Valeries Welt - # 49
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Astrid_M
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Re: Valeries Welt
Hallo Valerie,
Solange da eine Übersetzung dabei ist, ist das Französische für mich kein Problem. Irgendwie wirkt es dadurch authentisch auf mich.
Nur leider verstehe ich das meiste nicht und ich denke nicht, daß ich es jetzt noch lerne. Weiter so.
Liebe Grüße,
Astrid
Solange da eine Übersetzung dabei ist, ist das Französische für mich kein Problem. Irgendwie wirkt es dadurch authentisch auf mich.
Nur leider verstehe ich das meiste nicht und ich denke nicht, daß ich es jetzt noch lerne. Weiter so.
Liebe Grüße,
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Hallo Astrid,
Sehe ich auch so, Authentizität und Lokalkolorit, darauf kommt es mir an. Aber ich mache die frz. Passagen zukünfig ein wenig kürzer, liest sich leichter dann.
Sehe ich auch so, Authentizität und Lokalkolorit, darauf kommt es mir an. Aber ich mache die frz. Passagen zukünfig ein wenig kürzer, liest sich leichter dann.
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Hör mal, man soll doch nie "nie" sagen, o.k.?Astrid_M hat geschrieben: Fr 18. Okt 2019, 23:37 Hallo Valerie,
Solange da eine Übersetzung dabei ist, ist das Französische für mich kein Problem. Irgendwie wirkt es dadurch authentisch auf mich.
Nur leider verstehe ich das meiste nicht und ich denke nicht, daß ich es jetzt noch lerne. Weiter so.
Liebe Grüße,
Astrid
L.G. Valerie
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Re: Valeries Welt
Hör mal, man soll doch nie "nie" sagen, o.k.?Astrid_M hat geschrieben: Fr 18. Okt 2019, 23:37 Hallo Valerie,
Solange da eine Übersetzung dabei ist, ist das Französische für mich kein Problem. Irgendwie wirkt es dadurch authentisch auf mich.
Nur leider verstehe ich das meiste nicht und ich denke nicht, daß ich es jetzt noch lerne. Weiter so.
Liebe Grüße,
Astrid
L.G. Valerie
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Re: Valeries Welt
Hallo an die Leser
Die neue Episode (Kapitel 70) ist fertig und geht voraussichtlich morgen früh, Mittwoch 23. Okt. raus.
Bis dann,
Valerie
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Bis dann,
Valerie
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Teil 2 Kapitel 70
Ist das eine Liebeserklärung? (Zweiter Teil von "das Gespräch")
Wer die letzten Episoden aufmerksam mitgelesen hat, wird es möglicherweise erahnen: Unsere beiden Protagonisten, Thierry ebenso wie Valerie, spüren dasselbe, nämlich großes Interesse aneinander. Die Geschichte nimmt Fahrt auf, die Sache spitzt sich gewissermaßen weiter zu, und es kommt auch etwas Neues in Gang.
"Ich bin unabhängig" hatte er gesagt und gleich danach erklärt, was das konkret heißt:
Er war knapp fünfzig Jahre alt, er war reich, ein Schloß- und Grundbesitzer mit einem großen Weingut in der Minervois-Region, und außerdem war er in der Stadt Narbonne ein einflussreicher Notar, seit mehreren Jahren geschieden und kinderlos.
Und du siehst verdammt gut aus, dachte Valerie.
"Ich kann jede Beziehung eingehen, privat und geschäftlich" hatte sie ihm dann geantwortet, und für Valeries Verhältnisse (gemessen an ihrer sonstigen Vorsicht vor einer Bindung an einen Mann überhaupt) war das eine ganz schön aufregende Aussage, fast gewagt und bestimmt risikoreich, für Valeries Persönlichkeit aber war sie aber erst mal ungewöhnlich. Sie neigt aber, das wissen wir, bei all ihrer üblichen Zurückhaltung manchmal auch zum Risikospiel, und zwar dann wenn die Gewinnchancen attraktiv sind, das schien ihr hier der Fall zu sein.
Das Gespräch entwickelte sich also fast wie ein Schachspiel: Beide Spieler brachten sich in Position, bauten gewissermaßen ihre Figuren auf, demonstrierten damit ihre strategischen Stärken und ließen ihre Absichten durchblicken.
Er sei unabhängig, hatte er gesagt. Er will es nicht mehr sein, so hatte sie ihn verstanden.
Also machte sie einen Vorstoß, riskierte etwas, war die große Strategin in dem Moment.
Sie könne jede Beziehung eingehen, so hatte sie geantwortet. Sie will eine Beziehung, so hatte er sie verstanden.
Wahrheit oder Wunschdenken? Auf welcher Seite? Das wird sich alles noch zeigen.
Ihre Transsexualität, ihr körperliches Anders-Sein. sei o.k. für ihn.
Er hatte es einfach so gesagt, nachdem sie das Thema angesprochen hatte, und es war herausgekommen, als sei das überhaupt kein großartig aufregendes Thema für ihn. Problem also schon gelöst? Schön wär"™s, war es aber nicht.
Und was war das eigentlich, was dann noch kam? Was hatte er außerdem noch gesagt?
"Ich sehe eine schöne und kluge Frau vor mir, interessant als Mensch, freundlich und liebenswert in ihrer Art. In deiner Gegenwart, Valerie, fühle ich mich wohl, ich kann es nicht anders sagen."
