Frauen. Neid
Frauen. Neid - # 5

Lebensplanung, Standorte
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Aria
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Re: Frauen. Neid

Post 61 im Thema

Beitrag von Aria »

Helga hat geschrieben: Di 28. Jan 2020, 20:51 Warum fühlen Frauen sich besser wenn sie vom Friseur kommen, warum kaufen sich ältere Männer einen Sportwagen obwohl sie Probleme beim ein- und Aussteigen haben? Warum tragen Menschen Schmuck? - Um das eigene Selbstwertgefühl zu steigern.- 

Ohne Pia außerhalb des Forums zu kennen mutmaße ich, dass auch sie die FFS für sich persönlich braucht um das persönliche Gefühl der Weiblichkeit zu verstärken. Mit dem Gefühl kommen dann idealerweise auch die Ausstrahlung und die Gestik.- 

Schönheitsoperationen sind schließlich bei cis- Menschen jeglichen Geschlechts durchaus nicht unüblich. Adressat einer solchen Maßnahme ist in der Regel das eigene Selbstwertgefühl, weniger die Außenwelt.- 

Warum lassen sich Transfrauen Silikonpolster unter die Haut legen und den Penis zur Neo- Vagina umformen (was letztendlich auch nur eine Anpassung der äußeren, also oberflächlichen Geschlechtsteile ist) obwohl sie sich als lesbisch verorten und seit Jahrzehnten verheiratet sind? Mutmaßlich aus dem gleichen Grund, um das eigene Körpergefühl zu verstärken.
Puuuuhhh.....bei so viel Stammtisch-Logik kann ich eigentlich nur den Kopf schütteln. Ehrlich, mehr fällt mir dazu gerade nicht ein.....
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Re: Frauen. Neid

Post 62 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Helga hat geschrieben: Di 28. Jan 2020, 20:51 Was nützt innere Schönheit, wenn sie niemand wahrnimmt.
Hi...

da steht nun wieder die Frage schafft das Sein das Bewusstsein oder das Bewusstsein das Sein im Raum.

Ich bin mehr im Glauben, das das zweite stimmt-aber auch das erste ist nicht unwahr.
Und es wäre möglich deinen Satz oben umzudrehen..was in der Realität auch wahrscheinlicher ist.
Innere Schönheit nutzt weil sie wahrgenommen wird...

Ich gehe davon aus, das deine Freunde deine Freunde sind weil sie dich erkennen, also mit dem Herzen
wahrnehmen und für wahr nehmen-und nicht weil du besonders schick angezogen bist.
Ich möchte das meine Freunde mich sehen-nicht eine Maske.
Wahrscheinlich habe ich deshalb mit dem Beginn der HRT die Sillies abgelegt..

Gestern sagte meine Liebste zu mir "ich liebe dich weil deine Liebe leise und sanft ist" das war für mich
ein wirklich wertvolles Kompliment. Hätte sie meine Haare gelobt hätte ich dabei nicht so viel empfunden.

Nun, es gibt aber so viele Ansichten und die spreche ich niemandem ab, aber ich glaube das man innere
Schönheit sehr wohl sehen und wahrnehmen kann..

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Helga
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Re: Frauen. Neid

Post 63 im Thema

Beitrag von Helga »

Aria hat geschrieben: Mi 29. Jan 2020, 20:04
Puuuuhhh.....bei so viel Stammtisch-Logik kann ich eigentlich nur den Kopf schütteln. Ehrlich, mehr fällt mir dazu gerade nicht ein.....
Hallo Aria,
wenn du anderer Meinung bist, dann bin ich für eine Diskussion offen. Die Hälfte meines Postings als Unsinn (wie sonst soll ich "Stammtisch- Logik" übersetzen?) zu klassifizieren ist nicht konstruktiv sondern wirkt ein wenig herabwürdigend.
Muss ich nicht verstehen, möchte ich aber!
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Re: Frauen. Neid

Post 64 im Thema

Beitrag von Helga »

!EmmiMarie! hat geschrieben: Mi 29. Jan 2020, 20:47

aber ich glaube das man innere
Schönheit sehr wohl sehen und wahrnehmen kann..

