Jaddy hat geschrieben: Fr 18. Okt 2024, 20:24
viel Text, gestückelt unten
Hui, da steckt viel drin.
Jaddy hat geschrieben: Fr 18. Okt 2024, 20:24Disclaimer: Ich claime die Labels trans, nonbinary und agender für mich. Und noch eine Menge mehr in anderen Bereichen, die nichts mit Gender zu tun haben. Und alle sind gleichzeitig gültig, aber nicht alle sind in jeder Situation gleich wichtig.
Ja. Gleichzeitig hoffe ich aber, dass Du nicht erwartest, dass ich deine Pronomen IRL bei einer Begegnung unter Unbekannten (ich imaginiere jetzt mal ein Käufens/Verkäuferin-Szenario) einfach so erkenne. Ich würde im Regelfall danach gehen, was ich sehe und wie ich das einordne - und wenn ich das nicht kann, weil die Signale so uneindeutig sind, naja dann müsste ich fragen "Entschuldigung, ich möchte nicht unhöflich sein, aber wie darf ich Sie ansprechen?"
Jaddy hat geschrieben: Fr 18. Okt 2024, 20:24Anyway, ich habe den Eindruck, dass dir einige Überlegungen und Diskussionen zum Thema noch nicht begegnet sind *hüstel*
"Trans", mit oder ohne Sternchen, heisst eigentlich nur: Auf irgendeine Art nicht mit dem bei Geburt zugeteilten Geschlecht einverstanden: Nicht cis. D.h. insbesondere nicht einverstanden mit der Vorgabe und Erwartung anderer, gemäss der Augenschein-Begutachtung der damaligen Genitalien auch den ganzen Packen an Gender-Stereotypen performen zu sollen. Sprich: Wenn Person X bei Geburt das Label "männlich" zugeteilt wurde, dann kann X mit Fug und Recht das Label trans für sich verwenden, wenn Xs Geschlechtsempfinden sich auf jeden Fall nicht, nicht vollständig oder nicht dauerhaft den männlichen Geschlechtskonventionen zugehörig fühlt.
Das habe ich weder bestritten noch diskutiert. Die Überlegungen und Diskussionen sind mir sehr wohl bekannt. Ich finde nur, dass der allgemeine Begriff "trans" wie auch immer geschrieben, zu unkonkret ist, um im Alltag sinnvoll zu sein. Als Oberbegriff für alles, was sich als trans* bezeichnen möchte - von mir aus. Aber konkret möchte ich mich von Menschen unterschieden wissen, die eben "nur" eine soziale Transition vollziehen wollen - und Menschen, die auch eine körperliche Transition brauchen.
Und das ist doch Teil der Debatte: Menschen wie ich, die versuchen, sich durch Anpassung an Verhalten, Aussehen, Gestik, Vokabular und auch Stimme und wo es notwendig wird auch durch Operationen so weit wie möglich an "Frau sein" heranarbeiten sind nunmal betroffen von der Verallgemeinerung "Trans*", wenn damit in der Öffentlichkeit die Menschen verstanden werden, die sich als "Frau" definieren und dann barttragend mit klassischem Herrenoutfit in der Damenumkleide stehen. Ich möchte dieser Person erstmal nicht abstreiten, Trans* zu sein - das Spektrum ist mir aber zu groß und da möchte ich für mich klar verstanden wissen: ich möchte die Transformation so weit sie menschenmöglich ist.
Dieses Verallgemeinern führt dann zu diesen grotesken Situationen wie aktuell in den USA, wo die Menschen die Toiletten benutzen sollen, das dem ihnen bei Geburt zugewiesenen Geschlecht entspricht. Da steht dann der bärtige Transmann neben den Mädchen auf der Damentoilette und es gibt großes Geschrei. Umgekehrt fühlen sich Männer wie Transfrauen extrem unwohl, gemeinsam im selben Intimbereich zu stehen.
Das ist aber eben eines der Ergebnisse, wenn man nicht zwischen "gender" und "sex" differenziert.