Das musste sich erstmal setzen bei ihr. Die Bedeutung seines Satzes wurde ihr erst langsam klar. War das jetzt eine Liebeserklärung oder was? Sie schaute ihm in die Augen.
Es ging ihr alles zu schnell. Zu heftig war es, und zu viel an Emotion und Empathie lagen in diesen wenigen Worten. Sie war solche Worte nicht gewohnt, sie war im Grunde ein rational geprägter Mensch, der ein paar Enttäuschungen mit Männern hinter sich hatte. Und dann lag da immer noch dieser große problematische Block herum, die tausend Transen-Fragen, dieses Geheimnis um ihr Anderssein. Ob er überhaupt wusste, auf wen und auf was er sich einließ?
Valerie war überfordert in der Situation, man muss es sagen. Sie reagierte emotional, aber auch kopflos. Ihre instinktive Abwehr schien stärker im Moment, sie glaubte ihm nicht sofort, wehrte das Gehörte ab, wollte ihn nicht an sich heranlassen.
Noch nicht so nahe. Zu lange ihre hatte sie Einsamkeit ausgehalten, zu tief das eingefahrene selbstkritische Denken und zu festgefressen ihre tief verinnerlichten Selbstzweifel, zu schwer das Problem mit dem körperlichen Anders-Sein. Es war ihr in der Folge der letzten sechs Jahre, seitdem sie ihre körperliche Transformation wenigstens teilweise durchgezogen hatte, gewissermaßen zur zweiten Natur geworden, in allen Situationen, die möglicherweise auf eine feste Beziehung zu einem Mann hätten hinauslaufen können, erst einmal zu bremsen und zu zweifeln. Da kam immer erst mal Distanz auf, und alles wurde gründlich abgeklopft auf versteckte Fallstricke du alle möglichen Probleme. Eine Schutzhaltung? Vielleicht. Man kann es auch Feigheit nennen.
Der Rückzugs-Impuls bedrängte sie dann ganz besonders, wenn sie spürte, jemand will näher auf dich zugehen.
Machst dir deine Probleme aber mehr oder weniger selbst, Valerie! Und im Falle von Thierry ist es auch noch ein attraktiver Mann, der sich dir öffnet, der dir dieses Maß an Empathie entgegenbringt. Jemand in ihr schien ihr das zu sagen. Aber sie hörte wieder nicht zu. Sofort schnappte die selbstgestellte Falle zu: Die hässlichen Zweifel erhoben sich, es war ihr unmöglich, das angebotene Geschenk anzunehmen. Valerie wollte sich in ihr Schneckenheus zurückziehen.
War ein Mensch wie Valerie für die körperliche Liebe eigentlich überhaupt gemacht? Wieder ihre Selbstanklagen und Zweifel. War ihm eigentlich klar, auf was er sich einließ? Was auf ihn zukommen würde? Die körperliche Liebe"¦ ihre Gedanken schwirrten im Kreis, sinnlos, ziellos. Das alles geschah in Sekundenbruchteilen, während sie in seinen Augen suchte und trotzdem keine Antwort fand, keine Klarheit.
"Que penses-tu?" (an was denkst du?)
Und danach: "Des soucis?" (Sorgen?)
kamen dann seine Fragen in die Stille hinein. Er hat so eine sympathische Stimme, dachte sie. Aber sie antwortete erst einmal nicht, was auch mal wieder ziemlich typisch war für Valerie. Sie war schon wieder halb im Schneckenhaus drin, die spröde Valerie.
Trübe Gedanken, tiefe Bauchnabelschau, dann aber der Zipfel eines Gedankens, der wieder etwas mehr Licht in"˜s Trübe brachte. Vielleicht sollte ich es langsam angehen lassen, dachte sie, kleine Schritte machen, und alles wird irgendwann vielleicht doch einmal gut. Aber logo, damit es gut werden kann, musst du es erst mal ausprobiert haben, du musst dich ausprobieren, Valerie. Das Zusammenleben, und den Sex, und vielleicht auch die Liebe.
Sie lächelte.
"Ma verre semble tout vide" (mein Glas sieht ganz leer aus), sagte sie dann zu ihm.
Soviel für heute, und bald geht"™s weiter, wenn ihr wollt. Wer will, darf gerne was schreiben, Kommentar, Lob, Kritik, oder so, was vielleicht fehlt, und was vielleicht anders werden soll.
Lieben Gruß,
Valerie
Ist das eine Liebeserklärung? (Zweiter Teil von "das Gespräch")
Wer die letzten Episoden aufmerksam mitgelesen hat, wird es möglicherweise erahnen: Unsere beiden Protagonisten, Thierry ebenso wie Valerie, spüren dasselbe, nämlich großes Interesse aneinander. Die Geschichte nimmt Fahrt auf, die Sache spitzt sich gewissermaßen weiter zu, und es kommt auch etwas Neues in Gang.
"Ich bin unabhängig" hatte er gesagt und gleich danach erklärt, was das konkret heißt:
Er war knapp fünfzig Jahre alt, er war reich, ein Schloß- und Grundbesitzer mit einem großen Weingut in der Minervois-Region, und außerdem war er in der Stadt Narbonne ein einflussreicher Notar, seit mehreren Jahren geschieden und kinderlos.
Und du siehst verdammt gut aus, dachte Valerie.
