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Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Fr 4. Dez 2015, 22:08
von Pauline
Huhu Jalana,
sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Ich finde es toll, dass Du Dich so sehr um diesen Thread bemühst, und "Leichen" aufspürst.
viewtopic.php?f=116&t=8074&start=15
So war das Ave Maria von Michal Lorenc eine Leiche, und Du hast es ersetzt. Danke. Das lag daran, dass YT etwas gegen die unterlegte Filmsequenz hatte.
Den Ersatz (Film) finde ich allerdings unbefriedigend. Für mich ist dieses Ave Maria gleichbedeutend mit der Filmsequenz, die Marias Leid so sehr wiedergibt, in eben diesem Film.
Deshalb stelle ich es nochmal ein, allerdings nicht von YT. Hier mein Kommentar vom 01.Juli 2014:
"Ist jetzt bisschen OT, weil nicht Klassik,
aber es ist so wunderschön, legt schon mal 'ne Packung Tempos zurecht.
Ein Ave Maria, komponiert als Filmmusik von MichaÅ‚ Lorenc 1995, ursprünglich zu dem Film
"Prowokator". Die unterlegten Filmsquenzen stammen aus dem Film "Die Passion Christi" von Mel Gibson.
Das Lied wird performed von der unvergleichlichen russischen Opernsängerin Olga Szyrowa, die diesen
Schmelz in der Stimme hat, den ich so mag.
Wer die "Passion" mal komplett sehen möchte, sollte starke Nerven und ausreichend Tempos in Nähe haben.
Es wird im Film ausschließlich die lateinische, aramäische und hebräische Sprache verwendet, die Bilder sprechen für sich.
Und nun....Ave Maria"
http://my.mail.ru/mail/tashka.tanya/vid ... /4994.html
Und wo ich gerade so schön OT bin und sowieso am Heulen bin.....Panis Angelicus...mit meiner Lieblingssopranistin Mirusia.
(Das Einbetten funktioniert irgendwie nicht so, wie ich will

)
Alles Gute...Pauline

--
Edit: Link eingebunden - Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: So 6. Dez 2015, 21:11
von Beatrix
Die Planeten von Gustav Holst
Gustav Theodore Holst (engl. Aussprache: [həʊlst])
* 21. September 1874 in Cheltenham; " 25. Mai 1934 in London,
geboren als Gustavus Theodore von Holst, war ein englischer Komponist.
Die Planeten (englischer Originaltitel: The Planets oder auch The Planets Suite) ist der Titel einer Orchestersuite des englischen Komponisten Gustav Holst. Das Werk trägt die Opuszahl 32. Holst komponierte dieses Stück in den Jahren 1914 bis 1916 für ein großes Sinfonieorchester, im letzten Satz (Neptun, siehe unten) kommt zusätzlich ein sechsstimmiger Frauenchor zum Einsatz. Es handelt sich um spätromantische Programmmusik, die vom Charakter her späterer, großorchestraler Filmmusik ähnlich ist und deren Wirkung auf den Zuhörer vor allem durch die monumentalen Klangeffekte und die Klangfarben des Orchesters entsteht.
Während Die Planeten in der Anglosphäre und besonders in Großbritannien häufig aufgeführt werden, ist das Stück im deutschsprachigen Raum eher selten im Konzertsaal zu hören.
Die Sätze
Die Planeten bestehen im Original aus sieben Sätzen; jeder Satz trägt den Namen eines Planeten unseres Sonnensystems beziehungsweise der römischen Gottheit, nach der der Planet benannt ist. Die Erde wurde nicht berücksichtigt. Im Jahre 2000 wurde dem englischen Komponisten Colin Matthews aufgetragen, für das Hallé-Orchester einen achten Satz zu komponieren, wobei dieser dem damals noch als Planet eingestuften, allerdings auch erst nach der Fertigstellung von Die Planeten entdecktem Pluto gewidmet wurde.