Jaddy hat geschrieben: Fr 18. Okt 2024, 20:24
X könnte für sich feststellen, dass die weiblichen Konventionen wunderbar passen - oder zumindest am besten von allen, die X sich so vorstellen kann. Dann würde X sich wahrscheinlich auch als Frau bezeichnen oder, wenn es darum geht ja auch trans zu sein, als trans Frau. Ziemlich viele Menschen legen übrigens Wert auf die adjektivische Verwendung von trans. Also trans Frau: Eine Frau, die auch trans ist. So wie bei blonde Frau, nicht Blondfrau. Transfrau würde quasi eine abgegrenzte Kategorie schaffen: Frau vs Transfrau.
Was "viele Menschen" so wollen, ist mir meist (und auch hier) relativ schnuppe. Viele Menschen sind auch der Meinung, sich nen Kleidchen und Heels anziehen mache sie zur "Frau". Ich - und das ist mein Selbstbild, keine Fremdzuschreibung, definiere mich als Transfrau. Denn das ist, was ich bin. Ein Mensch, der biologisch den Ballast eines Mannes mit sich herum schleppt, der männlich sozialisiert wurde, 46 Jahre lang als Mann gelebt hat, der versucht hat, sich in dieser Rolle zu bewegen ohne es zu übertreiben. Der aber definitiv keine der Erfahrungen machen musste, die Mädchen, junge Frauen und Erwachsene Frauen machen. Ich musste mir nie explizite Kommentare und Sprüche anhören, wurde nie angegrabscht, musste nie eine Strassenseite wechseln oder Angst haben, alleine nachts unterwegs zu sein. Ich musste auch nie aufpassen, dass mit jemand was in mein Bier tut. Meine Kleidung war "Hose, Shirt, Pullover", variabel in der Länge und Dichte, je nach Jahreszeit. Die wichtigste Frage morgens war "hat das Shirt Löcher?" und nicht "ok, ich habe Lust diesen Rock/Hose anzuziehen - welches der 10 Oberteile passt, gemessen an Sonnigkeit und Wärme, am besten?"
Nein, ich kann weder positiv noch negativ definieren was "Frau" ist - genauso wenig wie "Mann". Es gibt Erfahrungen, die sind relativ seitig - aber vieles nicht. Definieren tun sie aber nichts. Ich habe inzwischen genug Frauen und Männer fragen können, wie sie sich als Frau/Mann identifizieren - wo ich mich ja eben anders interpretiere. Die Antwort hüben wie drüben: "ja, Du...eh keine Ahnung?! Ich hab das nie in Frage gestellt. Das... naja, das fühlt sich halt irgendwie so an, halt."
Wer sich als trans Frau definieren möchte - ich gönn's ihr! Die Illusion, eine "Frau" zu sein, habe ich nicht. Ich sehe im Spiegel keinen Mann mehr - aber eine Frau steht da auch nicht. Es ist und wird immer das Mischwesen "Transfrau" sein.
Daneben greift mir das Argument "Blondfrau" zu kurz: Blond ist keine Charaktereigenschaft. Sorry, aber Trans* ist eine Identitätsfrage.
Gleichwohl möchte ich an dieser Stelle auch anmerken, dass in diesen Diskussionen der Zusatz "cis" durchaus kontrovers diskutiert wird. Ich verwende ihn nicht mehr.
Jaddy hat geschrieben: Fr 18. Okt 2024, 20:24
X könnte aber auch feststellen, sich "irgendwo dazwischen" zu verorten. Nicht ganz dies, nicht ganz das oder mal mehr dies, mal mehr das. Das wäre
eine Form von Nichtbinarität, aber auf jeden Fall auch trans - weil nicht cis.
X könnte sich aber auch komplett von den binären Häufungspunkten lösen, also Xs Geschlechtsidentität nicht in Relation zu männlich oder weiblich definieren. Eine Variante davon ist, gar kein Geschlechtsempfinden bei sich festzustellen, also auch (zusätzlich zu trans) agender zu sein. Typische Aussage in diesem Fall: "Ich hab keine Ahnung wie sich so ein Gender anfühlt. Es geht mir aber voll gegen den Strich, eines performen zu sollen oder von anderen einem zugeordnet zu werden". Beispiele für letzteres sind "Nun sei doch mal ein/e Mann/Frau" oder "Du als Mann/Frau/trans/... bist/musst/sollst/kannst/hast/darfst nicht ...".