"Ich kann jede Beziehung eingehen, privat und geschäftlich" hatte sie ihm dann geantwortet, und für Valeries Verhältnisse (gemessen an ihrer sonstigen Vorsicht vor einer Bindung an einen Mann überhaupt) war das eine ganz schön aufregende Aussage, fast gewagt und bestimmt risikoreich, für Valeries Persönlichkeit aber war sie aber erst mal ungewöhnlich. Sie neigt aber, das wissen wir, bei all ihrer üblichen Zurückhaltung manchmal auch zum Risikospiel, und zwar dann wenn die Gewinnchancen attraktiv sind, das schien ihr hier der Fall zu sein.
Das Gespräch entwickelte sich also fast wie ein Schachspiel: Beide Spieler brachten sich in Position, bauten gewissermaßen ihre Figuren auf, demonstrierten damit ihre strategischen Stärken und ließen ihre Absichten durchblicken.
Er sei unabhängig, hatte er gesagt. Er will es nicht mehr sein, so hatte sie ihn verstanden.
Also machte sie einen Vorstoß, riskierte etwas, war die große Strategin in dem Moment.
Sie könne jede Beziehung eingehen, so hatte sie geantwortet. Sie will eine Beziehung, so hatte er sie verstanden.
Wahrheit oder Wunschdenken? Auf welcher Seite? Das wird sich alles noch zeigen.
Ihre Transsexualität, ihr körperliches Anders-Sein. sei o.k. für ihn.
Er hatte es einfach so gesagt, nachdem sie das Thema angesprochen hatte, und es war herausgekommen, als sei das überhaupt kein großartig aufregendes Thema für ihn. Problem also schon gelöst? Schön wär"™s, war es aber nicht.
Und was war das eigentlich, was dann noch kam? Was hatte er außerdem noch gesagt?
"Ich sehe eine schöne und kluge Frau vor mir, interessant als Mensch, freundlich und liebenswert in ihrer Art. In deiner Gegenwart, Valerie, fühle ich mich wohl, ich kann es nicht anders sagen."
Das musste sich erstmal setzen bei ihr. Die Bedeutung seines Satzes wurde ihr erst langsam klar. War das jetzt eine Liebeserklärung oder was? Sie schaute ihm in die Augen.
Es ging ihr alles zu schnell. Zu heftig war es, und zu viel an Emotion und Empathie lagen in diesen wenigen Worten. Sie war solche Worte nicht gewohnt, sie war im Grunde ein rational geprägter Mensch, der ein paar Enttäuschungen mit Männern hinter sich hatte. Und dann lag da immer noch dieser große problematische Block herum, die tausend Transen-Fragen, dieses Geheimnis um ihr Anderssein. Ob er überhaupt wusste, auf wen und auf was er sich einließ?
Valerie war überfordert in der Situation, man muss es sagen. Sie reagierte emotional, aber auch kopflos. Ihre instinktive Abwehr schien stärker im Moment, sie glaubte ihm nicht sofort, wehrte das Gehörte ab, wollte ihn nicht an sich heranlassen.
Noch nicht so nahe. Zu lange ihre hatte sie Einsamkeit ausgehalten, zu tief das eingefahrene selbstkritische Denken und zu festgefressen ihre tief verinnerlichten Selbstzweifel, zu schwer das Problem mit dem körperlichen Anders-Sein. Es war ihr in der Folge der letzten sechs Jahre, seitdem sie ihre körperliche Transformation wenigstens teilweise durchgezogen hatte, gewissermaßen zur zweiten Natur geworden, in allen Situationen, die möglicherweise auf eine feste Beziehung zu einem Mann hätten hinauslaufen können, erst einmal zu bremsen und zu zweifeln. Da kam immer erst mal Distanz auf, und alles wurde gründlich abgeklopft auf versteckte Fallstricke du alle möglichen Probleme. Eine Schutzhaltung? Vielleicht. Man kann es auch Feigheit nennen.
Der Rückzugs-Impuls bedrängte sie dann ganz besonders, wenn sie spürte, jemand will näher auf dich zugehen.
Machst dir deine Probleme aber mehr oder weniger selbst, Valerie! Und im Falle von Thierry ist es auch noch ein attraktiver Mann, der sich dir öffnet, der dir dieses Maß an Empathie entgegenbringt. Jemand in ihr schien ihr das zu sagen. Aber sie hörte wieder nicht zu. Sofort schnappte die selbstgestellte Falle zu: Die hässlichen Zweifel erhoben sich, es war ihr unmöglich, das angebotene Geschenk anzunehmen. Valerie wollte sich in ihr Schneckenheus zurückziehen.
War ein Mensch wie Valerie für die körperliche Liebe eigentlich überhaupt gemacht? Wieder ihre Selbstanklagen und Zweifel. War ihm eigentlich klar, auf was er sich einließ? Was auf ihn zukommen würde? Die körperliche Liebe"¦ ihre Gedanken schwirrten im Kreis, sinnlos, ziellos. Das alles geschah in Sekundenbruchteilen, während sie in seinen Augen suchte und trotzdem keine Antwort fand, keine Klarheit.
"Que penses-tu?" (an was denkst du?)
Und danach: "Des soucis?" (Sorgen?)
kamen dann seine Fragen in die Stille hinein. Er hat so eine sympathische Stimme, dachte sie. Aber sie antwortete erst einmal nicht, was auch mal wieder ziemlich typisch war für Valerie. Sie war schon wieder halb im Schneckenhaus drin, die spröde Valerie.