Alles Liebe Marie (flo)
Liebe Marie,
das wollte ich auch gar nicht grundsätzlich in Frage stellen. Mein Punkt ist, dass ich, und möglicherweise einige andere auch, scheinbare Oberflächlichkeiten als Katalysator benötigen um die innere Schönheit auch zeigen zu können.
Liebe Grüße
Helga
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Re: Frauen. Neid

Post 65 im Thema

Beitrag von Michaela Smile »

Pia2000 hat geschrieben: So 19. Jan 2020, 18:32 Hallo, ich wollte euch mal fragen ob es euch auch so geht, das ihr einen Extremen neid auf Frauen habt?

Wie ist das bei euch so??, und wie geht ihr damit um? würde mich mal interessieren!
um mal wieder auf die erste Frage zurückzukommen.
ich dachte zuerst Nein, eigentlich nicht.
Aaaber ich muss das jetzt doch zugeben.
Ich sah heute in einer Zeitschrift eine Frau abgebildet (Wahnsinn, oder? )
die hat Wolle oder sowas angepriesen, kein typisches Model oder so, eher der Typ "Sabine von nebenan.." ... ist auch egal.
jedenfalls verspürte ich direkt aufkommenden Neid. Auch Bewunderung weil mir das was ich sah sehr gefiel, aber hauptsächlich Neid auf das Aussehen und die natürlichen rundungen etc.
einfach auf das natürlich ästhetische Erscheinungsbild.
keinen bösen Neid oder so, sondern mehr die Art "Toll, das hätte ich auch gerne"
wohl wissend, das ich hierbei nicht wie bei manch anderen Sachen ,auf die ich bei anderen neidisch bin, einfach in den nächsten Laden spazieren und mir das auch kaufen kann. (Schade)
und damit ists dann auch gut. aber neidisch bin ich trotzdem :-) . und das ist auch gut so. denn so ein klein wenig Neid ist auch nicht ungesund. das gibt neuen Antrieb.
Michaela
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Re: Frauen. Neid

Post 66 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Moin,

schön, dass wir wieder beim Thema sind. Liest Pia eigentlich noch mit ?

ich hatte früher auch beim Anblick einer Frau, die mir gefiel, auch das Gefühl von Sehnsucht. Neid war es nicht, weil ich niemandem das Aussehen missgönne. Ich habe mir vorgestellt, beim Blick in den Spiegel würde ich sie sehen. Aber letztlich war das nur der Wunsch, Weiblichkeit zu leben. Mit der zeit wurde mir aber immer bewusster, dass Frausein deutlich mehr ist und nicht auf Äußerlichkeiten beschränkt. Es war für mich sehr wertvoll, mich mit den Lebensumständen von Frauen zu beschäftigen. Hier wird mMn zu viel verallgemeinert. Denn diese Lebensumstände sind sehr facettenreich und haben viele Ursachen. Das gilt genau betrachtet für Männer auch, wenn sie es wollen. Bunte Kleidung, Schminke oder schöne Frisuren machen noch kein buntes Leben. Im Gegenteil, die Reduktion darauf muss man erst einmal aushalten.

Auch Sätze wie, "ich kann nicht wie eine Frau denken" springen mMn zu kurz. Was soll das bitte sein ? Sieht man sich selber als Frau, denkt man auch wie eine solche, Punkt. Was definitiv anders ist, ist das Empfinden, dass zu großen Teilen vom Hormonspiegel beeinflusst wird. Hier haben Menschen ohne HRT sicher eine andere Ausgangsposition als Menschen mit bzw. Bio-Frauen. Aber mit Einfühlungsvermögen und Zuhören kann man eine Menge lernen.

Pia, wenn ich das richtig verstehe, schreibst Du immer wieder vom Wechsel zwischen m und w. Bist Du Dir sicher, dass Du nur auf einer Seite leben willst oder könnte es sein, dass Du auf Dauer gesehen, ein Geschlechtsempfinden für beide Geschlechter hast. Mir geht es so. Manche denken, man müsse sich für eine Seite entscheiden, aber das ist mMn Blödsinn. Ich pendle auch zwischen den Geschlechtern und wenn jemand meint, ich müsse mich entscheiden, würde ich ihm genau das sagen.