Da Gender traditionell irgendwie immer in Relation zur männlich/weiblich Dichotomie gedacht wird - wir kennen eben nichts anderes - verwenden viele Modelle eine männliche und eine weibliche Achse. Teils parallel wie beim Genderbread oder Gender Unicorn oder senkrecht aufeinander. Die eigene Position auf der Ebene kann also als Vektor aus "männlichem" und "weiblichem" Intensitätsempfinden dargestellt werden. Eine oder beide Koordinaten können aber auch Null sein und sie können sich auch zeitlich oder situativ verändern.
Das nichtbinäre Spektrum definiert sich also wie das Böhmermann'sche Inklusivum: "dazwischen und ausserhalb".
Siehst Du, und hier fangen meine Verständnisprobleme an. Die Diskussion wurde in einem anderen Thread schon geführt: ich bin blind und Du versuchst mir die Farbe rot zu beschreiben. Klappt nicht. Sorry.
Das ist nicht respektlos gemeint. Aber es ist für mich eine Grenze im Verständnis von Selbstwahrnehmung, die ich bei allem Bemühen noch nicht überwinden konnte. Ich kann das voll anerkennen, dass jemand sich weder dem einen, noch dem anderen zugehörig fühlt - oder das Ganze komplett ablehnt. Aber "Ich habe keine Ahnung, wie sich so ein Gender anfühlt" ist exakt das, was einem die meisten "cis"-Gender sagen!
Ich habe manchmal das Gefühl, dass aus "keiner sagt mir, wie ich mich fühlen soll" ein neues Label wird. Wo uns doch auch nie jemand erklärt hat, wie Mann- oder Frau-sein so geht. Man wächst halt rein. Und entweder - und das ist dann wieder was anderes - man kommt damit zurecht, oder nicht. Aber - again, mein Verständnisproblem - irgendwo verorte ich mich doch auf der Skala. Was liegt mir? Sind es Eigenschaften die eher dem weiblichen oder eher dem männlichen Spektrum zugewiesen sind? Und dann bin ich ja nicht mehr "a"-gender, sondern nicht-binär. Oder genderfluide, wenn ich mich nicht festlegen will - aber was soll dieses "außerhalb" denn sein? Außer lustlos?
Nein, da bin und bleibe ich skeptisch: viele dieser Begriffe stammen aus dem US-amerikanischen Raum und die Verhältnisse dort sind so unterschiedlich zu unseren, was die Anforderungen und medizinische Versorgung angeht. Da wird schnell eine (Selbst-)Diagnose "transgender" gestellt, obwohl eigentlich andere Probleme vorliegen (Depression, Borderline,...). Das beobachte ich auch hier zunehmend: Menschen behaupten, trans zu sein und erklären, ihre ganzen Probleme mit dem Umfeld, der Familie und so würden weggehen, wenn sie nur endlich Frau wären. Uhuh. Diese Menschen brauchen vor allem Eins: professionelle Hilfe. Und kein Coming-Out am Arbeitsplatz um dann in Minirock und Highheels aufzulaufen.
Jaddy hat geschrieben: Fr 18. Okt 2024, 20:24
Ob X wegen Xs Geschlechtsinkongruenz an Xs Körper irgendwas verändern möchte, spielt für das Label trans erst mal keine Rolle. Es
darf auch keine Rolle spielen, weil das direkt zu einem der größten Probleme der trans Historie führt:
Seit einigen Jahren wird "trans" als Adjektiv als einziger Begriff verwendet. Transident, transsexuell und transgender werden von vielen als veraltet angesehen, weil sie zum Beispiel missdeutend sind - transsexuell -, oder unterkomplex - transgender. Alle drei bezeichneten zu ihrer Zeit das, was trans heute tut: Nicht cis - aber damals in der Regel verknüpft mit rein binärem Geschlecht und häufig gekoppelt mit Pathologisierung, Medikalisierung und Fokus auf "DIE OP" etc. mit entsprechendem Zwang für trans Personen, sich gefälligst "umoperieren" - also "optisch / körperlich cis-konform zurichten zu lassen".