Trübe Gedanken, tiefe Bauchnabelschau, dann aber der Zipfel eines Gedankens, der wieder etwas mehr Licht in"˜s Trübe brachte. Vielleicht sollte ich es langsam angehen lassen, dachte sie, kleine Schritte machen, und alles wird irgendwann vielleicht doch einmal gut. Aber logo, damit es gut werden kann, musst du es erst mal ausprobiert haben, du musst dich ausprobieren, Valerie. Das Zusammenleben, und den Sex, und vielleicht auch die Liebe.
Sie lächelte.
"Ma verre semble tout vide" (mein Glas sieht ganz leer aus), sagte sie dann zu ihm.
Soviel für heute, und bald geht"™s weiter, wenn ihr wollt. Wer will, darf gerne was schreiben, Kommentar, Lob, Kritik, oder so, was vielleicht fehlt, und was vielleicht anders werden soll.
Lieben Gruß,
Valerie
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Re: Valeries Welt
Die Fahrt die Deine Geschichte immer und immer wieder aufnimmt ist ohnegleichen. Ich liebe es in Deinen geschriebenen Worten zu versinken und träume davon, was wohl wäre wenn mein Weg vor 15/20 Jahren hätte beginnen können.
Die Art wie Du schreibst und wie Du mich seit den ersten Zeilen abgeholt hast ist nicht in Worte zu fassen (für mich)...bitte mach weiter so und verschönere mir bitte weiterhin meine Tage!!!!!!!!
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Du machst mich ein wenig verlegen, Kristin_Engel. Aber natürlich freut mich auch, was du geschrieben hast, danke.
L.G. Valerie
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Re: Valeries Welt
An die Leserinnen und Leser
Die neue Epsode (Kapitel 71) ist vorgesehen für den kommenden Mittwoch oder Donnerstag, Grüße bis dann...
L.G. Valerie
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Re: Valeries Welt
Teil 2 Kapitel 71
Eine neue Beziehung beginnt
"Vraiment une honte, pour moi comme viticulteur qu"™une des amies meurt du soif"
(wäre wirklich `ne Schande für mich als Winzer, wenn eine meiner Freundinnen verdurstet)
Thierry grinste ihr frech ins Gesicht, aber gleichzeitig zeigte sein Gesichtsausdruck auch Verständnis für all das was sie bedrückte, wirkte sein Grinsen auch ein wenig wie eine Bitte um Vergebung, er war nicht aufmerksam genug gewesen.
Gleich war ihr Glas wieder voll, sie mochte diesen Roséwein, und es blieb nicht bei dem einen Glas, nein sie leerten an diesem Abend noch die ganze Flasche. Man machte Witze, kabbelte und neckte sich, der Wein hatte Valeries Stimmung gelöst und sie bemerkte, wie sie plötzlich ganz unbefangen über all die "Problemkisten" reden konnte, die sie so mit sich herumtrug, die ihr das Leben schwer machten und vor allem ihre Beziehung zu Männern erschwerten, besser gesagt, zu einem Mann, zu diesem Mann, der vor ihr saß.
Seltsam, wie er es schaffte, allein durch seine Anwesenheit eine entspannte Stimmung herzustellen. Er brauchte ihr nur in die Augen zu schauen oder ein paar kurze Bemerkungen von sich zu geben, schon hatte sie den Eindruck, er verstehe sie vollkommen, er schaue tief in sie hinein.
Bei Thierry schienen ihre Probleme irgendwie gut aufgehoben, mit ihm konnte sie das alles bereden, was ihr auf der Seele lag. Ihr Anders-Sein als Frau, ihr Körper, ja was war dieser Körper? War das nun ein halbfertiger Frauenkörper? War er unfertig? Würde er jemals fertigwerden? Wie und wann und warum überhaupt?
"J"™ai fait du sexe avec des hommes, quelques hommes, tu le sais?" fragte sie in die Stille hinein, die kurz entstanden war.
(ich hatte schon Sex mit Männern, mit ein paar schon, wusstest du das?)
fragte sie plötzlich in die Stille hinein, die zwischenzeitig entstanden war. So ist sie, unsere Valerie. Wenn ihr die Gelegenheit günstig scheint, dann lässt sie auch mal die Sau raus, sozusagen, dann geht sie auch mal in die Vollen, einfach so, aus dem Stand heraus.
Er reagierte ziemlich ungerührt und grinste nur maliziös. Thierry eben, ganz souverän.
"Mais pas à la fois, j"™éspère"
(aber ich hoffe, nicht mit allen Männern auf einmal)
Sie protestierte mit einem kleinen Schrei und warf ein Sofakissen nach ihm. Er beruhigte sie, nahm sie in den Arm, nein natürlich nicht alle auf einmal, das gehört sich ja nicht, wie wir wissen. Aber nein, was sei schon dabei? Sex sei doch normal, und seltsam sei es eher, hätte sie mit ihren zweiunddreißig Jahren noch keinen Sex mit Männern gehabt, so wird ein Schuh draus. Also Valerie, komm bloß runter, das war es, was er mit seinem Verhalten und seinen ach so coolen Bemerkungen zum Ausdruck brachte.
Thierry selbst wirkte ganz locker, und speziell das dieses Sex-Thema, das sie angesprochen hatte, schien ihn gar nicht groß zu interessieren. Er ging irgendwie nicht darauf ein, und ließ das Thema sozusagen abperlen an sich. Sie nahm es erst mal hin.
Eine kleine Pause entstand. Sie überlegte. Was hatte sie eigentlich bewirken wollen mit ihrer Bemerkung?
