Hallo, ihr Liebe
Von meinem kurzen Ausflug auf die Schwäbische Alb habe ich Euch schon im ...was macht ihr....Thread gepostet. Aber dieser Ausflug gehört natürlich auch in meinen Erlebnispost hinein. Und dort etwas ausführlicher. Wer meinen Werdegang ein wenig mitverfolgt hat, wird wissen, was diese einsame Hütte auf der Schwäbischen Alb mit dem Entstehen von Gerda zu tun hat.
viewtopic.php?f=6&t=14610#p176127. Und obwohl die Komfortverhältnisse dort (kein Fliesswasser, kein Strom, kein Bad --nur Gasherd und Gaslicht) alles andere als einladend sind, ist die Gelegenheit, ein paar Tage als Gerda fern der Heimat zu verbringen sehr verlockend. Letztes Jahr konnte ich schon ein paar Tage meistens enfemme verbringen. Das Wetter hat auch gehalten und so wurden es wunderbare Tage. Heuer hatte ich mir für diese Woche die Hütte reserviert und hoffte natürlich auch auf entsprechendes Wetter mit einigen Ausflügen. Leider war es dann nicht so wie gewünscht. Ich hätte noch gerne ein, zwei Tage bis Samstag drangehängt, aber bei Regen und drohendem Unwetter sind Ausflüge enfemme kein Vergnügen, und so habe ich schweren Herzens den Aufenthalt verkürzt. Aber mal der Reihe nach. Am Montag bin ich am frühen Nachmittag angekommen, und, nachdem ich bei den guten Bekannten im Dorf die Wasservorräte aufgefüllt hatte, mich an die Verwandlung gemacht, da ich die Einkäufe für die Tage im nächsten Dorf Gerda überlassen wollte. Mit den Verhältnissen bin ich ja schon vertraut, und so ging die Verwandlung auch ganz gut vonstatten. Das einzige Hindernis war dann, dass meine österr. Bankomatkarte am Terminal des Geschäfts trotz mehrmaligen Versuchen - ich musste die Karte der Verkäuferin überlassen- stand allerdings ja mein richtiger Name drauf- nicht funktionierte (wie in einigen anderen Handelsbetrieben auch)- aber da gab es keine Reaktionen drauf. Dann machte ich mich zum nächsten Fixpunkt - den Besuch des Aussichtsturmes Römerstein. Hat allerdings nichts mit Römern zu tun. Letztes Jahr sind auf dem Turm leider keine Fotos gelungen. Das konnte ich heuer doch bewerkstelligen-trotz des dort oben blasenden Windes. Am Nachmittag hat dann auch die Wolkendecke Lücken bekommen und die Sonne kam heraus. Das sind dann tolle Blicke in die Landschaft. An Tagen mit guter Sicht kann man bis an die Alpen sehen - und in der anderen Richtung den Fernsehturm zu Stuttgart. Mit einer selbstgebrauten Nudelsuppe und dann ein paar Pils am Lagerfeuer ging der erste Tag zu Ende.
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Der Dienstag begann Gott sei Dank sonnig. Regen und Gewitter waren erst für den späteren Nachmittag angesagt. Also genug Zeit, einen Wanderausflug zu machen. Sehr praktisch dafür die neue Wanderhose mit den Seitentaschen. Aber auch dafür ist ein gewisses "Aufbrezeln" notwendig. Das ging, nach einem Frühstück in der Sonne vor der Hütte ebenfalls sonnig vor sich. Für diesen Tag hatte ich mir zwei Ziele vorgenommen. Das erste war der Aussichtsturm Hursch im ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen. Der Turm liegt bei Zainingen und ist eine Stahlkonstruktion mit 42m Höhe. Ich war schon einige Male oben, aber jedes Mal muss ich beim Hinaufsteigen gegen den Höhenschwindel ankämpfen. Bin sonst nicht so empfindlich , aber auf dem Bild sieht man dann, wieso es so abenteuerlich ist. Aber die Aussicht ist atemberaubend, speziell bei schönem Wetter. Einigen Wanderern und Radfahren bin ich begegnet, die alle sehr freundlich gegrüßt haben. Und mit einer Frau eines Wanderers, die sich nicht auf den Turm traute, habe ich mich auch ein bisschen unterhalten. Dann merkte man aber schon am Horizont, dass sich von Westen dichtere Wolken näherten. Da war es dann Zeit, sich zum Auto zu begeben und nach Bad Urach zu fahren. Denn das war die zweite Station - die Runine Hohenurach. Dort war ich vor ewigen Zeiten einmal und wollte endlich wieder hin. War dann auch noch ziemlich schwül, der Aufstieg steil, und do geriet ich doch einigermassen ins Schwitzen. Aber alles hielt fest - die Sillies waren auc gut verpackt und mit Kleber bestrichen.

