand in der Situation zu entwickeln. So paradox es klingt, aber ich habe die Erfahrung gemacht, je weniger ich erzwingen wollte, um so mehr habe ich erreicht. Aber es ist nicht immer das gewesen, was ich mir anfangs gewünscht habe. Aber ich musste erkennen, dass meine Wünsche Gift für mich waren. Mein Schlüssel war Demut und Annahme meiner Situation. Alles was ich erzwungen habe, hat mir geschadet.

Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Verfasst: Di 26. Feb 2019, 10:39
von Joe95
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 10:22 Die meisten, wenn nicht sogar alle hier, wollen eine Reform des TSG, die dem Betroffenen mehr Selbstbestimmung einräumt. Was Du verlangst, ist eher eine Verschärfung.
Ich glaube ich habe heute schon mal sowas geschrieben, unser TSG mag das schlimmste und schlechteste sein, aber es ist immer noch das beste, das wir haben.
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 10:22 So paradox es klingt, aber ich habe die Erfahrung gemacht, je weniger ich erzwingen wollte, um so mehr habe ich erreicht.
Das ist eine Lebenserfahrung, die auf alle Bereiche zutrifft. Ich denke da sowohl an die aktuelle Diskussion zum Thema Partnersuche, als auch an den alten Spruch "Ein Topf, dem man zuschaut, kocht nicht".
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 10:22 Aber ich musste erkennen, dass meine Wünsche Gift für mich waren. Mein Schlüssel war Demut und Annahme meiner Situation. Alles was ich erzwungen habe, hat mir geschadet.
Donnerwetter, ein starker Spruch und absolut wahr!

Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Verfasst: Di 26. Feb 2019, 15:27
von Laila-Sarah
Hallo,

Wenn ich mir das nicht endende wehleidige Klagen von Sternchen, das nicht endende herumwüten von Betty oder manch andere stets polarisierende Teilnehmer_innen im Forum so anschaue: Dann denke ich manchmal, es geht hier in keiner Weise um den Akt des Gedankenaustauschs um ein Problem zu verarbeiten oder zu lösen sondern diese spezielle Art ständig den Unmut zu äußern nährt die soziale Komponente von einer Art und Weise zu leben und die Argumente der anderen sind auf keiner Weise relevant. Das rührt daher das diese Personen auf keine Argumente eingehen, sich für gar nicht überzeugen lassen sondern unbeirrt und beständig, den gleichen Output emittieren. Sprich der Output (die Manifestation ihres Denkens) ist keine Funktion des Inputs (wir/unsere Argumente). Da fühle ich mich schon Streckenweise instrumentalisiert um die eigenartigen Bedürfnisse von XYZ zu befriedigen. Hoffentlich irre ich mich.

VlG

Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Verfasst: Di 26. Feb 2019, 21:04
von dunkles_sternchen
Laila-Sarah hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 15:27 es geht hier in keiner Weise um den Akt des Gedankenaustauschs um ein Problem zu verarbeiten oder zu lösen
Es geht tatsächlich nur um die Diskussion an sich. Ich könnte mich nicht entsinnen, dass hier jemand ein Problem geäußert hat, welches einer Lösung bedarf. Insofern hast du hier vielleicht eine falsche Erwartungshaltung bezüglich der angesprochenen Thematik.

Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 02:42
von dunkles_sternchen
Anja hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 10:08
Wenn ich fragen zu der HT hätte und ne Zweitmeinung bräuchte, würde ich mich an Sternchen wenden, um es mal zu verdeutlichen.
Ohh, danke für die Blumen. Tatsächlich ist es auch so, dass mir meine Ärzte eine gewisse Kompetenz zusprechen. Meine Frauenärztin hat das Thema "Hormone" komplett an mich abgegeben und meinte, dass ich das besser verstehe. Mit meinem Endo diskutiere ich da sehr längerem auch eher fachlich über mögliche Medikationen. Man darf halt nicht vergessen, dass uns damit sehr enge Grenzen gesetzt sind. Die Wirkungsweise von Hormonen ist vor allem auch genetisch bedingt. Man kann da sicherlich minimal über die Medikation Einfluss nehmen, aber dieser ist weit geringer, als viele glauben.

Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 02:47
von dunkles_sternchen
Svetlana L hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 10:21
dunkles_sternchen hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 02:11 Es ist auch die eigene Entscheidung, ob man transsexuell ist oder nicht. Man kann sich ja auch entscheiden einfach mit dem Körper zu leben, wie er ist.
Nein, das ist - in meinen Augen - keine bewusste Entscheidung. Du bist trans* oder du bist es nicht.
Natürlich nicht. Es war eher ironisch gemeint. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass viele der Meinung sind, man können dies oder andere Dinge diesbezüglich bewusst steuern. Genauso wenig, wie ich entscheide "trans" zu sein, kann man auch nicht entscheiden, wie man zum Körper steht und wir sehr man darunter leidet. Es klingt hier oft danach, dass man sich nur entsprechend Mühe geben oder zusammenreißen muss, und dann klappt das schon. Diese Haltung halte ich für recht intolerant und kontraproduktiv für Betroffene.

Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 07:23
von Svetlana L
dunkles_sternchen hat geschrieben: Mi 27. Feb 2019, 02:47 Natürlich nicht. Es war eher ironisch gemeint.
Ach so, dann hab' ich bloß die [Ironie]-Tags übersehen :lol:

Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 07:27
von Laila-Sarah
dunkles_sternchen hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 21:04
Laila-Sarah hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 15:27 es geht hier in keiner Weise um den Akt des Gedankenaustauschs um ein Problem zu verarbeiten oder zu lösen
Es geht tatsächlich nur um die Diskussion an sich. Ich könnte mich nicht entsinnen, dass hier jemand ein Problem geäußert hat, welches einer Lösung bedarf. Insofern hast du hier vielleicht eine falsche Erwartungshaltung bezüglich der angesprochenen Thematik.
Aber ich denke schon, dass es den Menschen hier nahe geht, dass du dich schlecht fühlst, sie sich viele Gedanken machen und versuchen dir aus ganzem Herzen aus den Depressionen zu helfen. Nur lässt du keine Hilfe zu. Leider :(

Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 11:05
von Christiane04
Hallo Laila,

Stell dir vor, ich hatte ihr als erste Maßnahme auch schon mal vorgeschlagen sich in "helles" oder " strahlendes " Sternchen umzubenennen....
Hat sie leider nicht angenommen, wobei ich schon überzeugt bin, dass auch kleine Schrittchen helfen können.

Christiane

Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 11:23
von Michelle_Engelhardt
Muss man sich unbedingt in aller Öffentlichkeit über andere User auslassen? Ne PN hätte es wohl nicht getan, hm?

Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 12:07
von Laila-Sarah
Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Mi 27. Feb 2019, 11:23 Muss man sich unbedingt in aller Öffentlichkeit über andere User auslassen? Ne PN hätte es wohl nicht getan, hm?
Nein muss man nicht aber kann man. Welchen Effekt hätte ein diskrete PN an Sternchen? Die einer Wasserpistole im Regen. Ständig herumzumeckern wie es einem schlecht geht aber alles Hilfe abzuschmettern und damit verhindern, dass es wieder besser geht, finde ich nicht in Ordnung. Es ist mir nicht peinlich oder indiskret es zu sagen. Ich wollte nicht verletzend sein sondern sie zum (positiven) denken bewegen.

VlG

Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 12:18
von Michelle_Engelhardt
Laila, ich meinte nicht Dich sondern den Post direkt über mir....

LG
Michelle

Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 12:20
von Laila-Sarah
Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Mi 27. Feb 2019, 12:18 Laila, ich meinte nicht Dich sondern den Post direkt über mir....

LG
Michelle
Bin ich dir nicht gut genug *schnief*

Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 12:24
von Michelle_Engelhardt
Hat damit nix zu tun...ich finde es nur nicht ok zu schreiben "Hey, ich habe UserIn xy zu dies und das geraten".....ist aber auch nur meine Meinung ;)