Ganz klar, sie wollte sich bei einem Freund outen, wie man wohl sagt. Ihm klarmachen, was das wohl auf ihn zukommen wird. Möglich auch, dass sie sich exkulpieren wollte. Jetzt schon sich entschuldigen dafür, dass sie keinen ganz perfekten Frauenkörper besaß.
Schwierig, hinter Valeries Stirn zu schauen, auch weil ihre Gedanken mal wieder nur halbfertig blieben und bruchstückweise, und recht munter durcheinanderpurzelten, er nahm es locker.
Schließlich, gegen elf Uhr, schien das Thema fürs Erste ausgelutscht, wie man wohl sagt. Er behielt seine Zurückhaltung und blieb eher schweigsam.Valerie ihrerseits war dann ein wenig erschöpft, aber insgesamt war ihr doch etwas leichter, weil sie es gewagt hatte, das Thema anzusprechen, und zwar deutlich, für ihre Verhältnisse. Und besonders schön fand sie es, wie locker und souverän er auf die Thematik reagiert hatte.
Nicht, dass damit jedes ihrer Problem gelöst und alle Schwierigkeiten besprochen wären. Oh nein, da gab es wahrscheinlich schon noch etliche Wackersteine, die aus dem Weg zu räumen waren. Aber ein Anfang schien gemacht, und der Gedanke tat ihr gut.
Was anschließend noch geschah?
Richtig, es war bald elf Uhr und damit Zeit für Thierry, um sich zu verabschieden. In Frankreich nimmt man sich dazu kurz in den Arm und tauscht zwei, drei bisous aus, das sind Wangenküsse. Gute Freunde machen das so. Was zwischen den beiden wirklich geschah, als die Uhr des Kirchturms von Saint- Just elfmal schlug, erfahrt ihr in der nächsten Episode.
Fortsetzung demnächst, wie immer hier in diesem Theater.
Lieben Gruß, Valerie
P.S. Likes werden natürlich immer gerne gesehen
Eine neue Beziehung beginnt
"Vraiment une honte, pour moi comme viticulteur qu"™une des amies meurt du soif"
(wäre wirklich `ne Schande für mich als Winzer, wenn eine meiner Freundinnen verdurstet)
Thierry grinste ihr frech ins Gesicht, aber gleichzeitig zeigte sein Gesichtsausdruck auch Verständnis für all das was sie bedrückte, wirkte sein Grinsen auch ein wenig wie eine Bitte um Vergebung, er war nicht aufmerksam genug gewesen.
Gleich war ihr Glas wieder voll, sie mochte diesen Roséwein, und es blieb nicht bei dem einen Glas, nein sie leerten an diesem Abend noch die ganze Flasche. Man machte Witze, kabbelte und neckte sich, der Wein hatte Valeries Stimmung gelöst und sie bemerkte, wie sie plötzlich ganz unbefangen über all die "Problemkisten" reden konnte, die sie so mit sich herumtrug, die ihr das Leben schwer machten und vor allem ihre Beziehung zu Männern erschwerten, besser gesagt, zu einem Mann, zu diesem Mann, der vor ihr saß.
Seltsam, wie er es schaffte, allein durch seine Anwesenheit eine entspannte Stimmung herzustellen. Er brauchte ihr nur in die Augen zu schauen oder ein paar kurze Bemerkungen von sich zu geben, schon hatte sie den Eindruck, er verstehe sie vollkommen, er schaue tief in sie hinein.
Bei Thierry schienen ihre Probleme irgendwie gut aufgehoben, mit ihm konnte sie das alles bereden, was ihr auf der Seele lag. Ihr Anders-Sein als Frau, ihr Körper, ja was war dieser Körper? War das nun ein halbfertiger Frauenkörper? War er unfertig? Würde er jemals fertigwerden? Wie und wann und warum überhaupt?
"J"™ai fait du sexe avec des hommes, quelques hommes, tu le sais?" fragte sie in die Stille hinein, die kurz entstanden war.
(ich hatte schon Sex mit Männern, mit ein paar schon, wusstest du das?)
fragte sie plötzlich in die Stille hinein, die zwischenzeitig entstanden war. So ist sie, unsere Valerie. Wenn ihr die Gelegenheit günstig scheint, dann lässt sie auch mal die Sau raus, sozusagen, dann geht sie auch mal in die Vollen, einfach so, aus dem Stand heraus.
Er reagierte ziemlich ungerührt und grinste nur maliziös. Thierry eben, ganz souverän.
"Mais pas à la fois, j"™éspère"
(aber ich hoffe, nicht mit allen Männern auf einmal)
Sie protestierte mit einem kleinen Schrei und warf ein Sofakissen nach ihm. Er beruhigte sie, nahm sie in den Arm, nein natürlich nicht alle auf einmal, das gehört sich ja nicht, wie wir wissen. Aber nein, was sei schon dabei? Sex sei doch normal, und seltsam sei es eher, hätte sie mit ihren zweiunddreißig Jahren noch keinen Sex mit Männern gehabt, so wird ein Schuh draus. Also Valerie, komm bloß runter, das war es, was er mit seinem Verhalten und seinen ach so coolen Bemerkungen zum Ausdruck brachte.
Thierry selbst wirkte ganz locker, und speziell das dieses Sex-Thema, das sie angesprochen hatte, schien ihn gar nicht groß zu interessieren. Er ging irgendwie nicht darauf ein, und ließ das Thema sozusagen abperlen an sich. Sie nahm es erst mal hin.