Zu deinen anderen Sätzen: Die eigentliche Unterscheidung findet statt zwischen "sein" und "spielen", bzw zwischen Identität und Inszenierung. Wie Siegmund Freud mal sagte (er hatte ja auch gute Einfälle): "Das Gegenteil von Spiel ist Realität". Auf Gender bezogen könnte also eine Unterscheidung gemacht werden zwischen trans in allen Schattierungen vs {Crossdressing, Transvestit*innen, Drag}. Aber! Gleichzeitig gilt für viele, auch hier im Forum: "Der Unterschied zwischen Crossdresser und trans? Zwei bis drei Jahre."
Wir haben alle mit dem alldurchdringenden cis-Genderdruck zu kämpfen. Viele testen erst mal im flachen Wasser und mit Schwimmflügelchen, wie es sich bei ihnen verhält. Andere können oder wollen über Jahrzehnte nicht transitionieren, weil es es gegenüber ihren Partner*innen oder Kindern oder Eltern nicht übers Herz bringen. Bei manchen hängt die schiere Existenz an der Alltags-cis-Performance. Manche fühlen sich aber auch sicher und wohl in der cis Welt, brauchen aber ab und zu die Entspannung, nicht cis sein zu müssen. Es gibt hier im Forum reichlich Berichte aller dieser Formen.
Und das Jahrzehnte lang zu machen ist letztlich nicht einfacher, sondern nur anders als der Gang durch die Mühlen der sozialen, rechtlichen und medizinischen Transition. Die Frage was geht, wie werde ich wo akzeptiert, wie kaschiere ich dies und jenes, was passiert wenn ich erkannt werde, etc hört nie auf, sondern wird ggf sogar schwieriger.
Ich weiß, ich wiederhole mich: die Differenzierung ist bisweilen aber sinnvoll und notwendig. Eine Transgender-Transition ohne Geschlechtsinkongruenz ist komplett unterschiedlich zu einer Transition aufgrund der Inkongruenz. Das Wording ändert sich, korrekt, ich finde hier an dieser Stelle in Richtung diffus und unklar. Und bloß weil in der Medizin ein neutraler Oberbegriff verwendet wird, um nicht zu stigmatisieren - als Selbstbeschreibung und eben Abgrenzung zu anderen Transidentitäten finde ich die Begriffe nach wie vor okay.
Zum Rest: spannende These. Würde mich an dieser Stelle aber tatsächlich interessieren: wieviele der Personen, die hier als CD, TV oder DWT gestartet sind, haben sich irgendwann im Laufe der Zeit als trans* umidentifiziert? Unabhängig von der Möglichkeit, das auch nach außen zu tun - das innere Coming out würde mir reichen.
Das möchte ich auch ausdrücklich wertschätzen: ich selbst habe ja nun auch viele Jahre mit der Angst vor der Realität gelebt, kann solche Argumente also sehr gut nachvollziehen. Ich habe mich dazu entschieden, den Sprung ins Ungewisse zu wagen, hauptsächlich weil ich mit einem seltenen Gendefekt zur Welt gekommen bin (neben dem Y-Chromosom): irgendwo hat sich der Code für das IDGAF-Protein eingeschlichen. Aber das kann nicht jede, und ihr habt mein aufrichtiges Mitgefühl.