Das zerreisst mich manchmal. Früher noch mehr als heute. Ich habe für mich gelernt, dass ich auf beiden Seiten zuhause bin. Ich bin auch nicht "divers". Müsste ich mein Kreuzchen für den Pass machen, es käme bei m und bei w hin. Da das nicht geht, und ich mich entscheiden muss, ich das manchmal problematisch. Was ich bein Pass noch ignorieren kann, gilt aber z.T. auf der Straße auch. Letztlich geht es mir nicht um die Frage "Was bin ich ?" sondern die Frage: "Was bin ich heute ? " steht im Mittelpunkt. Diese Einsicht hat mir Ruhe und Selbstsicherheit gebracht. In manchen Bereichen, wie z.B. auf der Arbeit, wird es dann schwieriger. Hier lebe ich nur als Mann, auch wenn ich schon en femme gesehen wurde. Passiert ist nichts.

Neid und Hass sind mMn Gefühle, die Dir zeigen, dass Du mit Dir nicht klar kommst. Das Problem sind weder die Anderen noch Dein Aussehen. Das Problem steckt in Dir. Wenn Du das nicht auf die Reihe bekommst, wirst Du auch mit jeder Maßnahme in Richtung Frau scheitern. Menschen erkennen instinktiv, ob der Gegenüber authentisch ist oder nicht. Wenn ich en femme in die Stadt gehe, werde ich i.d.R. ganz normal behandelt. Ein paar Teenies mögen lachen, aber das hängt mehr mit deren Unsicherheit zusammen als mit meiner. Das bedeutet nicht, dass ich keine Unsicherheit in mir trage, aber sie wird immer geringer, je mehr ich mir sage, dass ich jetzt so leben will, wie ich lebe. Allein schon aus Respekt vor mir selber, mache ich das.

Es gilt, diesen Respekt stark zu machen. Man nennt es auch Selbstsicherheit. Mit Respekt für sich selber kann ich aber mehr anfangen. Was muss ich tun, um mich selber zu respektieren ? Ich muss in mein Inneres hören, schauen was mir gut tut, mich gut behandeln. Sind da negative Gefühle ? Wenn ja, welche und warum ? Worauf weisen sie mich hin ?

Bei Deinen Worten spüre ich nur, dass Deine negativen Gefühle Dir etwas ganz anderes sagen. Ich bezweifle, dass äußere Veränderungen wie OPs im Gesicht oder anderes Dir wirklich helfen. Ich fürchte, Deine schlechten Gefühle werden bleiben. Ich würde mit meinem heutigen Wissen anders ansetzen. Kläre die Ursache von Neid und Hass. Respektierst Du Dich wirklich selber oder orientierst Du Dich an anderen ? Wichtig ist es, die richtigen Fragen zu finden, dann erst kommen die Antworten. Und mit den Antworten kannst Du dann entscheiden, ob OPs oder andere Maßnahmen wirklich erforderlich sind. So wird mMn ein Schuh draus.

Ich habe auch einmal gedacht, dass Veränderungen im Äußeren zu Lösungen führt. Aber es ist umgekehrt. Lösungen im Inneren führen zu Veränderungen im Äußeren. Wenn Du Dich Deinen Lebensfragen stellst, wirst Du auch im öffentlichen Leben Erfolge haben. Wenn Du Menschen die Chance gibst, Dich zu erkennen, werden sie Deine Handlungen akzeptieren. Vielleicht nicht alle, aber die wichtigsten.

Alles Gute
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Frauen. Neid

Post 67 im Thema

Beitrag von Michaela Smile »

Vicky_Rose hat geschrieben: Do 30. Jan 2020, 07:08 immer wieder vom Wechsel zwischen m und w. Bist Du Dir sicher, dass Du nur auf einer Seite leben willst oder könnte es sein, dass Du auf Dauer gesehen, ein Geschlechtsempfinden für beide Geschlechter hast. Mir geht es so. Manche denken, man müsse sich für eine Seite entscheiden, aber das ist mMn Blödsinn. Ich pendle auch zwischen den Geschlechtern und wenn jemand meint, ich müsse mich entscheiden, würde ich ihm genau das sagen.

Das zerreisst mich manchmal. Früher noch mehr als heute. Ich habe für mich gelernt, dass ich auf beiden Seiten zuhause bin. Ich bin auch nicht "divers". Müsste ich mein Kreuzchen für den Pass machen, es käme bei m und bei w hin. Da das nicht geht, und ich mich entscheiden muss, ich das manchmal problematisch. Was ich bein Pass noch ignorieren kann, gilt aber z.T. auf der Straße auch. Letztlich geht es mir nicht um die Frage "Was bin ich ?" sondern die Frage: "Was bin ich heute ? " steht im Mittelpunkt. Diese Einsicht hat mir Ruhe und Selbstsicherheit gebracht. In manchen Bereichen, wie z.B. auf der Arbeit, wird es dann schwieriger. Hier lebe ich nur als Mann, auch wenn ich schon en femme gesehen wurde. Passiert ist nichts.