Mars, der Kriegsbringer
Venus, die Friedensbringerin
Merkur, der geflügelte Bote
Jupiter, der Bringer der Fröhlichkeit
Saturn, der Bringer des Alters
Uranus, der Magier
Neptun, der Mystiker
Die Spieldauer beträgt zwischen 50 und 60 Minuten. Im Wesentlichen entspricht die Reihenfolge der Sätze der Planetenfolge im Sonnensystem, nur dass Mars und Merkur vertauscht sind.
Erstmals war die Suite am 29. September 1918 in einer privaten Aufführung in der Queen"™s Hall in London zu hören; der Dirigent war Adrian Boult. Die öffentliche Uraufführung des gesamten Werkes — vorher wurden nur Teile gespielt — fand unter dem Dirigenten Appleby Matthews am 10. Oktober 1920 in Birmingham statt. Am 11. Mai 2000 wurde das Werk mitsamt dem von Colin Matthews komponierten Stück "Pluto — Der Erneuerer" aufgeführt.
Perm Opera and Ballet Theatre Orchestra
Dirigent: Valeriy Platonov
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Mo 7. Dez 2015, 17:47
von Pauline
Lieder, die die Seele berühren...das brauche ich, auch in der Klassik.
Hier mal die Arie "Duett der Perlenfischer", aus George Bizets Oper Les pêcheurs de perles.
Die ganzen wissenschaftlichen Erklärungen, die aus Wiki hier 'reinkopiert werden, mögen ja
interessant sein, wer's braucht....aber ich brauch' die nicht. Ich brauche die Musik.
Nix für ungut.
LG Pauline
Danke, Jalana, für's Einbinden von Mirusia, ging wohl zeitweise nicht, wegen Anne-Mettes Problemen mit der Forensoftware.

Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Di 8. Dez 2015, 22:01
von Jalana
"Prolog" aus der Oper 'Der Bajazzo' von Ruggero Leoncavallo
Pagliacci (Der Bajazzo, wörtl.: Die Bajazzos/Clowns) ist eine veristische Oper in zwei Akten und einem Prolog von Ruggero Leoncavallo, der sowohl die Komposition als auch das Libretto anfertigte. Die Uraufführung fand 1892 im Teatro Dal Verme in Mailand unter Arturo Toscanini statt. Der Bajazzo ist Leoncavallos größter Erfolg und sein einziges Werk, das noch heute Teil des Standard-Opernrepertoires ist.
Der Prolog: Tonio tritt vor den geschlossenen Vorhang und heißt das Publikum mit einer Rede über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Schauspiel und Realität willkommen. Im Namen des Librettisten und Komponisten bereitet er die Zuschauer auf ein besonders realitätsnahes Stück vor.
Es singt Svéd Sándor.
Hallo Paulinchen,

schön, dass Du hier wieder mitmachst! Deine Beiträge haben mir gefehlt.
@all, damit ich Eure Beiträge leichter in das
Inhaltsverzeichnis übernehmen kann, möchte ich Euch bitten, Name des Stückes sowie Komponisten anzugeben. Es erspart mir dann Arbeit.
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Di 8. Dez 2015, 22:08
von Beatrix
Konzert für vier Klaviere und Orchester a-Moll BWV 1065- von Johann Sebastian Bach
Konzert a-Moll für vier Cembali BWV 1065
Sätze
(ohne Bezeichnung) c a-Moll
Largo 3/4 a-Moll
Allegro 6/8 a-Moll
Entstehung
Die Komposition ist eine Bearbeitung von Antonio Vivaldis Konzert h-Moll für vier Violinen und Streicher (Opus 3, 10, aus dessen Sammlung "L'Estro Armonico"). Bach ergänzte das Werk durch zusätzliche Chromatik, lebendigere Bassstimmen und viele ähnliche Details und schob im letzten Satz einen Takt ein.
Musik
Interessant ist für den Hörer sicher der Vergleich zwischen den beiden Versionen. Bachs Fassung wirkt deutlich reifer und ausgearbeiteter, nimmt aber von der ursprünglichen Frische und genial-unbedarften Neuartigkeit, die das Werk Vivaldis auszeichnet.
