Re: Anderen verbieten, selber machen - Jens Spahn
Verfasst: So 19. Jul 2026, 06:28
,,,dazu aus einer Pressemitteilung (Euronews): "Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Jens Spahn kurz zuvor aufgefordert, sein Amt niederzulegen."
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,,,dazu aus einer Pressemitteilung (Euronews): "Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Jens Spahn kurz zuvor aufgefordert, sein Amt niederzulegen."
Also alles wie bisher bei dem. Von alleine drauf kommen, schon aus moralischen Gründen? Nö ist nicht vorgesehen.Olivia hat geschrieben: So 19. Jul 2026, 06:28 "Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Jens Spahn kurz zuvor aufgefordert, sein Amt niederzulegen."
Wohin soll ich den Stein schmeißen ?conny hat geschrieben: Sa 18. Jul 2026, 20:56 Wer von sich behaupten kann, dass er nie persönliche Beziehungen zu seinem Vorteil genutzt hat, werfe den ersten Stein.
dann zähle mal dazu, die fruchtbaren Frauen, die keinen geeigneten Partner haben, und die fruchtbaren oder unfruchtbaren Männer, die keine geeignete Partnerin haben. Dann kommst du noch auf viel höhere Zahlen.Susi T hat geschrieben: Sa 18. Jul 2026, 21:49 Ich glaube das ist zu einfach beim Thema Leihmutterschaft gedacht.
Es gibt z.b etliche Frauen die selber kein Kind austragen können Beispielhaft ca. 20.000 Frauen in Deutschland mit von Geburt nicht vollständig ausgeprägter Gebärmutter, aber Eierstöcken. Sie könnten selber die Eizellen spenden, die Männer den Sperma, aber selber austragen könnten sie nicht. Ausnahme wäre eine Gebärmutterspende...oder halt Leihmutterschaft.
Merz hat ihn aber auch nur aus taktischen Gründen dazu aufgefordert .. nicht etwa, weil er Spahns Verhalten für falsch hielt und es gegen die Linie geht, sondern wegen der öffentlichen Empörung, die so groß ist, dass er sich nicht mehr geraut hat, die weiter auszusitzen.Olivia hat geschrieben: So 19. Jul 2026, 06:28 ,,,dazu aus einer Pressemitteilung (Euronews): "Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Jens Spahn kurz zuvor aufgefordert, sein Amt niederzulegen."
Woraus schließt Du, dass es vor allem Konservative betrifft? Gibt es dafür belastbare Statistiken?Michi hat geschrieben: So 19. Jul 2026, 11:39 Tatsächlich ist das aber eine Grundeinstellung von Politikern .. vor allem konservativen und rechten .. keine Konsequenzen aus ihrem falschen Handeln ziehen zu wollen.
Finde ich nicht. Es gibt Leute, die sich professionell damit beschäftigen und zu einer eindeutigen Antwort kommen:Jaddy hat geschrieben: Sa 18. Jul 2026, 19:13Generell ist Leihmutterschaft, scheussliches Wort, sicherlich nicht so einfach, aber prinzipiell regelbar. Es gibt neben der rein kommerziellen die altruistische. Es könnten Rücktrittsrecht, Nichtkommerzialität und Kontaktrechte festgeschrieben werden, um Geldmacherei durch Dritte, Privilegien der Reichen und Ausnutzung von Notlagen einzudämmen. Für das Kindeswohl sind es letztlich die gleichen Fragen wie bei Adoptionen und die sind nichts wirklich neues. Ganz platt gesprochen, ist eine solche Leihmutterschaft ziemlich vergleichbar mit der Situation, wenn statt eines Schwangerschaftsabbruchs das Kind ausgetragen und dann zur Adoption freigegeben wird.
Von daher kann ich weder pauschale Ablehnung noch pauschale Zustimmung so wirklich nachvollziehen. Das Ding ist viel zu komplex für Ja oder Nein.
UN-Sonderberichterstatterin Reem Alsalem. Das ist die mit dem TERF-triefenden Brief bzgl SBGG an A.Baerbock, der vor Unfug nur so trotzte. Anyway, könnte hier ja anders sein. Mal schauen:Lana hat geschrieben: So 19. Jul 2026, 18:28Finde ich nicht. Es gibt Leute, die sich professionell damit beschäftigen und zu einer eindeutigen Antwort kommen: https://www.aerzteblatt.de/news/scharfe ... 2ff40cb88cJaddy hat geschrieben: Sa 18. Jul 2026, 19:13Von daher kann ich weder pauschale Ablehnung noch pauschale Zustimmung so wirklich nachvollziehen. Das Ding ist viel zu komplex für Ja oder Nein.
Und zum Schluss noch die Recherche der wiss. Dienste des BuTags (PDF), der die bis dahin einzige Langzeitstudie (0-14 Jahre) zum Kindeswohl zitiert:Wiesemann forderte, das Problem aus der Perspektive der Kinder zu betrachten. Alles müsse dafür getan werden, die beste Lösung für sie zu finden. Zugleich warnte sie vor einer Ausbeutung oder Versklavung von Leihmüttern. Mit einem simplen Verbot von Leihmutterschaffen befriedige man möglicherweise einen Teil der Öffentlichkeit, das löse aber die Komplexität des Problems nicht, sagte die Göttinger Wissenschaftlerin.
Wiesemann verwies auch auf die positiven Aspekte der Leihmutterschaft. Es sei schön, wenn Menschen mit Kindern leben wollten. Auch für die Kinderwünsche von homosexuellen Paaren müsse etwas getan werden. Sie sei aber selbst "ein wenig ratlos", wie man den vielen Problemen, die rund um das Thema Leihmutterschaft auftauchten, Herr werden könne, räumte Wiesemann ein.