das könnte ich ziemlich genauso unterschreiben.
jedoch selbst hier kommt bei mir wieder Neid auf.
den sehen wir es mal so. eine Frau die sich als Mann "verkleidet" (autsch nicht hauen, ich weis ist ein blödes Wort.., aber genau so wird Croossdressen in der freien Wildbahn nun mal bezeichnet) ist in der öffentlichkeit eigentlich akzeptiert, schon fast normal, fällt nicht weiter auf...... ganz alltägliches Erscheinungsbild von sehr vielen Frauen heutzutage.
wenn ein Mann sich als Frau "verkleidet" ( **wegduck**) dann ist das aber immer noch in der öffentlichen Wahrnehmung ein Witz. Jeder fragt sich warum will der aussehen wie eine Frau.

und gerade auf diese einfachheit mit der Frauen zwischen den Geschlechten pendeln könn(t)en, könnte ich (nein, ich bin) auch unheimlich neidisch sein.
es hat bei mir auch schon den Gedanken geweckt, eventuell, vielleicht... den Körper in die andere Richtung anzupassen, was ich dann aber wieder verwofen habe. das würde nicht passen. denn dann wäre ich ja vielleicht ein Mann der eine Frau sein will, die sich als Mann verkleidet (und jetzt bin ich besser ruhig, sonst bekomme ich noch blaue Flecken).
Michaela
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Re: Frauen. Neid

Post 68 im Thema

Beitrag von gagalady »

Helga hat geschrieben: Di 28. Jan 2020, 20:51
Carry hat geschrieben: Mo 27. Jan 2020, 15:05

... mich erschüttert die Oberflächlichkeit, die mir aus Deinen Worten gefühlt entgegen schlägt.
Hallo Helga,
ich habe Deinen Beitrag "geliked" - nicht, weil ich Oberflächlichkeit schätze, ganz im Gegenteil, ich verabscheue sie. Dennoch hast Du zutreffend einen Umstand beschrieben, der wohl einfach ein Fakt ist: wir, Menschen mit einem Hang zur Ästhetik, möchten eben, daß auch unsere "Oberfläche" stimmig ist und unser Selbstwertgefühl unterstreicht. Ich halte das für legitim, weil dies keinen zwangsläufigen Einfluss auf unsere innere "Tiefe" ausübt. Im Übrigen, auch wenn ich eben kein CD bin, so kann ich doch das eine odere andere gut nachvollziehen.
VG gl
ohne Worte (sind gerade ausgegangen...)
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Re: Frauen. Neid

Post 69 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Michaela Smile hat geschrieben: Do 30. Jan 2020, 08:06 wenn ein Mann sich als Frau "verkleidet" ( **wegduck**) dann ist das aber immer noch in der öffentlichen Wahrnehmung ein Witz. Jeder fragt sich warum will der aussehen wie eine Frau.
Von mir bekommst Du sicher keine Schläge ... ;-) Aber im Ernst, Du hast natürlich Recht, dass es für Frauen i.d.R. einfacher zu sein scheint, en homme durch die Gegend zu laufen.

Das ist aber mMn für viele Bereiche ein viel beschworener Irrtum. Ein Mann, der sich als Frau kleidet, will im Allgemeinen als Frau gelesen werden und nicht als Mann, der Frauenkleider trägt. Bei Frauen, die männliche Kleidung (was immer das auch ist) tragen, ist das nicht so einfach umgekehrt. Viele tragen männliche Kleidung ohne als Mann gelesen zu werden oder das wollen. Bei Frauen, die als Mann gesehen werden wollen, ist das schon etwas anderes. Wie kann sie erreichen, als "Herr" angesprochen zu werden ? Das ist eine ganz andere Situation. Da haben wir Transfrauen es tatsächlich einfacher, denn weibliche Kleidung ist eindeutig, männliche nicht.

Ein weiterer viel verbreiteter Irrtum ist, dass auch Männer sich problemlos in der Öffentlichkeit en femme bewegen können. Was sie brauchen ist Selbstsicherheit im Auftreten. Natürlich falle ich en femme auf. Manchmal merken die Leute auch erst auf den zweiten Blick, dass da etwas ungewohnt ist. Und natürlich gefällt das nicht jedem. Aber ausgelacht oder schlimmeres habe ich noch nie erlebt. Im Gegenteil, meine Erfahrungen sind durchweg positiv. Ich vermeide jedoch kritische Situationen. Aber das machen Frauen i.d.R. auch.