Klavier:
Hans-Peter und Volker Stenzl,
Sonja Loncar und Andrija Pavlovic (LP-Duo)
Violine: Stefan Hempel und Holger Wangerin
Viola: Haruka Abe
Violoncello: Thomas Kaufmann
Live-Mitschnitt aus dem Katharinensaal der HMT-Rostock vom 23.05.2013
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Mi 9. Dez 2015, 22:01
von Jalana
"Katzenduett" von Gioachino Rossini
Gioachino Antonio Rossini (* 29. Februar 1792 in Pesaro; " 13. November 1868 in Paris-Passy) war ein italienischer Komponist. Er gilt als einer der bedeutendsten Opernkomponisten des Belcanto; seine Opern Der Barbier von Sevilla und La Cenerentola ("Aschenputtel") gehören weltweit zum Standardrepertoire der Opernhäuser.
In der klassischen Musik gehört das Katzenduett von Gioacchino Rossini, Duetto buffo di due gatti, zu den echten Sternstunden der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Katze.
Ein sehr traditioneller Vortrag des kurzen Stückes von Hannah Holgersson und Agnes Vojtko mit dem Opernorchester Kairo:.
Es folgt eine phantastische Variation des Stückes, ausnahmsweise von zwei Männern vorgetragen, Kyle English und Charles Hyland.
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Do 10. Dez 2015, 22:22
von Jalana
"Serenade No.1 D-Dur Op.11" von Johannes Brahms
Johannes Brahms (* 7. Mai 1833 in Hamburg; " 3. April 1897 in Wien) war ein deutscher Komponist, Pianist und Dirigent, dessen Kompositionen vorwiegend der Hochromantik zugeordnet werden. Durch die gleichzeitige Einbeziehung von klassischen Formen gehen sie aber über diese hinaus. Brahms gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Die Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11 ist das Resultat eingehender Beschäftigung von Johannes Brahms mit Serenaden Mozarts und Sinfonien Haydns. Ihre Entstehungszeit Ende der 1850er-Jahre überlappt sich teilweise mit derjenigen des Schwesterwerks Serenade Nr. 2 A-Dur op. 16. Zugleich fällt sie teilweise in die Phase, in der Brahms sein in schwierigem Schaffensprozess entstandenes 1. Klavierkonzert überarbeitete.
Es spielt die Capella Agustina unter der Leitung von Andreas Spering.
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Fr 11. Dez 2015, 21:59
von Jalana
"Coppia iniqua" aus der Oper 'Anna Bolena' von Gaetano Donizetti
Anna Bolena (in der deutschen Fassung "Anna Boleyn") ist eine Oper in zwei Akten von Gaetano Donizetti. Das Libretto verfasste Felice Romani. Als literarische Vorlagen dienten ihm die Dramen "Henri VIII." von Marie-Joseph de Chénier und "Anna Bolena" von Alessandro Ercole Graf Pepoli. Die historische Vorlage für die Titelfigur war Anne Boleyn. Die Uraufführung fand am 26. Dezember 1830 im Teatro Carcano in Mailand mit Giuditta Pasta in der Titelrolle statt. Im deutschen Sprachraum ging das Werk zum ersten Mal am 26. Februar 1833 am k. k. Hoftheater in Wien über die Bühne.
Es singt Anna Netrebko.
