...oder: So machen`s alle.
Leider konnte ich ja bei der Urauffführung 1790 nicht dabei sein, aber wenn ich einerseits den Stoff und andererseits die damalige Zeit zusammenbringe muss es einen ziemlichen Skandal gegeben haben. Gut, ich war am 26. Januar 1790 verhindert und konnte erst mit über 200 Jahren Verspätung, gestern am 27. Februar 2019, endlich die wundervolle Musik und den köstlichen Stoff in dem angemessenen Rahmen des Gärtnerplatztheaters in München genießen.
Die Aufführung selber beschreibe ich vielleicht in einem anderen Threat, das sprengt den Rahmen und passt auch nicht hierhin. Nur soviel: Die Kombination von modernem Bühnenbild und ehr klassischer Garderobe der Darsteller war super - die Regie mit viel Esprit und Witz, so dass wirklich jeder die Pointen verstanden hat.
Wir, (meine "alte" Freundin) und ich hatten uns recht spontan Anfang der Woche für den Besuch der Vorstellung verabredet, die Garderobe abgestimmt und Karten organisiert. Das Wetter ist gestern super sonnig und mild. Alle Vorzeichen deuteten also auf einen wundervollen Abend hin.
Und so ist es denn auch, aber der Reihe nach:
Gegen Mittag verlege ich meinen Arbeitsplatz ins Heim-Büro, neudeutsch: Home-Office. Hab nur noch zwei / drei Telefonate vor und kann daher die Zwischenzeit für wirlich Wichtiges verwenden, also Nagellack in Ruhe trocknen lassen usw.
Seit längerem hab ich ja dieses chice schwarze Kleid mit dem breiten roten Streifen vorne und damit war ich noch nie unterwegs. Das soll endlich zum Einsatz kommen, operntaulich ist es allemal. Weitgehend klassisch zur Klassik! Also nehm ich die schwarzen Lackpumps und eine glatte Wolford in 20DEN.
Beim MakeUp gehts dann,ich find es ist einfach die beste Kombi zum Kleid, voll ins ROTE.
Lidschatten - leicht Dramatisch, Lippenstift - glänzend, Nagellack - knallig!
JJJJJJa!
ReadyToGo, Handtasche packen und Mäntelchen an.... doch Ups. Kein passender Schal im Schrank.
Na gut, ich hab ja noch ein bisschen Luft, fahr also etwas früher los und schau mal was diesbezüglichg so zu machen bzw. zu finden ist.
Vom Isartor Richtung Viktualienmarkt ist ein süßes Geschäftchen mit Strick- und Ethnoklamotten. Da geh ich mal rein und find auch mit Evas-Fashion-Spürnäschen den passenden Schal: Ein Traum in Seide, changierend zwischen den schönsten Rottönen und im geliebten Knitterlook (dann siehts immer gut aus, auch wenn er mal schnell im Schrank zerknüllt wurde). Aber 45 € !!! Pffffff. Theaterkarten + Schal + Drinks + Parken. Die eingebaute Finanzministerin sagt eindeutig NEIN.
Mit Tränen in den Augen, schnief, verlasse ich also den Laden und geh weiter. Direkt am Viktualienmarkt ist noch ein BettyBarclay und da findet sich doch wohl was.
Und Jep. Nicht vergleichbar, aber auch schön. Ein wirklich KNALL-Roter Schlauchschal ist runtergesetzt. Und heute ist ja ROT/SCHWARZ Tag.
Also bin ich endlich komplett und geh die paar Meter zum Gärtnerplatz, wo meine Freundin auf den Theater-Stufen unter Säulen sitzt und .... raucht.
Wir haben noch ein Stunde Zeit und gehen vor der Vorstellung noch ins Cafe.
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Beizeiten brechen wir auf und stöckeln die Treppe rauf ins Foyer.
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Garderobe rechts für die Mäntel und dann mal schauen wie der Zuschauerraum so aussieht.
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Aber viel Zeit ist nicht bis die Vorstellung losgeht. Wie schon erwähnt verzichte ich auf die Opern-Kritik, steht mir auch nicht zu und könnt Ihr im Feulleton der Süddeutschen nachlesen (vielleicht).
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Mit Pause und ausgiebigem Foto-Shooting wird es viertelnachzehn bis wir wieder raus sind.
Den angebrochenen Abend beenden wir mit einer Erfrischung stilgerecht in einer Bar am Rosenheimer Platz, von der ich schon berichtet hatte. Das Jouliette Rose.
Gegen 0:30 bin ich dann endlich daheim. Müde - Glücklich - Begeistert!
Liebe Grüße
Eure Eva - Lokalredaktion München