So what ? Es ist unser eigener Kopf, der uns einen Streich spielt. Sonst nichts. Je mehr von uns auf die Straße gehen, um so normaler wird das und um so langweiliger wird es für Dritte.

Wir sollten mit der Mär aufhören, dass wir en femme geächtet seien. Damit bremsen wir uns selber aus. Ich will Nachteile nicht leugnen, aber sie sind kleiner als viele denken.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Frauen. Neid

Post 70 im Thema

Beitrag von Pia2000 »

Vicky_Rose hat geschrieben: Do 30. Jan 2020, 07:08 Moin,

schön, dass wir wieder beim Thema sind. Liest Pia eigentlich noch mit ?

ich hatte früher auch beim Anblick einer Frau, die mir gefiel, auch das Gefühl von Sehnsucht. Neid war es nicht, weil ich niemandem das Aussehen missgönne. Ich habe mir vorgestellt, beim Blick in den Spiegel würde ich sie sehen. Aber letztlich war das nur der Wunsch, Weiblichkeit zu leben. Mit der zeit wurde mir aber immer bewusster, dass Frausein deutlich mehr ist und nicht auf Äußerlichkeiten beschränkt. Es war für mich sehr wertvoll, mich mit den Lebensumständen von Frauen zu beschäftigen. Hier wird mMn zu viel verallgemeinert. Denn diese Lebensumstände sind sehr facettenreich und haben viele Ursachen. Das gilt genau betrachtet für Männer auch, wenn sie es wollen. Bunte Kleidung, Schminke oder schöne Frisuren machen noch kein buntes Leben. Im Gegenteil, die Reduktion darauf muss man erst einmal aushalten.

Auch Sätze wie, "ich kann nicht wie eine Frau denken" springen mMn zu kurz. Was soll das bitte sein ? Sieht man sich selber als Frau, denkt man auch wie eine solche, Punkt. Was definitiv anders ist, ist das Empfinden, dass zu großen Teilen vom Hormonspiegel beeinflusst wird. Hier haben Menschen ohne HRT sicher eine andere Ausgangsposition als Menschen mit bzw. Bio-Frauen. Aber mit Einfühlungsvermögen und Zuhören kann man eine Menge lernen.

Pia, wenn ich das richtig verstehe, schreibst Du immer wieder vom Wechsel zwischen m und w. Bist Du Dir sicher, dass Du nur auf einer Seite leben willst oder könnte es sein, dass Du auf Dauer gesehen, ein Geschlechtsempfinden für beide Geschlechter hast. Mir geht es so. Manche denken, man müsse sich für eine Seite entscheiden, aber das ist mMn Blödsinn. Ich pendle auch zwischen den Geschlechtern und wenn jemand meint, ich müsse mich entscheiden, würde ich ihm genau das sagen.

Das zerreisst mich manchmal. Früher noch mehr als heute. Ich habe für mich gelernt, dass ich auf beiden Seiten zuhause bin. Ich bin auch nicht "divers". Müsste ich mein Kreuzchen für den Pass machen, es käme bei m und bei w hin. Da das nicht geht, und ich mich entscheiden muss, ich das manchmal problematisch. Was ich bein Pass noch ignorieren kann, gilt aber z.T. auf der Straße auch. Letztlich geht es mir nicht um die Frage "Was bin ich ?" sondern die Frage: "Was bin ich heute ? " steht im Mittelpunkt. Diese Einsicht hat mir Ruhe und Selbstsicherheit gebracht. In manchen Bereichen, wie z.B. auf der Arbeit, wird es dann schwieriger. Hier lebe ich nur als Mann, auch wenn ich schon en femme gesehen wurde. Passiert ist nichts.

Neid und Hass sind mMn Gefühle, die Dir zeigen, dass Du mit Dir nicht klar kommst. Das Problem sind weder die Anderen noch Dein Aussehen. Das Problem steckt in Dir. Wenn Du das nicht auf die Reihe bekommst, wirst Du auch mit jeder Maßnahme in Richtung Frau scheitern. Menschen erkennen instinktiv, ob der Gegenüber authentisch ist oder nicht. Wenn ich en femme in die Stadt gehe, werde ich i.d.R. ganz normal behandelt. Ein paar Teenies mögen lachen, aber das hängt mehr mit deren Unsicherheit zusammen als mit meiner. Das bedeutet nicht, dass ich keine Unsicherheit in mir trage, aber sie wird immer geringer, je mehr ich mir sage, dass ich jetzt so leben will, wie ich lebe. Allein schon aus Respekt vor mir selber, mache ich das.