LG
jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Sa 12. Dez 2015, 20:57
von Beatrix
1. Sinfonie in D-Dur von Gustav Mahler
Entstehung
Die Sinfonie entstand in der Zeit von Januar bis März 1888 in Leipzig. Die Vorarbeiten reichen jedoch bis in das Jahr 1884 zurück. Mahler hat die Anregung zu der Sinfonie seinem ersten Liederzyklus, den Liedern eines fahrenden Gesellen von 1885 entnommen. Mahler war sich zunächst unschlüssig, ob er das Werk als Sinfonische Dichtung oder als Sinfonie konzipieren sollte. Die ursprünglich vorgesehene Großgliederung der Sätze in zwei Teile fiel im Lauf der Zeit ebenso weg wie ein ursprünglich an zweiter Stelle stehender zusätzlicher Satz. Dieser wird unter der Bezeichnung "Blumine" gelegentlich noch aufgeführt. Bei den ersten Aufführungen versuchte Mahler auch, dem Publikum den Zugang zu dem Werk durch Werk- und Satztitel zu erleichtern. Der zeitweise beigegebene Titel Titan bezieht sich auf den gleichnamigen Roman Jean Pauls. Mahler zog diesen programmatischen Namen jedoch später zurück. Der Trauermarsch trug kurzfristig den Beinamen Ein Totenmarsch in Callots Manier, was eine Anspielung auf E. T. A. Hoffmanns Fantasiestücke in Callots Manier darstellte. Allerdings kannte Mahler dieses Werk zur Entstehungszeit der Sinfonie noch gar nicht, so dass der ebenfalls zurückgezogene Titel wohl auf den Vorschlag seines Freundes Ferdinand Pfohl zurückgeht. 1889 führte Mahler das Werk in Budapest als Sinfonische Dichtung in zwei Teilen auf. Zur Hamburger Aufführung 1893 verfasste Mahler sogar ein vollständig ausgearbeitetes Programm, auf dessen Beigabe er später verzichtete, "weil ich es erlebt habe, auf welch falsche Wege hiedurch das Publikum geriet". Erst mit der Drucklegung im Jahr 1899 erhielt die Sinfonie ihre bis heute bekannte viersätzige Form.
Stellenwert
Die 1. Sinfonie enthält bereits viele typische Elemente der Mahlerschen Musiksprache. Die Verwendung volkstümlicher Melodien, die ironische Verfremdung, die collagenartige Schichtung von Motiven und die teilweise schroffe Verarbeitung der Themen werden hier bereits angedeutet. Auch die grotesk anmutende derbe Rhythmik des Scherzos kehrt in den folgenden Werken immer ausgeprägter wieder. Das Nebeneinander von scheinbar Unpassendem, wie Mahler es im dritten Satz konzipiert, wird später in der 3. und 4. Sinfonie zur Regel. Die Konzeption des Finalsatzes, welche mit mehreren Durchbrüchen zur Apotheose führt, wendet Mahler in vielen späteren Sinfonien ebenfalls an. In der 6. Sinfonie wird es sogar ein Zusammenbruch sein. In keiner dieser Sinfonien kommt es jedoch in einer vergleichbaren Klarheit zur Schlussapotheose. Dennoch etabliert Mahler bereits in seinem Erstlingswerk ein Modell, welches für sein weiteres Schaffen verbindlich wird: Die Konzeption des Werkes auf ein erlösendes Finale hin. "Alle Sinfonien Mahlers sind Finalsinfonien" bemerkte Paul Bekker bereits 1921[9]. Dieses Erstlingswerk steht dem klassisch-romantischen Typus der Sinfonie in der Traditionslinie Beethoven - Brahms/Bruckner trotzdem noch recht nahe. Dies lässt sich beispielsweise an der klassischen Viersätzigkeit und der für Mahlers Verhältnisse moderaten Orchesterbesetzung fest machen. Nur in der 4. und 9. Sinfonie wird die Besetzung kleiner sein. In diesen Sinfonien verbindet sich dieser Schritt mit einer radikalen Vereinfachung, um musikalische Konventionen hinter sich zu lassen. In der 1. Sinfonie klingt jedoch noch das spätromantische Pathos an, von welchem Mahler sich erst in der 4. Sinfonie endgültig löst. Auch klanglich bereitet dieses Erstlingswerk Mahlers allenfalls neue Wege vor, jedoch noch ohne sie selbst zu beschreiten. Die für Mahler später charakteristische Erweiterung der Chromatik und Tonalität bis an ihre Grenzen, wie sie spätestens von der 5. Sinfonie an immer konsequenter betrieben wird, findet hier noch kaum statt. Dennoch klingt das Werk durchaus schon spätromantisch progressiv.
Royal Concertgebouw Orchestra
Dirigent: Daniel Harding
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: So 13. Dez 2015, 22:23
von Jalana
"Santa Lucia" von Teodoro Cottrau
Teodoro Cottrau (* 7. Dezember 1827 in Neapel; " 30. März 1879 ebenda) war ein italienischer Autor und Komponist französischer Herkunft. Er notierte die Melodie und übersetzte den (im neapolitanischen Dialekt verbreiteten) Text des berühmten neapolitanischen Liedes Santa Lucia ins Italienische (1849). Manche Quellen nennen ihn als Komponisten des Liedes, wahrscheinlicher war er jedoch nur Bearbeiter eines traditionellen Liedes.