Das ist also alles andere als eindeutig. Insbesondere auch das Wohl der Schwangeren und der Kinder. Ein wenig vergleichbar mit der Sexwork-Diskussion, wo Pauschalverbote nachweislich erstens nicht funktionieren, sondern zweitens die eigentlich Beteiligten wegen der Illegalität viel weniger Schutz und Hilfsmöglichkeiten haben, als in einem sinnvoll legalen System mit Unterstützung.Die Befürchtung, die unter Zuhilfenahme reproduktionsmedizinischer Maßnahmen geborenen Kinder seien in besonderem Maße dem Risiko psychischer Probleme während der Pubertät ausgesetzt, hätte sich nach Angaben der Forscher nicht bestätigt. Unterschiede in Bezug auf Anpassung, Wohlbefinden und Selbstwertgefühl der Kinder seien im Vergleich zu den auf natürlichem Wege gezeugten und geborenen Kindern nicht festzustellen. Die Qualität der Mutter-Kind-Beziehung zwischen den Wunschmüttern und ihren von einer Leihmutter ausgetragenen Kindern sei als positiv zu bewerten. Soweit Unterschiede in der Qualität der Mutter-Kind-Beziehung – größere Akzeptanz durch die heranwachsenden Kinder, geringere Probleme innerhalb der Familie – festzustellen seien, übertreffe diejenige zwischen den Wunschmüttern und ihren von Leihmüttern geborenen Kindern die Qualität der Beziehung zwischen den Müttern und ihren Kindern, die aus einer Gameten-, insbesondere einer Eizellspende resultierten.
Es sei daher zu schlussfolgern, dass das Fehlen einer genetischen Verbindung zwischen Mutter und Kind eine weniger positive Mutter-Kind-Beziehung zur Folge haben könne, wohingegen das Fehlen einer Verbindung von Mutter und Kind durch die Schwangerschaft keine nachteiligen Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes habe.
So sehr ich deine Beiträge im allgemeinen schätze, so unangenehm fällt mir auf, dass du sie vermehrt damit einleitest, Personen, die anderer Meinung sind als du, ad hominem anzugehen, und damit deinen Beitrag zu framen, bevor du (wenn überhaupt) auf ihre Argumente eingehst. Das bezieht sich nicht direkt auf diesen Beitrag, aber es fällt mir immer mehr auf.Jaddy hat geschrieben: So 19. Jul 2026, 22:56 UN-Sonderberichterstatterin Reem Alsalem. Das ist die mit
Das sind ernstzunehmende Probleme, die für Betroffene überhaupt nicht lustig sind. Dass du versuchst, dieses Leid damit zu relativieren, dass es diesen Menschen (deiner Meinung nach) ansonsten noch schlechter ginge, ist übergriffig und nimmt die Betroffenen nicht ernst.Jaddy hat geschrieben: So 19. Jul 2026, 22:56 Bei den anderen Punkten musste ich ein bisschen säuerlich lachen.
OK, das ist offenbar nicht deutlich geworden: Ich finde es ziemlich heuchlerisch, diese Probleme ausgerechnet bei der Leihmutterschaft besonders anzuführen, weil sie keinesfalls darauf begrenzt und schon gar nicht speziell dadurch verursacht werden. Alle Schwangerschaften sind deutliche physische und psychische Gesundheitsrisiken und die Betreuung der Schwangeren hängt auch hierzulande sehr stark vom finanziellen und sozialen Status ab. Sogar hierzulande auch von der Hautfarbe. Bei jeder IVF sind die Rate von Frühgeburten und Komplikationen durch die Hormon-Behandlung erhöht, egal ob innerhalb einer "anständigen Hetero-Ehe" oder wie auch immer. Seit Jahrzehnten werden aus nicht nachvollziehbaren Gründen - Kosten, Zeit, Betriebsplanung(1) - mehr Kaiserschnitte als med. nötig durchgeführt, mit allen Risiken. Und die angeführten portpartalen psychischen Probleme sind ebenfalls generell und zumindest meines Wissens bei Leihmüttern nicht signifikant erhöht - ausser aufgrund jener Umstände (Druck, Not), die ja eben unstreitig regulativ ausgeschlossen gehören. Aber wenn wir Druck und Not bei Schwangerschaften thematisieren wollen, holen wir bitte auch gleich das Thema Abtreibung und den Umgang mit ungewollt Schwangeren hier rein. Dieses Zwiedenken finde ich schon wirklich sehr übel.Lana hat geschrieben: Mo 20. Jul 2026, 16:17 Vielleicht verstehe ich dich hier ja falsch:Das sind ernstzunehmende Probleme, die für Betroffene überhaupt nicht lustig sind. Dass du versuchst, dieses Leid damit zu relativieren, dass es diesen Menschen (deiner Meinung nach) ansonsten noch schlechter ginge, ist übergriffig und nimmt die Betroffenen nicht ernst.Jaddy hat geschrieben: So 19. Jul 2026, 22:56 Bei den anderen Punkten musste ich ein bisschen säuerlich lachen.
Hm, den Ansatz verstehe ich, aber das Bild erscheint mir hier nicht vollständig.Joo hat geschrieben: Mo 20. Jul 2026, 16:57das Problem, das ich mit der Leihmutterschaft habe ist, dass hier menschliches Leben erschaffen wird um als Ware gehandelt zu werden. Der gezeugte Mensch ist schon vor seiner Geburt fremdbestimmt. Auch wird der Mutter ihr elementares Rech auf ein Leben mit ihrem Kind genommen.