Es gilt, diesen Respekt stark zu machen. Man nennt es auch Selbstsicherheit. Mit Respekt für sich selber kann ich aber mehr anfangen. Was muss ich tun, um mich selber zu respektieren ? Ich muss in mein Inneres hören, schauen was mir gut tut, mich gut behandeln. Sind da negative Gefühle ? Wenn ja, welche und warum ? Worauf weisen sie mich hin ?

Bei Deinen Worten spüre ich nur, dass Deine negativen Gefühle Dir etwas ganz anderes sagen. Ich bezweifle, dass äußere Veränderungen wie OPs im Gesicht oder anderes Dir wirklich helfen. Ich fürchte, Deine schlechten Gefühle werden bleiben. Ich würde mit meinem heutigen Wissen anders ansetzen. Kläre die Ursache von Neid und Hass. Respektierst Du Dich wirklich selber oder orientierst Du Dich an anderen ? Wichtig ist es, die richtigen Fragen zu finden, dann erst kommen die Antworten. Und mit den Antworten kannst Du dann entscheiden, ob OPs oder andere Maßnahmen wirklich erforderlich sind. So wird mMn ein Schuh draus.

Ich habe auch einmal gedacht, dass Veränderungen im Äußeren zu Lösungen führt. Aber es ist umgekehrt. Lösungen im Inneren führen zu Veränderungen im Äußeren. Wenn Du Dich Deinen Lebensfragen stellst, wirst Du auch im öffentlichen Leben Erfolge haben. Wenn Du Menschen die Chance gibst, Dich zu erkennen, werden sie Deine Handlungen akzeptieren. Vielleicht nicht alle, aber die wichtigsten.

Alles Gute
Hallo Vicky

Ja zur Zeit ist es bei mir immer noch ein Wechsel, auf der Straße, bin ich als M unterwegs, Zuhause aber, versuche ich mich so gut wie es geht als W zurecht zu machen. Das war nicht immer so, zuerst war ich draußen immer als W unterwegs, aber das habe ich ja vorerst an den Nagel gehangen wegen wie bereits erwähnt meine schlechten Erfahrungen. Außerdem sah ich als W nicht gerade toll aus. Selbst 8 jährige hatten mich schräg angeguckt, so "Trümmerhaft" kam ich rüber. Deshalb ist bei mir eine FFS geplant, denn wenn ich damit ersteinmal zufrieden bin. Kann alles andere nur noch besser werden, wie Heike bereits schon schrieb. Ich bin gezwungen ein ständigen Wechsel zu leben. So lange ich meine OP nicht vollzogen habe, ich bin mir sehr sicher, das ihr permanent als Frau Leben möchte. Ich sehe als Mann zwar auch nicht schlecht aus. Aber ich fühle mich nunmal nicht so. Bei den Interessen und Gespräche angefangen. Mit Männer habe ich interessenmäßig nix gemeinsam. Das einzige wären vielleicht "Videospiele". Bei Männern verspüre ich auch keinen Neid, was die Optik betrifft, manche beneiden andere ja um ihren Körper Sixpack.. oder so allgemein.. und das ich "hass" verspüre, wegen den neid der Frauen, ist übertrieben, nein so ist es natürlich nicht. Hatte es ein bisschen doof formuliert. Ich möchte übrigens auch gerne lange Haare haben, und das lässt meine Gesichtsform übrigens nicht zu. Dies und all die anderen dinge die ich erwähnte, sind für mich Gründe einer FFS.
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Re: Frauen. Neid

Post 71 im Thema

Beitrag von Pia2000 »

Entschuldige, ich meine Helga, und nicht Heike.