Santa Lucia ist ein neapolitanisches Lied (Canzone napoletana) aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, das besonders in Skandinavien durch die Verbreitung des Luciafestes berühmt geworden ist. Autor war Teodoro Cottrau.
Cottrau publizierte das Lied als Barcarole in neapolitanischer Mundart im Jahre 1849 und übersetzte es in der Folge während des Risorgimento ins Italienische. Der Text preist den (damals) pittoresken Fischerhafen des Borgo Santa Lucia am Golf von Neapel, und zwar in den Worten eines Schiffers, der zu einem Bootsausflug in der erfrischend kühlen Abendluft einlädt. Das Lied wurde binnen kurzem zum Welterfolg mit Übersetzungen unter anderem ins Englische durch Thomas Oliphant, publiziert in Baltimore bei M.McCaffrey. Das Lied wurde von Enrico Caruso ebenso gesungen wie von Elvis Presley (1965 im Album Elvis for Everyone).
Italienischer Text:
Sul mare luccica l'astro d'argento;
placida è l'onda, prospero il vento.
Venite all'agile barchetta mia!
Santa Lucia, Santa Lucia!
Con questo zeffiro così soave
oh com'è bello star sulla nave!
Su passaggeri, venite via!
Santa Lucia, Santa Lucia!
In fra le tende bandir la cena
in una sera così serena
chi non dimanda, chi non desia?
Santa Lucia, Santa Lucia!
Es singt Enrico Caruso.
Die Schwedische Version ist jene des Luciasången. Dieses Fest wird jedes Jahr am 13. Dezember - also auch heute - in Skandinavien gefeiert:
https://de.wikipedia.org/wiki/Luciafest
Fassung mit Tom und Jerry
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: So 13. Dez 2015, 22:53
von Anne-Mette
Moin,
... und hier eingebettet in eine Episode des Julekalenders (Broedrene Mortensens Jul):
Gruß
Anne-Mette
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Di 15. Dez 2015, 19:57
von Beatrix
2. Sinfonie in c-Moll "Auferstehung" von Gustav Mahler
Die 2. Sinfonie in c-Moll ist eine Sinfonie mit Sopran- und Altsolistinnen sowie gemischtem Chor von Gustav Mahler.
Der häufig verwendete Beiname Auferstehungssinfonie stammt nicht von Mahler.
Entstehung
Die Entstehungsgeschichte der gesamten Sinfonie erstreckt sich, bedingt durch Mahlers Arbeitsbelastung als Dirigent, über mehrere Jahre. Das Werk schrieb er zwischen 1888 und 1894. Im September 1888 war die Instrumentierung des ersten Satzes, der zu diesem Zeitpunkt den Titel "Totenfeier" trug, bereits abgeschlossen. Offenbar kam Mahler durch den Antritt der Stelle des Opernchefs in Budapest und seinen anschließenden Umzug nach Hamburg nicht zur weiteren Arbeit an der Sinfonie. So entstanden der zweite und dritte Satz erst 1893 und die gesamte Sinfonie wurde erst 1894 fertiggestellt. Die Idee zum Schlusssatz, welcher die Idee der Auferstehung vertont, kam Mahler nach eigener Aussage 1894 auf der Totenfeier für Hans von Bülow in der Hamburger St.-Michaelis-Kirche. Zeitgleich vertonte Mahler die Lieder aus Des Knaben Wunderhorn, von denen er das Lied "Des Antonius von Padua Fischpredigt" nur instrumental, das Lied "Urlicht" auch vokal in der Sinfonie verwendete.