Jaddy hat geschrieben: Fr 18. Okt 2024, 20:24
Ähnliches bei nichtbinären Transitionen. Die gibt es. Und die sind ebenso valide wie binäre. Weil sie die gleichen Themen adressieren: Dysphorien, Inkongruenz, Kollision mit der EInordnung durch andere. Deshalb wird seit ICD11 und DSM5 auch nicht mehr unterschieden und die aktuellen Leitlinien sehen das auch so. Mal ganz abgesehen davon, dass der Zugang zu medizinischen Massnahmen aktuell praktisch nur per Kreditkarte möglich ist. Zusätzlich hast du dich quasi immer zu outen ("nein, weder Frau noch Herr; einfach <name>") und sprengst die etablierten, zweigeteilten Systeme ("Gemischte Sportgruppe? Hamm'wer'nich", "Wollen se nun nen Damen- oder nen Herrenschnitt?").
Es könnten sich also durchaus crossdressende und nichtbinäre Personen gegenüber binären trans Menschen abgrenzen, weil die sich - sehr überspitzt - die Sache ja ziemlich einfach machen. Locker durch die vorhandenen Transitions-Regularien segeln und dann fein rechtlich und körperlich eindeutig in den stealth Modus gehen.
Deshalb ganz klare Ablehnung jeglicher Spaltung und Abgrenzung. Letztlich stossen alle nicht-cis Menschen auf die gleichen Probleme, nämlich die nach optischen / körperlichen Merkmalen zweigegenderten Strukturen. Sowohl die physischen in Form von getrennten Räumen, als auch die mentalen in den Köpfen anderer - und manchmal auch in unserem eigenen. Uns allen wurde irgendeine Variante geschenkt, die leider mit der cis-Umwelt häufig nicht kompatibel ist und von anderen nicht wertgeschätzt wird. Unsere Lösungen sind so individuell wie unsere Gender-Koordinaten. Aber auch wenn wir einzelne unserer nicht-cis-Mitwesen nicht verstehen, teilen wir nach aussen, zu den 95% cis-Leuten, die gleichen Hürden. Mit jeder Abgrenzung machen wir uns deshalb schwächer.
Auch hier: dass das "sich aus dem Binären"-Bewegen auch als Transition begriffen wird, keine Diskussion. Das diese genauso valide/legitim sind - habe ich zu keinem Zeitpunkt bestritten. Das die Themen grundsätzlich die gleichen sind: absolut d'accor! Ich würde sogar anerkennen, dass manche Probleme noch kniffliger sind, eben weil sie noch weniger dem üblichen Verständnis von Mann/Frau entsprechen.
Das Outing ist so ein Ding, wo ihr nicht-binären es definitiv schwieriger habt. Ich werde als weiblich wahrgenommen und korrekt bezeichnet (meist). Ihr müsst euch erklären. Andererseits dürft ihr euch eure Pronomen frei erfinden und damit allen Menschen auf den Sack gehen
Ich möchte abschließend festhalten und betonen: ich bin die Erste, wenn es darum geht nicht-binäre Personen zu verteidigen und zu inkludieren. Ich profitiere vom LGB-Schirm, obwohl Trans* ja nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun hat, und ich umarme euch gerne unter dem Schirm - wenn es um Gleichbehandlung, Rechte und Freiheiten geht. Trotzdem ist der Komplex "nicht-binär", eben weil er sich so sehr aus dem traditionellen Feld bewegt, etwas anderes als das klassischen "Trans*". Trans* für sich ist schon nicht unkompliziert (wie festgestellt) - nicht-binär macht aus geradlinig ja/nein ein Quantenspektrum (hab ich von jemanden hier aus dem Thread geklaut, Referenz muss ich nachschlagen, find's aber total passend).
Bezug nehmend zur Ausgangsfrage: ist es hilfreich, in einer sowieso schon politisch missbrauchten, unnötig polarisierten und polemisierten Diskussion um Transfrauen und deren Potential als Vergewaltiger auch noch das Label nicht-binär einzuflechten? Nein. Schon allein weil ihr euch selbst schützen wollt: haltet euch aus der aktuellen "Trans-Debatte", die ausschließlich eine gesellschaftliche Spaltung zum Ziel hat, raus. Reiner Selbstschutz. Denn, wenn sie mit uns durch sind, seid ihr die Nächsten. So wie vor uns die Schwulen.