Ihr habt das Thema etwas zugemixt. weiß jetzt gerade nicht wo oben und unten, 😁..
Jaddy
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Re: Frauen. Neid

Post 72 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Vicky_Rose hat geschrieben: Do 30. Jan 2020, 07:08 Pia, wenn ich das richtig verstehe, schreibst Du immer wieder vom Wechsel zwischen m und w. Bist Du Dir sicher, dass Du nur auf einer Seite leben willst oder könnte es sein, dass Du auf Dauer gesehen, ein Geschlechtsempfinden für beide Geschlechter hast. Mir geht es so. Manche denken, man müsse sich für eine Seite entscheiden, aber das ist mMn Blödsinn. Ich pendle auch zwischen den Geschlechtern und wenn jemand meint, ich müsse mich entscheiden, würde ich ihm genau das sagen.

Das zerreisst mich manchmal. Früher noch mehr als heute. Ich habe für mich gelernt, dass ich auf beiden Seiten zuhause bin. Ich bin auch nicht "divers". Müsste ich mein Kreuzchen für den Pass machen, es käme bei m und bei w hin. Da das nicht geht, und ich mich entscheiden muss, ich das manchmal problematisch. Was ich bein Pass noch ignorieren kann, gilt aber z.T. auf der Straße auch. Letztlich geht es mir nicht um die Frage "Was bin ich ?" sondern die Frage: "Was bin ich heute ? " steht im Mittelpunkt. Diese Einsicht hat mir Ruhe und Selbstsicherheit gebracht.
Auch der Wechsel, sowohl in Ausdruck als auch innerem Gefühl, fällt irgendwo ins nicht-binäre Spektrum. Genderfluid mit zwei Seiten, bi-gender, wie auch immer. Für andere Dinge und Bedarfe kleiden und geben wir uns ja auch unterschiedlich. Zum Beispiel hat die berufliche Persönlichkeit häufig andere, herausstehende Aspekte als die familiäre oder künstlerische oder wo auch immer.

Wer das nicht so leben kann, sprich: an Zerrissenheit oder den Wechseln leidet, könnte mal nachschauen und aufarbeiten, weshalb die verschiedenen Genderaspekte nach dem eigenen Empfinden so getrennt werden, also was diese eindeutigen Zuordnungen zu m und w so wichtig für 1 selbst macht.
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Re: Frauen. Neid

Post 73 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
biene38 hat geschrieben: Di 28. Jan 2020, 10:41 Ich wiederhole es nochmals, wer dem Klischeebild von den Vorlieben entspricht, wird sich wunderbar in dieser Gesellschaft wohlfühlen.
Es liegt aber an jedem Einzelnen, so zu leben, das er sich wohl fühlt, egal ob es einem Klischee oder einem erwartetem Rollenbild entspricht. Ich kann immer "die Gesellschaft" anführen, weswegen ich dies, das, jenes nicht machen kann. Oder ich mache einfach mein Ding. Und wundere mich hinterher vielleicht, wie wenig Probleme dann tatsächlich auftreten, von denen, die ich befürchtet habe.
Wenn man zu sich steht, merken andere das auch.
Vicky_Rose hat geschrieben: Do 30. Jan 2020, 07:08 Das zerreisst mich manchmal. Früher noch mehr als heute. Ich habe für mich gelernt, dass ich auf beiden Seiten zuhause bin.
Ja was denn nun? Wenn ich deine Beiträge lese, habe ich den Eindruck, du bist ganz bei dir, kommst gut klar, mit deinen beiden Seiten. Und manchmal "zerreist" es dich dann? Also bist du doch nicht so im Reinen mit dir?
Vicky_Rose hat geschrieben: Do 30. Jan 2020, 09:22 Ein Mann, der sich als Frau kleidet, will im Allgemeinen als Frau gelesen werden und nicht als Mann, der Frauenkleider trägt.
Das kann man schlecht verallgemeinern. Das muss ja jeder für sich entscheiden.
Ich glaube allerdings, das es bei den meisten eher nicht so ist, das Männer, die Frauenkleider tragen, auch als Frau "gesehen" wollen werden.
Viele tragen die Kleidung einfach nur, weil sie ihnen ein gutes Gefühl gibt.
Die, die auch als Frau gesehen werden wollen, betreiben meist erheblichen Mehraufwand, als nur die Kleidung zu wechseln, um dann als Frau gesehen zu werden.

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Re: Frauen. Neid

Post 74 im Thema

Beitrag von Carry »

Helga hat geschrieben: Di 28. Jan 2020, 20:51 Schönheitsoperationen sind schließlich bei cis- Menschen jeglichen Geschlechts durchaus nicht unüblich. Adressat einer solchen Maßnahme ist in der Regel das eigene Selbstwertgefühl, weniger die Außenwelt.
Liebe Helga,

hab Dank für Deinen Versuch, mir die "vermeintliche" Oberflächlichkeit etwas schmackhaft zu machen ...aber, sorry, das wird nix :wink:

Vor Allem bei dem zitierten Satz möchte ich Dir widersprechen, bzw. Dir meine Sicht schildern.