Wirkung
Die Uraufführung der gesamten Sinfonie fand am 13. Dezember 1895 in Berlin unter der Leitung Gustav Mahlers statt. Die ersten drei Sätze wurden bereits am 4. März 1895 von Mahler aufgeführt. Die Uraufführung der 2. Sinfonie fand somit chronologisch erst nach derjenigen der 3. Sinfonie statt. Die Kritiken nach der Aufführung waren größtenteils verhalten, teilweise sogar spöttisch. Die Allgemeine Musik-Zeitung sprach in harten Worten von einem "hohlen Nichts" und "brutaler Geschmacklosigkeit". Das Resumé von "Lärm, Skandal, Unfug, Umsturz" zeigt die Überforderung des Publikums mit Mahlers radikal neuem Werk. Mahler beschreibt in diesem Zusammenhang auch die Reaktion Hans von Bülows auf den ersten Satz: "Als ich ihm meine Totenfeier vorspielte, geriet er in nervöses Entsetzen und erklärte, dass Tristan gegen mein Stück eine Haydnsche Symphonie ist, und gebärdete sich wie ein Verrückter." Einige aufgeschlossener gesinnte Zeitgenossen wie Anton Webern äußerten sich jedoch bewundernd über Mahlers Sinfonie. Er bezeichnete Mahler nach diesem Werk als "tiefinnerlichen Komponisten". Der konservative Johannes Brahms bezeichnete Mahler aufgrund der 2. Sinfonie als "König der Revolutionäre". Angesichts der weiteren Entwicklung der Musikgeschichte und späterer mahlerscher Sinfonien wirkt die 2. Sinfonie in klanglicher Hinsicht heute kaum noch revolutionär. Ihre Dimensionen gelten hingegen nach wie vor als ungewöhnlich groß. Das Werk gehört zu den beliebtesten Sinfonien Mahlers und ist häufig in den Programmen der großen Orchester zu hören.
Stellenwert
Die 2. Sinfonie stellt in vielerlei Hinsicht den revolutionären Beginn von Mahlers Fortentwicklung des Genres bis an seine Grenzen dar. War die 1. Sinfonie noch viersätzig gehalten und nicht umfangreicher besetzt als die Sinfonien Bruckners, stellt die 2. Sinfonie diesbezüglich einen Neubeginn dar. Die fünfsätzige Gliederung des Werkes zeigt bereits, dass das klassische viersätzige Schema hier nicht mehr zur Anwendung kommt. Mahler erweitert die Satzzahl in vielen seiner weiteren Sinfonien, was bisher nur vereinzelt in der Musikgeschichte getan wurde. Die große Besetzung der Sinfonie stellt ebenfalls ein Novum dar. Einen ähnlich großen Orchesterapparat schreibt Mahler nur in der 3. und 8. Sinfonie vor. Auch die Aufführungsdauer von über 90 Minuten stellt eine radikale Neuerung dar, welche nur bei Bruckner zuvor vereinzelt erreicht wurde. Zusammen mit der nachfolgenden 3. Sinfonie stellt sie Mahlers umfänglichstes Werk und eine der größten Sinfonien der Musikgeschichte dar. Das Werk folgt, wie die meisten Sinfonien Mahlers, einem inhaltlichen Konzept. Wie in den meisten Sinfonien Mahlers gilt das Motto Per aspera ad astra (Durch Dunkel zum Licht). Ausgehend von einer ausgedehnten Totenfeier endet die Sinfonie in einem triumphalen Auferstehungssatz. Hier vertont Mahler das Gedicht "Auferstehung" von Friedrich Gottlieb Klopstock. Der Satz ist mit einer Spieldauer von 38 Minuten der längste Sinfoniesatz Mahlers. Auf Grund des dritten und vierten Satzes gehört die 2. wie die 3. und 4. Sinfonie zu den Wunderhorn-Sinfonien. Sie vertont Gedichte aus der Sammlung Des Knaben Wunderhorn von Clemens Brentano und Achim von Arnim. Die Vorlage des instrumental gehaltenen dritten Satzes ist das Gedicht "Des Antonius von Padua Fischpredigt". Der von einer Altstimme gesungene vierte Satz stellt das Lied "Urlicht" aus der Sammlung dar. In ihrem Gesamtkonzept vermischt die zweite Sinfonie Gedanken- und Traditionsstränge unterschiedlichster Herkunft, weshalb sie bisweilen als "synkretistische Sinfonie" bezeichnet wird. So vermischt sich beispielsweise die klassisch-romantische Sinfonie mit den Errungenschaften Wagnerscher Musik. Noch verabschiedet sich Mahler nicht völlig vom Pathos der spätromantischen Sinfonien, wie er es später radikal in seiner 4. Sinfonie tut. Vielmehr nimmt die 2. Sinfonie alle vorherrschenden musikalischen Traditionen in sich auf, ohne sie miteinander vereinigen zu wollen, was oftmals zu einem Nebeneinander konträrer Elemente führt. Dieser typische Zug mahlerscher Musik, welcher in der 3. Sinfonie noch deutlicher wird, ist hier bereits deutlich ausgebildet. Der bereits bei Wagner zu findende Hang einer übergreifenden Verschmelzung der Künste zu einem Universalkunstwerk wird in diesem Werk zum Programm. Und so stellt der Einsatz der menschlichen Stimme keine "Nachahmung Beethovens" dar (ein Vorwurf, den Mahler fürchtete), sondern ist die Konsequenz einer Verschmelzung der musikalischen Materialien und der Aufweichung der traditionellen Gattungsbegriffe.