Das ist auch eine tolle Burgruine, die Aussicht ist auch sehr schön, man sieht auf die Stadt Bad Urach hinunter. Auch hier begegneten mir einige Wanderer, die allesamt sehr freundlich waren. Einen kritischen Blick konnte ich bemerken- da war wohl im Kopf die Frage, ob das jetzt wirklich eine Frau war. Da ich für den Abend bei meinen Bekannten eingeladen war, ging's nach einem steilen Abstieg noch nach Bad Urach, da ich ein paar Blümchen kaufen wollte. Das hat eine wunderschöne Innenstadt mit vielen Fachwerkhäusern. Als ich dann wieder auf der Hütte ankam, begann es richtig zuzuziehen und dicke Regenwolken erschienen am Himmel - und der Regen lies auch nicht lange auf sich warten. Für den Besuch musste ich mich natürlich wieder zurückverwandeln - und die Maultaschen waren köstlich.
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Regen am Abend und in der Nacht - als ich am nächsten Morgen aufwachte, nieselte es draussen. Wieder keine Freudenstimmung für einen Ausflug. Allerdings war für Nachmittag Besserung angesagt, und so habe ich mich dann doch gemütlich (wo weit das hier oben geht) für den geplanten Ausflug nach Ulm vorbereitet. Natürlich hatte ich wieder VIEL zu viele Sachen mitgenommen, die allerdings zumeist auf Sommertemperaturen ausgerichtet waren. Aber ein etwas festeres Kleid hatte ich doch mit. Das habe ich dann auch angezogen. Und, da es trotzem Sommer war, habe ich die toe-less Falke-Strumpfhose und die Sandaletten dazu angezogen.
Am frühen Nachmittag bin ich dann trotz leichtem Nieselregen losgefahren. Viel besser wurde es nicht, aber ich hatte mir diesen Besuch einfach fest vorgenommen. Nachdem ich in der Nähe der Innenstadt ein Parkhaus gefunden hatte, machte ich mich auf die Suche nach dem Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt. Da es wieder zu tröpfeln begann bin ich nochmals zurück zum Wagen und habe einen Knirps mitgenommen. War ziemlich viel los in der Innenstadt. Leider wird das Münster gerade renoviert, und daher kann man nicht auf den Turm hinauf. Wäre allerdings mit Kleid und Sandaletten sowieso nicht so bequem gewesen. Vor dem Dom habe ich ein junges Pärchen um ein Foto gefragt - haben sie gerne gemacht. Dann einen Kaffee trinken in der nächsten Seitenstrasse. Alle sehr freundlich, viele Gäste, und keine Reaktionen - sehr schön. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Dann habe ich noch die Innenstadt erkundet und bin Richtung Donau gegangen. Da sind ganz nette Kanäle und Gässchen, Fachwerkhäuser und das lt. Aushang schiefste Haus lt. dem Guiness-Buch der Rekorde. Auch dort habe ich Passanten um ein Foto gebeten. Leider hat es dann immer mehr zu regnen begonnen. Da ich bereits einen ausgiebigen Rundgang gemacht hatte, und sehr zufrieden und innerlich glücklich war, bin ich wieder zum Auto und zurück auf die Hütte gefahren. Und plötzlich hat es aufgerissen, und die Sonne kam zum Vorschein. Sehr erfreulich, denn ich hatte für den Abend zum Halbfinale E - DK wieder einen Abend vor dem Lagerfeuer geplant. Vorher allerdings noch in den nächsten Ort zum Hirsch auf eine Portion Käsespätzle. Dafür habe ich mich dann nochmals umgezogen und die neue grüne Hose mit einem rostfarbigen Shirt kombiniert - das Kleid war mir für den Gasthausbesuch doch etwas zu übertrieben. Die Käsespätzle waren ausgezeichnet - wenig Gäste, und die Bedienung sehr nett. Da die Engländer ins Finale eingezogen(mein Sohn und ich sind im Fussball begeisterte Englandfans -und daher meist enttäuscht worden) sind und der Regen erst nach meinem Aufbruch ins Bett um knapp ein Uhr früh einsetzte war es noch ein schöner Abend.
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Als es dann allerdings am nächsten Morgen immer noch regnete und der Wetterbericht keine richtige Besserung bis Samstag voraussagte, habe ich mich dann schweren Herzens entschlossen, den Aufenthalt vorzeitig abzubrechen und wieder nachhause zu fahren. Ein paar Wanderungen und einen weiteren Ausflug - vielleicht nach Stuttgart muss ich mir für das -hoffentlich- nächste Mal aushaben.
Danke, dass ihr mir auf meinem Trip ins Schwabenland gefolgt seid.
In meinem Blog mache ich dann noch einen ausführlicheren Bildbericht- wenn's interessiert.
Alles Liebe Gerda