Hi Ihr Lieben,
ach was kann ich den Kampf, oder auch die "Lust" am Kilos verlieren und die ewigen Versuchungen, die uns scheitern lassen doch gut verstehen. Oder wie es Lina (auf Seite 1 glaube ich war es) formulierte: ihr werdet erst dauerhaften Erfolg haben, wenn die ganze Diät, das Abnehmen wollen, nicht mehr unter dem "MÜSSEN und NICHT DÜRFEN" Selbst_Diktat erfolgt. Und ich fürchte, ich muss ihr recht geben, denn es hat einen simplen Grund:
Unser Gehirn versteht leider nur POSITIVE MOTIVATIONEN, es ist pysiologisch gar nicht für Negativismen gebaut. D.h. man/frau muss Wege wählen, die mit POSITIVEN Befehlen / Zielen zu erreichen sind. Also je mehr wir NAHRUNGSAUFNAHME wieder nicht als etwas Nerviges, Lästiges oder Nebensächliches verstehen, sondern
den GENUSS von Lebensmittel bewusst würdigen, desto leichter fällt es rechtzeitig beim Einsetzen erster Anzeichen von Völlegefühl die Energiezufuhr einzustellen.
Ich weiß, das klingt leichter, als es umzusetzen ist, weil unser modernes Leben dazu oft keine Gelegenheit lässt. Stress in der Arbeit, unregelmäßige Pausen, das Snacken zwischendurch und nebenbei, zu wenig körperliche Bewegung für die meisten, abends dann erschöpft vor der Glotze / dem PC, das zunehmende Alter mit
Anschaltgenen so ab 40+ ab wann der Körper immer mehr "Vorräte" anlegt, weil der Mensch in der Frühzeit ab diesem Alter etwa nicht mehr fit für die Jagd war, sondern in großen Schritten auf den Tod zusteuerte. Mechanismen,
die heute natürlich völlig anachronistisch, aber eben aus archaischer Gendisposition noch vorhanden sind. Ergo: Unser eigene Biologie, unser moderner Lebensstil, der Überfluss an Nahrungsangeboten an jeder Ecke und zu jeder Zeit, da liegen die eigentlichen Ursachen für immer mehr adipositäre, übergewichtige Menschen begraben. Da helfen auch keine noch sehr raffinierten Diäten, mit denen man/frau nur den Jo-Jo-Effekt befördert und
die Abnehmindustrie jährlich Milliarden Umsätze generiert.
Letztlich hilft es wirklich nur, den persönlichen GRUNDUMSATZ zu verbessern, nicht zuviel an Kalorien pro Tag zu sich zu nehmen, die wir gar nicht verwerten können, es sei denn wir arbeiten körperlich hart im Steinbruch, verlegen mit Muskelkraft Bahngleise oder rennen stundenlang treppauf treppab, wie junge Paketboten ...
Nun zu meinen Figurerlebnissen ... in Jugendjahren war ich immer ein sehr schlankes Bübchen, immer in Bewegung, später so bis in die 40_er noch ein eher zierlicher, recht gut trainierter junger Mann, der seiner Vorliebe für Süßes unbeschwert frönen konnte, auch wenn's bisweilen mal eine ganze Tafel Schokolade am Tag war.

Mein Stoffwechsel vertrug die Herausforderungen. Dann lernte ich meine heutige Frau kennen, die eine exzellente Köchin ist, was zu dem ersten (Brennwert)_Schub nach oben auf der Wage führte. Die 80_er Marke war bald erreicht.
Trotz sorgfältigem Achten auf die Ernährung und meine oben genannten Tipps, pendelte sich mein Gewicht bei knappen 87 Kilo immer wieder ein. Bei einer Größe von ca. 173 cm.
Wisst Ihr, was letztlich dazu führte, dass ich wieder unter die 80er Marke gefallen bin?
Eine schwere Lebenskrise in den letzten 10 Jahren etwa: Mehrere Todesfälle unmittelbarer, geliebter Angehöriger, eine schlimme chronische Erkrankung meiner Liebsten, die ich seither als pflegender Angehöriger fast 24/7 versorge, einhergehende berufliche Stagnation, weil unser ganzer Lebensplan für den dritten Abschnitt im Alter komplett auf den Kopf gestellt wurde; der Verlust von langjährigen "Freunden", die sich immer öfter verkrümelten, aus Angst nicht mit dem "Bedrohlichen" umgehen zu können. Das sind nur die wichtigsten Trigger der völligen Erschöpfung, des BurnOuts aus Überforderung durch den unabänderlichen Zwang, sein Schicksal irgendwie zu meistern OHNE daran zu zerbrechen.
Kurzum, ich
verlor fast wie von allein in einem 3/4 Jahr etwa 15 kg -- und habe seither mein Gewicht auch halten können. Aber ich wünsche KEINER von Euch, einen solchen Weg, der weder gesund, geschweige denn lustig ist!

Aber effizient.
Heute liege ich bei ca. 77 kg.
Das einzige wirklich gravierende PLUS dieser Tortur, dieses Horrortrips ist, dass jetzt "Ronda" endlich wieder in ihre doch sehr umfangreiche Garderobe passt, ich zum Glück nicht die Klamotten schon voreilig entsorgt hatte. Ich brachte es nicht übers Herz ...
Cheers & liebe Grüße, danke für Eure Aufmerksamkeit.
Ronda