Royal Concertgebouw Orchestra -
Dirigent: Mariss Jansons
Netherlands Radio Choir
Sopran: Ricarda Merbeth
Mezzo Sopran: Bernarda Fink
Chorleiter: Celso Antunes
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Mi 16. Dez 2015, 21:35
von Jalana
"Ich bin nur ein armer Wandergesell" aus der Operette 'Der Vetter von Dingsda' von Eduard Künneke
Eduard Künneke (* 27. Januar 1885 in Emmerich; " 27. Oktober 1953 in Berlin) war ein deutscher Operettenkomponist. Er war seit 1920 in zweiter Ehe verheiratet mit der Sopranistin Katharina Garden (1889—1967), gemeinsame Tochter ist die Schauspielerin und Sängerin Evelyn Künneke.
Der Vetter aus Dingsda ist eine Operette in drei Akten des deutschen Komponisten Eduard Künneke (1885-1953); sein mit Abstand erfolgreichstes Stück. Das Libretto stammt von Herman Haller und Fritz Oliven. Die Uraufführung fand am 15. April 1921 im Berliner Theater am Nollendorfplatz statt.
Der Sänger ist Rudolf Schock.
LG
Jalana
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Do 17. Dez 2015, 13:18
von Beatrix
Der Kuss - Ludwig van Beethoven (zum 245. Geburtstag)
Ludwig van Beethoven (getauft 17. Dezember 1770 in Bonn, Kurköln; " 26. März 1827 in Wien, Kaisertum Österreich) war ein Komponist der Wiener Klassik.
Er hat diese zu ihrer höchsten Entwicklung geführt und der Romantik den Weg bereitet.
Ich war bei Chloen ganz allein,
Und küssen wollt ich sie.
Jedoch sie sprach,
Sie würde schrein,
Es sei vergebne Müh.
Ich wagt' es doch und küßte sie,
Trotz ihrer Gegenwehr.
Und schrie sie nicht?
Jawohl, sie schrie,
Doch lange hinterher.
Text: Christian Felix Weiße (1726-1804)
Komponist: Ludwig van Beethoven
Komponiert im Jahr 1822
Bariton: Hermann Prey
Klavier: Leonard Hokanson
Re: Für die Klassikfreunde
Verfasst: Fr 18. Dez 2015, 22:42
von Jalana
"Urna fatale" aus der Oper 'La forza del destino' von Giuseppe Verdi
La forza del destino (Die Macht des Schicksals) ist eine Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi (Musik) und Francesco Maria Piave (Libretto), uraufgeführt am 10. November 1862 in Sankt Petersburg. Antonio Ghislanzoni schrieb eine Neufassung des Librettos; in dieser Form wurde die Oper am 27. Februar 1869 in der Mailänder Scala zum ersten Mal gespielt. Bekanntestes Element der musikalischen Gestaltung ist ein Schicksalsmotiv, das sich von der Ouvertüre an wie ein Leitfaden durch das Werk zieht.
Es singt Dmitri Hvorostovsky.
LG
Jalana