Eine kleine Pause entstand. Sie überlegte. Was hatte sie eigentlich bewirken wollen mit ihrer Bemerkung?
Ganz klar, sie wollte sich bei einem Freund outen, wie man wohl sagt. Ihm klarmachen, was das wohl auf ihn zukommen wird. Möglich auch, dass sie sich exkulpieren wollte. Jetzt schon sich entschuldigen dafür, dass sie keinen ganz perfekten Frauenkörper besaß.
Schwierig, hinter Valeries Stirn zu schauen, auch weil ihre Gedanken mal wieder nur halbfertig blieben und bruchstückweise, und recht munter durcheinanderpurzelten, er nahm es locker.
Schließlich, gegen elf Uhr, schien das Thema fürs Erste ausgelutscht, wie man wohl sagt. Er behielt seine Zurückhaltung und blieb eher schweigsam.Valerie ihrerseits war dann ein wenig erschöpft, aber insgesamt war ihr doch etwas leichter, weil sie es gewagt hatte, das Thema anzusprechen, und zwar deutlich, für ihre Verhältnisse. Und besonders schön fand sie es, wie locker und souverän er auf die Thematik reagiert hatte.
Nicht, dass damit jedes ihrer Problem gelöst und alle Schwierigkeiten besprochen wären. Oh nein, da gab es wahrscheinlich schon noch etliche Wackersteine, die aus dem Weg zu räumen waren. Aber ein Anfang schien gemacht, und der Gedanke tat ihr gut.
Was anschließend noch geschah?
Richtig, es war bald elf Uhr und damit Zeit für Thierry, um sich zu verabschieden. In Frankreich nimmt man sich dazu kurz in den Arm und tauscht zwei, drei bisous aus, das sind Wangenküsse. Gute Freunde machen das so. Was zwischen den beiden wirklich geschah, als die Uhr des Kirchturms von Saint- Just elfmal schlug, erfahrt ihr in der nächsten Episode.
Fortsetzung demnächst, wie immer hier in diesem Theater.
Lieben Gruß, Valerie
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Dunja
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Re: Valeries Welt
Na dann, überrasch uns mal damit, was um 11 wirklich geschah.
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst.
(Zitat aus dem Film "Plötzlich Prinzessin")
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
huhu Dunja, wenn man Überraschungen bestellen könnte, wären es keine mehr, also abwarten 
P.S. und schönen Gruß an den Bodensee
P.S. und schönen Gruß an den Bodensee
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Teil 2 Kapitel 72
Diese Episode ist vorläufig erst mal der Schluss der Geschichte von Valeries Welt.
Was geschah wirklich, als die Kirchturmsglocke von St. Just elfmal schlug?
Leider muss ich diejenigen unter den Lesern enttäuschen, die schon wieder mal gierig auf ein neues Sex-Abenteuer unserer kleinen Protagonistin warten.
Also, ich muss euch enttäuschen, denn in diesem Fall ist überhaupt nichts zu berichten von der Lust der Frau Bellegarde, sich ihrem Partner hinzugeben, und auch nichts über die fordernde Geilheit von Thierry, die kleine Valerie zu besteigen und nach allen Regeln der Kunst zu "durchzuvögeln".
Folglich werden uns auch leider auch keine Blicke aus der Schlüsselloch-Perspektive ermöglicht, die die beiden beim Liebesakt zeigen, wie der Mann z.B. ihren Hals, dann ihren schönen Busen und den ganzen Oberkörper mit Küssen bedeckt, um später dann zärtlich und eine ganze Weile die Brustwarzen seiner Geliebten zu streicheln, so dass diese erigieren und hart werden (was sie auch in der Realität wirklich sehr mag).
Auch über die spätere Vereinigung der beiden Körper ist nichts zu berichten, nicht weil dieses uninteressant wäre, sondern allein deshalb, weil uns Zuschauern und Lesern all diese Details nichts angehen, das betrifft nur die beiden, die dabei waren, und hier schweigt sozusagen der Sänger aus Höflichkeit.
Was zu erzählen übrigbleibt ist allerdings durchweg positiv. Über ein richtiges Happy End ist nämlich zu berichten, die Story von Valeries Welt geht gut aus. Zwar kam es an diesem bewussten Abend "nur" zu einem Kuss, aber wow! — was für ein Kuss das war! Sozusagen ein Kuss mit Folgen.
Im Grunde ist "Kuss" der falsche Begriff für diese minutenlange Knutscherei der beiden, und man muss sagen, er, Thierry, hatte es wirklich extrem gut drauf, eine Frau im Arm zu halten und sie so zu küssen, dass in ihr Gefühle aufkommen, die sie vorher noch nie in sich gespürt hat und die so heftig sind, dass sie tatsächlich kurz mal glaubt, den Verstand zu verlieren.
Valerie, so nüchtern und rational sie sonst immer war, gab sich diesmal richtig hin, ließ sich quasi völlig fallen bis sie kurz davor war, jede Selbstkontrolle zu verlieren und ja, es war dann schon so, dass sie in seinen Armen gleichzeitig lachte und weinte. Sie schloss dann die Augen, lehnte sich an ihn, nein sie drängte sich heftig an ihn heran und drückte, klammerte sich an seinen Körper, spürte seine Wärme und wünschte sich dabei, das Gefühl das sie dabei durchströmte, würde niemals mehr zu Ende gehen.