In meinen Augen sind sogenannte "Schönheits"-Operationen in den aller-aller seltensten Fällen wirklich eine Maßnahme, die dem Betroffenen Selbstwertgefühl geben kann. Denn ich glaube, echtes Selbstwertgefühl kann nur aus dem eigenen Inneren generiert werden. Die Kunst dabei ist m.E.n., sich so annehmen zu können, wie man nunmal ist.
Eine Schönheits-OP kann meines Erachtens nur bewirken, dass die Außenwelt einen "anders" wahrnimmt - das bewirkt maximal ein Gefühl von Bestätigung durch das Aussen, aber kein wirkliches Selbstwertgefühl. Wie der Name schon sagt, geht es darum, was man sich selbst wert ist - nicht, was man dem Aussen wert ist.
Bitte nicht falsch verstehen, dass es solche Operationen überhaupt gibt, ist sicher für viele Menschen ein Segen, wenn zum Beispiel nach einem Unfall jemand in irgendeiner Form entstellt ist, und das wieder "hingebogen" werden kann, ist das sicher ein Segen.
Aber in den allermeisten Fällen geht es doch darum, dass man von der Aussenwelt so gesehen werden möchte, wie es dem vermeintlichen Schönheitsideal zu entsprechend scheint.
Das hat mit echtem Selbstwert rein gar nichts zu tun. Denn Dein Selbst wertest Du mit Äußerlichkeiten nicht auf!
Gerade wenn es um Operationen im Gesicht geht, finde ich es persönlich immer sehr traurig, die Ergebnisse zu sehen, denn aus meiner Sicht verlieren dadurch die Menschen ihre Ausstrahlung, da die Mimik völlig verfremdet wird. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung...

Für mich kommt das Selbstwertgefühl aus dem Selbstbewußtsein - das heißt, ich muss mir meiner Selbst zu allererst mal bewusst werden um dann darin den eigenen Wert zu erkennen...und wenn dieser Wert an einer bestimmten Nasenform, Brustgröße oder was auch immer hängt, läuft meiner Meinung nach etwas ganz gehörig verkehrt...
"Wenn Du heute aufgibst, wirst Du nie wissen, ob Du es morgen geschafft hättest!"
Carry
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Re: Frauen. Neid

Post 75 im Thema

Beitrag von Carry »

Vicky_Rose hat geschrieben: Do 30. Jan 2020, 09:22 Michaela Smile hat geschrieben: ↑
Do 30. Jan 2020, 08:06
wenn ein Mann sich als Frau "verkleidet" ( **wegduck**) dann ist das aber immer noch in der öffentlichen Wahrnehmung ein Witz. Jeder fragt sich warum will der aussehen wie eine Frau.
...
Das ist aber mMn für viele Bereiche ein viel beschworener Irrtum. Ein Mann, der sich als Frau kleidet, will im Allgemeinen als Frau gelesen werden und nicht als Mann, der Frauenkleider trägt. Bei Frauen, die männliche Kleidung (was immer das auch ist) tragen, ist das nicht so einfach umgekehrt. Viele tragen männliche Kleidung ohne als Mann gelesen zu werden oder das wollen.
Danke, Vicky, dass Du das geschrieben hast - so sehe ich das auch!
Wenn ich z.B. in "vermeintlich männlicher" Kleidung herumlaufe, also sagen wir z.B., Jeans, Shirt, Turnschuhe, dann will ich ja deswegen ganz sicher nicht als Mann gesehen, oder gelesen werden, sondern ich mache das einfach aus Gründen der Bequemlichkeit und weil es praktisch ist - ein Minirock und HighHeels sind nun Mal weder bequem noch praktisch und für manche Dinge des alltäglichen Lebens einfach auch denkbar ungeeignet und komplett Fehl am Platz - meiner persönlichen Meinung nach!

Für mich bestätigt das aber auch die These, dass es viel mehr auf die Ausstrahlung ankommt, als auf die Klamotte.
"Wenn Du heute aufgibst, wirst Du nie wissen, ob Du es morgen geschafft hättest!"
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