Was da los war mit ihr? Nichts mehr und auch nicht weniger als das: Sie spürte dort in seiner Umarmung einen ganz, ganz starken und intensiven Glücksmoment , einen magischen Augenblick von der Art, wie ihn vielleicht ein Dichter beschreibt, nehmen wir z.B. den alten Goethe, der seinen Faust im Gespräch mit Mephisto diesen Ausruf über die Flüchtigkeit des irdischen Glücks in den Mund legt:
" "¦ohh"¦ so verweile doch, du bist so schön""¦
Was natürlich nicht möglich ist, wie wir alle wissen, denn diese Momente höchsten Glücks sind eben hier unten in der realen Welt sehr selten und flüchtig, und verweilen tun sie schon gar nicht bei uns Menschen, ja, eventuell vielleicht noch in der Mythologie mag es so etwas geben, oder dort oben in der Welt der Götter, aber nicht bei uns, nicht hier unten auf der Erde.
Um aus den höheren Sphären zu Valerie und Thierry zurückzukehren:
Hinterher, also nach der Umarmung war ihr kurz richtig schwindelig, ganz benommen war sie, als sie sich nach einer Zeit, die ihr lang schien, schließlich wieder aus Thierrys Armen löste. Beide schauten sich an und hatten sich nichts zu sagen, aber Worte hätten den Moment der gegenseitigen Harmonie nur gestört.
Ob damit Valeries Suche nach dem Glück im anderen Geschlecht schließlich doch zu einen guten Ende gekommen ist? Für den Augenblick hat es mindestens den Anschein, denn in Thierry glaubte sie, jetzt einen kongenialen Partner gefunden zu haben, jemanden, der ähnlich dachte wie sie, der sie verstand, und mit dem sie auch emotional auf derselben oder zumindest auf einer ähnlichen Linie lag.
Was dann noch geschah, gemeint sind die folgenden Jahre, ist eine völlig andere Geschichte.
Klar, man sah sich dann regelmäßig, sie lernte ihn in der Folgezeit auch noch besser kennen und schließlich zog man zusammen. Für Valerie ergaben sich daraus neue Arbeitsbereiche als "immobilière", aber auch in der Verwaltung des Schlosses Seriège gab es viel zu tun. Auch im Management seiner Weingüter warteten neue Aufgaben und jede Menge Arbeit für sie. Das eigene Büro in Narbonne gab sie nicht auf, jedoch wurde ihre Partnerschaft zu Michael, ihrem alten Chef, auf eine neue Basis gestellt, und ihre frühere enge Beziehung zu Michael veränderte sich und reduzierte sich auf rein geschäftliche Dinge. Für die Tagesarbeit im Büro Narbonne stellte sie eine neue Geschäftsführerin ein, sie selbst lebte an Thierrys Seite ein neues Leben im Süden Frankreichs, die Tage waren sonnig und warm und die Nächte aufregend. Aber, wie gesagt, das ist eine völlig andere Geschichte.
Liebe Grüße an alle Leserinnen und Leser
Valerie
Diese Episode ist vorläufig erst mal der Schluss der Geschichte von Valeries Welt.
Was geschah wirklich, als die Kirchturmsglocke von St. Just elfmal schlug?
Leider muss ich diejenigen unter den Lesern enttäuschen, die schon wieder mal gierig auf ein neues Sex-Abenteuer unserer kleinen Protagonistin warten.
Also, ich muss euch enttäuschen, denn in diesem Fall ist überhaupt nichts zu berichten von der Lust der Frau Bellegarde, sich ihrem Partner hinzugeben, und auch nichts über die fordernde Geilheit von Thierry, die kleine Valerie zu besteigen und nach allen Regeln der Kunst zu "durchzuvögeln".
Folglich werden uns auch leider auch keine Blicke aus der Schlüsselloch-Perspektive ermöglicht, die die beiden beim Liebesakt zeigen, wie der Mann z.B. ihren Hals, dann ihren schönen Busen und den ganzen Oberkörper mit Küssen bedeckt, um später dann zärtlich und eine ganze Weile die Brustwarzen seiner Geliebten zu streicheln, so dass diese erigieren und hart werden (was sie auch in der Realität wirklich sehr mag).
Auch über die spätere Vereinigung der beiden Körper ist nichts zu berichten, nicht weil dieses uninteressant wäre, sondern allein deshalb, weil uns Zuschauern und Lesern all diese Details nichts angehen, das betrifft nur die beiden, die dabei waren, und hier schweigt sozusagen der Sänger aus Höflichkeit.
Was zu erzählen übrigbleibt ist allerdings durchweg positiv. Über ein richtiges Happy End ist nämlich zu berichten, die Story von Valeries Welt geht gut aus. Zwar kam es an diesem bewussten Abend "nur" zu einem Kuss, aber wow! — was für ein Kuss das war! Sozusagen ein Kuss mit Folgen.
Im Grunde ist "Kuss" der falsche Begriff für diese minutenlange Knutscherei der beiden, und man muss sagen, er, Thierry, hatte es wirklich extrem gut drauf, eine Frau im Arm zu halten und sie so zu küssen, dass in ihr Gefühle aufkommen, die sie vorher noch nie in sich gespürt hat und die so heftig sind, dass sie tatsächlich kurz mal glaubt, den Verstand zu verlieren.
Valerie, so nüchtern und rational sie sonst immer war, gab sich diesmal richtig hin, ließ sich quasi völlig fallen bis sie kurz davor war, jede Selbstkontrolle zu verlieren und ja, es war dann schon so, dass sie in seinen Armen gleichzeitig lachte und weinte. Sie schloss dann die Augen, lehnte sich an ihn, nein sie drängte sich heftig an ihn heran und drückte, klammerte sich an seinen Körper, spürte seine Wärme und wünschte sich dabei, das Gefühl das sie dabei durchströmte, würde niemals mehr zu Ende gehen.
Was da los war mit ihr? Nichts mehr und auch nicht weniger als das: Sie spürte dort in seiner Umarmung einen ganz, ganz starken und intensiven Glücksmoment , einen magischen Augenblick von der Art, wie ihn vielleicht ein Dichter beschreibt, nehmen wir z.B. den alten Goethe, der seinen Faust im Gespräch mit Mephisto diesen Ausruf über die Flüchtigkeit des irdischen Glücks in den Mund legt:
" "¦ohh"¦ so verweile doch, du bist so schön""¦
Was natürlich nicht möglich ist, wie wir alle wissen, denn diese Momente höchsten Glücks sind eben hier unten in der realen Welt sehr selten und flüchtig, und verweilen tun sie schon gar nicht bei uns Menschen, ja, eventuell vielleicht noch in der Mythologie mag es so etwas geben, oder dort oben in der Welt der Götter, aber nicht bei uns, nicht hier unten auf der Erde.
Um aus den höheren Sphären zu Valerie und Thierry zurückzukehren:
Hinterher, also nach der Umarmung war ihr kurz richtig schwindelig, ganz benommen war sie, als sie sich nach einer Zeit, die ihr lang schien, schließlich wieder aus Thierrys Armen löste. Beide schauten sich an und hatten sich nichts zu sagen, aber Worte hätten den Moment der gegenseitigen Harmonie nur gestört.
Ob damit Valeries Suche nach dem Glück im anderen Geschlecht schließlich doch zu einen guten Ende gekommen ist? Für den Augenblick hat es mindestens den Anschein, denn in Thierry glaubte sie, jetzt einen kongenialen Partner gefunden zu haben, jemanden, der ähnlich dachte wie sie, der sie verstand, und mit dem sie auch emotional auf derselben oder zumindest auf einer ähnlichen Linie lag.
Was dann noch geschah, gemeint sind die folgenden Jahre, ist eine völlig andere Geschichte.
Klar, man sah sich dann regelmäßig, sie lernte ihn in der Folgezeit auch noch besser kennen und schließlich zog man zusammen. Für Valerie ergaben sich daraus neue Arbeitsbereiche als "immobilière", aber auch in der Verwaltung des Schlosses Seriège gab es viel zu tun. Auch im Management seiner Weingüter warteten neue Aufgaben und jede Menge Arbeit für sie. Das eigene Büro in Narbonne gab sie nicht auf, jedoch wurde ihre Partnerschaft zu Michael, ihrem alten Chef, auf eine neue Basis gestellt, und ihre frühere enge Beziehung zu Michael veränderte sich und reduzierte sich auf rein geschäftliche Dinge. Für die Tagesarbeit im Büro Narbonne stellte sie eine neue Geschäftsführerin ein, sie selbst lebte an Thierrys Seite ein neues Leben im Süden Frankreichs, die Tage waren sonnig und warm und die Nächte aufregend. Aber, wie gesagt, das ist eine völlig andere Geschichte.
Liebe Grüße an alle Leserinnen und Leser
Valerie
Zuletzt geändert von Valerie Bellegarde am Mi 13. Nov 2019, 22:46, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Valeries Welt
Nochmals für diejenigen, die es überlesen haben: Die Geschichte von Valeries Welt endet mit dieser Episode.
Seit dem September 2017, das ist per heute ein Zeitraum von mehr als 26 Monaten, konnte man hier im Forum im Wochenturnus und in über 100 Episoden mitlesen und -erleben, wie Valerie, die im männlichen Geschlecht geboren, aber darin nicht glücklich war, versucht hat, Schritt für Schritt in die Welt der Frauen hinüberzuwechseln und dabei das zu finden, was wir alle suchen, nämlich ihr Glück.
Allen Leserinnen und Lesern sei hier für ihr Interesse gedankt.
Valerie Bellegarde
Seit dem September 2017, das ist per heute ein Zeitraum von mehr als 26 Monaten, konnte man hier im Forum im Wochenturnus und in über 100 Episoden mitlesen und -erleben, wie Valerie, die im männlichen Geschlecht geboren, aber darin nicht glücklich war, versucht hat, Schritt für Schritt in die Welt der Frauen hinüberzuwechseln und dabei das zu finden, was wir alle suchen, nämlich ihr Glück.
Allen Leserinnen und Lesern sei hier für ihr Interesse gedankt.
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Maria T
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Re: Valeries Welt
Hallo Valerie,
Nun einerseits etwas traurig das die Geschichte hier endet aber auch schön zu lesen das es ein happy end gibt.
Vielleicht hast du ja irgendwann Lust doch noch paar kleine Kapitel zu schreiben.
Ich danke für die gute Unterhaltung und die damit verbundenen schönen Momente beim lesen.
LG Maria
Nun einerseits etwas traurig das die Geschichte hier endet aber auch schön zu lesen das es ein happy end gibt.
Vielleicht hast du ja irgendwann Lust doch noch paar kleine Kapitel zu schreiben.
Ich danke für die gute Unterhaltung und die damit verbundenen schönen Momente beim lesen.
LG Maria
Einfach ist am schwersten.